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Warum gibt es Christen, die das Wirken des Heiligen Geistes ablehnen? (Zungenreden etc.)

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In der Ratgeber-Community GuteFrage.net schrieb vor kurzem jemand ein paar interessante Fragen. Ich fand diese Fragen sehr gut und wichtig, so dass ich mir Zeit genommen habe, um diese zu beantworten:

Frage:

„Hallo ich lese viel in der Bibel und weiß daher auch, dass es die Gabe der Zungenrede, der Heilung durch Handauflegungen gibt. Jetzt gibt es aber wiederum viele die dies ablehnen und sagen, diese Gaben gibt es nicht mehr. Vielleicht könnt ihr mir weiterhelfen. Was denkt ihr darüber? Hat jemand diese Gaben? Und warum lehnen die Menschen dies einfach ab?“

 

Antwort:

„Da muss ich etwas weiter ausholen, um Deine Frage beantworten zu können.

Für die ersten Christen war es völlig normal, für Kranke zu beten, in Zungen zu reden, Wunder zu tun… 

Lies Markus 16, 17-18!

Darin steht:

„Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“

Leider kam mit der Zeit dann die organisierte Religion – das „Christentum“.

Mit der katholischen Kirche kam es auf, dass nur Priester die Bibel lesen durften, nicht aber das Volk! Und somit wusste niemand oder kaum jemand mehr, dass es die Geistesgaben (und einiges anderes) gibt.

 

Dann kam irgendwann Luther.

Er übersetzte ja die Bibel endlich auf Deutsch, so dass das Volk diese lesen konnte. Außerdem entdeckte er einiges, was in der Kirche gar nicht richtig abläuft… Im Neuen Testament steht zum Beispiel, dass jemand gerettet wird, wenn er Jesus als seinen Herrn annimmt. – Errettung durch GNADE! Das war natürlich etwas, das die Kirche nicht lehrte – obwohl es biblisch ist.

Luther sagte (soweit ich weiß) leider nichts über die Geistesgaben und das Wirken des Heiligen Geistes. Doch auch diese sind biblisch.


Gegen 1910 versammelten sich ein paar Christen, um zu beten.

Sie hatten so einen großen Hunger nach Gott. Sie wollten Ihn in Seiner ganzen Fülle erleben. In diesen Versammlungen geschah es dann, dass diese Christen den Heiligen Geist sehr stark erlebten.

 

Sie begannen, in Zungen zu reden – was auch schon die ersten Christen praktizierten!

Durch das düstere Mittelalter und die Religion, die das Volk von der Wahrheit abhielt, wurden diese Wahrheiten vergessen.

Die Versammlung dieser Christen bzw. der Beginn der daraus folgenden Erweckung wurde als „Azusa Street (Revival)“ bekannt. „Azusa Street“, weil diese Straße, in der dieses gewöhnliche Haus war, so hieß.

 

Aus diesen Versammlungen entstand dann die heutige Pfingstbewegung bzw. die Pfingstgemeinden und die charismatischen Gemeinden.

Leider waren nicht alle Christen so begeistert über diese „Wiederentdeckung“ der Geistesgaben und der Kraft des Heiligen Geistes. Ja, einige Christen waren darüber richtig aufgebracht! Sie wollten dieser neuen Begeisterung unbedingt ein Ende bereiten. Dazu kam es auch fast. In eine der Versammlungen kam es nämlich zu einem Vorfall: Es traten unter Personen seltsame Manifestationen auf. Manche der Manifestationen wie Zittern, Lachen, Weinen, Umfallen etc. wirkten abstoßend auf die nicht-charismatischen Christen. Es kam zu einer gewaltigen Spaltung, zu viel Streit und Auseinandersetzungen.

 

Schließlich beschlossen manche der Kritiker, die auch Leiter waren, eine Erklärung gegen die Geistesgaben und die Manifestationen zu schreiben. 

So kam es leider zur sogenannten „Berliner Erklärung“. In dieser Erklärung wurde von den Kritikern unterzeichnet, dass sie die Geistesgaben und Manifestationen als „von unten“ erklären und diese ablehnen.

 

Diese Ablehnung war ein Betrüben des Heiligen Geistes und darunter leiden viele Christen noch heute: 

Wegen einer falschen Lehre, dass es die Geistesgaben und ein starkes Erleben mit dem Heiligen Geist gar nicht geben würde. Und wenn es mal „auftreten“ sollte, dass es gar dämonisch sei.

 

Viele Christen werden daher davon abgehalten, sich nach der FÜLLE des Heiligen Geistes auszustrecken.


Ich hoffe, diese Antwort war hilfreich für Dich. Wenn Du Fragen hast, frag ruhig. Ich möchte Dir auch noch diesen Artikel empfehlen. Darin schreibe ich mit einfachen Worten, was der Unterschied zwischen Bekehrung und Geistestaufe ist. Über die Geistestaufe findest Du auf der Seite obe unter „Jesus erleben“ eine Kategorie „Gebet für Geistestaufe“.

 

Sei reich gesegnet!

Und lass Dich nicht von Leuten verwirren, die entweder die Fülle selbst nicht wollen oder eine falsche Lehre glauben, dass es diese nicht gäbe.“

Liebe Grüße,

Julia

 

 

Weiteres zu diesem Thema

Hier gibt es ein sehr interessantes Video-Seminar zum online ansehen: Es ist eine Videoreihe mit 12 Teilen über die Christenheit in Deutschland. Martin Baron spricht von den historischen Ereignissen um 1900 – wie ein paar Christen die Geistesgaben, insbesondere das Sprachengebet wiederentdeckten. Und wie es dann zu den Gegnern, den Anticharismatikern, kam.

 

Weitere Artikel:

 
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100 Jahre Stagnation: Zur Situation der Christenheit in Deutschland (Geistesgaben, Sprachengebet, Geistestaufe)

100 Jahre Stagnation:

Zur Situation der Christenheit in Deutschland

Warum ist lebendiges Christentum in Deutschland (noch) eine Randerscheinung? Warum geschehen hier so wenig Zeichen und Wunder im Vergleich zu anderen Ländern, in denen regelrechte Erweckungen stattfinden? Warum sind in Deutschland noch immer so viele Christen anticharismatisch geprägt – und woran liegt das überhaupt?

Fragen über Fragen… die sich aber beantworten lassen, wenn wir uns die historischen Ereignisse um 1900 ansehen.


Mehr dazu in diesem 12-teiligen Video-Seminar von GottesHaus:

–> Hier geht es zu Seite von GottesHaus<–

–> Hier geht es zu den Videos auf YouTube <–
(Einzelne 12 Teile)

Diese Video-Reihe ist wirklich eine gute Aufklärung. Es geht vorallem um die Wiederentdeckung (wenn man es so bezeichnen kann) der Geistesgaben, des Sprachengebets, Zungenreden und der Geistestaufe.

Wenn diese Videoreihe auch für Dich hilfreich war, empfiehl sie doch bitte weiter!

LG Julia

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Evangelisations-Ideen für den Global Outreach Day (G.O.D.), 2. Juni 2012

Aus dem Newsletter von CfaN:

„Am heutigen Tag beten wir für den „Global Outreach Day“ (abgekürzt: G.O.D., der am kommenden Samstag, dem 2. Juni stattfindet). CfaN unterstützt diese Aktion von ganzem Herzen. Es ist ein Tag, der Christen überall auf der Welt dazu auffordert, die Menschen in ihrem Umfeld und auf der Straße mit dem Evangelium zu erreichen.

Der Tag steht unter folgendem Motto:

One day – 2. Juni 2012
One world – 200 Nationen
One message – Jesus Christus 

Es geht darum, dass wir aufstehen und Menschen mit der guten Nachricht von Jesus Christus erreichen. Millionen von Christen werden an diesem Tag weltweit das Evangelium verkündigen. Jeder Christ und jede Gemeinde kann mitmachen. Jede Person vermittelt das Evangelium auf ihre eigene persönliche und der Kultur angepassten Weise. Man braucht kein Geld, man muss nur bereit sein loszugehen – in Krankenhäuser, in Gefängnisse, auf die Straße, zu Hause …

Bete dafür, dass überall auf der Welt Hunderttausende von Christen die Botschaft Jesu weitergeben und zahllose Menschen gerettet werden. 

Weitere Informationen unter: globaloutreachday.com

Und in diesen Videos:

 

Suchst Du noch Anregungen, evangelistische Ideen..? 

Dann wirst Du hier bestimmt fündig:

  • Hier kannst Du Dich offiziell anmelden: Klick hier

 

Ideen auf dieser Seite:

 

Hilfreiche Downloads:

  • Heilung auf neutestamentlichem Niveau (Vaterherz.at): KLICK,
    GOTTES Liebesbrief an Dich (Vaterherz.at): KLICK,
    GOTTES Herzensgedanken über Dich (vaterherz.at): KLICK,
    Das Kreuz: Das wunderbare Geschenk des HERRN (Vaterherz.at): KLICK
    Mehr Downloads: Klick hier

Prophetische Evangelisation:

Wie wäre es damit, wenn Du Menschen auf der Straße oder in Deinem Umfeld prophetisch dienst?

Hierzu findest Du auch viele Anregungen auf dieser Seite unter „Die Gabe der Prophetie trainieren (Übungen)“:
Dort findest Du Hilfen zum Hören von Gottes Stimme – nicht nur für Dich selbst, sondern gerade für Deine Mitmenschen. Außerdem findest Du auch Anregungen für prophetische Geschenke und Bastel-Ideen.

Unter „Lehre über Prophetie“ erfährst Du allgemeine Grundlagen über das Prophetische.

 

Diese vielen Ideen sind natürlich nicht nur für den 2. Juni 2012 bestimmt…

Der Missionsauftrag JESU ist eindeutig: Wir sollen unseren Mitmenschen zeigen, dass JESUS sie liebt und dass sie wertvoll sind! JESUS ist der einzige Weg zum himmlischen Vater. Es gibt keinen anderen Weg… Diese Botschaft ist so wichtig, dass wir nicht schweigen sollten.

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Entfliehe der Kirchlichkeit! (Chip Brogden)

Entfliehe der Kirchlichkeit 

von Chip Brogden

Es ist wichtig, dass wir klar zwischen der wahren Kirche (der Ekklesia) und der institutionalisierten Kirche, der organisierten Religion oder Religion im Allgemeinen unterscheiden. Am einfachsten finden wir einen Anfang, wenn wir darüber sprechen, was organisierte Religion nicht tun kann.

Organisierte Religion kann kein Leben gewähren.

„Und darin besteht das Zeugnis, dass uns Gott ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ (1. Johannes 5:11,12)

Im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht lebt der Herr Jesus Christus nicht innerhalb der Matrix organisierter Religion. Die Ekklesia, wie auch unser Herr, ist vollkommen anders. Ich kann es euch ohne jeglichen Zweifel beweisen. Können wir einer „Kirche“ beitreten? Ja, wenn wir den Satzungen und Anforderungen entsprechen. Können wir der Ekklesia beitreten? Nein, in sie müssen wir hineingeboren werden. Oder um es genauer zu sagen, wir müssen in sie hinein wiedergeboren werden. Es ist keine Frage des Beitretens oder des Nichtbeitretens, sondern die Frage: Leben haben contra kein Leben haben. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Manche glauben irrigerweise, Jesus habe eine Bewegung gegründet oder eine neue Religion geformt. Nein, die Welt hatte bereits Bewegungen und Religionen und sollte sie auch im weiteren Verlauf der Geschichte haben. Es lag nicht in seiner Absicht, eine neue Religion zu gründen. Was brachte er uns? Was gab er der Welt? Er gab uns sich selbst als unser Leben.

Mohammed, Buddha, Konfuzius oder Sokrates mögen uns gute Lehrsätze bringen und uns etwas zu moralischer Vortrefflichkeit und religiöser Philosophie zu sagen haben. Dazu mag das eine oder andere im weiteren Sinne als Unterstützung in Bezug auf die Humanität dienen. Doch Jesus ist anders: Er bringt uns sich selbst als unser Leben. Es ist nicht so, dass er uns lediglich einige Lehren übertragen und gewisse Tugenden in die menschliche Rasse eingebracht hat, bevor er wieder in den Himmel hinauf genommen wurde. Es geht weit darüber hinaus, als dass er nur ein Beispiel für uns ist, dem wir folgen sollen, der Standard, nach dem unsere Moral gemessen wird, da wir ängstlich flüstern: Was würde Jesus tun? Nein, ER SELBST kam, um unser Leben zu sein. Er ist Retter und Rettung. Er ist Erlöser und Erlösung. Er ist Heiler und Heilung. Er ist Spender des Lebens und er ist das Leben.

In IHM ist Leben, denn er IST Leben. Alle, die in ihm sind, besitzen Leben, und das Leben besitzt sie. Das Leben ist in dem Sohn, der Sohn ist in mir und ich bin in dem Sohn. Wir teilen uns ein gemeinsames Leben. „Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.“ (1. Korinther 6:17)

Alle, die Leben besitzen, werden in ihrer Gesamtheit die Ekklesia genannt, die Gemeinde, der Leib Christi. Die einzelnen Glieder der Ekklesia werden Christen genannt. Sie sind die, welche in Christus sind. Sie bleiben in ihm, und er bleibt in ihnen.

Du fragst vielleicht, ist ein Christ nicht jemand, der dies oder jenes glaubt oder sich so oder so verhält? Unsere Antwort ist, dass sie wohl dies oder jenes glauben bzw. sich so oder so verhalten, doch der Glaube oder das Verhalten, wenn sie auch bei der Identifizierung helfen, sind es nicht, was sie zu Christen macht. Es ist das Leben. Sicherlich, Christen haben ein Kernsystem von Glaubensgrundsätzen und Praktiken. Doch das charakteristische Merkmal eines Christen ist Leben. Es ist noch nicht einmal „der Herr meines Lebens“, was auf etwas außerhalb von Ihm hinweist, über das ich noch die Kontrolle habe; es ist „der Herr ALS mein Leben“.

Organisierte Religion bringt intellektuelles Christentum. Es kann nicht Leben geben. Was meine ich mit intellektuellem Christentum? Es ist das ABC-Evangelium. Vielleicht habt ihr schon davon gehört. Erlösung wird in drei einfachen Schritten erlangt: „A“ steht für „anerkenne, dass du ein Sünder bist“, „B“ steht für „bereit sein zu glauben, dass der Herr Jesus dich retten kann“ und „C“ steht für „Christus als deinen persönlichen Retter bekennen“. Was stimmt daran nicht? Ganz einfach: Es ist kein Leben darin enthalten. „ABC“ wird uns nicht retten. Durch „ABC“ findet keine Begegnung mit Jesus statt, der allein Leben ist. Es ist nur eine intellektuelle Akzeptanz und Bestätigung dessen, was als „Drei einfache Schritte“ präsentiert wird – ich glaube das, ich sage es und das macht mich zum Christen, richtig? Nein, es macht dich nur religiös. Es gibt viele Menschen, die „Religion“ bekommen, doch sie bekommen nicht Jesus.

Organisierte Religion hat das Christentum dazu gebracht, sich zum Kirchenwesen zu wandeln, mit einem Evangelium, das einfach zu glauben, dessen Ausleben aber ungleich schwieriger ist.

Organisierte Religion kann Doktrinen, Lehre und einen Glauben bringen. Einiges davon mag moralisch vorzüglich und gut sein. Manches mag sogar biblisch klingen, wie „Drei leichte Schritte“. Nichtsdestotrotz kann organisierte Religion kein Leben gewähren. Warum? Weil sie kein Leben hat, welches sie geben könnte. Jesus Christus ist das Leben. Und Jesus lebt nicht in dieser Matrix der organisierten Religion. Er gibt sich SELBST. Wie kann irgendein Mensch, eine Organisation oder eine Bewegung von sich selbst behaupten, einen anderen Menschen herzuschenken, und noch viel weniger, das Leben von Jesus Christus selbst zu gewähren? Nur Jesus selbst kann sich als unser Leben geben.

Ihr seht also, das Äußerste, was irgendjemand von uns tun kann, ist, Menschen zu Jesus als alleinige Quelle des Lebens weisen. Sie mögen durch uns mit diesem Leben in Kontakt kommen, doch wir können ihnen kein Leben geben. Zu denen, die der organisierten Religion verpflichtet sind, ruft Jesus aus: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, darin das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“ (Johannes 5:39,40) Kommt zu mir! – nicht: „Prägt euch diese drei leichten Schritte ein und besucht am Sonntag die Kirche eurer Wahl.“ Kommt zu MIR! Er ist Leben.

Die Kirche oder auch Gemeinde, die Ekklesia des Herrn, ist die Synthese von Individuen, die die Offenbarung Jesu haben und die zu ihm gekommen sind, um ihn als ihr Leben zu empfangen. An dieser Stelle beginnt die Konfusion. Fix verwenden wir den Begriff „Kirche“ oder „Gemeinde“ um Dinge zu beschreiben, die nicht die Ekklesia des Herrn sind. Ein Gebäude, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist, wird „Kirche“ genannt. An religiösen Veranstaltungen teilzunehmen, nennt man „zur Kirche gehen“. Eine gute Botschaft oder gute Musik hören während einer religiösen Zusammenkunft, wird „Gemeinschaft haben“ genannt (ein bekannter Liedtext sagt „lasst die Musik ertönen, lasst uns Gemeinschaft haben!“) Ein Mitglied einer gemeinnützigen Organisation zu werden, der ein Gebäude gehört, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist, wird „Kirchenbeitritt“ genannt. Verantwortung als Gründer oder gewählter Leiter einer solchen Organisation zu tragen, heißt „einer Kirche vorstehen“. Erweiterungen an dem Gebäude vorzunehmen, das religiösen Zusammenkünften dient oder die Mitgliederzahl einer gemeinnützigen Organisation zu erhöhen, wird als „Kirchenzuwachs“ oder „Gemeindewachstum“ bezeichnet.

Warum sind wir so geist- und wortreich? Warum wählen wir unsere Ausdrucksweise so sorgfältig? Aus Gründen der Bequemlichkeit oder auch Gleichgültigkeit ist es den Menschen zur Gewohnheit geworden „Kirche“ zu sagen anstatt „eine gemeinnützige Organisation, der ein Gebäude gehört, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist“. Für welche Nomenklatur sich der Einzelne auch entscheiden mag, wir ziehen eine Linie und machen eine klare Unterscheidung zwischen „Die Kirche (Gemeinde)“ und „Kirche“, in der Hoffnung, den Unterschied zwischen dem, was Menschen für gewöhnlich „Kirche“ nennen und dem, was der Herr als „die Gemeinde“ bezeichnet, deutlich zu machen. Wie vorstehend aufgezeigt, ist vieles von dem, was wir als Kirche oder Gemeinde bezeichnen, lediglich organisierte Religion. Es ist nicht die Ekklesia des Herrn.

Wir sehen die Dinge so, wie man uns gelehrt hat sie zu sehen; wir sehen die Dinge nicht, wie Gott sie sieht. Es ist sehr einfach, Dinge in den Begriffen organisierter Religion zu bestimmen und zu beschreiben, weil es irdisch, weltlich und natürlich ist. Fragt die Leute auf der Strasse. Was ist Kirche? – Na ja, es ist das Gebäude dort, mit dem Kirchturm. Was ist ein Pastor? – Der, der auf der Kanzel steht und predigt. Was ist ein Christ? – Das sind die Leute, die oft ihre Bibel lesen, viel beten und ständig in die Kirche gehen … na, eben gute Werke tun und so. – Ihr seht, wie einfach definierbar es ist. Es ist greifbar, konkret. Darauf können wir unsere Hände legen.

Doch die Realität ist, das alles, was die Ekklesia, den Leib Christi ausmacht, geistlich ist und somit unsichtbar für das nackte Auge. Es ist nicht körperlich. Es kann nicht in Geld und Statistiken gemessen werden.

Nun stellt jemandem, der es besser weiß, die gleichen Fragen. Was ist Kirche? – Die Kirche, die Ekklesia, ist eine Verbindung von Individuen, die die Offenbarung Jesu haben und zu ihm gekommen sind, um ihn als ihr Leben in Empfang zu nehmen. Wo finde ich das? Wonach muss ich Ausschau halten? – Das kannst du nicht, das wäre, als würdest du versuchen, den Wind in der Hauptstrasse Nr. 101 zu finden. Es ist außerhalb geografischer Beschreibung; es ist überall und nirgendwo. Was ist ein Pastor? – Jemand, der dazu berufen ist, die Schafe des Herrn zu weiden als Hirte unter dem einen großen Hirten. Hm, meinst du Predigen? – Nein, nicht unbedingt oder ausschließlich. Du meinst einen Theologieprofessor? – Nein, nicht wirklich. Na ja, egal … aber was ist ein Christ? – Oh, das ist einfach: jemand, der in Christus ist. Was meinst du damit … „in Christus“? Meinst du nicht eher „an Christus glauben“? – Nein, ich meine „in Christus SEIN“, in Einheit, eins sein mit ihm. Aha, und wie sieht DAS aus? Wie viele Kapitel der Bibel lesen sie am Tag? Wie lange beten sie? Wie oft gehen sie in den Gottesdienst? – Es widersetzt sich einer Beschreibung, denn die Wahrheit ist, dass es nichts mit dem Äußerlichen, sondern nur mit dem Inneren zu tun hat. Wie der Wind: Man kann seine Auswirkungen sehen, doch kann man nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht; so sind jene, die aus dem Geist geboren sind (Johannes 3). Dieses unsichtbare Leben ist die Besonderheit der Ekklesia. Wenn es dir gelingen sollte, den Wind in einem Beutel zu fangen, dann kannst du auch die Christen in ein Gebäude stopfen und es „Kirche“ nennen. „Man wird nicht sagen: Siehe, hier! oder: Siehe, dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ (Lukas 17:21)

Aus unserem Blickwinkel hier auf Erden kann organisierte Religion leicht gesehen, gefühlt, angefasst, erfahren, bemessen, benannt, charakterisiert, kategorisiert, analysiert und erklärt werden. Wir können ihren Fortschritt aufzeichnen und die Daten an die Wand hängen, auf sie zeigen und sagen, jawohl, wir haben so viele Millionen Bekehrte hier und so viele Millionen Mitglieder dort. Das Kirchenwachstum steigt (oder nimmt ab), wir haben letztes Jahr so und so viele Millionen Euro, Dollar etc. eingenommen und im Vergleich zu anderen Weltreligionen nehmen wir den soundsovielten Platz ein. Wir haben in diesem Teil der Welt soundsoviel tausend Kirchen, soundsoviele Pastoren und christliche Mitarbeiter und wir haben die Bibel in die und die verschiedenen Sprachen übersetzt.

Währenddessen ist das, was die echte Kirche, die Ekklesia, antreibt, unsichtbar, geistlich, ätherisch, in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt, verborgen, verschleiert, schwer zu beschreiben in verständlichen Begriffen. Wir können kein Datenmaterial erstellen und es an die Wand hängen. Selbst diejenigen, die wissen, was die Ekklesia ist, haben manchmal Schwierigkeiten, sich auszudrücken. Fragt sie, wo diese Kirche, diese Gemeinde zu finden ist, von der sie so sehnsüchtig sprechen und sie werden geneigt sein zu antworten: „Ich bin nicht sicher, ob ich weiß, wo diese Kirche ist, Bruder/Schwester, doch weiß ich gewiss, wo sie nicht ist!“

 

Stellt euch nun vor, der Herr weckt euch eines Nachts auf und sagt: „Komm hier herauf und ich werde dir die Kirche zeigen.“

Du erwartest, dass er dich jetzt die Strasse hinunter bringt, zum Familien-Lobpreis-Zentrum etc. oder quer durchs Land, dorthin, wo die Massen sagen, dass sie Erweckung erleben; doch anstatt dessen merkst du, die Erde hinter dir lassend, wie du hoch in die Luft getragen wirst, und in einem Augenblick reist du über die Grenzen des zeitlichen Universums hinaus und in das geistliche Reich hinein, mit Christus an himmlische Orte gesetzt, dort im Thronraum Gottes.

Dort mit dem Herrn sitzend und hinunter auf die Welt blickend, finden wir heraus, dass aus dieser Perspektive alle Kathedralen, Kirchengebäude, Lobpreiszentren, Heiligtümer, Organisationsgebäude der Konfessionen, Seminare, die Zehnten und die Opfer, Mitgliedsdatenbanken, Bewegungen … sie alle verschwinden aus der Sicht. Alles schmilzt weg. Er sieht nicht die evangelikale Kirche, die Baptisten, die Methodisten, die Lutheraner, die Presbyterianer oder die Römisch-Katholische Kirche. Er sieht nicht die Pfingstler, die Charismatiker, die Fundamentalisten, die Christlich-Konservativen oder die Religiöse Rechte. Er sieht die Gebäude, die religiösen Zusammenkünften gewidmet sind, nicht als bedeutender oder besonderer an als andere Gebäude. Er sieht Pastoren, ja – doch seltsamerweise sieht er nicht jeden Vorstand einer gemeinnützigen Organisation, die ein Gebäude besitzt, das für religiöse Zusammenkünfte bestimmt ist, als einen Pastor. Und nicht nur die Pastoren sehen anders aus von unserem himmlischen Beobachtungsposten. Alles sieht eigenartig aus. Irgendwie rückwärts. Apostel sind nicht dort, wo du sie erwarten würdest und sie tun nicht, was sie unserer Meinung nach tun sollten – genauso wenig wie Propheten, Evangelisten oder Lehrer. Und doch sind sie genau dort, wo ER sie haben will und tun genau das, was ER ihnen zu tun befohlen hat. Interessanterweise sorgt Er sich nicht um einen Zuwachs oder Rückgang von Kirchenbesuchern, weil er die Kirche nicht als etwas sieht, was besucht werden kann. Hmmm …

Wenn wir nah bei ihm stehen, sehen wir, wie ER sieht.

Wir erkennen, wenn wir auf das Christentum schauen, dass Gott einzig seine Kirche, die Ekklesia, dort sieht. Er erachtet die, die in ihm bleiben, die den Sohn haben, als jene, die Leben haben. Seine Kirche hat keinen Rückgang, sie wächst, denn Leben kann nicht eingedämmt oder begrenzt werden. Seine Ekklesia ist außerhalb der Matrix. Seine Kirche ist geistlich und als solche ewig, Zeit und Raum überschreitend. Gerade so, wie Er und Sein Handeln es sind.

Du schaust auf in sein Gesicht und siehst sein Lächeln, also folgst du seinem Blick – und dort ist es – die lebenden Steine und kostbaren Edelsteine, aus denen seine Kirche, seine Gemeinde besteht.

Zuvor konntest du sie nicht sehen, weil du auf Erden mitten drin warst. Doch nun, weit entfernt von allem und aus der Sicht des Herrn hinunterschauend, erkennst du, dass die lebenden Steine zusammengefügt werden zu einem großartig glänzenden, schimmernden und schillernden Gebäude, das die ganze Erde bedeckt! Ein Engel steht neben diesem Gebäude und ruft: „100 % rein, nie von menschlicher Hand berührt!“ Du schaust näher hin und entdeckst, dass die Steine und Edelsteine nicht wirkliche Steine und Edelsteine sind, sondern Menschen! Wundervolle, wunderschöne, freudenerfüllte Leute, miteinander verbunden zu einem Mosaik kraftvoller Farben, ein Wandteppich von verwobener Schönheit, ein Potpourri einzelner Leben in perfekter zwölfstimmiger Harmonie, alles pulsierend von Seinem Herzschlag, Seinem Leben, Seinem Wesen. Du fängst an zu weinen angesichts der unverfälschten Reinheit und Einheit des Ganzen. Es ist kein Fleck, keine Falte oder Makel zu finden.

Gott allein ist in der Lage, etwas so hinreißend Großartiges zu machen. Nur Gott. Nur Gott. Und dort, inmitten dieses wundervollen Ortes, siehst du, was ihn so glanzvoll und prächtig macht …

Dort ist ER, inmitten seines Tempels wandelnd, baut er lebenden Stein auf lebenden Stein, kostbaren Edelstein auf kostbaren Edelstein, und was hörst du? Gesang? Ja. Die lebenden Steine rufen aus in Lobpreis. Und Er lächelt und – pfeift! – während er arbeitet.

Jesus baut seine Kirche.

Dann, so rasch, wie es begann, ist es wieder vorbei.

Du öffnest deine Augen und findest dich wieder zurück auf Erden, zurückgekehrt zu deiner dreidimensionalen Welt.

Es ist ein sonniger Tag, die Vögel singen, die Kirchenglocken läuten und du siehst Männer, Frauen und Kinder die Strasse entlang gehen, ihre Bibeln unter dem Arm tragend. Du eilst hinaus auf die Strasse und greifst nach einem älteren Herrn.

„Wo gehen Sie hin? Was geht vor sich? Warum haben Sie sich so herausgeputzt?“

„Nehmen Sie ihre Hände von mir, Sie Verrückter! Es ist Sonntagmorgen und ich gehe zur Kirche!“

„Sie haben die Kirche gesehen??“

„Sie gesehen? Natürlich habe ich sie gesehen. Mein Urgroßvater hat mitgeholfen, diese Kirche zu bauen!“

„Nein, ich meine, haben Sie die KIRCHE GESEHEN“, wiederholst du mit Nachdruck. „Die Kirche, die JESUS baut!“

„Ich weiß beim besten Willen nicht, wovon Sie sprechen, junger Mann. Nun lassen Sie mich los, oder ich komme zu spät!“

Du lässt ihn los, und bevor du weißt, wie dir geschieht, wirst du in der Menge vorwärts geschoben und findest dich innerhalb der vier Wände eines Gebäude sitzend, das sich selbst als „Erste internationale scheinheilige Kirche“ bezeichnet.

Der Gottesdienst beginnt gerade. Der Pastor tritt an das Pult heran und ruft aus: „Lasst uns alle aufstehen und singen!“

Unsicher, was du tun sollst, stimmst du im Gesang des Chorus mit ein:

Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid?

Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Ihr seid der Tempel des Heiligen Geistes!

Am Ende des Liedes erscheint der Pastor wieder am Rednerpult und verkündet sachlich: „Ist es nicht gut, im Hause Gottes zu sein an diesem Morgen!“ Es ist mehr eine Feststellung als eine Frage. Und alle Leute sagen: „Amen!“

Hoffnung steigt in dir auf! Das Haus Gottes! Vielleicht hat er es auch gesehen! Du vergisst, wo du bist, springst auf und rufst aufgeregt: „Hast DU das Haus Gottes gesehen, Bruder?“

„Amen!“, antwortet er. „Es ist gut, heute Morgen hier in der Kirche zu sein!“

„Amen!“, stimmen die Leute zu.

„Nein, Moment mal“, unterbrichst du, dann, so langsam und deutlich artikuliert, als ob du zu einem Taubstummen sprechen würdest, fragst du: „Hast du die KIRCHE GESEHEN, Bruder? Die Kirche, die JESUS baut?

Alle Köpfe sind dir nun zugewandt. Der ältere Herr, einer der Diakone, flüstert: „Das ist der Verrückte, dem ich heute Morgen auf dem Weg zur Kirche begegnet bin!“

Der Pastor wird zunehmend ungeduldig. „Dies IST die Kirche, Bruder. Halleluja!“

„Aber Pastor“, drängst du, „WISST IHR NICHT, DASS IHR DER TEMPEL SEID???“

Die Stille ist ohrenbetäubend.

„Sie sind der Tempel. WIR sind der Tempel! Jesus baut seine Kirche! Ich hab’s gesehen! Es ist ein wundervolles Gebäude aus lebenden Steinen, erfüllt mit seinem Leben! Wir sind die Kirche, die er baut! Wir sind die lebenden Steine, die kostbaren Edelsteine! Ich habe Jesus gesehen, und er hat gelächelt und die Steine zueinander gestellt, und …“

Einige Teenager in den hinteren Reihen fangen an zu kichern.

„Ich hab’s gesehen! Es ist wahr! Die Steine … die Juwelen … es ist großartig!“

Die Leute schauen den Pastor an, um zu sehen, wie er wohl reagieren wird.

Langsam dämmert es dir. Du erkennst, dass du ihnen wie ein Außerirdischer von einem fremden Planeten erscheinst, der versucht, etwas zu vermitteln, das für dich so real ist, aber für den Rest der Welt vollkommen fremd.

Verzweifelt packst du den Mann, der neben dir steht, bei den Schultern, weil du denkst, du könntest es in ihn hineinschütteln. „Ihr glaubt mir nicht … Doch es ist wahr! Ihr singt darüber … aber ihr glaubt es nicht! IHR SEID DER TEMPEL! Ihr müsst mir glauben! Ich hab’s gesehen! Jesus baut seine Kirche!“

Die Ordner bahnen sich einen Weg zu deinem Platz in der Kirchenbank.

Schwitzend und zitternd schaust du dich mit wildem Blick in dem Heiligtum um. „Nein, hier ist was falsch. Alles ist ganz anders … dies ist nicht die Kirche! Ich meine, ihr nennt es Kirche, aber das hier ist kein bisschen wie das, was ich gesehen habe. Die Kirche ist … sie ist … Eine Herde mit Einem Hirten, nicht aufgeteilt in Denominationen und Sekten! Sie ist ein Mosaik von Menschen! Sie ist ein Wandteppich voll kraftvoller Farben! Sie ist ein Potpourri …“

Du fängst an zu schluchzen. „Hört mich an! Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid?!?“

Die Gemeinde fühlt sich unbehaglich und ist aufgeregt. Der alte Diakon ist aschfahl im Gesicht und seine Augen blitzen den Pastor an, damit der dem Ganzen ein Ende machen möge.

„Lieber Freund“, bringt der Pastor endlich hervor, „wenn Sie bitte mit den Ordnern gehen würden, ich glaube, wir können Ihnen besser in einer privaten Atmosphäre dienen. Mit gebeugten Häuptern und geschlossenen Augen sollten wir anderen hier gleich jetzt vor dem Herrn ins Gebet gehen.“

Während alle Köpfe gebeugt und alle Augen geschlossen sind, mit Ausnahme von Kopf und Augen des Pastors, drängen die Ordner dich schnell und zielstrebig zur Hintertür hinaus und schmeißen dich die Stufen hinunter.

Der Pastor lächelt: „Und die Gemeinde sagt … AMEN. Amen. Ihr dürft euch nun setzen. Ja, preist den Herrn. Meine heutige Predigt trägt den Titel: `Was es heißt, Christ zu sein´. Schlagt nun eure Bibeln auf …“

* * *

Wenn Gott dir einen Moment an seiner Seite bewilligen würde und dir einen flüchtigen Blick auf seine Kirche gewährte, würdest du sofort verstehen, welch einen bedauernswerten Ersatz wir mit der organisierten Religion haben.

Keine Eitelkeit ist so tief wie religiöse Eitelkeit, nichts ist widerlicher und im krassen Gegensatz zum Herzen und zur ultimativen Absicht Gottes.

„… und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus.“ (Epheser 2:6)

Wenn es Gott gefällt, dir dieses Bild seiner Kirche zu bewilligen, wirst du es bald als einen Segen und gleichzeitig als einen Fluch anerkennen. Ein Segen, weil die Dinge zu sehen, wie Er sie sieht, wahre Weisheit und Einheit mit ihm und seinem Volk bedeuten. Und ein Fluch, weil die Dinge zu sehen, wie Er sie sieht, dich für dein Leben verdirbt, denn du wirst nie mehr fähig sein, den Ersatz zu akzeptieren, das Nachgemachte, selbst nicht das Gute, auf Kosten des Heiligen.  Seine Kirche, Sein Schatz, wie heilig und rein und wundervoll und unaussprechlich ist sie! Vorher konntest du beiläufig diese oder jene Sache „Kirche“ nennen, wie alle anderen auch und es gesellschaftlich akzeptabel finden, doch nun wirst du eine Gänsehaut bekommen und dein Magen wird sich zusammenkrampfen, wenn du hörst, wie andere irgendein Gebäude das „Haus Gottes“ nennen, in dem vollen Bewusstsein, dass SEIN HAUS nicht ein totes, von menschlichen Händen geschaffenes Ding ist!

Dann wird es dir nicht genügen zu sagen: „Herr, die Kirche gehört dir, nicht mir und auch niemandem sonst. Ich sehe nun meinen Fehler. Ich nehme meine Hände davon weg, denn es untersteht nicht meiner Kontrolle oder Führung. Ich tue Buße dafür, dass ich versuche, aufzubauen, was du niederreißen möchtest und niederzureißen, was du aufbauen willst. Was bin ich, Herr, als ein kleiner Stein, ein kleines Schaf, ein kleines Glied an dem wundervollen Leib der Gläubigen? Du baust deine Kirche und ich werde es dir überlassen. Endlich sehe ich. Lass mich nur einen stillen Platz finden, wo ich dir und deinem Volk dienen kann im Verborgenen, denn ich möchte nichts für mich, sondern alles für dich.“

Nein, sobald du dies erkannt hast, sobald du deine Hände von seiner Braut genommen hast, sobald du aufhörst deine Brüder und Schwestern im Namen Gottes zu schlagen, dann wirst du eifern für seine Kirche mit Seinem Eifer und du wirst so viel Empfindsamkeit und Bewusstsein bekommen für falsche Pastoren und falsche Lehrer und falsche Evangelisten, falsche Propheten und falsche Apostel – ja, für alles, was sein Volk missbrauchen, verwirren, vergewaltigen und plündern würde!

Es ist alles eine Frage des Sehens! Und sehen wirst du! Du wirst sehen, wie er sieht, hören, wie er hört, fühlen, wie er fühlt. „Er war erzürnt über die Härte ihrer Herzen.“ Ohne Anstrengung, ohne Bemühungen wirst du mitten durch das Falsche sehen, den Quasi-Glauben, die Pseudospiritualität, die weißgewaschenen Gräber voller Totenknochen. Sobald du vom echten Leben geschmeckt hast, wirst du Tod auf tausend Kilometer Entfernung riechen und dein Geist wird dagegen rebellieren und deine Emotionen im Protest aufschreien und dir wird übel werden vor Trauer, Zorn und Mitgefühl, alles zur gleichen Zeit. „Nein! Dies ist nicht die Ekklesia. Dies ist nicht die Kirche des Herrn. Dies ist Fälschung. Es ist Schwindel. Es ist nichts weiter als organisierte Religion!“

Möge Gott uns Gnade schenken und uns solch eine Offenbarung Seiner selbst und Seiner Kirche geben, damit wir der Kirchlichkeit entkommen und Leben finden können.

Wir wollen euch damit nicht auffordern, dass ihr am nächsten Sonntag das System herausfordert, indem ihr eine öffentliche Konfrontation mit irgendeinem arglosen Pastor provoziert.

Alle Argumente der Welt werden Menschen nicht überzeugen, auch sollten wir nicht versuchen, Menschen zum Sehen zu zwingen. Erlaubt ihnen einfach, zu betrachten. Schau in das Gesicht dessen, der alle Dinge sieht, wie sie sind, sodass andere in deine Augen schauen mögen und Ihn erkennen, wie er ist. Eine Minute des Erkennens ist mehr wert als ein Leben voller Argumente.

Gott wird uns ein wahrnehmendes Herz und sehende Augen geben, wenn wir ihn darum bitten und wenn wir willens sind, beides anzunehmen, die Freude und die Last, die solch eine Offenbarung begleiten.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: Escape From Churchianity
©2007 Chip Brogden, All Rights Reserved.
Website: www.theschoolofchrist.org
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2007 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

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Eine neue Reformation für Deutschland / A New Reformation

(Weitere Prophetien für Deutschland findest Du hier.
Prophetische Eindrücke für Deutschland kannst Du auf der Austausch-Seite für Leser: Prophetische Eindrücke für Deutschland öffentlich mitteilen.)

Eine neue Reformation / A New Reformation

Einige Statements über eine neue Reformation in Deutschland, aufgenommen auf der Konferenz für ein Leben in echter Freiheit in Konstanz am 31.10.2010.


Ein Video von Cube 8

Infos: www.hauskirchen-konstanz.de
Medienplattform unter: www.cube-8.eu

YouTube-Kanal: Cube8Podcast

Prophetische Eindrücke für Deutschland kannst Du auf der Austausch-Seite für Leser: Prophetische Eindrücke für Deutschland öffentlich mitteilen.)

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Der Schrei der Wildgänse

Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auflegen!
(Galater 5,1)
 

Wie können wir heute als Einzelne und in Gemeinschaft ganz praktisch in dieser Freiheit leben, zu der uns Christus befreit hat?

Wie können wir religiöse Zwänge entlarven, die uns diese Freiheit immer wieder rauben wollen?


Die Autoren haben zu diesen Fragen kein Sachbuch geschrieben, sondern nehmen uns in die spannende Geschichte von Jake Colsen hinein.

Jake, zu Beginn noch Co-Pastor einer Freikirche, war mit seinem Christsein und Gemeindeleben zufrieden, bis sich Dinge in seinem Leben ereignen, die ihn vor einige Fragen stellen, und bis … – ja, bis er auf diesen nicht einzuordnenden Fremden trifft …

Dieser Fremde redet von Jesus, als habe er ihn persönlich gekannt. Seine Art zu leben erschüttert Jakes bisherige Überzeugungen bis ins Mark. Ist er etwa Johannes, der Jünger, von dem Jesus sagte, er werde vielleicht leben, bis er wiederkommt?

‚Der Schrei der Wildgänse‘ beschreibt in dreizehn Begegnungen, was Jake mit diesem seltsamen Fremden erlebt. Mit dessen Hilfe gelingt es ihm, seinen größten Ängsten ins Auge zu sehen, extrem schwierige Umstände zu meistern und schließlich eine Freude und eine Freiheit zu erleben, wovon er bisher bestenfalls träumen konnte.

Diese außergewöhnliche Geschichte wird Sie zum Lachen und zum Weinen bringen, und Sie werden über die Liebe des Vaters zu allen seinen Kindern vor Ehrfurcht staunen! Sie ist eine Herausforderung, neu darüber nachzudenken, um was es bei Kirche/Gemeinde letztlich geht.

(Eine Stimme zum Buch).

Über die Autoren

Wayne Jacobsen

ist weltweit unterwegs, um Leuten zu helfen, herauszufinden, was Jesus wirklich über das Leben in seinem Vater und in einer beziehungsorientierten Gemeinschaft mit anderen Gläubigen gelehrt hat. Er war über zwanzig Jahre lang Redakteur der Zeitschrift Leadership Journal und gibt heute ein wöchentliches Podcast mit heraus, das für alle gedacht ist, die über den Rahmen der organisierten Religion hinausdenken. Mit seiner Frau Sara wohnt er in Moorpark in Kalifornien. Mehr zu Wayne unter http://www.lifestream.org.

Dave Coleman

war Pastor und Kaplan in einem Hospiz, hat sein Leben aber sehr effektiv damit verbracht, anderen zu helfen, den Weg, in Jesus zu leben, besser zu verstehen. Er lehrt ausführlich über Ehethemen und darüber, wie man in Gottes Gnade und Plan leben kann. Außerdem arbeitete er ehrenamtlich in einem Rehabilitationszentrum für Alkoholiker. Mit seiner Frau Donna wohnt er in Visalia/Kalifornien.

 
–>Leseprobe<–
 
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Confused (Bestürzt)

Confused (Bestürzt)


Aus „Confused“ von der deutschen Band Normal Generation?.

Übersetzung:

„Ich bin bestürzt, wenn ich dein Wort lese
Ich bin bestürzt angesichts seiner Verheißungen
Ich bin bestürzt, denn ich sehe mich selbst
und ich finde sie nicht, HERR

Ich bin bestürzt – wo ist die Liebe
Ich bin bestürzt über meine Gleichgültigkeit
Ich bin bestürzt, denn ich brenne nicht
für dich und die Verlorenen, oh HERR


Refrain:
Also, nimm uns an deiner Hand
Führe uns zu deiner Liebe
Zeige uns deine Heiligkeit
Bringe Erweckung, HERR


Ich bin bestürzt, wenn ich die Kirche sehe
Ich bin bestürzt, wie wir leben
Ich bin bestürzt, denn wir haben nicht alles
was im Wort steht, HERR

Ich bin bestürzt, wenn ich mein Herz spüre
Ich bin bestürzt – es ist nicht zerrissen
Ich bin bestürzt – es müsste gebrochen sein,
aber es ist noch immer fest, HERR“


Also, nimm uns an deiner Hand
Führe uns zu deiner Liebe
Zeige uns deine Heiligkeit

Bringe Erweckung, HERR

Erweckung…

[…]


Wenn du mit zerbrochenem Herzen betest, öffnet sich der Himmel über dir…


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Tagesordnung -2

Die Tagesordnung des Heiligen Geistes
Reinhard Bonnke
 

Teil 2

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Wenn wir Gott darum bitten, dass er sich bewegt, so müssen wir
erkennen, dass er dies bereits getan hat und weiterhin tut. Er wartet
darauf, dass wir uns in Bewegung setzen. Die Tagesordnung des Heiligen
Geistes ist dieselbe wie die von Jesus. Das steht fest. Doch was ist
unsere Tagesordnung? Ist sie mit der seinen verbunden? Jesus bietet uns
seine Tagesordnung an: „Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.“ (Johannes 14,12)
 

In Apostelgeschichte 1,1 heißt es im Hinblick auf Jesu Dienst ganz
ähnlich: „… alles, was Jesus angefangen hat zu tun.“ Die höchste
Zielsetzung Jesu war die Erlösung – eine gottgegebene Aufgabe. Sünder
hatten an dieser Aufgabe keinen Anteil – außer, dass sie errettet
werden können. Der Erlöser vollbrachte durch sein Leiden und seine
Auferstehung ein Werk, das kein anderer tun konnte. „Ich, ich bin der HERR, und außer mir gibt es keinen Retter“
(Jesaja 43,11). Diese heilige Bestimmung führte er zu einem
triumphierenden Höhepunkt, der die gesamte Ewigkeit prägt. Die
grauenhaften Stunden der Verhaftung, der Demütigung und der Todesqual
hatte er oft als „meine Stunde“ angekündigt, bis er in Johannes 17,1
sagt: „Vater, die Stunde ist gekommen!“ Dann, im Moment seines Todes,
erhob er seine Stimme zu einem Schrei, der den Teufel und all sein
Gefolge erzittern ließ: „Es ist vollbracht!“ Diese Tat muss niemals
erneuert oder wiederholt werden. Es war eine Tat, die dem Vater auf dem
Thron des Universums wohlgefällig war, verwoben mit der gesamten
Schöpfung, ein göttliches Dekret – das Heil unseres Gottes.

Nachdem diese Möglichkeit ewiger Errettung einmal geschaffen war,
brachte er uns in eine Beziehung zu dem Geist Jesu. Die Gemeinde wurde
zur „Chefsache“ Gottes und zum „Kanal seines Wirkens“. Jesus sagte: „Ich will meine Gemeinde bauen!“
(Matthäus 16,18). Bis zu dem Tag, an dem Jesus einst wiederkommen wird,
werden die Jahre mit grenzenloser Arbeit für ihn gefüllt sein. Denn die
endgültigen Ziele Gottes können nicht durch eine einzelne Wunder-Aktion
erreicht werden, sondern nur durch all die Millionen, die er berufen
und auserwählt hat. Er führte sie durch das Feuer der Läuterung, um
reines Gold zu erhalten – Menschenmengen über Menschenmengen.

Eine besondere Aufgabe, angekündigt von Johannes dem Täufer, tat Jesus erst, nachdem er von uns gegangen war: „Er wird euch mit Heiligem Geist und Feuer taufen“
(Matthäus 3,11). Während des Dienstes, den er begonnen hatte, taufte er
niemanden, doch er versprach, er würde dies nach seiner Auferstehung
tun. Zehn Tage nach seiner Himmelfahrt, dem Tag, an dem er seine Jünger
verlassen hatte, begann er Menschen im Heiligen Geist zu taufen. Und
auf tausend unterschiedliche Arten tut er es bis heute. Er ist derselbe
gestern, heute und in alle Ewigkeit, und ebenso ist sein Dienst
derselbe.

Gott spricht. Die Bibel bezieht sich 23-mal auf den lebendigen
Gott, davon 12-mal im Neuen Testament. Das offenbart uns einen Gott,
der spricht. Er fordert die Götter dieser Welt heraus, welche nicht
sprechen können und kein Leben haben. Psalm 115,5 zeigt den
Unterschied: „Einen Mund haben sie, reden aber nicht.“
Sprechen ist ein Zeichen einer Persönlichkeit. Er hat einen großen
Unterschied zwischen uns und den Tieren gemacht; wir sind
Persönlichkeiten, Tiere nicht. Gott will, dass wir sprechen. In einem
frühen biblischen Beispiel (2. Mose 4,11) sagte Gott Mose, dass er zu
Pharao sprechen solle, doch Mose entschuldigte sich und meinte, dass er
dazu nicht wortgewandt genug sei. Aber der Herr ermahnte ihn: „Wer hat
dem Menschen den Mund gemacht?“ In der Schrift finden wir über 400
ähnliche Aussagen über den Mund und das Sprechen. Ein Gott, der nicht
spricht, ist es nicht wert, dass man auf ihn hört. Der Gott von
Pfingsten aber gab seinen Jüngern Worte des Lebens.

Der Schöpfergeist, der Geist Jesu, ist ganz offensichtlich
erkennbar. Abgehobene und weltabgewandte Frömmler wollen einen solchen
Gott nicht, einen Gott, der nahe ist und klar spricht. Sie wollen, wie
geistliche Entdecker, Gott im „spirituellen Raum“ finden, gerade so,
als ob er sich in einer verlassenen Ecke einer Welt aus Transzendenz
versteckt hätte.
Die Mystiker lauschten auf ätherische Schwingungen, auf Strahlungen aus
der Himmelswelt und dachten von Gott als einem verborgenen Geheimnis
voller Rätsel. Doch die Tagesordnung des Heiligen Geistes führt das
Werk dessen fort, der über diese Erde schritt, erkennbar und offenbart
– nicht in einer undefinierbaren esoterischen Wolke.

Gott ist der lebende Gott, und das lässt keinen Raum für
Spekulationen. Gott kam ins Fleisch und wurde für unsere Sünden
verflucht und ans Kreuz geschlagen. Jesus war das Ebenbild Gottes, er
offenbarte die Liebe des einen wahren Gottes hier auf der Erde. Das ist
für Mystiker und Gelehrte viel zu real und zu „greifbar“. Gott hat „dies vor Weisen und Verständigen verborgen und es Unmündigen geoffenbart“
(Lukas 10,21). Dr. Campbell Morgan sagt, die Gelehrten sind diejenigen,
die zwei und zwei zusammenzählen können. Aber oft haben sie genau aus
diesem Grund verlernt, das Offensichtliche zu erkennen. Die Evangelien
erzählen uns, dass die einfachen Leute ihm gerne zuhörten und das tun
sie noch immer. Jesus offenbarte damals gerade den niedriger gestellten
Frauen gegenüber ganz tief greifende Wahrheiten. Er ist der Herr all
der Hallelujas, des Klatschens, des Tanzens, der Erweckung; der, dessen
Evangelium begeistert und mitreißt; der, von dem Johannes schreibt,
dass wir ihn „mit unseren Augen gesehen“ und mit unseren „Händen betastet haben“ (1. Johannes 1,1).

Wenn Mose zu Gott sprach, gebrauchte er konkrete Bezeichnungen. In einem erstaunlichen Gebet sagte Mose: „Woran
soll man denn sonst erkennen, dass ich Gunst gefunden habe in deinen
Augen, ich und dein Volk? Nicht daran, dass du mit uns gehst und wir,
ich und dein Volk, dadurch vor jedem Volk auf dem Erdboden
ausgezeichnet werden?“
(2. Mose 33,16). Gott allein machte Israel
groß. Er identifizierte sich mit ihnen. Dieser Gott ist nicht bloß eine
fixe Idee oder eine Fantasie. Die Welt wird sich damit abzufinden
haben, dass Gott so ist, wie er ist. Nahbar, erkennbar und sogar
freundlich. Es gibt keinen anderen Gott. Wenn jemand Gott sucht, wird
er feststellen, dass Gott schon lange nach ihm sucht.

So ist der Gott, den wir kennen. Er ist noch immer auf dieser Erde
in Aktion. Unser Gott lebt und handelt. Genau das ist es, worum es in
diesem Evangelistenbrief geht. Jesus war hier, „der umherging und wohltat und alle heilte, die von dem Teufel überwältigt waren“ (Apostelgeschichte 10,38). Wie hohl und leer wäre es doch, wenn er dies heute nicht mehr tun würde.

Das große Versprechen Jesu war, immer bei uns zu sein. Der Heilige
Geist hat diese Aufgabe als seine Tagesordnung übernommen. Er ist der
Geist Jesu. Gott, der Vater, Gott der Sohn, Gott der Geist und … wir!
Das ist die „Vereinigung zur Errettung dieser Welt“.

Der Ruf Gottes stellt die Einladung Jesu und des Heiligen Geistes
für uns dar – das ist unsere größte Gelegenheit, unser Leben in etwas
hineinzuinvestieren, was ewige Dividenden gewährleistet. Tritt direkt
hinein in die Absichten Jesu und seines Geistes – und ihre unbegrenzten
Möglichkeiten. Lass uns die Ziele, auf die sie zugehen, zu den unseren
machen, und wir werden in ein erfolgreiches Leben hineinkommen, in das
großartigste Projekt überhaupt – das Evangelium.

Alle Tätigkeiten, die ohne Gott geschehen, sind vorübergehend, doch
die Partnerschaft der Gemeinde mit Jesus und seinem Geist wird noch
bestehen, wenn alles andere längst vergangen sein wird. Das war Gottes
Absicht von Anbeginn der Schöpfung und sie gilt bis in alle Ewigkeit –
mit uns oder auch ohne uns, ganz wie wir wollen. Wir sind frei,
Verlierer zu sein, sofern wir das möchten, oder echte Helden des
Glaubens zu werden.

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Tagesordnung -1

Die Tagesordnung des Heiligen Geistes
Reinhard Bonnke
 

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Menschen fragen immer wieder, was Gott tut. Was macht er eigentlich?
Nun, abgesehen davon, dass er das ganze Universum steuert und sonntags
in der Kirche ist, ist er ziemlich beschäftigt!



Ja, er tut etwas – und in unserer Welt der Autos, Fernseher, Supermärkte und Fastfood-Restaurants sagt Jesus: „Mein Vater arbeitet bis jetzt und ich arbeite.“
(Johannes 5,17). Wenn Menschen sein Tun nicht nachvollziehen können,
obwohl sein Wirken für jedermann sichtbar ist, zeigt das, wie
voreingenommen sie sind. Jesus heilte einst einen Mann, der 38 Jahre
lang krank war, und doch erkannte keine einzige Person darin das Wirken
Gottes. Obwohl wir immer mehr Erkenntnis über das Universum und z. B.
auch die Millionen komplizierten Vorgänge unserer eigenen Körper
erlangen, können manche Menschen Gott in diesen wunderbaren Dingen
nicht erkennen. Solchen Leuten ist fast nicht mehr zu helfen.



Wenn Gott etwas tut, wird dies in der Trinität durch den Heiligen
Geist ausgeführt. So war es schon immer. Bereits von Anbeginn wirkte
der Heilige Geist, indem er den Willen des dreieinigen Gottes ausführte
und umsetzte. In der Dreieinigkeit wünscht jeder Teil der Gottheit, den
anderen dienlich sein zu können.



Ich schreibe diesen Text, nachdem ich darüber nachdacht habe, was
Gottes „Arbeitsprogramm“ für uns als seine Nachfolger ist. Was kann ich
zu diesem Thema weitergeben? Ein Gedanke führte mich zum nächsten und
dann erkannte ich es schlagartig. Es begeisterte mich. Der Heilige
Geist ist es, der uns in alle Wahrheit leitet und so führte er mich zu
einer großartigen Erkenntnis. Im Folgenden werde ich es genauer
erklären, doch zunächst möchte ich es in wenigen  Worten
zusammenfassen:

 


Der Heilige Geist hat die gleiche Tagesordnung, die Jesus hatte.


Ist das nicht eine wunderbare Wahrheit? Was Jesus zu tun begann, führt der Heilige Geist weiter fort.


Der Heilige Geist arbeitete allezeit mit Jesus zusammen – und er
tut es bis heute. Er ist der Geist Jesu, derjenige, der mit ihm eins
ist. Als Jesus die Erde verließ, setzte der Heilige Geist sein Wirken
unverzüglich fort. Er erfüllte die Rolle des „Parakleten“. Was war das
für eine Rolle? Wir wissen es genau, denn Jesus sprach von ihm als
einem „anderen Parakleten“ – also jemand anderem neben ihm selbst
(Johannes 14,16+26; 15,26). Seit Jesus wieder in die Herrlichkeit
Gottes ging, führt der Geist die Rolle Jesu weiter fort.



Der Heilige Geist war in allem, was Jesus tat und sagte. Und nur
ein einziges Mal war er für drei Tage leise und still, während Jesus im
Grab war. Es war so, wie der Herr zu den Jüngern gesagt hatte:
„Es kommt die Nacht, da niemand wirken kann“
(Johannes 9,4). Doch heute, wo Jesus in der Herrlichkeit des Vaters
ist, führt der Heilige Geist sein Werk weiter, genauso aktiv wie je
zuvor.



Anscheinend gibt es die weit verbreitete Ansicht, dass die Welt zu
biblischen Zeiten dem Himmel näher und Gott zugänglicher war. Wir
meinen, die Menschen der Bibel wären viel geheiligter und
glaubensstärker gewesen und taten deshalb dramatische Dinge. Wir denken
oft so: Die Menschen wären in größerer Weise von Gott gebraucht worden,
doch das sei längst Vergangenheit.



Doch die Bibel ist kein Buch über das Leben vollkommener Menschen.
Sie offenbart sie uns mit all ihren „Flecken und Runzeln“. In einem
alten englischen Lied heißt es: “Lord, give us more Elijahs to pray the
power down to heal the sick and also send the rain.”  Zu Deutsch: „Herr
gib uns mehr Elias, die die Kraft herabbeten, die Kranken zu heilen und
auch den Regen zu senden!“ Doch Elia heilte gar keine Kranken und mit
Ausnahme von Mose konnte man im alten Israel nur wenig Übernatürliches
sehen.



Es ist eine herrliche Tatsache, dass Gott uns heute viel näher ist
als zu diesen längst vergangenen Zeiten. Gott offenbart seine Hilfe
heutzutage millionenfach mehr als damals. Durch Jesus veränderte sich
das Handeln Gottes an uns. Dies sind die Tage des Heiligen Geistes – es
sind DIE Tage.



Wenn Elia einst glauben konnte, so haben wir viel mehr Grund dazu.
Das Gleiche gilt für Esra. Er wagte es, 50.000 mit Schätzen beladene
Menschen auf einer 5-monatigen Reise durch ein Gebiet zu führen, in
denen die örtlichen Herrscher wie Schmarotzer von den Reisenden und den
Karawanen lebten, die diese dünn besiedelten Regionen durchquerten.
Esra wies den Soldatentrupp, den man ihm und seinem Zug zum Schutz
mitgeben wollte, zurück und sagte, dass er ganz auf Gott vertrauen
wolle. Er erreichte sein Ziel – ohne einen einzigen Todesfall oder den
Verlust eines einzigen Gegenstandes aus Silber oder Gold. Dabei hatte
er, genau betrachtet, nichts gehabt, um seinen Glauben zu stärken. Er
erlebte niemals etwas Übernatürliches, keine Heilungen, keine Visionen,
keine Manifestationen. Alles was er hatte, war das Gesetz, das
Pentateuch, die fünf Bücher Mose.



Doch das war früher. Dann kam Pfingsten. Es öffnete die Fluttore
der Kraft des Himmels und seitdem hat Gott keinerlei Zurückhaltung mehr
gezeigt. Gott ist voller Leben, er ist vor uns, er zeigt uns den Weg,
er ist voller Freude und ruft uns zu: „Auf geht’s!“


Sein Ruf heute ist: Glaube, Glaube, Glaube – Glauben in Aktion und
Aktion im Glauben. Auch wenn alle Kraft auf uns lagern würde – ohne
Glauben würde nichts passieren. Ohne Glauben ist die Kraft wie
ausgeschaltet. Viele Christen wollen Gaben, Kraft, göttliches Wirken,
Manifestationen in ihrem Leben erleben. Doch wenn wir nur von dem
Wunsch nach Kraft für unser eigenes Leben inspiriert sind, um als
„angesagte“ Männer und Frauen Gottes anerkannt zu sein, dann wünschen
und flehen wir in falscher Weise. Einige beten und beten und beten,
vielleicht weil sie denken, dass sie um ihrer vielen Worte willen
gehört werden. Das griechische Wort „polulogia“ bedeutet: „viele Worte
machen“. Glauben wir an die Kraft unserer Gebete oder an die Kraft
Gottes? Gottes Weisung an uns ist, dass wir das im Glauben anpacken
sollen, was gerade jetzt getan werden muss, auch wenn es unmöglich
scheint. Nur der Glaube vermag Gottes allmächtiges Wirken freizusetzen.



Das Geheimnis der Kraft liegt zuerst einmal in der Taufe im
Heiligen Geist und dann darin, im Glauben voranzugehen wie ein Mose
oder wie ein David, der seinem Goliath gegenübersteht; herausgefordert
durch die feindliche Übermacht. Wage es, wie Esra zu sein; klink dich
Arm in Arm mit den Aposteln ein, um überall in der Finsternis dieser
Welt helle Lichter anzuzünden.



Das gilt für heute. Der Heilige Geist ist gekommen, er ist jetzt
hier, anders als zur Zeit des Alten Testaments. Jesus sandte ihn, damit
er bei uns bleibt. Durch ihn wird der heutige Tag zum Tag der
Errettung, zum Tag des Geistes, zum Tag der großen Dinge Gottes, zum
Tag der Wunder. Heute ist der Tag der neuen Davids, Gideons, Esras und
Elisas. Sie alle wussten nichts von der Taufe und dem Bleiben des
Geistes. Heute ist der Tag für neue und großartige Glaubenstaten.

Copyright Bonnke.net/cfan

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