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Wie man unverletzbar wird

Wie man unverletzbar wird

von Francis Frangipane

Der folgende Artikel wurde ursprünglich am 21. März 2002 veröffentlicht. Der Heilige Geist hat uns den Eindruck vermittelt, dass der Leib Christi das darin Gesagte noch einmal hören sollte. Danke!

– Francis Frangipane

„Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in euch legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben;“ Hesekiel 36:26

Gott hat ein neues Herz für uns, das nicht beleidigt und gekränkt werden kann, ein „unverletzbares“ Herz. Ihr Lieben, ein unverletzbares Herz zu besitzen ist keine Option oder ein Luxus; es ist auch keine Kleinigkeit. Bedenkt: Jesus warnt, dass, während wir uns dem Ende der Zeit nähern, eine Vielzahl von Menschen so großen Anstoß nehmen wird, dass sie vom Glauben abfallen. Lasst uns Seine Warnung sorgfältig vernehmen:

„Und dann werden viele Anstoß nehmen und einander verraten und einander hassen. Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele verführen. Und weil die Gesetzlosigkeit überhand nimmt, wird die Liebe in vielen erkalten;“ Matthäus 24:10-12

„Viele“ werden Anstoß nehmen; die Liebe wird in „vielen“ erkalten. Es ist mein Gebet, dass wir Seine Worte mit heiliger Furcht hören.

Das Nähren einer Kränkung birgt Gefahren

Wenn wir einer Kränkung gestatten, in unserem Herzen zu bleiben, verursacht dies ernsthafte geistliche Konsequenzen. In obigem Vers benennt Jesus drei gefährliche Folgen: Verrat, Hass und erkaltete Liebe. Wenn wir wegen jemandem beleidigt sind, sogar wenn es jemand ist, um den wir uns kümmern, müssen wir zu ihnen gehen. Andernfalls werden wir anfangen diese Beziehung zu verraten, indem wir hinter ihrem Rücken mit anderen boshaft über sie reden, um ihre Schwächen und Sünden aufzudecken. Es mag sein, dass wir unseren Verrat mit der Aussage maskieren, dass wir nur einen Ratschlag oder Hilfestellung suchen, doch wenn wir dann zurückblicken, erkennen wir, dass wir eindeutig zu vielen Menschen etwas Negatives erzählt haben. Unsere wahre Absicht war es nicht, geistliche Hilfe für uns selbst zu bekommen, sondern wir haben Rache gegen denjenigen gesucht, der uns verletzt und beleidigt hat. Wie kann solch ein Vorgehen nicht die Manifestation von Hass sein? Für eine gekränkte Seele gehen erkaltende Liebe, Verrat und Hass Hand in Hand.

Menschen stolpern für gewöhnlich nicht über Felsblöcke, sie stolpern über Steine – also relativ kleine Dinge. Es kann vorkommen, dass uns die Persönlichkeit einer Autoritätsperson stört und schnell nehmen wir dann Anstoß. Oder ein Freund oder Familienmitglied erfüllt nicht unsere Erwartungen und wir lassen dies zu einer Kränkung in unserer Seele werden. Ihr Lieben, wenn wir „bis zum Ende ausdauern“ wollen, werden wir den Dingen, die uns bedrücken und beschäftigen, ins Auge blicken müssen.

Wenn Jesus warnt, dass wir Ausdauer und Geduld brauchen, sagt Er damit, dass es einfacher ist, ein Rennen zu beginnen als es auch zu Ende zu führen. Zwischen heute und dem Tag, an dem du diese Erde verlässt, wird es bedeutende Momente der Verletzung und des Angriffs geben, die du überwinden müssen wirst. Möglicherweise befindest du dich gerade jetzt in so einem Moment. Verharmlose nicht die Gefahr, die von dem Nähren einer Kränkung ausgeht.

Niemand plant seinen Abfall, keiner sagt jemals: „Ich denke, heute werde ich versuchen, ein verhärtetes, erkaltetes Herz zu entwickeln.“ Solche Dinge schleichen sich verdeckt in unsere Seelen und nur Naivität lässt uns annehmen, dies könne uns nicht passieren. Ich kenne viele Menschen, die ständig wegen diesem und jenem verletzt und angegriffen sind. Anstatt mit der Kränkung fertig zu werden, schleppen diese Leute sie mit sich herum, bis das Gewicht ihr weiteres Gehen mit Gott unmöglich macht. Dir mag es heute gut gehen, aber ich garantiere dir, morgen wird etwas geschehen, das dich unvermeidlich enttäuschen oder verwunden wird; irgendeine Ungerechtigkeit wird dich treffen und fordern, dass du im Fleisch Vergeltung übst.

Die Wurzel der Kränkung

Eine Kränkung kann unsere Fähigkeiten zum Angriffsziel nehmen, oder Sünden, unsere Wertvorstellungen oder unseren Stolz. Sie kann jede Dimension der Seele, gut und böse, durchdringen und verwunden. Ich habe mal eine Serie von Predigten über Klatsch und Tratsch gehalten. Die meisten der Leute erkannten ihre Sünde und taten Buße, doch ein harter Kern von Klatschmäulern nahm zutiefst Anstoß und verließ in letzter Konsequenz die Gemeinde. Wenn der Heilige Geist in der Seele eines Menschen Sünde aufdeckt und wir die Gelegenheit zur Buße ablehnen, beginnen wir oftmals an dem Überbringer der Botschaft Anstoß zu nehmen. Anstatt unsere Herzen zu demütigen, sind wir über die Pastoren oder Lehrer in der Gemeinde empört. Um die Wahrheit zu sagen, die meiste Zeit habe ich nicht die leiseste Idee, wer nun im Besonderen meine Predigt hören soll, doch Gott weiß es.

Paulus wies Timotheus an: „überführe, tadle und ermahne“ (s. 2. Tim. 4:2). Er sagte nicht: „ermahne, ermahne, ermahne“, doch Ermahnung ist es, was wir in den meisten Gemeinden erhalten. Sicherlich brauchen wir Ansporn und Ermutigung, doch es gibt auch Zeiten, ihr Lieben, in denen wir überführt und getadelt werden müssen. Heutzutage gibt es Prediger, die sich davor scheuen die Wahrheit zu predigen, weil sie sich davor fürchten, dass die Leute mit einem Austritt aus der Gemeinde reagieren könnten. Das Endergebnis ist eine Gemeinde voller leicht verletzlicher Leute, die nicht über ihre Unfähigkeit Korrektur anzunehmen hinauswachsen können.

Menschen ändern sich nicht allein durch Ermahnung. Es gibt Bereiche in uns allen, die konfrontiert und diszipliniert werden müssen. Der Pastor, der sich weigert, jene zu disziplinieren und zu korrigieren, die sich in Sünde befinden, ist Gott gegenüber im Ungehorsam. Er ist somit unfähig, Menschen in irgendeine wahrhaftig umformende Veränderung ihres Lebens zu führen; sie werden nicht „bis zum Ende ausdauern“, wenn sie nicht korrekturfähig sind (s. Matt. 24).

Wir müssen zu einem Volk werden, das sagt: „Herr, zeige mir, was in mir der Veränderung bedarf.“ Ich spreche hier vom Erwachsenwerden. Ein weiser Mensch wird Zurechtweisung empfangen und klug werden. Doch ein Dummer lehnt die väterliche Disziplinierung ab (s. Sprüche 15:5).

Persönliche Kränkung

Eine Kränkung kann unseren Stolz verwunden, wenn wir für unsere guten Werke oder unseren Dienst nicht anerkannt werden. Folgendes passierte meiner Frau und mir vor langer Zeit als wir in Kalifornien waren: wir waren als junge Pastoren auf einer Konferenz, als der verantwortliche Leiter beschloss, jeden Gottesdiener und dessen Ehepartnerin persönlich zu begrüßen. Er begrüßte das Paar zu unserer Rechten, dann wandte er sich seinem Mitarbeiterstab zu um eine Frage zu stellen. Einen Moment später kehrte er zurück, ging jedoch an uns vorbei zum Paar, das links von uns stand.

Jeder um uns her sah, dass wir übergangen worden waren. Wir waren beschämt und gekränkt. Doch meine Frau stellte weise fest, wir könnten es zulassen, dass diese Angelegenheit uns verletzt, aber ebenso gut könnten wir sie als Investition in unsere Empfindsamkeit gegenüber der Gefühlen anderer Menschen sehen. Die Kränkung lehrte uns, wie andere sich fühlen, wenn sie ignoriert werden. Kannst du es erkennen? Du musst diese Kränkung zu einer Gelegenheit machen, Christus ähnlicher zu werden.

Die Gelegenheiten Anstoß zu nehmen, sind praktisch endlos. Tatsächlich wird uns täglich Gelegenheit gegeben, durch etwas oder jemanden gekränkt zu sein oder aber ein unverletzbares Herz zu besitzen. Die Zusage des Herrn ist, dass er uns ein neues Herz gegeben hat: ein weiches, offenes Herz, das mit Seinem Geist gefüllt werden kann und von Seiner Liebe überfließt.

Herr,

vergib mir, dass ich so leicht gekränkt bin und Kränkungen in meinem Herzen nähre. Vater, mein Herz ist töricht und schwach. Gewähre mir das unverwundbare Herz von Jesus Christus.

Amen.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: „How To Become Unoffendable“
©2006 Francis Frangipane, http://www.frangipane.org, All Rights Reserved.
Quelle: www.elijahlist.com
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2008 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

Hinweis zum Copyright: Vorstehender Artikel darf in seiner Gesamtheit zu nicht-kommerziellen Zwecken per Email oder in schriftlicher Form weitergegeben und auf der eigenen Website veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass keine Inhalte verändert werden und Copyright-Hinweise und Quellen-Angaben, einschließlich dieser Fußnote, vollständig erhalten bleiben. Wichtig: Die Erlaubnis für eine Veröffentlichung auf der eigenen Website ist zwingend an den Erhalt der Verlinkungen sowohl zu den Originalquellen als auch zu www.soulfood4u.de gebunden. Die Entfernung von aktiven Links ist nicht erlaubt!

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Wenn du denkst, Gott sei gegen dich…

Wenn du denkst, Gott sei gegen dich…
…wird Er nicht viel DURCH dich tun können!

(von Kim Clement)


Du musst zuerst wissen, wer du in Gott bist, bevor du wirklich weißt, wer Gott in dir ist.

Ich sage das, weil deine Wahrnehmung dessen, wer du in den Augen Gottes bist und wie Er über dich denkt und fühlt, unweigerlich bestimmend sein wird für dein Verständnis darüber, wie machtvoll Er in dir ist. Wenn du zum Beispiel denkst, Gott ist gegen dich, wird Er nicht allzu viel in dir und durch dich tun können.

„Wir waren wie Heuschrecken in unseren eigenen Augen“

Die zwölf Kundschafter gingen in das Land, um es zu erkunden und zehn von ihnen kehrten mit schlechter Nachricht zurück.

4. Mose 13,30-33: Kaleb aber beschwichtigte das Volk gegen Mose und sprach: Lasset uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir können es überwältigen! Aber die Männer, die mit hinaufgezogen waren, sprachen: Wir können nicht hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist uns zu stark! Und sie brachten das Land, das sie erkundigt hatten, in Verruf bei den Kindern Israel und sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, um es auszukundschaften, frisst seine Einwohner, und alles Volk, das wir darin sahen, sind Leute von hohem Wuchs. Wir sahen auch Riesen daselbst, Enakskinder aus dem Riesengeschlecht, und wir waren in unsern Augen wie Heuschrecken, und also waren wir auch in ihren Augen!

Mit anderen Worten: Weil sie sich selbst als Heuschrecken sahen, kamen sie zu dem Schluss, dass auch der Feind sie als Heuschrecken sehen müsse. Wie sie selbst sich sahen, sah sie auch der Feind!!!

Die Macht, die darin liegt, dich selbst so zu sehen, wie Gott dich sieht

Aus meiner Sicht ist Gott in dir nur so groß, wie du in Ihm bist. Hätten die zehn Kundschafter allen Worten geglaubt, die Mose ihnen von Gott überbracht hatte in Bezug auf das verheißene Land und ihren Sieg, hätten sie sich nicht als schwache Grashüpfer gesehen, sondern vielmehr als Eroberer. Im gleichen Augenblick hätte der Feind den EROBERER in ihnen gesehen und Gott hätte problemlos ihren Feind überwältigt.

Du kannst entdecken, wer du in Gott bist, doch dies geschieht nur durch Glauben… glauben… glauben… was Er über dich in Seinem geschriebenen Wort und Seinem gesprochenen, prophetischen Wort sagt. Wenn du es erst einmal glaubst, wirst du es auch sehen; und wenn du es siehst, wirst du es werden. Wenn du ständig glaubst, Er sei gegen dich oder nicht mit dir, trotz Seiner beständigen Worte des Vertrauens und des Lebens, die Er zu dir spricht, wirst du niemals „sehen“ oder eine „Manifestation“ dessen erleben, wer Er in dir ist.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: If You Think God is Against You …
©2004 Kim Clement, www.kimclement.com, All Rights Reserved.
Quelle: www.elijahlist.com
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Was erwartet Gott von dir?

Was erwartet Gott von dir?

von Wayne Jacobsen


Es ist schon eine ganze Weile da – das Empfinden, dass Jesus dich zu etwas Bestimmten auffordert. Es bohrt nicht ständig in dir, doch oft geschieht etwas, oder jemand sagt einen Satz, der deine Erinnerung wachruft und so deine Aufmerksamkeit erneut auf diese Empfindung lenkt. Plötzlich wirst du dir einer tieferen Regung in deinem Herzen bewusst und spürst vielleicht sogar eine gewisse Spannung in Erwartung der Dinge, die da kommen mögen. Möglicherweise wirst du vielleicht gerade jetzt, während du dies liest, an etwas erinnert.

Doch genauso schnell verblassen diese Empfindungen auch wieder, während die täglichen Anforderungen des Lebens im 21. Jahrhundert uns vollständig gefangen nehmen. Verantwortungen im Beruf, Aufgaben des häuslichen Bereichs, Bedürfnisse der Familie und die Geschäftigkeit des Lebens beanspruchen unseren Alltag und lassen uns von Ereignis zu Ereignis torkeln, bis die Erfüllung unserer Pflichten unsere Zeit nahezu vollständig auffrisst. In den wenigen Momenten, die uns noch bleiben, fühlen wir uns so erschöpft, dass wir lediglich noch genug Energie für einige kurze Augenblicke der Zerstreuung finden, bevor wir ins Bett fallen und der Wettlauf am nächsten Tag von Neuem beginnt.

Dies ist der Kreislauf geistlicher Stagnation, dem ein jeder von uns leicht in die Falle gehen kann. Anstatt täglich im Abenteuer des Wirkens Jesus und seiner Bestimmung für uns zu leben, werden wir in die Denkweise der Welt hineingesaugt und sind nur noch auf unseren täglichen Überlebenskampf fokussiert. Wenn dies geschieht, werden wir wieder Teil dieses Systems, so vertieft in Arbeit, Heim und Aktivitäten, dass wir unser Wissen, Teil eines größeren Königreichs zu sein, verlieren. Selbst unsere geistliches Feuer wird uns geraubt, indem wir Jesus‘ allgegenwärtige Stimme gegen unsere Verpflichtungen, Traditionen und Schemata, von denen andere sagen, dass wir sie anwenden müssen, eintauschen.

Wir denken, wir stecken in einer geistlichen Trockenperiode und dass Gottes Gegenwart an uns vorübergegangen ist, wenn doch tatsächlich nichts weiter von der Wahrheit entfernt sein könnte.

Fokussiere!

Er ist genau dort, wo Er immer war, tief in deinem Herzen, in dem Bestreben, alles zu tun, um dich einzuladen, Seite an Seite mit Ihm zu gehen, sodass du an Seiner Herrlichkeit teilhaben kannst. Er wird fortfahren, dir den nächsten Schritt der Reise anzubieten und darauf zu warten, dass du folgst. Deshalb ist es so wichtig für uns, ein Herz zu kultivieren, das erkennt, wenn Er spricht und das den Vorsatz hat, in die von Ihm aufgezeigte Richtung zu gehen. Auf diese Weise beginnen wir das Abenteuer, in Ihm zu leben und entkommen dem Versuch der Welt, uns in ihre Form zu pressen.

Jesus lehrte die, die Ihm nachfolgten, dass ihr beständiges Wachstum in Seiner Liebe mit dem Wandeln und Verbleiben in Seinen Wegen kommen würde. „Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibt ihr in meiner Liebe, wie ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.“ (Johannes 15:10) Hier sprach er nicht über das Befolgen des Gesetzes, sondern über Sein Ausführen dessen, was Er den Vater jeden Tag tun sah. Es gibt kein Leben, keine Leidenschaft und Freude in Gottes Reich, ohne dass Jesus uns leitet und unsere Entscheidungen bestimmt, sodass wir auf beste Weise Ihm folgen können. Er möchte die Stimme sein, die dich durch jede Situation hindurchsteuert, der Friede, der deinem Herzen Ruhe gibt in Schwierigkeiten und die Kraft, die dich aufrecht erhält im Sturm.

Zu was fordert Er dich gerade jetzt auf? Es könnte so etwas Einfaches sein, wie deinen Nachbarn einen Besuch abstatten, um sich miteinander bekannt zu machen, oder möglicherweise ist es auch etwas so Lebenveränderndes wie eine gottgegebene Gabe zu nutzen als helfende Hand in der Förderung Seines Himmelsreichs in dieser Welt. Vielleicht ermutigt Er dich dazu, in den Mittagspausen einen Bibelkreis in deiner Firma zu beginnen, oder Brüdern und Schwestern in deiner Umgebung zu helfen, Gemeinschaft auf bewusstere Weise zu erleben. Vielleicht legt Er dir aufs Herz, jemandem in Not Geld, Nahrung oder Kleidung zu geben oder auch eine Tür zu öffnen, um eine zerbrochene Beziehung zu heilen, vielleicht möchte Er auch, dass du eine andere Person in deren Berufung zur Seite stehst. Es könnte aber auch eine Million anderer Möglichkeiten sein.

Eine Stimme, die zu ignorieren wir gelehrt wurden

Die Welt amüsiert sich über die Vorstellung, dass Gott auch heute noch zu einzelnen Menschen spricht. Einige durchaus gutmeinende Gläubige tun dies ebenfalls. Und man kann ihnen das noch nicht einmal übel nehmen. Jeder von uns kennt wahrscheinlich eine Reihe von Menschen, die absurde oder gar destruktive Dinge getan haben, immer in der Behauptung, Gott hätte es ihnen so befohlen. All das reicht aus, um die Vorstellung, auf Gottes Stimme zu hören, in einem schlechten Licht zu betrachten. Aber nur weil manche Menschen Falschgeld in Umlauf bringen, hören wir doch auch nicht auf, echte Scheine zu verwenden.

Im Kern unseres Lebens mit Jesus liegt die Freiheit, Ihn zu hören und Ihm zu folgen. Paulus erklärte den Römern, dass es in diesem Leben nicht mehr darum ginge, Regeln zu befolgen, sondern Jesus nachzufolgen. „Aber jetzt seid ihr frei von der Sünde und dient Gott als seine Knechte. Daraus ergibt sich, dass ihr tut, was Gott gefällt und er euch das ewige Leben schenkt.“ (Römer 6:22) Oder auch so ausgedrückt: Nun, da ihr herausgefunden habt, dass ihr nicht mehr auf die Sünde hören müsst, die euch sagt, was ihr tun sollt, sondern entdeckt habt, welche Freude es bereitet, auf Gott zu hören, der es euch sagt – welch eine Überraschung! Ein vollständiges, geheiltes, wiederhergestelltes Leben, jetzt und hier und noch viel mehr Leben in der Zukunft.

Zu lernen, unseren Tag mit Gott in unserem Denken zu bestehen, ist keine modifizierte, nur-für-spezielle-Leute-Option eines Lebens in Christus. Nein, es ist die nackte Basis-Version des Lebens, das Jesus für uns erkauft hat. Er will, dass du lernst, jede Situation, jede Herausforderung mit Seiner Weisheit und Seinem Herzen zu überdenken und zu bewältigen, indem du Seinen Ansporn erkennst und Ihm folgst. Das Neue Testament erinnert uns wieder und wieder daran, dass jeder Einzelne von uns Ihn erkennen kann, sodass wir nicht darauf warten müssen, dass uns jemand anderes sagt, was wir tun sollen oder für uns entscheidet, was wahr ist oder falsch. (Johannes 16:13, Hebräer 8:11, 1. Johannes 2:20 + 27)

Was tut Er in dir? Was möchte Er heute von dir? Fast alles, in dem ich gegenwärtig engagiert bin als ein Teil von Gottes Leben in mir, ist das Resultat einfacher Handlungen, zu denen, nach meinem Empfinden, Gott mich in früheren Jahren aufgefordert hatte. Manche von ihnen waren so kleine Gesten wie ein Telefonanruf, Übernahme freiwilliger Aufgaben an der Schule, in die meine Tochter ging, Zeit für die Festigung von Beziehungen zu reservieren oder auch die Entscheidung, einem Konflikt mit einem Mitchristen aus dem Weg zu gehen, wo ich selbst lieber gekämpft hätte. Jede Wahl, die ich getroffen habe, setzte eine Kettenreaktion in Gang, die Türen öffnete, die mich verblüfften. Zu keiner Zeit konnte ich auch nur im Ungefähren voraussehen, wie all diese Dinge sich entwickeln würden, doch ich bin erstaunt, was sich durch einfachsten Gehorsam entfalten kann.

Eine wachsende Überzeugung

Ich möchte nicht, dass sich jemand falsche Vorstellungen macht. Ich setze mich nicht jeden Morgen hin und höre, wie Gott mir sagt, ich soll dies oder jenes tun. So ist es nicht zu verstehen. Meistens spricht Gott zu mir durch eine wachsende Überzeugung in meinem Herzen über einen bestimmten Zeitraum hinweg. Wie jeder andere auch, habe ich flüchtige Gedanken und Wünsche, die anfangs wie die Seinen klingen, sich jedoch bald als von mir selbst und nicht von Ihm kommend herausstellen. Wie lerne ich nun, zu unterscheiden?

Gib dem Ganzen Zeit. Wenn es nicht ein spontaner Impuls ist, passend zur momentanen Gelegenheit, wie z. B. mit jemandem im Zug, Bus oder Flugzeug zu sprechen, lasse ich es für einige Tage ruhen. Da ich regelmäßig Zeit mit Jesus verbringe und meine Sinne mit dem Lesen der Bibel und den Einsichten anderer Glaubenden reifen lasse, habe ich herausgefunden, dass Gottes Führung mit der Zeit zunehmend klar wird. Diese wachsende Beziehung führt dazu, dass Seine Stimme sich von den Ablenkungen und Sorgen weltlicher Lebensweise abhebt und sie übertönt.

Auch messe ich alles, was ich vernehme, an dem Inhalt und Geist der Heiligen Schrift. Ist das Gehörte in Übereinstimmung mit Gottes Offenbarung Seiner selbst und Seiner Handlungsweise?

Ich vertraue nie auf das, was meine Ängste am einfachsten beantworten würde. Jesus warnte uns in Matthäus 6, dass eine wachsende Flut von Ängsten uns der Freiheit berauben würde, in Königreich-Dimensionen zu denken. Er erinnerte uns, dass nur durch unser Vertrauen auf Gottes Versorgung für uns, wir ausreichend Frieden hätten, um Seine Wege zu erkennen.

Ich höre nicht auf Schuldgedanken. Schuld treibt uns von Gottes Weisheit fort. Viel zu viele Menschen denken, sie werden nur dann von Gott geführt, wenn sie endlich der einen oder anderen Versuchung nicht mehr nachgeben oder sich disziplinierter verhalten. Doch sie zäumen das Pferd von hinten auf. Wir können unser Fleisch nicht Gottes Wegen unterordnen, doch können wir von Ihm geführt werden, bis unser Fleisch von Seiner Gegenwart und Einsicht ersetzt worden ist.

Es ist zudem hilfreich, wenn wir die Tyrannei unserer eigenen Planung loslassen. Wir alle haben Dinge, von denen wir möchten, dass Jesus sie in unserem Leben bewirkt und wir wissen auch schon, wie wir es ausgeführt sehen möchten. Doch unsere Vorstellung, dass wir am besten wissen, wie wir dort hingelangen, wird uns schlicht daran hindern, die Dinge so zu tun, wie er es für uns vorgesehen hat. Er ist derjenige, der uns gelehrt hat, dass wir vorwärtskommen, indem wir dienen und dass der Erste in der Reihe am Ende gefunden werden wird. Je mehr du darauf vertraust, dass Er auf Seine Weise Seine Bestimmung für dein Leben in dir erfüllen wird, desto einfacher wird es sein zu erkennen, wie Er dies bewirkt.

Lass dich nicht von einem Gefühl der Unzulänglichkeit an deiner Nachfolge hindern. Dein natürlicher Verstand wird nicht immer in der Lage sein, alles hinreichend zu erklären. Du wirst dich möglicherweise nicht ausreichend qualifiziert fühlen zu tun, was Er von dir verlangt, doch Er wird mit dir gehen und dir die zur Ausführung benötigte Kraft geben. Allerdings erlebst du das nur, wenn du Ihm weit genug folgst, um das Wirken Seiner Hand durch dich zu erkennen.

Und ja, du wirst auf deinem Weg einige Fehler machen; niemand, der diesen Weg geht, kann sie vermeiden. Ich jedenfalls habe in meinen jüngeren Jahren genügend davon gemacht und bin auch heute weit davon entfernt, vollkommen zu sein. Doch zu lernen Ihm nachzufolgen, resultiert nicht weniger aus unseren Fehlern als aus den Dingen, die wir richtig machen. Erfahrung ist ein wertvolles Werkzeug in den Händen des Geist Gottes.

Sei zudem immer misstrauisch, wenn du denkst, Gott fordert dich auf, jemand anderen dazu zu bringen, etwas zu tun. Gott wird dich dazu führen, dass du Ihm folgst, nicht, dass du anstatt dessen andere dazu veranlasst. Wenn Gott dich auffordert, Ihm zu folgen, liegt es bei dir, das Risiko auf dich zu nehmen und den Preis zu bezahlen – und nicht bei einer anderen Person. Obgleich er uns gebrauchen mag, um zu bestätigen, was Er einer bestimmten Person bereits mitgeteilt hat, ist es nicht unsere Aufgabe, andere zu manipulieren, damit sie dem treu sind, was Er in uns wirkt.

Jetzt bist du an der Reihe

Nur wenige Wochen vergehen, ohne dass ich von unglaublichen Dingen höre, die Gott in Menschen bewirkt – einfach nur deshalb, weil sie sich bewusst entschieden haben, dem zu folgen, was Gott ihnen aufs Herz gelegt hat. Eine Frau schrieb mir in der vergangenen Woche, wie Gott sie gerade aus ihren geistlichen Fesseln herausbringt, die das Resultat anhaltenden Missbrauchs durch ihre Eltern sind – nur indem sie tat, was Er von ihr verlangt hatte. Gott hatte ihr ganz einfache Schritte vorgegeben, doch wie viel Freiheit Er durch diese in das Leben dieser Frau hineinwirkt, ist staunenswert.

Ich kenne Menschen, die sich heute in der Liebe Jesu um aidserkrankte Menschen kümmern, allein weil Gott eine einzelne Frau einst aufforderte, zu ihrem homosexuellen Ex-Ehemann zurückzukehren und ihn bis zu seinem Tode zu pflegen, als in seinem Körper dieser schreckliche Virus ausbrach.

Ich kenne einen heterosexuellen Mann, der in einem überwiegend homosexuellen Chor mitsingt, nur weil Gott ihn aufgefordert hatte, den anderen Chormitgliedern Gottes Liebe zu demonstrieren. Ich habe rund um den Globus viele Menschen kennengelernt, die erstaunliche Wege gefunden haben, neutestamentliche Gemeinschaft zum Ausdruck zu bringen, einfach nur dadurch, dass sie gemeinsam Gott gehorchen und Seiner Stimme folgen. Ich kenne tiefe, Leben verändernde Beziehungen, die damit begannen, dass jemand als Antwort auf Gottes Führung einen Telefonhörer zur Hand nahm oder einer Person einen Besuch abgestattet hat.

All diese Dinge, und die Frucht, die sie getragen haben, hatten ihren Ursprung in unglaublich kleinen Entscheidungen, als Teil dessen, was Gott in die Herzen dieser Menschen gelegt hatte. Es ist beeindruckend, was sich in unserem Leben entfaltet, wenn wir bereit sind, den wachsenden Überzeugungen unseres Herzens zu gehorchen.

Was hat Er in deines gelegt? Nimm dir Zeit, Ihn in aller Schlichtheit zu fragen, ob du vielleicht deine Sicht darauf verloren hast. Wenn du darüber nicht gleich Klarheit gewinnst, sei nicht entmutigt. Momentan möchte Er vielleicht nur dich als Person und weniger, dass du etwas tust. Bleibe einfach nur weiterhin ganz nah bei Ihm und während sich deine Beziehung zu Ihm vertieft, sei aufmerksam für die Dinge, die Er dir deutlich werden lässt.

Dann tue sie.

Es mag etwas sein, das klein und unbedeutend erscheint, kaum deiner Zeit oder Aufmerksamkeit wert. Doch bevor du nicht den nächsten Schritt machst, den Jesus vor dir ausgelegt hat, wirst du niemals erfahren, was es bedeutet, Ihm zu folgen oder die Herrlichkeit kennenlernen, die Er mit dir teilen möchte. Du weißt einfach nie, wohin ein kleiner Schritt im Gehorsam führen wird.

Das Völkchen von Fairlie

Während dieses Sommers besuchten Sara und ich Gläubige in verschiedenen Gegenden von Neuseeland. Hier ist eine unglaubliche Geschichte, die aufzeigt was passiert, wenn eine Gruppe von Menschen einfach nur befolgt, was Jesus ihnen aufs Herz gelegt hat. Natürlich führt Er nicht jeden Menschen auf dieselbe Weise, aber es ist einfach liebenswert, wie diese Gruppe fähig war, gemeinsam Seiner Führung zu folgen.

Fairlie ist ein kleines Farmerstädtchen im Zentrum von Neuseelands Südinsel. Während der vergangenen zwei Jahre hatte ich immer wieder Berichte über einige Gläubige gehört, die Gott dazu geführt hatte, von der religiösen Struktur loszulassen, die in ihrem Leben, als Leib Christi in dieser Region der Erde, einen großen Anteil gewonnen hatte. Es war das Jahr 1986, als einige Leiter dieser Gemeinde spürten, dass Gott sie aufforderte, eben diese Strukturen aufzugeben, die ihr gemeinschaftliches Leben einschränkten, was nicht nur die Institution als solche, sondern auch das Gebäude, in dem sie sich versammelten, mit einschloss. Nach Wochen des anhaltenden gemeinsamen Gebets und Überdenkens der vor ihnen liegenden Schritte beschloss die Gemeinde einstimmig, dass es genau das war, was Gott zu ihnen gesprochen hatte.

Sie kamen überein, alles abzugeben und Gott ihre Führung zu überlassen. Das Gebäude, in dem sie ihre Zusammenkünfte abhielten, war ziemlich alt. Und nachdem sie alle Einrichtungsgegenstände, die noch von irgendeinem Wert waren, an öffentliche Einrichtungen der Gegend gespendet hatten, boten sie der örtlichen Feuerwehr das Gebäude für eine Brandübung an.

Die Nachbarn lehnten das Ansinnen, so nah an ihren Häusern ein Objekt dieser Größe in Brand zu setzen jedoch ab, was zum Entschluss führte, das Gebäude abzureißen. Die Gemeindemitglieder nahmen einige verbliebene Gegenstände, wie z. B. die Behälter für das Opfergeld, hinaus ins offene Gelände und verbrannten sie dort. Einige Tage später gingen einige Brüder der Gemeinde mit Kettensägen ans Werk. Als sie den Hauptversammlungssaal betraten, berieten sie, wo sie anfangen sollten. Sie sahen einander an und im nächsten Moment sagten sie einstimmig: „Die Kanzel!“ Mit Genuss sägten sie die Kanzel entzwei, sägten weiter quer über das Podium und am Ende hatten sie das komplette Gebäude demontiert und die Überreste zum Schuttplatz gefahren.

Sara und ich lachten und schüttelten unsere Köpfe in Erstaunen, als uns bei einem Treffen mit etwa zwei Dutzend dieser Leute die Geschichte erzählt wurde. Sie hatten all dies nicht leichtfertig oder in Wut „auf das System“ getan. Aber in ihnen war einfach das Empfinden gewachsen, dass diese Dinge in der Art ihrer Verwendung zu einer Beleidigung Gottes geworden waren und Er es wünschte, dass sie sich von ihnen losmachten. Sie hatten zu keinem Zeitpunkt anderen Menschen gesagt, sie müssten das Gleiche tun, sondern waren einfach losgezogen und lernten, der Leib Christi zu sein, ohne die Fallen der Institutionalisierung. Nachdem sie das Gebäude entsorgt hatten, erlebten sie, wie sich einige ausgesprochen erstaunliche Türen öffneten in dem Städtchen, in dem sie lebten. Einer der Ortsansässigen ging kurz nach diesen Ereignissen auf einen der ehemaligen Leiter zu und sprach ihn an mit den Worten: „Ich habe das Gefühl, dass ich jetzt wirklich mit Ihnen reden kann.“ Diese Gemeinde war vollkommen ahnungslos gewesen, wie sehr ihr „Gepäck“, ihre Strukturen, genau die Menschen angewidert hatte, die sie im Auftrag Gottes erreichen wollten.

In den vergangenen, nunmehr fast zwanzig Jahren sind sie als Gemeinschaft in Gottes Lebendigkeit aufgeblüht und in dieser Stadt alle miteinander wunderbar gediehen. Es ist nicht einfach gewesen, auch nicht ohne Herausforderungen, doch viele von ihnen berichten davon, wie sie anfingen wirklich in ihrer Beziehung zu Gott zu wachsen, als sie die Krücke, zu der ihre Institution geworden war, weggeworfen hatten. Nachdem für sie nun nicht mehr alles auf lange Sicht fest geplant war, mussten Sie wieder auf die Stimme Gottes hören und die Dinge tun, die Er ihnen aufs Herz legte. Heute sind sie Menschen, die in Frieden mit Gott leben, in Gemeinschaft miteinander und für Ungläubige in einer Weise zugänglich, wie sie es nie waren, als sie sich noch mit der Erhaltung ihrer Strukturen beschäftigten. Selbst die, die damals noch Kinder waren, haben diese Unkompliziertheit in ihrem Leben mit Gott und die daraus resultierende Liebe füreinander beibehalten. Welch wunderbare Schlichtheit und welch unglaubliches Leben, das sie anfingen, miteinander zu teilen!

In der Gegend, in der sie leben, nennt man sie liebevoll auch „das Völkchen“. Die gesamte Bevölkerung dieses Landstriches weiß von der Christengemeinde, die ihr Gebäude niederriss und aufhörte, sich einmal wöchentlich zu einer festen Zeit zusammenzufinden. Man weiß auch, dass diese Menschen hernach als Gläubige voller Leidenschaft und Feuer weiterlebten. Ohne eine Maschinerie, die am Laufen gehalten werden musste, waren sie freier geworden, sich um Familien und Nachbarn zu kümmern und Bedürftigen zu helfen.

„Ein Weizenkorn, das nicht in den Boden kommt und stirbt, kann keine Frucht bringen, sondern bleibt ein einzelnes Korn. In der Erde aber keimt es und bringt viel Frucht, obwohl es selbst dabei stirbt. Wer sein Leben über alles liebt, der wird es verlieren. Wer aber bereit ist, sein Leben vorbehaltlos für Gott einzusetzen, wird es für alle Ewigkeit erhalten.“ (Johannes 12:24-25)

Solange wir an Dingen festhalten, die wir vermeintlich erhalten müssen, werden wir an Gottes unglaublichen Türen vorbeigehen, die Er täglich für uns öffnet, indem wir einfach nur in Ihm leben und Seinen Wegen folgen. Wahres Leben liegt im Loslassen, nicht im Festhalten, während wir folgen, wohin Gott uns führt.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: What is God Asking of You?
©2004 Wayne Jacobsen, Lifestream Ministries, All Rights Reserved.
Website: http://www.lifestream.org
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©2007 Gabriele Kohlmann, http://www.soulfood4u.de

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Biberdamm oder Swimmingpool?

Biberdamm oder Swimmingpool?

Religiösität ist, wenn Menschen JESUS gar nicht persönlich kennen. Religiösität ist aber auch, wenn Menschen ihre lebendige Beziehung zu JESUS aus den Augen verlieren.

Religiöse Menschen ohne Beziehung zu Jesus sind wie Biber: Sie bauen voller Eifer an ihrem Biberdamm. Sie meinen es meistens gut, aber der Damm führt nur dazu, dass das kostbare Wasser gestaut wird. Plötzlich ist der Damm wichtiger als die Quelle (das Wasser)!

Wie soll das lebendige Wasser des Heiligen Geistes durch diesen religiösen Staudamm fließen?

Die Biber sind allerdings so beschäftigt und abgelenkt, dass sie die Quelle, aus der doch der Biberbau entspringt, nicht mehr interessiert. Sie haben vor Beschäftigung und Ablenkung die Quelle vergessen!

Nun, dann gibt es noch die Biber, die zwar ab und zu vom Wasser trinken, aber nur, um sich sofort wieder um den Bau ihres Biberdammes zu kümmern!

Der Biberdamm steht für das religiöse System, zu dem die heutige Kirche, aber auch viele (!) Gemeinden geworden sind. Es dreht sich alles nur noch um den „Biberdamm“: Um den Verein, die Organisation, um das System. Doch was ist mit der Quelle? – Die Biber (religiöse Menschen) haben die Quelle (JESUS) aus den Augen verloren!!!

Eine Gemeinde darf nicht zu solch einem „Biberdamm“ werden!

Sie darf keine „Biber“ produzieren, die voller Eifer nur den „Damm“ bauen – aber kein Interesse für die Quelle haben bzw. die Quelle gar nicht kennen! Die Gemeinde darf kein selbstverherrlichender, leistungsgetriebener Bau sein, der nur Menschen dazu veranlasst, darin voll und ganz aufzugehen – aber nur im Fleisch und nicht im Geist!

Die BIBEL macht uns nicht zu solch einem „Biber“!!!

Die Gemeinde, wie JESUS sie sich wünscht, sollte wie ein SWIMMINGPOOL sein! Ein gemeinsames Baden und Herumplantschen der Kinder Gottes in Seinem mitreißenden Strom! Der STROM GOTTES ist KEIN Staudamm! Der STROM GOTTES ist FREUDE!!! – FREUDE IM HERRN und nicht im System!!!

Der STROM GOTTES bringt wahre FREIHEIT IM GEIST! Diese Freiheit sprengt die Ketten der religiösen Leistung und Selbstverherrlichung und SETZT göttliche Gnade und Ehre, die wir JESUS bringen, FREI!!!

Die Kinder Gottes im Swimminpool freuen sich am meisten an ihrem HIMMLISCHEN PAPA, der als „Bademeister“ neben dem Becken steht und immer und immer wieder frisches Wasser nachgießt!!! Ja, Er lässt das kostbare Wasser sogar über ihnen regnen! Seine Kinder lachen und freuen sich – und Er lacht mit Ihnen und sie freuen sich aneinander!

Wenn ein Kind dem anderen das Wasserspielzeug klaut und sie sich streiten, dann schimpft ihr Papa mit ihnen – und wenn sie nicht hören wollen, beauftragt Er eines Seiner anderen Kinder, dass sie zurechtweist!

Die Kinder holen dann ihre Freunde und Nachbarkinder, die auch in den Swimmingpool springen und das Wasser UND ihren Papa, den Bademeister, kennen lernen!

Alles aus LIEBE und FREIHEIT!

„Wer an mich glaubt, wie die Schrift gesagt hat, aus seinem Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen.“

(Johannes 7, 38)

„Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst“

(Offenbarung 22, 17)

Julia Berndt

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Erlebe Gottes Liebe für Dich persönlich (Meditation)

 40:48 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de] Falls Du die mp3-Datei nicht abspielen kannst, kannst Du sie mit diesem kostenlosen Programm in ein anderes Dateiformat umwandeln. In der Audiodatei und im Video hast Du die Möglichkeit, Gottes Liebe ganz persönlich zu erfahren. Die ersten ca. 10 Minuten sind zugesprochene Worte – darüber, was wahre Liebe bedeutet. Anschließend gibt es ca. 30 Minuten Zeit, um sich persönlich von Gottes Liebe füllen zu lassen… Höre es Dir in einem ruhigen Moment an. Öffne Dein Herz und lass Dich von Gottes Liebe füllen… Ich wünsche Dir dabei eine gesegnete Zeit! Agape Liebe

———————————-

Mehr dazu: siehe Artikel „Hinweise zu den Meditationen und Phantasiereisen“. Weitere Hinweise auch im Artikel „Hinweise zu den prophetischen Übungen“. Musik in der Aufnahme: JESUS, Wonderful Saviour

——————-

Als Video:

Wie wirkt die Aufnahme auf Dich? Was empfindest Du beim Anhören? Hat Gott dadurch zu Dir gesprochen, Dich berührt etc.? Teile es doch gerne in den Kommentaren mit…

(Entweder unter diesem Artikel oder unter dem YouTube-Video.)

Als Text:

Nicht die Nägel haben Jesus am Kreuz festgehalten, sondern Seine große und tiefe Liebe zu uns.
 
Was ist „Liebe“ überhaupt?
 

PHILIA bedeutet die freundschaftliche Liebe

EROS meint die Liebe zwischen Mann und Frau.

Und AGAPE bezeichnet die göttliche Liebe, die Liebe Gottes.

PHILIA und EROS sind menschliche und unvollkommene Liebe, die oft an Bedingungen geknüpft ist: „Ich liebe Dich… wenn…“ oder „Ich liebe Dich… weil…“.

Die göttliche und vollkommene AGAPE-Liebe dagegen sagt: „ICH LIEBE DICH! PUNKT!“ Sie liebt – auch wenn nicht zurück geliebt wird. Sie liebt sogar dann, auch wenn ihre Liebe mit Füßen getreten wird. Diese Liebe ist verschwenderisch. Diese Liebe gab alles auf, nur um DICH zu gewinnen.

GOTT ist Liebe! ER ist die Liebe selbst in Person!

Er ist eifersüchtig, leidenschaftlich – ein verzehrendes Feuer. Er ist heilig und weil Er uns liebt, möchte Er auch, dass wir heilig sind und so leben! Das wird nur möglich durch JESUS. Durch IHN kann Seine Liebe durch uns hindurch fließen – zu anderen hin. Wir können niemals aus eigener Kraft mit der Agape-Liebe lieben, doch durch IHN in uns wird es möglich! ER möchte durch uns hindurch fließen!

JESUS, der VATER und der HEILIGE GEIST sind EINS und sind die Agape-Liebe in Person.

Diese Liebe ist nicht abgehoben oder abstrakt. Nein, diese Liebe kam in diese Welt durch JESUS – Menschen durften die Liebe in Person anfassen, hören, sehen und Seine Kraft spürbar erleben. Durch JESU Liebe (die Er durch und durch ist), wurden Menschenleben schlagartig verändert: Menschen, die andere schon aufgegeben hatten… Menschen, die so verachtet waren, dass andere sie noch nicht einmal ansehen wollten… Menschen, vor denen wir vermutlch die Straßenseite gewechselt hätten…

Doch was tut JESUS? –

ER kommt direkt auf diese Menschen zu! ER ruft sie, Er ruft sie bei ihrem NAMEN! Er sieht in ihr Herz – Er sieht die verborgenen Sehnsüchte, den ungestillten Hunger, die vielen Fragen und auch ihre Ängste und ihre Süchte, ihre Macken und Sünden… Doch obwohl Er ALL DAS sieht, sieht JESUS nicht weg! Nein, ER ruft weiter nach ihnen!

ER RUFT:

»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.«

(Lukas 4, 18-19)

JESUS hat alles für DICH hingegeben. ER gab sich selbst für Dich hin, am Kreuz. Um DICH zu gewinnen!

Hier noch ein paar prophetische Worte, die mir JESUS am 19.03.2011 gab:

Bitte verachte nicht meine Liebe…

Ich liebe Dich. Kind, ich liebe Dich. Immer.

Auch wenn Du es nicht spürst, liebe ich Dich.

Sieh auf mich.

Sieh auf meine Liebe.

Nimm meine Liebe.

Trink von meiner Liebe.

Genieße sie.

Berausche Dich an ihr.

Die Welt berauscht sich an so vielem (Drogen, Sex, Alkohol…).

Warum berauscht sie sich nicht an meiner Liebe?

Aber sie tritt meine Liebe mit Füßen.

Mit Füßen! Sie verachtet meine Liebe!

Ich will diese Welt doch beschenken mit meiner Liebe!

Ich will meinen Geist ausgießen!

Mein Geist ist der Geist der Liebe!

Er ist keine Liebe,

wie die Welt sie kennt.

Diese Welt kennt keine Liebe.

Denn ich bin die Liebe!

Diese Welt kennt keine Liebe,

so wie sie auch mich nicht kennt.

Sie suchen Liebe an anderen Orten,

anderen Quellen.

Nur nicht an der wahren Quelle.

Die Quelle der Liebe bin ich.

Kommt her, alle, die ihr durstig seid!

Kommt zu den Wassern meiner Liebe!

Kommt und trinkt!

Wer zu mir kommt,

den wird nie wieder dürsten.

Komm und trinke.

Trinke vom Strom meiner Gnade und Liebe.

Ich gebe von meiner Liebe dem,

der mich darum bittet, aus Gnade.

Ich liebe Dich und habe Dich schon immer geliebt.

Schon vor Grundlegung der Welt an…

– JESUS

[Hier gibt es in der Audiodatei und im Video ca. 30 Minuten Zeit, um sich persönlich nach Gottes Liebe auszustrecken.]

Willst Du JESUS nicht auch bewusst Dein Leben übergeben?

Dann schau Dir doch bitte mal diese Seite an: “JESUS persönlich erleben” (über Lebensübergabe und Nachfolge)!


 

Nachtrag

Über die „Braut Jesu“:

Über die „Braut Jesu“, die jeder Gläubige ist, jeder, der Jesus angenommen hat. Wir wollen diese Lehreinheit hier empfehlen, die wir im Jahr 2017 dazu im Rahmen der Jahresprophetie geschrieben hatten. Die Botschaft ist sehr ausführlich und praktisch zum Thema „Braut Jesu“ und daher noch immer hilfreich:

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Julia und Tobias

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Der Kampf um die Vertrautheit

Der Kampf um die Vertrautheit

(„The Battle for Intimacy“, Patricia King)


Teil 1:

 

Teil 2:

 

Hier als Text:


Der Kampf um die Vertrautheit
von Patricia King

Es gibt viele geistliche Kämpfe, mit denen wir uns während unseres Lebens als Christen befassen, doch ich glaube, der größte von allen, ist der Kampf um die innige Vertrautheit mit dem Herrn. Ein fruchtbares Leben im Königreich fließt aus dieser Vertrautheit. Der Charakter und die Natur Jesu werden in uns durch innige Verbundenheit mit Ihm geformt. So ist es kein Wunder, dass dies der Bereich ist, der oftmals durch Ablenkung, Unsicherheiten und Enttäuschungen angegriffen wird.

Warst du jemals desillusioniert und enttäuscht?

Wie oft hast du, lieber Leser, liebe Leserin, nach tieferer Verbindlichkeit im Herrn gerufen, aber nur Leere und Schweigen gefunden? Wie oft hast du versucht, von ganzem Herzen Sein Angesicht zu suchen und wurdest von Ablenkung aus allen Richtungen mitgerissen? Wie oft hast du deine stille Zeit enttäuscht und mit aufgeschobener Hoffnung beendet? Dies, mein Freund, meine Freundin, beschreibt den Kampf um die Vertrautheit. Der Feind wird versuchen, uns aus der Haltung herauszureißen, die für unser Leben in Gott die wichtigste ist – die Haltung des beständigen, treuen Verweilens; die Haltung der Vertrautheit.

Kürzlich unterhielt ich mich mit einer guten Freundin, die gerade erst von Mozambique zurückgekehrt war, wo sie einige Zeit mit Heidi Baker verbracht hatte. Heidi hatte ihr gesagt: „Du hast keine Vorstellung von dem Kampf, den ich kämpfen musste, um meine Vertrautheit zu behalten und Ablenkung abzuwehren.“ Vertrautheit – das ist das Schlachtfeld. Sie ist es, die der Feind mehr als alles andere stehlen möchte! Wenn er unsere Vertrautheit mit dem Herrn stehlen kann, bekommt er alles. Innige Vertrautheit ist der wichtigste Faktor in unserem christlichen Erleben, und wenn du die Bedeutsamkeit einer Sache erkannt hast, bist du auch bereit, für sie zu kämpfen.

Durch Glauben

Wie sieht Vertrautheit aus? Wie fühlt sie sich an? Vor vielen Jahren hatte ich den verzweifelten Wunsch, mich mit dem Herrn innig zu verbinden. Ich nahm mir einen Monat Zeit, um sein Angesicht zu suchen … und ich fand es! Die ersten zehn Tage waren aufreibend. Ich schrie zu Gott mit tiefer Sehnsucht nach Nähe. So sehr wollte ich mich mit ihm verbinden. Stunde um Stunde rief ich zu ihm. Ich hatte mich so entfernt und abgelenkt gefühlt, und nun war meine Zeit für eine echte Verbindung gekommen. Doch obwohl ich stündlich rief, jegliche Sünde bekannte, die möglicherweise im Weg stand, mich im Kampf engagierte, fastete und viele Nächte durchwachte, konnte ich dennoch nicht die Gegenwart des Herrn spüren, und ganz gewiss fühlte ich keine Vertrautheit. Ich war so enttäuscht. Ich hatte mir nie zuvor etwas so inständig gewünscht und doch war ich leer und meine Sehnsüchte blieben unerfüllt. Ich war auf meinen Knien und in Tränen aufgelöst, schlug auf den Boden und schrie in Verzweiflung: „Herr, wo bist du?!“ Am zehnten Tag treuen Suchens hörte ich endlich, wie er zu meinem Herzen sprach. Seine leise, feine Stimme sagte: „Ich bin genau hier. Ich war die ganze Zeit hier. Warum hast du gezweifelt?”

Ich erkannte in diesem Moment, dass ich eher in einem „bange hoffenden Zustand“ anstatt in einem „glaubenden Zustand“ gewesen war. Ich hatte gehofft, mit ihm eins zu werden, doch nicht geglaubt, dass ich es wirklich sein könnte. Ich hatte mich nach seiner Gegenwart gesehnt und mir so sehr gewünscht, ihn nah bei mir zu haben, dass ich nicht unbeirrt erkennen konnte, dass er bereits anwesend war. Hebräer 11:6 wurde mir zu dem Zeitpunkt deutlich in meinem Herz hervorgehoben: Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer zu Gott kommen soll, muss glauben, dass er ist und die, welche ihn suchen, belohnen wird.

Ich musste GLAUBEN, dass er gerade jetzt hier war und dass er das Verlangen meines Herzens stillte. Glaube unterscheidet sich von Hoffnung. Hoffnung ist eine Erwartung, doch Glaube ist ein Beharren auf dem, was wir hoffen, eine Überzeugung von Tatsachen, die wir nicht sehen. (s. Hebräer 11:1)

Du kannst nicht vertrauter sein, als du es gerade jetzt bist

Während der folgenden Monate lehrte der Herr mich mehr über den Glauben, der unabdinglich ist, um in Vertrautheit mit ihm zu leben. Ich erinnere mich an ein Mal, als ich im Lobpreis ausrief: „Oh, Herr, ich möchte mit dir innig verbunden sein.“ Ich war in der Anbetung, fühlte mich jedoch leer und ohne Emotionen. In diesem Zustand fühlte ich mich verdammt. Ich hatte immer um die Wichtigkeit der Vertrautheit gewusst, sie aber nur selten gespürt. Ich mühte mich eifrig ab in dieser Anbetungs- und Lobpreisstunde. Inmitten meiner Anstrengungen flüsterte der Herr: „Du kannst mit mir nicht vertrauter sein, als du es gerade jetzt bist.“ Das überrumpelte mich. Ich fühlte keine Vertrautheit, nur Leere. Was hatte dies zu bedeuten? Er offenbarte mir weiter, dass sein vollbrachtes Werk am Kreuz die innigste Umarmung war, die Gott der Menschheit gegenüber jemals zum Ausdruck bringen konnte. Er sagte: „Du bist in mir und ich bin in dir. Wir sind eins in alle Ewigkeit. Vertrauter mit mir kannst du gar nicht werden.“

Sofort begann ich, aus einer anderen Sichtweise heraus anzubeten. Anstatt darauf zu hoffen, innig mit ihm verbunden zu werden, glaubte ich, dass ich es bin. Dies basierte nicht auf dem, was ich fühlte. Es war gegründet auf der Wahrheit. Der Feind versuchte, mich mit all seinen üblichen Lügen zu bewerfen, „Du wirst nicht geliebt von Gott, und du versagst in deiner Liebe zu ihm. Er ist von dir enttäuscht, weil du der Vertrautheit zwischen euch nicht gerecht wirst. Sieh doch deine Freunde an, ja, die wissen, wie man in Innigkeit lebt, aber du doch nicht. Du bist völlig unzulänglich.“ Doch diesmal blieben diese Anschuldigungen nicht an mir haften. Meine Vertrautheit mit dem Herrn war nicht auf mein Gefühl gegründet – sie war auf dem gegründet, was wahr ist. Ich hab mich vorwärtsgedrängt und den Kampf gewonnen.

Der Kampf um die Vertrautheit ist keine einmalige Schlacht. Er ist andauernd und wir müssen wissen, wie wir standhaft bleiben. Der Feind wird viele Maßnahmen ergreifen, um uns abzulenken. Verdammung, Geschäftigkeit, Ziellosigkeit, Ablenkung durch Zeitprioritäten und Unsicherheiten sind nur einige davon. Wir müssen lernen, uns durch all diese Dinge hindurchzukämpfen. Dies ist der Kampf um die Vertrautheit.

Dies sind ein paar praktisch anwendbare Dinge, die dich im Kampf unterstützen können:

1. Glaube, dass du von Gott geliebt und geschätzt wirst und dass er sich zutiefst nach inniger Vertrautheit mit dir sehnt.


2. Glaube, dass du durch das vollendete Werk am Kreuz in die innige Gemeinschaft einbezogen worden bist. Lass alles angestrengte Bemühen los und glaube, dass du bereits in dieser Vertrautheit bist. Ruhe in der Wahrheit.


3. Nimm dir jeden Tag eine bestimmte Zeit um ihn zu anbeten … ihn zu lieben … und ihn im Glauben zu suchen. Vermerke diese Zeit in deinem Kalender täglich als oberste Priorität. Lass dich durch nichts ablenken.


4. Wenn Ablenkungen kommen, während du ihn anbetest und in innige Verbundenheit mit ihm kommst, kämpfe sie nieder und lass dich nicht entmutigen. Der Feind liebt es, zu entmutigen. Dränge dich durch, während du im Glauben und Vertrauen ruhst. Der Herr wird deinen Kampf honorieren. Selbst wenn du eine ganze Stunde damit verbringen solltest, geistige Ablenkungen abzuwehren, ist das besser, als gar keine Zeit mit dem Herrn zu verbringen. Er wird dich belohnen. Kämpfe weiter. Du wirst einen Durchbruch erfahren. Halte deinen Blick auf Jesus gerichtet.


5. Aufzeichnungen helfen dir, deinen Fokus zu behalten. Vielleicht möchtest du aufschreiben, was er dir offenbart und ihm Briefe schreiben, in denen du deine Liebe zu ihm zum Ausdruck bringst. So kannst du auch noch Wochen, Monate oder sogar Jahre später über diese kostbaren Dinge nachsinnen.


6. Verweile im Wort. Verbringe jeden Tag Zeit in der Heiligen Schrift und gestatte es dem Herrn, zu dir aus seinem Herzen zu sprechen.


7. Führe Krieg in den Himmelsreichen. Wir können durch Gebet und Deklarieren des Wortes Gottes gegen die Strategien des Feindes kämpfen und so die Schlacht im Himmel gewinnen, bevor sie die Erde erschüttern kann. Verfechte die innige Verbundenheit mit dem Herrn für dich und den Rest des Leibes Christi. Du wirst auch das ernten, was du in andere gesät hast.


8. Während des gesamten Tages halte Ausschau nach Gelegenheiten, deine Liebe für den Herrn zum Ausdruck zu bringen. Behalte dies als Priorität in deinem Leben. Er liebt deine Liebe. Sie ist für ihn ein Geschenk. Drücke immer wieder während des Tages deine Liebe sowohl verbal als auch durch stilles Beten aus.


9. Mache Vertrautheit zu deinem Lebensstil. Das ist nichts, womit du dich eine Stunde pro Tag beschäftigst; es ist etwas, das du lebst.

Erkläre den Krieg

Die Heilige Schrift sagt in 2. Korinther 2:14, „Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren lässt und den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an jedem Orte offenbart!“

Dir ist Gewinnen garantiert! Der Kampf um innige Verbundenheit ist in Christus für dich gewonnen worden. Nimm den Sieg im Glauben an und lass nicht los. Erkläre jeder Ablenkung, die auf dich geworfen wurde, den Krieg. Dem Teufel wird es leidtun, dass er es je versucht hat. Stelle das Streben nach inniger Nähe ganz oben auf deine Prioritätenliste. Es ist dein Erbe in Christus.

Gebetsdirektiven

* Bete für den Leib Christi um Bewahrung vor den Angriffen des Feindes auf dem Gebiet der Verbundenheit mit dem Herrn.

* Bete um Ausgießung der Gnade auf sein Volk (Gottes übernatürlicher Einfluss auf das Herz) im Bereich der Vertrautheit mit ihm.

* Bete für deinen eigenen persönlichen Durchbruch.

* Glaube, dass verstärkt Vertrauen und Glaube im Bereich der Vertrautheit freigesetzt wird.
* Bete für einen Geist der Anbetung, der das Volk Gottes erfüllt.

* Bete gegen Ablenkungen.
* Bitte den Herrn um Durchbrüche für seinen Leib in den Bereichen der Innigkeit und Anbetung.

* Bete für die Kinder, dass sie bereits in jungen Jahren (selbst als Kleinkinder) in die Vertrautheit mit dem Herrn kommen.

* Bete für Dienste und Leiter im Leib Christi, dass sie Vertrautheit mit dem Herrn als eine Priorität anerkennen mögen.

* Bete für machtvolle, greifbare Begegnungen mit der Gegenwart des Herrn für die, die ihn suchen.


Ich bete für den Durchbruch aller, die dies lesen. Der Kampf um die Vertrautheit, um die innigste Verbundenheit mit dem Herrn ist gewonnen, und der Sieg ist deiner – erfreue dich daran!

Jeder Einzelne von euch sei gesegnet.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: The Battle for Intimacy
©2007 Patricia King, patricia@extremeprophetic.com, All Rights Reserved.
Quelle: www.elijahlist.com
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2007 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

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Mehr Liebe = Mehr Sehen (5 Tipps für klares Sehen im Geist und innere Heilung)

 15:57 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

5 Tipps für klares Sehen im Geist und innere Heilung

Bitte höre Dir dazu am besten die Audiodatei (oben) an.

Während dem Anhören kannst Du die Tipps praktisch umsetzen. Mach das in einer angenehmen Atmosphäre – in JESU Frieden und Gegenwart.

Die Tipps können Dir auch helfen, traumatische Bilder (Erinnerungen) aus der Vergangenheit JESUS hinzugeben und Dich von Ihm heilen zu lassen.

—————————

Als Text:

 

Ohne Liebe ist unsere Sicht schmutzig

Nicht nur beim Anschauen von z.B. Pornos oder ähnlichem, sondern auch, wenn wir andere mit Neid, Eifersucht, Hass, Gleichgültigkeit etc. betrachten. Dadurch wird unser Sehen verdorben und wir sehen den anderen nicht im Ebenbild Gottes, in der Liebe! Und auch unser geistiges Sehen ist dann verschwommen und mit Seelischem oder sogar Dämonischem gemischt und verschmutzt.

PRAKTISCH 1

Wir müssen darauf achten, was wir uns (bewusst) ansehen. Wir können uns meistens entscheiden, welche „Bilder“ in unser Unterbewusstsein gelangen.Einige Fragen für Dich, die Du für Dich selbst beantwortest: Ist das, was ich mir bewusst ansehe, rein? Würde sich das JESUS auch ansehen wollen? Muss ich diese Fernsehsendung wirklich ansehen oder ist das nur weiterer „Müll“ für meine Seele? Sind diese Bilder rein oder beschmutzen sie mich innerlich? …

 

Heilung von negativen inneren Bildern, die nicht von Gott kommen

Es gibt im Leben von jedem von uns Erinnerungen an schmerzhafte oder traumatische Ereignisse. Diese speichern sich in uns und obwohl sie aus der Vergangenheit stammen, treten sie in scheinbarer (!) Lebendigkeit hervor, sobald Du an das Ereignis denkst. Aber die Wahrheit ist: Dieses Ereignis ist vergangen, es ist vorbei, es ist tot. Auch wenn Deine Erinnerung noch so klar scheint, so ist es doch der Feind und Deine Seele, die diese Angst und die scheinbare Lebendigkeit hervorrufen. Und die weitere Wahrheit ist, dass JESUS Deine Vergangenheit getragen hat am Kreuz, wenn Du Ihn um Vergebung gebeten hast.

PRAKTISCH 2

Wenn in Dir trotz Seiner Vergebung diese Bilder hervorkommen, dann gib sie sofort IHM hin. Sage: „Jesus, Du siehst, dass mich diese Erinnerung noch belastet… Diese Erinnerung ist aber tot! Und ich gebe diese Erinnerung nun bewusst ans KREUZ ab, wo Du all diesen Schmerz getragen hast.“ Das hilft Dir, diese Bilder mit Ihm verarbeiten zu können. Selbst wenn Du diesen Schritt mit Ihm immer wieder gehen musst, so ist das besser, als wenn Du Deinen Schmerz verdrängst. Verdrängung ist nie gut! Ich weiß, wovon ich schreibe, da ich selbst einiges Traumatisches erfahren habe. Doch nicht wir müssen „Opfer“ unserer Vergangenheit sein, sondern JESUS wurde das Opfer für uns!

 

PRAKTISCH 3

Sobald eine negative Erinnerung, ein Ereignis oder ein Bild in Dir hoch kommt, frage JESUS, wo ER in diesem Geschehen ist. Wenn Du einen Verkehrsunfall überlebt hast, standen vermutlich Engel davor, um Dich zu schützen… Wenn Dir jemand etwas angetan hat (Worte oder Taten), dann darfst Du sicher sein, dass JESUS es sah und mit Dir litt! Es war IHM nicht egal!

 

Wenn wir mehr Liebe haben (durch IHN, durch Zeit mit IHM persönlich), dann wird unsere Sicht klarer:

Nicht nur die Sicht, wie wir andere mit unseren physischen Augen sehen, sondern auch, wie wir mit unseren geistigen Augen sehen. Unsere Sicht (physisch und geistig) wird durch LIEBE wirklich heil, klar und rein.

 

PRAKTISCH 4

Einen Freund kannst Du mit Liebe ansehen, doch für einen Menschen, der Dir Probleme bereitet, brauchst Du Seine vollkommene Liebe. Die bekommst Du nicht aus Dir selbst, sondern ist ein Geschenk von Ihm. Bitte Jesus, Dir wirkliche Demut und Liebe für Deine Mitmenschen zu geben. Das ist eine Entscheidung, die wir oft täglich treffen. Denn unser Gegenüber kann trotz Liebe ablehnend und weiterhin gehässig reagieren…

Liebe ist eine Entscheidung.

PRAKTISCH 5

Bitte IHN, Dir zu zeigen, wie ER eine Person in Deinem Umfeld sieht. Das kann ein Freund, aber auch ein Feind sein… Bitte Ihn, Dir Deine geistigen Augen zu öffnen: Wie sieht JESUS diese Person? Was würde Er tun – sie umarmen, trösten, ihr helfen, sie heilen?

 

Bibelstellen über das Sehen

 Unsere physischen Augen bekommen nie genug:

„Totenreich und Abgrund sind unersättlich; ebenso unersättlich sind auch die Augen der Menschen.“ (Sprüche 27, 20)

Wenn unser menschliche Geist durch den Heiligen Geist nicht neu geboren wurde, können wir den Himmel nicht sehen:

„Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen!“ (Johannes 3, 3)

Jesus heilt nicht nur physische Blindheit, sondern auch unsere geistigen Augen, dass sie sehend werden:

„Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, damit die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind werden.“ (Johannes 9, 39)

GLAUBE kommt zuerst und daraus folgt das Sehen mit unseren inneren Augen:

„Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt: Wenn du glaubst, wirst du die Herrlichkeit Gottes sehen?“ (Johannes 11, 40)

„»Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhärtet, damit sie nicht mit den Augen sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren und ich sie heile«.“ (Johannes 12, 40)

 

FAZIT:

In Seiner Liebe BADEN und sie trinken, macht unsere Sicht wirklich heil, klar und rein.

Ohne Seine Liebe können wir unsere Mitmenschen nicht im Ebenbild Gottes, in Liebe, sehen. Wenn wir Liebe geben wollen, müssen wir die Liebe Gottes, die die vollkommene Liebe ist, empfangen… 

Empfangen und dann weitergeben…

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Die Geschichte vom Tonkrug oder: Mein Töpfer

 12:19 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

Die Geschichte vom Tonkrug

oder:

Mein Töpfer

IMG_1672Ich bin ein Gefäß. Ein getöpferter Krug. Kunstvoll geformt von meinem geliebten Töpfer. Ein wahrer Meister ist Er, ein einmaliger Künstler! In Seiner Hand war ich. Zuerst ein Klumpen Ton, dann formte mich mein Meister mit Liebe und Kreativität. So wurde ich dieses Gefäß. Er betrachtete es und war zufrieden. Er sprach „Sehr gut“ über mich aus. „Ein Kunstwerk, einzigartig in seiner Art.“ Und ich freute mich.

Mein Töpfer nahm mich in Seine großen Hände. Sie waren stark und kräftig, aber trotzdem sanft zu mir. Behutsam fasste Er mich an. Seine Wärme gab mir Frieden. Ich war durch und durch glücklich, Sein Werkzeug zu sein! Nur ein Blick aus Seinen ruhigen, freundlichen Augen. Und Er lächelte. Jedesmal wenn Er mich ansah, lächelte Er. Wie gut mir Sein Blick tat! Wäre ich nicht im Ofen fest gebrannt worden, wäre ich jetzt dahingeschmolzen. Nichts geht über die Nähe meines Töpfers.

Und nun erzähle ich Dir aus meinem Tonkrugleben. Als junger Tonkrug war ich naiv und wollte große Dinge tun. Ich dachte, mein Meister könnte mich immer gebrauchen…

Eines Tages, als Er in die Küche kam, stand ich auf Seinem Regal. Mein Töpfer wollte etwas trinken und suchte ein Gefäß. Ich bekam das mit und rief: „Heeey, Meister! Hier bin ich!“ Er sah aber gar nicht zu mir. Ich rief nochmal: „Meister! Hier bin ich, Dein Tonkrug! Benutz‘ mich doch!“ Mein Töpfer streckte Seine Hand aus und ich freute mich schon, aber Seine Hand fasste an mir vorbei und nahm den zerkratzten Plastikbecher neben mir. Das konnte doch nicht wahr sein! Ich dachte, mir bricht das Herz (wenn Tonkrüge eines hätten). Voller Eifersucht und tiefer Enttäuschung hopste ich hin und her. Vielleicht hat der Meister sich vertan. Vielleicht hatte Er Seine Brille nicht auf oder so.

Vor lauter Gehopse übersah ich den Rand des Regals… Es war schon zu spät, ich fiel in die Tiefe. Und während ich den Küchenboden immer näher kommen sah, rief ich laut: „Meister, vergib mir! Ich war so naiv!“ Und kurz bevor ich aufprallte: „Töpfer, rette mich!“ Dann ließ es einen Schlag. Ich spürte einen kurzen, aber entsetzlich tiefen Schmerz, als ich in tausend Stücke zersprang.

Als ich meine Augen wieder öffnete, befand ich mich in einem unbekannten Raum. Es war dunkel und kalt. Noch nie hatte ich solch eine Leere und Einsamkeit gefühlt. Die Nacht kam mir endlos lange vor und Gedanken plagten mich. Schuldgefühle und Fragen über Fragen: „Kann mich mein Töpfer nicht gebrauchen?“, „Liebt Er mich nicht mehr?“, „Warum ich?“, „Warum dieses Leid?“

Da bemerkte ich, dass es Tag geworden war. Ich atmete auf, als die Tür in diesem dunklen Raum geöffnet wurde und Licht hereinfiel. Da! Mein Meister war gekommen! „Meister!…“, rief ich, doch meine Stimme wurde leiser, denn ich erwartete, dass Er jetzt mit mir schimpfen würde. Ich duckte mich ängstlich und als ich meinen Hals neigte, schrie ich auf. Mein Tonkörper hatte unzählige Risse! Mein Töpfer hatte mühsam und mit Geduld alle Tonstücke zusammengeklebt.

Jetzt weinte ich. „Töpfer…“, schluchzte ich und sah Ihn immer noch nicht an. „Töpfer… ich bin es nicht wert, Dein Tonkrug zu sein. Bitte benutze den Plastikbecher, anstatt mich. Vielleicht erlaubst Du es mir, im Regal zu stehen – aber ich bin zu nichts mehr nütze!“ Tränen rannten über meinen Hals und sickerten in die kleinen Risse.

Mein geliebtes Kunstwerk!“, flüsterte da mein Schöpfer… Ich zuckte zusammen. Seine sanfte Stimme jagte mir angenehme Schauer über den Rücken. Und als ich aufsah, sah ich direkt in Seine Augen. In diese Augen, die nur Er hat… Sein einzigartiger Blick, der mich bis in den hohlen Tonkörper traf. Mein Töpfer lächelte. Er lächelte und sprach weiter: „Geliebter Tonkrug, Du weißt, dass ich Dich gebrauche! Verstehe bitte, dass ‚Brauchen‘ und ‚Gebrauchen‘ ein Unterschied ist.“ Ich verstand nicht und sah Ihn fragend an. „Ich will Dich gebrauchen. Ja, und ich liebe Dich! Ich gebrauche Dich als mein Werkzeug, aber nicht immer bist Du das passende.“, erklärte Er. „Das heißt, Du kannst mich doch nicht brauchen!“, schluchzte ich. Aber mein Töpfer antwortete liebevoll: „Lass es mich erklären, mein Kleiner… Ich griff nach de Plastikbecher. Du wusstest nicht, wofür ich ihn gebrauchen würde. Du wolltest viel lieber das Werkzeug sein! Aber nur weil ich Dich nicht immer gebrauche, hast das nicht, dass ich Dich nicht brauchen würde. Weißt Du, Orangensaft schmeckt nicht so gut in Dir. Aber Getreide wird in Dir aufbewahrt und andere Dinge. Dafür bist Du sehr praktisch. Hör zu: Ich gebrauche jedes meiner Werkzeuge, aber den Zeitpunkt und Gebrauch des Werkzeuges lege ich fest!“

Da begriff ich. Mein Töpfer nahm mich behutsam und steckte mich in Seine Tasche. Wie gut mir die Nähe von meinem Meister tat… „Wohin gehen wir?“, fragte ich. Im Innern der Tasche hörte ich Seine gleichmäßigen Schritte. Bald darauf vernahm ich das Geräusch einer Tür, die mit einem leichten Quietschen geöffnet wurde. Nun durfte ich die Überraschung sehen. Meine Augen wurden größer und größer, als ich den Raum vor uns sah: Unzählige Regale. Unzählige Gefäße, Schalen und Krüge in unzähligen Formen, Farben und Größen standen darauf. „Meine geliebten Kunstwerke!“, rief mein Töpfer herzlich und alle Seine Werkzeuge jubelten vor Freude. „Du bist eines von ihnen.“, flüsterte der Meister an mich gewandt. „Und jeden einzelnen von euch liebe ich, als ob er mein einzigstes Kunstwerk wäre!“ Ich schwieg und verstand.

Mein Blick wanderte von einem Regal zum anderen. Ja, jedes Gefäß war anders. Originale. Da fiel mir auf, dass einige der Gefäße auch Risse hatten. Bei manchen Krügen fehlte sogar der Henkel. Aber trotz dieser Makel waren alle mit einer leuchtend roten Farbe bedeckt.

Viele dieser Lieben gingen durch Schmerzen und Leid. Manche, weil sie eigene Wege gingen, andere damit sie stärker würden. Denn nicht die Risse zählen, nicht das Äußere, sondern allein, dass Du mir vertraust. Auch Du, mein kleiner Tonkrug, hast auf mich vertraut!“ Und mit diesen Worten nahm Er einen mit Blut getränkten Pinsel. Das war also die rote Farbe! „Du gestattest?“, lächelte Er. Die Borsten des Pinsels berührten mich und bald bedeckte mich das Blut. Es rannte über meinen ganzen Körper, selbst in mein Inneres. Reines Blut.

Als mein Meister mit dem Bemalen fertig war, nahm Er ein kleines Fläschchen. Es war gefüllt mit kostbarem Öl. Mit feierlicher Stimme rief mein Töpfer: „Du gehörst mir, bist mein Eigentum! Ich verspreche Dir, dass Du auf ewig mein Tonkrug bist und niemand soll Dir schaden.“ Er öffnete das Fläschchen und begann, das Öl in mich hineinzugießen. Noch nie zuvor wurde ich mit so etwas Kostbarem gefüllt. Unbeschreibliches Glück erfüllte mich. Mein leerer Körper wurde voller und voller und ich selbst immer unbedeutender. Ich empfand tiefe Dankbarkeit und Freude.

Das Öl füllte mich ungefähr bis zur Hälfte, als ich rief: „Mein Töpfer! Ich bin es nicht wert, dass Du mich mit Öl füllst! Das Öl ist unbezahlbar und ich bin nur aus Ton. Ich bin unwürdig… aus Ton…“. Aber mein Töpfer hörte nicht auf. Er goss weiter das wohlriechende Öl in mich hinein. Es füllte mich schon bis an den Rand und ich jubelte vor Freude.

Meister, wenn Du nicht aufhörst, werde ich zerbersten! Meister! Dann wirst Du mich wieder flicken müssen…“. Mein Meister lachte. Sein herzliches, liebevolles Lachen steckte mich an und ich lachte laut.

Das Alte ist vorbei, ich mache alles neu…“, flüsterte Er. Das Öl füllte mich nun ganz aus und der Rand floss über. Ich sah meinen Töpfer an und lachte und weinte gleichzeitig vor Dankbarkeit… „Danke, Töpfer“, war das einzige, was ich sagen konnte.

Amen.

...come holy spirit.

Zur Geschichte:

Diesen Text schrieb ich am 11. März 2009. Als ich die ersten Sätze aufschrieb, wusste ich nicht, über was ich schreiben würde. Ich schrieb und schrieb… und daraus entstand diese Kurzgeschichte.

Eindruck vom 10. April 2011:

Beim Beten hatte ich den Eindruck, dass der Vater (Gott) mir eine Tür zeigte. Ich ging hinein und stand in einem Raum. Dort waren Regale, auf denen Gefäße standen. Die Gefäße schienen durchsichtig gewesen zu sein (aber evtl. nur, damit ich den Inhalt sehe)und sie waren gefüllt mit Öl. Außerhalb des Raumes standen auch Gefäße, aber sie waren dunkel (schwarz) – beschmutzt. Ich überlegte, ob die dunklen Gefäße (die für Menschen stehen) gerettet wären. – Ja, aber sie leben aus eigener Kraft, aus ihrer Seele und nicht aus dem Geist. Sie sind nicht mit dem Öl (Kraft des Heiligen Geistes) gefüllt.

Dazu fiel mir das Gleichnis mit den 10 Jungfrauen aus Matthäus 25 ein. Du kannst es hier lesen.

Ich möchte Dich ermutigen: Lass Dich mit Seinem Öl füllen… Es ist nicht so, dass wir einmal gefüllt werden und das dann unser Leben lang reichen würde. Ja, wir bekommen den Heiligen Geist, wenn wir JESUS unser Leben übergeben und Er bleibt in uns – aber das heißt nicht, dass wir deshalb im Geist leben. Wir brauchen auch Seine KRAFT! Zu viele Christen leben aus ihrer eigenen Kraft und lassen sich nicht täglich von Ihm füllen. Wir stehen täglich vor der Entscheidung, ob wir mehr auf unsere Seele hören oder dem Heiligen Geist die Kontrolle geben. Mir passiert das auch. Doch bei IHM ist Vergebung und wenn wir fallen (wie in der Geschichte), dann hilft Er uns wieder auf, wenn wir zu Ihm rufen.

Gib nicht auf. Lass Dein Leben mit Seiner Kraft füllen!

Und schau Dir doch auch mal die Kategorie „Gebet für Geistestaufe“ an.


 

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Prophezeie Gutes über Dein Leben!

Prophezeie Gutes über Dein Leben!

 
JESUS sagte zu mir: „Prophezeie über Dein Leben. Prophezeie Gutes über Dein Leben!!!“ und ich fragte mich, wie das denn genau sein soll. Wie prophezeie ich über mich selbst? Dann stieß ich wieder auf diesen Text (siehe unten) und glaube, dass es das ist, was Jesus meint! Wir sollen Seine Zusagen, die wahr sind, laut aussprechen! – Und vertrauen, dass Seine Zusagen eintreffen werden.
Dieser Text ist natürlich keine „Zauberformel“, sondern eine Hilfe, wie wir Gutes im Namen JESUS aussprechen dürfen/sollen!
—————————–
 
 

Himmlischer Vater, ich bete dieses Gebet in der Kraft des Heiligen
Geistes!


Im Namen Jesu
binde ich, weise zurück und erkläre ich für unwirksam:

Alle Teilung, Missstimmung, Unreinheit, Streit, Hader und Ärger, Zorn, Mord, Kritik,
Verdammnis, Stolz, Neid, Missgunst, negatives Reden, Übertreibung und Lüge,
Armut, Furcht verbreitende Geister, Geister der Hexerei und den antichristlichen
Geist.


Ich binde alle
Flüche, die gegen mich ausgesprochen wurden.


Ich segne, die
mich verfluchen und ich bete, dass du diese Menschen
segnest.


Ich binde alle
ausgesprochenen Worte, die mich richten sollen, ebenso aber auch alle richtenden
Worte, die ich über andere Menschen ausgesprochen habe.


Ich binde die
Macht der negativen Worte anderer über meinem Leben.


Ebenso binde
ich alle Gebete, die nicht durch den Heiligen Geist gesprochen wurden, und
erkläre sie für wirkungslos.


Ich binde über
meinem Leben jede psychische und seelische Kraft, Hexerei, Zauberei und falsche
Zungen, die gegen mich gebetet haben.


Ich bin ein
Kind Gottes!


Ich widerstehe
dem Teufel!


Keine Waffe,
die gegen mich gerichtet ist, wird mich treffen!


Ich lege die
Waffenrüstung Gottes an.


Ich nehme im
Namen Jesu Autorität über diesen Tag!


Ich erkläre,
dass dieser Tag erfolgreich, gesegnet und in allen Bereichen vollständig sein
wird!


Ich erkläre,
dass ich heute in deiner Liebe laufen werde!


Der Heilige Geist führt und leitet mich an diesem Tag.


Ich unterscheide zwischen den Gerechten und Bösen.
Ich habe Autorität über Satan,
alle Dämonen, Mächte und Gewalten.


Ich ergreife diese Autorität über Satan und all seine Dämonen und all die Menschen, die durch
sie beeinflusst sind.


Ich erkläre,
dass Satan unter meinen Füßen ist – und dort bleibt er auch den ganzen
Tag!


Ich bin ein
Gerechter Gottes in Jesus Christus – ich bin Gottes
Eigentum!


Satan, du bist
gebunden über meiner Familie, meinem Verstand, meinem Körper, meinem Zuhause und
meinen Finanzen.


Ich bin durch das Blut Jesu vor jeder dämonischen, physischen oder mentalen Attacke
geschützt.


Ich richte um mich, meinen Ehepartner und meine Kinder einen Schutzwall auf, der Tag und Nacht
steht!


Ich bitte dich, Herr, im Namen Jesu, Engel aufzustellen, die mich und meine Familie
umgeben und auch unsere Wohnung vor jedem Eindringling
bewahren.


Ich bekenne,
dass ich geheilt und gesund bin.


Ich blühe,
werde lange leben, bin beständig, unbestechlich, fruchtbar, voller Frieden,
Geduld und Liebe.


Was immer ich mit meinen Händen tun werde,

es wird gelingen – denn Gott kümmert sich um all meine Belange!


Gott, ich bete
für den Dienst, den du für mich hast.

Salbe mich,
Herr, damit ich alles ausführen kann, wozu du mich berufen
hast.


Ich rufe
göttliche Zeitpunkte, offene Türen für Gelegenheiten, von Gott herbeigeführte
Begegnungen in Existenz.


Ich bekenne,
dass mein Zeugnis und mein Dienst wirksam und vollmächtig
sind.


Ich schieße die Pfeile des Evangeliums ab–du, Heiliger Geist, sorgst dafür, dass sie
treffen.


Ich preise dich, Herr, und bitte dich im Namen Jesu!

AMEN!


© Brownsville Assembly of God, Pensacola, Florida, USA

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Er kann nicht verborgen sein

Vorwort des Autors – Chip Brogden:

Liebe(r) Freund(in),

bist du in Versuchung, aufzuhören? Bist du an dem Punkt, dass du aufgeben möchtest? Entmutigt durch deine Umstände? Verunsichert durch das, was andere sagen oder denken? Falls ja, ermutige ich dich, fest zu stehen gemäß der Wahrheit Jesu Christi. Gehe niemals auch nur im Entferntesten einen Kompromiss in Bezug auf das Zeugnis Jesu ein, sei es zugunsten deines persönlichen Wohlbefindens, deiner Sicherheit oder deines Rufes bei Menschen. Lass uns gemeinsam im Gebet übereinkommen, dass sich Gottes Absicht in Christus erfüllen möge.
– Chip Brogden

„Und [Jesus] ging da in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen, und konnte doch nicht verborgen sein.“ (Mar. 7,24b)

Der Vorsatz und die ultimative Absicht Gottes ist es, Christus zu vergrößern und alles andere zu vermindern, sodass Christus ALLES IN ALLEM sein möge. Johannes der Täufer brachte es sehr prägnant zum Ausdruck, als er Gottes ewige Absicht in diesen sieben einfachen Worten zusammenfasste: Er muss wachsen, ich aber muss abnehmen. (Joh. 3,30)

Wir müssen erkennen, dass alles, was Gott getan hat, was Gott tut und alles, was Gott jemals tun wird, dem Zwecke dient, Jesus WACHSEN und alles, was nicht von Ihm ist, ABNEHMEN zu lassen.

Dieses Prinzip ist so mächtig, dass es keinen Unterschied macht, ob du damit einverstanden bist, es verstehst, es glaubst oder es gut findest. Er MUSS wachsen; deshalb WIRD Er wachsen und Er WÄCHST. Zur gleichen Zeit MUSS ich abnehmen, deshalb WERDE ich abnehmen, und ich NEHME ab.

Dies ist ein geistliches Gesetz, und es ist in Kraft, während ich schreibe und während du liest. Für den Christen, der zuerst nach dem Königreich Gottes und Seiner Gerechtigkeit trachtet, ist dies eine wunderbare Botschaft. Für selbstsüchtige, fleischlich gesinnte Christen ist es eine Furcht einflößende Angelegenheit, dieses Gerede über „dein Leben verlieren, dein Kreuz auf dich nehmen und dich selbst verleugnen“. Deshalb hören wir auch so viel über geistliche Kraft aber so wenig über geistliche Zerbrochenheit.

„Er muss wachsen.“ Wenn wir den irdischen Dienst Jesu betrachten, sehen wir, dass er nicht danach trachtete, sich selbst zu vergrößern. Vielmehr erniedrigte er sich und versuchte unauffällig zu bleiben. Doch selbst, wenn er versuchte, sich zu verbergen, konnte er nicht verborgen bleiben. Ich möchte, dass du darüber nachdenkst. Als Gott bereit war, ihn zu offenbaren, konnte er nicht verborgen bleiben. Er konnte sich nicht einmal selbst verbergen.

Ich sage dir, die Vorstellung von der Zunahme Christi ist die mächtigste Realität in diesem Universum! Nichts kann sich dem in den Weg stellen, nichts kann ihm widerstehen, nichts kann es aufhalten.

Hier ist eine erstaunliche Tatsache: Die Bibel sagt, dass wir diesen Schatz (Jesus) in irdenen Gefäßen tragen. In anderen Worten, der lebendige Christus verweilt in uns, auch jetzt in diesem Moment. Wir sind Sein Haus, Sein Tempel, Seine Behausung, Sein Leib. Ich bezweifle, dass wir das wirklich begreifen. Wissen wir wirklich, wer wir in Ihm sind, und Er in uns?

Und dieser Jesus, der in uns lebt, der ständig zunimmt, kann nicht verborgen werden. Denk darüber nach, was das bedeutet.

Lieber Freund, liebe Freundin, ich weiß nicht, wie du ursprünglich zum Herrn gekommen bist. Es mag ein sehr ruhiges, friedvolles Ereignis gewesen sein. Vielleicht eine stille, persönliche Angelegenheit. Viele Prediger sagen für gewöhnlich: „Jeder Kopf bleibt gesenkt, jedes Auge geschlossen. Wenn du dein Herz Jesus geben möchtest, heb kurz deine Hand, dann kannst du sie wieder runternehmen. Preis sei Gott, ich sehe deine Hand! Ja! Ja! Ganz dahinten, ich sehe deine Hand. Noch jemand? Lasst uns alle gemeinsam laut dieses Gebet sprechen …“ Vielleicht ist es dir so ergangen, und falls ja, ist es nicht meine Absicht, dieses Erlebnis herabzusetzen oder kleinzureden, ganz und gar nicht.

Hierum geht es mir: Du magst Jesus durch die Hintertür in dein Haus gebeten haben, während alle anderen ihre Augen geschlossen hielten; und ganz sicher hat Er deine Einladung auch angenommen. Aber lieber Bruder, liebe Schwester! Er kann nicht verborgen werden! Er muss wachsen! Er wächst, Er dehnt sich aus, Er vergrößert sich selbst und dehnt dich aus, er drückt dich, und dadurch fühlst du dich zunehmend unbehaglich. Was ich damit meine? Ich meine damit, dass sich Sein Königreich in dir errichtet hat und die Grenzen dieses Königreichs sich ständig ausweiten. Er kann nicht verborgen werden!

Ich las mal ein Buch mit dem Untertitel, „Die Illusion einer kontrollierbaren Göttlichkeit“. Es ging gegen die Idee an, dass es möglich sei, Gott zu kontrollieren, Ihn mit einer bestimmten Art von Gebet oder Gesang zu manipulieren; es widerlegte den Gedanken, Gott sei ein allmächtiger Glücksbringer, den wir uns in die Hosentasche stecken können. Es ist eine Illusion, ja, mehr als eine Illusion – es ist eine Täuschung und ein Fantasiegebilde. Er kann nicht gehandhabt werden, Er kann nicht kontrolliert und nicht weggeschlossen werden, Er kann nicht verborgen werden!

Ich denke an Pastoren, die die Wahrheit erkennen, aber sich davor fürchten, sie auszusprechen, weil es ihre Gemeinde verärgern und ihnen ihren Gehaltsscheck kosten würde.

Ich denke an jene in Leiterschaftspositionen, die die Wahrheit sehen, sie aber nicht auszusprechen wagen, weil es sie ihren Platz im Lobpreisteam kosten würde, in der Jugendgruppe, der Sonntagsschule oder im Ältestenrat.

Ich denke an die kostbaren Brüder und Schwestern, die in der Gemeinde sitzen, die um die Wahrheit wissen und doch Angst davor haben, sich zu äußern, weil man sie in der Folge auffordern würde, zu gehen und weil sie denken, sie hätten keinen Platz, wohin sie sich dann wenden könnten.

Ich denke an Apostel, Propheten und Evangelisten, die die Wahrheit sehen, aber sich davor fürchten, sie auszusprechen, weil dann niemand mehr sie bitten würde zu kommen und ihren Dienst zu tun, und keiner würde ihnen weiterhin finanzielle Unterstützung zukommen lassen.


Wie lange noch willst du die Wahrheit verleugnen und in den Fesseln der Menschenfurcht verharren? Wie lange noch wirst du dem Herrn widerstehen und dich Seiner unvermeidlichen Zunahme widersetzen? Verleugne die Wahrheit lang genug und du beginnst deine Fähigkeit, die Wahrheit auszusprechen, zu verlieren.

Es bleibt nur eines zu tun: Hör auf, mit Gott zu kämpfen, wie Jakob es tat, und fange an, mit Gott zu kooperieren, wie es auch Daniel tat. Falls das die Löwengrube bedeutet, dann sei es so. Falls es den Feuerofen mit sich bringt, dann eben auch das. Unser Gott ist in der Lage, uns zu befreien … und selbst, wenn Er es nicht tut, werden wir uns niemals euren Göttern beugen. Niemals! Niemals! Niemals!

Nikodemus suchte Jesus in der Dunkelheit der Nacht auf. Er dachte wohl, es sei die vernünftigste, sicherste Vorgehensweise. Was, wenn die Kollegen des Hohen Rats, des Sanhedrins, es herausgefunden hätten? Es wäre ein unnötiges Risiko gewesen, während des Tages mit Jesus gesehen zu werden! Nun ja, Jesus, ich weiß, du kommst von Gott, und ich weiß, dass du die Wahrheit sprichst, aber können wir unser Treffen bitte geheim halten?

Und dann war da Joseph von Arimathia, der ein Jünger Jesu war, aber „im Geheimen, aus Angst vor den Juden“. Er und Nikodemus (der andere geheime Jünger, über den wir eben sprachen) kamen, um den Leichnam des Herrn zu holen, nachdem er gekreuzigt worden war. Später sehen wir alle Jünger versammelt hinter geschlossenen Türen, „aus Furcht vor den Juden“. Mitternachtstreffen mit geheimen Jüngern hinter verschlossenen Türen! So hat die Gemeinde ihren Anfang genommen! Klingt nicht gerade vielversprechend, oder?

Ich möchte, dass ihr versteht, dass Jesus genau dort, in ihrer Mitte, einfach erschien. Hätte er an die Tür geklopft, wären sie vermutlich zu ängstlich gewesen, sie zu öffnen. Also ging er einfach durch die Mauer. Er kann nicht aufgehalten werden, Er kann nicht getötet werden, Er kann nicht verborgen werden!

„Friede sei mit euch! Fürchtet euch nicht. Hört auf zu zweifeln, glaubt nur! Versteht ihr, dass ich nicht verborgen werden kann? Ich habe euch nicht dazu berufen, geheime Jünger zu sein. Ich habe euch nicht Licht, das gesehen werden soll, gegeben, damit ihr versucht, es unter einem umgestülpten Topf zu verbergen. Eine Stadt auf einem Hügel kann nicht verborgen werden. Das Königreich meines Vaters weitet sich aus, und ich brauche euch, dass ihr die Nationen zu Jüngern macht und sie für den Himmel auf Erden zubereitet, für eine Welt, in der die Gerechtigkeit wohnt. Nun geht in alle Welt und bringt ihnen diese Botschaft: Ich komme bald!“

Und so, einige Wochen später, als man Petrus und Johannes befahl, nicht mehr in diesem wunderbaren Namen zu sprechen, sagten sie: „Es ist uns UNMÖGLICH, nicht von dem zu reden, was wir gesehen und gehört haben“ (Apg. 4,20). Ist das nicht ein Wunder? Welch ein kraftvolles Zeugnis. Er kann nicht verborgen werden!

Wenn Gott einen Mann oder eine Frau findet, der/die Ihm die Vorherrschaft überlässt und Ihm die Freiheit gibt, zuzunehmen, gibt es keine Grenze dafür, was Gott durch dieses hingegebene Gefäß tun kann. Und wenn er eine Handvoll von Leuten dieser Art finden kann, wird Er sie dazu benutzen, die ganze Welt auf den Kopf zu stellen. Es ist zuvor geschehen, und ich bin sicher, dass es wieder geschehen kann.

Der Vater sucht jene, die Ihn im Geist und in der WAHRHEIT anbeten. Hat Er gefunden, wonach Er in dir sucht? Wirst du diese Person sein? Wirst du zu den Auserwählten gehören?

Jesus ist Wahrheit, und Wahrheit lebt, atmet, dehnt sich aus und wächst. Wenn du erst einmal die Tür geöffnet hast und Jesus dein Haus betritt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis Er entdeckt wird. Er konnte damals nicht verborgen werden und Er kann auch jetzt nicht verborgen bleiben.

Euer Bruder,
Chip Brogden

 
Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: He Could Not Be Hidden
©2008 Chip Brogden, All Rights Reserved.
Website: www.theschoolofchrist.org
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2008 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

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