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Über Tobias Berndt

Diese Seite (www.prophetenschule.org) ist für alle Christen, die im Prophetischen wachsen möchten: Denn Seine Schafe hören die Stimme ihres guten Hirten! (vgl. Joh. 10) Wenn Du JESUS noch nicht persönlich kennst, sieh Dir doch bitte die Kategorie "JESUS erleben" an. Liebe Grüße, Tobias

Wie Du Dich immer wieder vom Heiligen Geist erfüllen lassen kannst

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Goldener Fluss Strom Wonne

Wie Du Dich immer wieder vom Heiligen Geist erfüllen lassen kannst

In diesem Beitrag geht es darum, wie man auch nach Bekehrung und Geistestaufe immer wieder neu mit dem Heiligen Geist erfüllt wird. Das ist ein sehr wichtiges Thema
Bei der Bekehrung kommt der Heilige Geist in uns hinein und bleibt dort. Bei der Geistestaufe kommt Er auch äußerlich auf uns und bekleidet uns mit übernatürlicher Kraft von Gott.

Siehe dazu auch diesen Artikel: Was ist der Unterschied zwischen Bekehrung und Geistestaufe? (Eine bildliche Erklärung)

Bei der Erfüllung geht es darum, immer wieder vom Heiligen Geist erfüllt und quasi erfrischt und aufgetankt zu werden. Paulus fordert uns auf: „Werdet voll des Geistes!“ (siehe dazu Epheser 5,18). Es geht also darum, dass Du Dich vom Heiligen Geist, der in Dir ist, im Innern erfüllen lässt. Wir brauchen diese Erfüllung, immer wieder aufs Neue. Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist ist, im Gegensatz zu Bekehrung und Geistestaufe, kein einmaliges Ereignis.

Aber der Heilige Geist ist nicht einfach nur eine unpersönliche, abstrakte Kraft, eine Energie, ein Strom Lebendigen Wassers, der uns erfüllt und auftankt. Der Heilige Geist ist eine Person. Er ist genauso Gott wie der Vater und wie Jesus Christus. Er hat Gefühle und wünscht sich eine Beziehung zu uns. Er will unser Freund sein, unser Begleiter, unser Tröster, unser Fürsprecher, unser Helfer …

Ohne den Heiligen Geist geht im Leben als Jesus Nachfolger gar nichts. Zum Glück sind wir nie ohne Ihn! Denn …

Der Heilige Geist lebt in Dir
(wenn Du Jesus schon Dein Leben übergeben hast)

Wenn Du zu Jesus gehörst, dann bist Du von neuem geboren. Dann bist Du vom Himmel gezeugt als Kind Gottes, dann bist Du aus dem Geist geboren (siehe Johannes 3,3-8).

Du bist ein Geist mit Gott (siehe 1. Korinther 6,17).

Der Geist, der Christus aus den Toten auferweckt hat, lebt in Dir (siehe Römer 8,11). Dein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes (siehe 1. Korinther 6,19).

Der Geist lebt in Dir. Aber es heißt auch: werdet voll Geistes (siehe Epheser 5,18), trinkt von Jesus (siehe Johannes 7,37) und nehmt das Wasser des Lebens umsonst (siehe Offenbarung 22,17).

Es ist ein Paradox. Das heißt, beides ist gleichzeitig wahr, obwohl es für unser Gehirn erstmal wie ein Widerspruch aussieht. Unser natürlicher Verstand kann das nicht verstehen. Der Geist Gottes ist höher als unser eigener Verstand. Für unser normales Gehirn ergibt das alles irgendwie so gar keinen Sinn. Aber der Heilige Geist ist Gott und nicht unser Gehirn.

Bei Gott ist dieses Paradox kein Problem. Denn beides ist gleichzeitig wahr, es ergänzt sich, es wirkt zusammen. Der Geist lebt in uns, die Quelle ist in uns und trotzdem können wir im Außen den Geist trinken und erfüllt werden.
Der Geist lebt in Dir, Er wirkt in Dir. Und Er wirkt von innen nach außen und berührt andere Menschen.
Aber der Geist kommt auch von außen auf uns und beeinflusst andere Menschen, z.B. durch den Dienst in den Geistesgaben. Aber auch das berührt uns selber auch und der Geist wirkt auch von außen nach innen auf uns. Beides ist wahr, beides ist bei Gott untrennbar miteinander verbunden.

Er erfüllt uns gerne. Und es ist aus Gnade, also ein Geschenk. Es ist nichts, was wir uns durch gute Leistung verdienen oder erarbeiten müssten. Denn aus Jesu Fülle empfangen und nehmen wir alle Gnade um Gnade (siehe Johannes 1,16). Es geht darum, ob wir empfangen, nehmen, trinken … oder eben nicht.


Der Geist wirkt …

Der Heilige Geist erquickt uns wie ein Strom Lebendigen Wassers (siehe Offenbarung 22,1-2). Er tankt uns auf und bringt Heilung, Leben, Wachstum und Transformation.

Der Heilige Geist ist es, der die Frucht des Geistes in uns hervorbringt (siehe Galater 5,22). Also z.B. Liebe, Freude, Frieden, Langmut etc.

Der Heilige Geist ist die Quelle des Lebendigen Wassers, das bis ins ewige Leben quillt (siehe Johannes 4,14). Er bringt alles in unserem geistlichem Leben hervor. Bleiben wir voll mit Ihm, dann folgt alles weitere in unserem Leben mit Gott daraus.

Der Heilige Geist bringt übernatürliche Freude, egal wie die äußeren Umstände aussehen mögen. In Psalm 36,9 heißt es, dass Gott uns mit dem Strom Seiner Wonne tränkt.
Deswegen gehört Freude ja auch zur Frucht des Geistes. Es ist Gottes Freude in uns, die Welt kann das nicht verstehen. Deswegen dachten die Spötter, dass die Leute, die vom Heiligen Geist erfüllt wurden, betrunken wären (siehe Apostelgeschichte 2,13). Wir brauchen diese Freude von Gott. Heute vielleicht mehr denn je, denn die Freude am Herrn ist unsere Stärke, unsere Zuflucht (siehe Nehemia 8,10).

Die Erfüllung mit dem Heiligen Geist führt dazu, dass wir überfließen. Und dieser Überfluss des Lebendigen Wassers berührt auch andere Menschen. Das Wasser bringt Reinigung, Wachstum, Leben und Veränderung. Gottes Geist wirkt in die Welt hinein. Dein Körper ist der Tempel des Heiligen Geistes, aus dem Tempel fließt der Strom des Lebens in die Wüsten-Landschaft und bringt Wiederherstellung, Leben und Transformation (siehe Hesekiel 47,1-12).


Wie geht das mit der Erfüllung durch den Geist nun praktisch?

Es geht um Deinen persönlichen Weg, um Deinen eigenen Zugang. Lasse Dich dabei vom Geist leiten. Es geht nicht um ein Pauschal-Rezept oder um eine starre Technik. Der Heilige Geist ist eine Person, Er kann das jederzeit in eine andere Richtung lenken bzw. mit Dir reden. Hier geht es um den Start. Wir setzen uns dem Geist aus, wir halten uns Ihm hin, wir lassen Ihn wirken, wir lassen uns von Ihm erfüllen.

Was Dir helfen könnte als Einstieg: wenn Du magst, mach Dir Lobpreis- oder Soaking-Musik dazu an. Stell Dich hin. Evtl. hilft es Dir, die Hände mit den Handflächen nach oben aufzuhalten. Das ist nicht notwendig, aber oft helfen uns solche kleinen, körperlichen Gesten, um uns innerlich „auf Empfang zu stellen“. Evtl. fällt es Dir auch im Liegen leichter. Finde raus, was Dir hilft und lasse Dich vom Geist leiten. Du kannst auch Deinen Kopf in den Nacken legen, so wie wenn Du unter der Dusche Wasser trinken würdest.
Du kannst Dir vorstellen, dass der Strom des Lebendigen Wassers aus dem Thron Gottes Dich überschüttet wie ein Wasserfall. Denn das ist eine geistliche Realität. Und Du kannst Dir vorstellen, wie Du aus diesem Strom trinkst. Du kannst Dir aber auch bewusst machen, dass der Heilige Geist in Dir lebt und dass die Quelle Lebendigen Wassers in Dir fließt und versuchen, das bewusst wahrzunehmen.

„Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter“ (aus Jakobus 1,17 SLT). Der Strom aus Gottes Thron bringt für uns Geschenke und Gaben für uns mit.

Vielleicht kommt es, dass Du in Zungen betest oder singst, vielleicht kommst Du in eine tiefe Anbetung, vielleicht empfängst Du bestimmte Proklamationen, die Du laut aussprechen sollst.
Vielleicht redet Gott zu Dir, vielleicht empfängst Du Offenbarungen bzw. Erkenntnisse von Gott.
Sei offen für das, was Gott tun und geben will.

Healing Freedom Breakthrough Power


Weiteres zum Thema:

Zu den zwei Fotos und dem Video vom Fluss in diesem Beitrag:
Diese zwei Fotos und das Video (siehe oben, der YouTube-Link) wurden mit den Farben etc. NICHT nachträglich bearbeitet. Sie sind so wirklich entstanden. An dem Abend, an dem wir den Eindruck bekommen hatten, diesen Beitrag zu machen. Der Fluss ist ein schönes Bild für den „Strom der Wonne“ (s. Psalm 36,9): Die Abendsonne hat sich auf dem Wasser gespiegelt und das Wasser in einen Goldschimmer getaucht, wie mit Goldpartikeln bedeckt…

 

Goldener Fluss Strom Wonne_2

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Prophetie und Verantwortung: Für was Du verantwortlich bist und für was nicht

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Prophetie und VerantwortungIn diesem Artikel geht es um die Verantwortung, die Du für eine Prophetie bzw. für einen prophetischen Eindruck von Gott hast.

Du wirst aber auch erfahren, wofür Du NICHT verantwortlich bist und wofür Dich der Empfänger der Botschaft auch nicht verantwortlich machen kann.

Für was Du verantwortlich bist


Du bist für Dein eigenes Herz verantwortlich:

  • Liebe
  • Demut
  • den anderen erbauen wollen (siehe 1. Korinther 14,3)
  • den anderen zur Reife bringen wollen (siehe Epheser 4,11ff.)
  • den anderen nicht kontrollieren wollen, sondern Freiheit geben
  • den anderen an Jesus binden wollen, und nicht an sich selber. Nicht an die eigene Person bzw. an den eigenen Dienst binden wollen.

Du bist für die Vor-Prüfung der Botschaft verantwortlich:

  • hierbei geht es um ein grobes Raster. Du prüfst die Quelle der Botschaft. Du prüfst vorab grob, ob die Botschaft mit dem geschriebenen Wort und Gottes Charakter vereinbar ist. Verherrlicht sie Gott? Erbaut sie? Mehrt sie den Frieden Gottes?
  • Grundsätzlich prüft aber der Empfänger der Botschaft selber für sich, denn Du kennst ja evtl. die Details in seinem/ihrem Leben nicht. Du kannst das also nicht selbst genau einordnen.

Du bist vor Gott verantwortlich, das auch einzusetzen, was Er Dir gibt:

  • als treuer Bote bzw. Botschafter
  • die Talente, die Er Dir gegeben hat, auch mit Weisheit und unter der Leitung des Heiligen Geistes einzusetzen. Gott hat Dir Gaben, Talente, Fähigkeiten, Ressourcen etc. gegeben, setze die in SEINEM Willen ein, um SEIN Reich zu bauen (siehe dazu auch Matthäus 25,14ff.)
  • nicht alles, was der Herr Dir zeigt ist auch zum Weitergeben gedacht. Aber manches ist zum Weitergeben. Du bist verantwortlich dafür, das vor und mit Gott zu prüfen und Ihn dazu zu fragen.

Du bist für die Art der Überbringung der Botschaft verantwortlich:

  • liebevoll
  • dem Kontext angemessen, für das Umfeld bzw. die Situation angemessen (z.B. wenn es sich an Christen oder an Nichtchristen richtet. Beispiel bei Nichtchristen: Keine „christlichen Fachbegriffe“ benutzen, und der Person sensibel Jesus vermitteln)
  • keine schräge Show abliefern (z.B. kein „übertriebener/dramatischer“ Tonfall etc.)
  • die Beziehung zum Empfänger achten (d.h. auf Augenhöhe begegnen, mit Demut, sich nicht über dem anderen erheben)
  • den Empfänger animieren, dass er die Botschaft auch prüft und selber drüber betet

 

Für was Du NICHT verantwortlich bist 


Du bist NICHT dafür verantwortlich, ob der Empfänger die Botschaft auch tatsächlich annimmt.

Jeder Mensch ist frei dazu. Wir haben einen freien Willen und Gott ehrt das auch. Deine Verantwortung ist es, die Botschaft zu überbringen, sie abzuliefern und dann auch LOSZULASSEN. Gib die Botschaft und den Empfänger/in in Gottes Hände und LASS LOS!

Du bist NICHT für die Erfüllung des Wortes verantwortlich, Du bist NICHT dafür verantwortlich, dass es auch so eintritt.

Gib die Botschaft in Gottes Hände und LASS LOS! Gott ist für die Erfüllung verantwortlich und der bzw. die Empfänger sind vor Gott dafür verantwortlich, ihren Teil in Kooperation/ Zusammenarbeit/ Nachfolge mit Gott zu tun.

Wasserfall Strom

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13# Das Reich Gottes (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

Glory of God


Dein Leben und Deine Berufung sind dazu da, das Reich Gottes auf Erden zu bauen.

Das bedeutet in dem zu leben, was Du vom Himmel her empfängst und es auf die Erde zu bringen.

Wenn viele das machen, folgen daraus Reformation und Erweckung.
Darum wird es in diesem Input gehen.

Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:
14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesem Video:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Video:

(Direktlink zum Video: http://youtu.be/fFRMiz1YeKo )

Und hier als Audiodatei zum Anhören oder Herunterladen:

 01:25:27 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

Mini-Input in Textform zum Lesen:

Dein Leben und Deine Berufung sind dazu da, das Reich Gottes auf Erden zu bauen. Das bedeutet in dem zu leben, was Du vom Himmel her empfängst und es auf die Erde zu bringen. Wenn viele das machen, folgen daraus Reformation und Erweckung.

Es geht nicht darum, unser eigenes Reich zu bauen, es geht um das Reich Gottes. Ein Reich, wo Er allein das Sagen hat. Es geht um Gottes Königsherrschaft. Es geht nicht darum, unser Ministry zu bauen, also unseren eigenen Dienst, unser eigenes christliches Werk. Es geht nicht darum, das Reich der Kirche zu bauen. Es geht nicht um das Reich einer speziellen Denomination, also einer bestimmten kirchlichen Organisation. Es geht nicht darum, das Reich eines „besonderen“ Apostels, Propheten, Evangelisten, Pastoren oder Lehrers zu bauen. Es geht nicht darum, ein menschliches Netzwerk zu bauen. Es geht um Gottes Reich, wenn wir danach trachten, folgt ALLES weitere daraus.

 „Trachtet vielmehr zuerst nach dem Reich Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, so wird euch dies alles hinzugefügt werden!“
(Matthäus 6, 33 SLT)

Gott soll im Mittelpunkt stehen. Er ist der Star. Er steht im Rampenlicht, nicht Menschen. Er hat die Herrschaft, Gott hat das Sagen. Also geht es um Seinen Leib, Seinen Willen, Seine Aufträge, Seine Pläne etc. Wir bauen Sein Reich, nicht eine menschengemachte, strukturierte Organisation.

Beim Thema Reich Gottes ist es von zentraler Bedeutung, dass Du Deine neue Identität (Natur, neues Leben, neue Schöpfung, neuer Mensch etc.) kennst. Und dass Du DAS über Dich selber glaubst, was die Schrift sagt, WER Du bist. Die Schrift ist voll mit konkreten Aussagen darüber, WER Du in Christus schon bist. Die Schrift zeigt Dir, zu WEM Jesus Dich bei Deiner Wiedergeburt gemacht hat. Wenn Du in Deiner Neuen Identität von Gott lebst, dann baust Du damit automatisch Gottes Reich. Denn das Reich Gottes steckt quasi in der geistlichen DNA Deiner neuen Identität bzw. Natur. Daraus folgt auch ein Leben in der Nachfolge und in Deiner Berufung.
Einige Aussagen dazu findest Du im praktischen Teil am Ende dieser Lehreinheit.

Ich versuche das Thema Reich Gottes an einem Bild bzw. Bibelvers zu zeigen. Gott sagt in Jesaja 51,16 (SLT) zu uns:

„Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem Schatten meiner Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu gründen und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!“

Jesus lebt in uns, und wir sprechen Seine Worte aus (siehe Kolosser 1,27 und 1. Petrus 4,11). Wir sind in der Gegenwart Gottes, Er überschattet uns wie Jesus auf dem Berg der Verklärung (siehe Matthäus 17,5) überschattet wurde. Wir tragen die Gegenwart Gottes zu den Menschen, weil Gott uns überschattet. Das finden wir in der Apostelgeschichte 5,15, wo der Schatten von Petrus die Kranken heilte. Die Gegenwart Gottes zerstört die Werke satans und baut das Reich Gottes.

Gott hat uns an unseren für uns bestimmten Ort gesetzt und uns eingeschlagen wie einen Zeltpflock. An dem Ort, wohin Er uns berufen hat. Wir sind Träger Seiner Herrlichkeit (siehe Johannes 17,22). Gott baut Sein himmlisches Reich und macht es an Seinen Kindern auf der Erde fest wie an Zeltpflöcken. Er baut Sein Reich der Himmel auf der Erde und bedeckt die Erde mit Seiner himmlischen Herrlichkeit wie mit Zeltbahnen. Und wir rufen die Menschen in Gottes Gegenwart (siehe dazu auch Hebräer 12,22ff.)

Ich hoffe, Du kannst es Dir bildlich vorstellen. Bitte den Heiligen Geist um Offenbarung dazu. Lies den Bibelvers vielleicht auch in verschiedenen Übersetzungen inkl. der Fußnoten.

Worum es wirklich geht beim Reich Gottes

Das allerwichtigste ist die Gemeinschaft als Himmlische Familie, in welcher der Vater, Jesus Christus und der Heilige Geist im Mittelpunkt stehen.

Jesus hat am Kreuz für Dich bezahlt. Wenn Du das Opfer angenommen hast, dann bist Du ein Kind Gottes, also Teil der Himmlischen Familie. Du bist eine neue Schöpfung, Du lebst geistlich im Himmel und Du lebst gleichzeitig auf der Erde. Durch Jesu Blut kannst Du vollkommen rein, gerecht und heilig vor Gott stehen und am Himmlischen Familien-Leben teilhaben.

Das bedeutet für Dich, dass Du Begegnungen mit Gott haben wirst, eine Beziehung zu Ihm in Vertrautheit und in inniger Verbundenheit.

„[…] ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von Engeln, zu der Festversammlung und zu der Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der vollendeten Gerechten, und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der Besprengung, das Besseres redet als [das Blut] Abels.“
(Hebräer 12, 22-24 SLT)

Diese Beziehung zur Himmlischen Familie hat Auswirkungen auf die sichtbare, natürliche, irdische Welt. Deine Neue Identität ist ein wichtiger Schlüssel. Das heißt, Du fängst an, Dich selbst als den Neuen Menschen zu sehen zu dem Jesus Dich schon gemacht hat. Du richtest Deine Sinne und Dein Bewusstsein mehr und mehr auf das Himmlische aus (siehe dazu Kolosser 3,1 und 2). Und Du lebst mehr und mehr im Neuen Menschen und Du lebst mehr und mehr im Himmlischen.

Gottes Herrschaft

Im Vaterunser lesen wir:

„Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auch auf Erden.“
(Matthäus 6, 10 SLT)

Sein Wille ist, dass es auf der Erde so wird, wie es im Himmel schon ist. Dass Gottes Ordnungen auf der Erde wirken, wie im Himmel so auf Erden. Gottes Wille ist, dass es wird wie vor dem Sündenfall und noch besser (siehe auch Offenbarung Kapitel 21 und 22).

Gottes Herrschaft bedeutet: der Himmel bricht in die materielle Welt hinein. Der Himmel kommt auf die Erde. Gottes Herrschaftsbereich, Sein Reich ist überall dort auf Erden, wo das Himmlische die Erde berührt, heilt und verändert. Der Himmel ist offen seit Jesu Taufe.

„Und sogleich, als er aus dem Wasser stieg, sah er den Himmel zerrissen und den Geist wie eine Taube auf ihn herabsteigen.“
(Markus 1, 10 SLT)

Der Himmel ist offen. Der Himmel ist offen, wo wir sind. Wir sind ein offener Himmel in der Welt, denn Jesus lebt in uns. Der Heilige Geist lebt in uns. Wir tragen den Himmel in die Welt hinein. Wir tragen den Himmel zu den Menschen.

Das Reich Gottes ist schon da, aber gleichzeitig ist es am Kommen, am Wachsen, am Zunehmen. Sein Reich bahnt sich Wege in diese Welt hinein. Gottes Herrschaft berührt und verändert diese Welt.

„Die Mehrung der Herrschaft und der Friede werden kein Ende haben auf dem Thron Davids und über seinem Königreich, daß er es gründe und festige mit Recht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Der Eifer des Herrn der Heerscharen wird dies tun!“
(Jesaja 9,6 SLT)

Wie sieht das Reich Gottes aus und wie wirkt es?

„Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort! Denn siehe, das Reich Gottes ist mitten unter euch [Andere Übersetzung: inwendig in euch].“
(Lukas 17,21 SLT)

Es ist ein geistliches / himmlisches Reich, das die Erde berührt, beeinflusst, verändert …

Das Reich Gottes ist in uns, denn Jesus lebt in uns (Kolosser 1,27). Es ist aber auch unter uns, wenn wir zusammenkommen, denn wo zwei oder drei in Jesu Namen versammelt sind, dort ist Er mitten unter ihnen (siehe Matthäus 18,20). Das Reich Gottes umgibt uns, denn es fließt aus uns heraus. Denn Ströme Lebendigen Wassers fließen aus unserem Leibe (siehe Johannes 7,38). Es geht nicht um ein weltliches Reich, es geht um das Reich des Himmels.

Das Reich Gottes erkennen wir daran, dass die Dinge des Himmels dort passieren. Also grob gesagt das, was Jesus und die Apostel uns vorgemacht haben. Aber nicht nur das, denn Jesus sagt, wir sollen größere Dinge tun als Er (siehe Johannes 14,12).

Das Reich Gottes bringt die Qualitäten des Himmels auf die Erde. Der Himmel berührt die Erde. Der Himmlische Herrschaftsbereich des Vaters berührt die Erde und die unsichtbare Welt. Das Übernatürliche aus dem Himmel verändert das Irdische und die übernatürliche Atmosphäre.

Das Reich Gottes wird in der Welt sichtbar:

 „Da rief er [Jesus] seine zwölf Jünger zu sich und gab ihnen Vollmacht über die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes Gebrechen zu heilen.
[…] Geht aber hin, verkündigt und sprecht: Das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen! Heilt Kranke, reinigt Aussätzige, weckt Tote auf, treibt Dämonen aus!“
(Matthäus 10,1 und 7-8 SLT;
eigene Ergänzung eingefügt).

In Matthäus 11 sandte Johannes der Täufer Jünger zu Jesus, die Ihn fragen sollten, ob Er der Messias ist. Jesus sagte Ihnen, sie sollen berichten, was sie sehen und hören. Die Jünger des Johannes konnten das Reich Gottes in Aktion beobachten und hörten Zeugnisse über das, was dort passiert.

 „Blinde werden sehend und Lahme gehen, Aussätzige werden rein und Taube hören, Tote werden auferweckt, und Armen wird das Evangelium verkündigt.“
(Matthäus 11,5 SLT)

In Matthäus 12,28 (SLT) sagt Jesus:

„Wenn ich aber die Dämonen durch den Geist Gottes austreibe, so ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!“

 „Denn das Reich Gottes [besteht] nicht in Worten, sondern in Kraft!“
(1. Korinther 4,20 SLT)

Gott ist die Lösung für ALLE Probleme der Welt.

 „Diese Zeichen aber werden die begleiten, die gläubig geworden sind: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben, sie werden in neuen Sprachen reden, Schlangen werden sie aufheben, und wenn sie etwas Tödliches trinken, wird es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hände auflegen, und sie werden sich wohl befinden.“
(Markus 16,17 und 18 SLT)

 „[…] und uns den Dienst der Versöhnung gegeben hat; weil nämlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst versöhnte, indem er ihnen ihre Sünden nicht anrechnete und das Wort der Versöhnung in uns legte. So sind wir nun Botschafter für Christus, und zwar so, daß Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun stellvertretend für Christus: Laßt euch versöhnen mit Gott!“
(2. Korinther 5,18-20 SLT)

Das Reich Gottes wird sichtbar durch das übernatürliche Wirken Gottes in der Welt durch Seine Kinder.

Unser Auftrag

 „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!“
(Matthäus 3,2 SLT)

In Markus 1,14 und 15 (SLT) finden wir:

„[…] kam Jesus nach Galiläa und verkündigte das Evangelium vom Reich Gottes und sprach: Die Zeit ist erfüllt, und das Reich Gottes ist nahe. Tut Buße und glaubt an das Evangelium!“

Es beginnt mit Buße. Es beginnt damit, dass wir unser altes Denken zurücklassen und anfangen, das Evangelium zu glauben. Dass wir das Evangelium tief verinnerlichen und es in unserem Geist ergreifen. Die Botschaft des Evangeliums verändert uns. Aber dazu müssen wir das Evangelium glauben und dadurch den alten Menschen zurücklassen und im neuen Menschen leben. Wir tun Buße, wir hören auf, im Fleisch zu leben und leben mehr und mehr im Geist. Und dadurch werden wir Jesus immer ähnlicher. Denn wir sind schon in Ihm. Daraus folgt, dass wir die gleichen Dinge tun werden wie Er und die Apostel. Weil Er uns das gesagt hat und weil Er uns dazu die Vollmacht gibt. Und dadurch bauen wir das Reich Gottes auf Erden. Wir verändern die Welt, weil wir den Himmel in uns und um uns tragen. Denn wir sind bekleidet mit Kraft aus der Höhe (siehe Lukas 24,49). Wir tragen den Himmel wie ein Gewand.

Jesus kam um die Werke satans zu zerstören (siehe 1. Johannesbrief 3,8). Das ist auch unser Auftrag. Wir überwinden das Böse mit dem Guten. Durch die Gegenwart Gottes in uns gewinnen wir jede geistliche Konfrontation mit satan. Weil Jesus hat ihn schon am Kreuz besiegt (siehe Kolosser 2,15 und Hebräer 2,14).

In Lukas 4,18 und 19 (SLT) beschreibt Jesus Seinen Auftrag:

„»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.«“

Jesus zitiert hier aus Jesaja 61. In diesem Kapitel finden wir Seinen Auftrag (und auch damit unseren Auftrag) noch weiter ausgeführt.

„wie Gott Jesus von Nazareth mit Heiligem Geist und Kraft gesalbt hat, und wie dieser umherzog und Gutes tat und alle heilte, die vom Teufel überwältigt waren; denn Gott war mit ihm. “
(Apostelgeschichte 10,38 SLT)

…DIESEM Jesus folgen wir nach. Er ist unser Vorbild, wir machen nach, was Er uns vorgelebt hat. Er ist unser Hirte, wir folgen Ihm nach und wir tun das, was Er uns sagt. Jesus tat, was Er den Vater im Himmel tun sah (siehe Johannes 5,19). Das gilt auch für uns.

Unser Auftrag ist es, Gottes Reich auf Erden zu bringen. Die Erde ist in Unordnung, weil die geistliche und menschliche Herrschaft nicht in Ordnung ist. Gott hat Seine Vorstellung davon, was Ordnung bedeutet und wie dieser Planet aussehen soll. Gottes Wille ist, dass es auf der Erde ist, gleichwie es im Himmel ist. Und die Königsherrschaft Gottes richtet genau diese Ordnung auf. Das Geistlich-Spirituelle von Gott bricht in diese Welt hinein. Die Seelen der Menschen und die Materie werden beeinflusst und kommen unter die Herrschaft und Ordnung Gottes (siehe dazu auch Römer Kapitel 8).

Das bedeutet, eine Wiederherstellung von allem, was satan und von ihm geleitete Menschen kaputtgemacht, verdreht und beschmutzt haben. Durch den Heiligen Geist tragen wir die Gegenwart Gottes und bringen diese zu den Menschen. Wo Seine Gegenwart ist, da ist Sein Königreich, da ist Seine Königsherrschaft. Weil Jesus, der König der Könige, in uns lebt (siehe Kolosser 1,27). In Gottes Gegenwart ist Hilfe, Rettung, Heilung, Reinigung, Trost und Wiederherstellung.

Identität und Sohnschaft

Vorab: Frauen sind auch Söhne im Reich Gottes, so wie Männer auch Braut Christi sind. Das geht um die neue Natur, nicht um das physische Geschlecht.
Die gesamte Schöpfung wartet darauf, dass die Söhne des Lebendigen Gottes offenbar werden und die Schöpfung von Vergänglichkeit und Sterblichkeit befreien hin zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder Gottes (siehe Römer 8,18-25).

Alle Herrschaft und Vollmacht kommt vom Vater. Wir sind Kinder Gottes, wir sind Erben Gottes. Das heißt, wir sind Prinzen bzw. Prinzessinnen im Haus des Vaters, da wir Kinder Gottes sind. Gott überträgt uns Vollmacht, aber auch Verantwortung. Das geht Hand in Hand. Aber das braucht Reife.
Es braucht Reife, damit Gott Seine Herrschaft auf uns legen kann. Der Heilige Geist will ein stabiles Fundament und starke Säulen in uns aufbauen, auf die der Vater dann Seine Herrschaft legen kann. Hierbei geht es vor allem um Dein Herz. Dein Herz muss auf Jesus ausgerichtet sein. Jesus muss Dein Herz berühren, verändern, heilen. Bei dieser geistlichen Reife geht es darum, im Geist zu leben und Jesu Stimme zu hören. Dein Gehorsam und Deine Nachfolge kommen aus dieser innigen und vertrauten Beziehung zu Jesus Christus. Das hat auch etwas mit einer geistgewirkten Kindlichkeit zu tun. Jesus erklärte an einem Kind, wie Größe im Reich Gottes aussieht (siehe Matthäus 18,1-4).

Jesus ist der Wahre Weinstock (siehe Johannes 15). Wir ziehen das Himmlische Leben von Ihm, aus Jesus. Wir trinken und saugen den Saft des Weinstocks und bringen dadurch Frucht im Reich Gottes. Wenn wir von Gott trinken, dann bringen wir Gottes Frucht hervor. Wir nehmen von Gott (durch das Geistliche/ Himmlische/ Übernatürliche) und bringen damit in der Welt Gottes Dinge hervor. Wir sind ein Kanal vom Himmel auf die Erde.
Wir sind Seine Gesandten. Wie Jesus ist, so sind wir in der Welt.

Das Reich Gottes fließt wie Flüsse Lebendigen Wassers aus Deinem Leib. Der Fluss des Lebens kommt aus dem Thron Gottes und des Lammes (siehe Offenbarung 22,1). Wir finden den Fluss auch in Hesekiel 47. Wo dieser Strom hinfließt, da kommen Heilung und Wiederherstellung. Der Fluss bringt Leben und Fruchtbarkeit. Wo das Lebendige Wasser hinfließt, da werden Menschen geheilt, verändert und werden gerettet durch das Opfer von Jesus Christus am Kreuz. Menschen kommen zum Glauben und werden genährt durch die geistliche Speise des Wortes Gottes und getränkt durch das Lebendige Wasser des Heiligen Geistes. Wir setzen den Sieg in der Welt um, den Jesus schon am Kreuz errungen hat.

Jesus ist unser Vorbild, Er ist unser großer Bruder. Er sagt, wir sollen größere Dinge tun als Er (siehe Johannes 14,12). Die Apostelgeschichte zeigt uns wie normales Christen-Leben aussehen soll. Wir können das, weil Jesus mit uns ist und weil Jesus in uns lebt. Deswegen tut Er es durch uns.

Wenn wir die Geistestaufe empfangen haben, dann sind wir umkleidet und ausgerüstet mit der Kraft des Heiligen Geistes.

Praktisch:

Proklamiere: „Vater, DEIN Reich komme. Hier und jetzt!“
Du kannst das auch ausrufen über Deinem Leben, Deiner Familie, Deinem Arbeitsplatz bzw. Geschäft, Deiner Stadt, einer Gemeinde etc.
Lass Dich vom Geist leiten und sprich das aus, was Er Dir gibt.
Siehe dazu Hesekiel 37,9 und 10. Durch unsere Weissagung bzw. Proklamation setzen wir das geistliche Wirken des Reichs Gottes in dieser Welt frei.

Erkenne Deine neue Identität, die Du in Christus ja schon hast, mehr und mehr. Proklamationen dazu findest Du unten in dieser Lehreinheit.
Siehe dazu auch den anderen Input Nr. 9 „Identität, Dein Tun folgt aus Deinem Sein“ mit anderen Proklamationen!

Lerne Gott als VATER kennen. Lerne Sein Vater-Herz kennen. Lerne Seine Vater-Liebe kennen. Immer tiefer. Schau auf Ihn. Erkenne, welche DNA in Eurer Familie liegt. Seine DNA ist auch Deine DNA. Und Du wirst in Gottes Ebenbild verwandelt (siehe 2.Korinther 3,18).
Frag den Vater, wie Er Dich als Sohn bzw. Tochter sieht.

Siehe auch Römer 8,15 (SLT):

„Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, daß ihr euch wiederum fürchten müßtet, sondern ihr habt den Geist der Sohnschaft empfangen, in dem wir rufen: Abba, Vater!“

Wie kannst Du anderen helfen, in ihrer Sohnschaft (das gilt auch für Frauen) zu wachsen?
Jede Berufung hat als Ziel andere (zumindest ein Stück weiter) zur Sohnschaft und geistlicher Reife zu begleiten (siehe Epheser 4,11ff.).
Frag Jesus, was Du da tun kannst und sollst. Lass Dich von Jesus leiten und gib weiter, was Er Dir für andere gibt bzw. gegeben hat.

Bitte Jesus darum, dass Er Dir einen neuen und echten geistlichen HUNGER gibt. Einen HUNGER nach Gottes Gegenwart. Einen HUNGER nach Seinem Reich.
Und sei Dir gewiss: aus der Fülle des Herrn wird Dein Hunger gestillt werden. Jesus hat am Kreuz dafür bezahlt. Gott gibt gerne und viel. Also sei hungrig und empfange vom Vater.

Bitte Gott um Offenbarung über das Reich Gottes. Das muss der Heilige Geist Dir aus dem geschriebenen Wort aufschließen. Er muss es Dir zeigen. Unser Kopf kann das nur zu einem sehr, sehr kleinen Teil verstehen. Sprich mit Gott über Sein König-Reich und über Seine Königsherrschaft. Bitte Ihn, Dir zu zeigen bzw. zu erklären, wie das Reich Gottes speziell in Deinem Leben und in Deiner Berufung wirksam werden kann.
Bitte Ihn um eine geistliche Schau davon, wie Sein Reich auf Erden (konkret: in Deinem Leben, in Deiner Familie, in Deiner Stadt, in Deiner Gemeinde etc.) aussehen würde. Er ist Dein Vater, Er lässt Dich in Seine Pläne reinschauen. Er teilt die Visionen Seines Herzens gerne mit Dir.

Sinne darüber nach: Das Reich Gottes ist in Dir. Jesus lebt in Dir. Du bist ein Geist mit Gott. Du bist gesetzt an Himmlische Örter. Du bist gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt.

Lerne den Heiligen Geist besser kennen. Es geht NUR durch SEINE Kraft, nicht durch die Kraft der Menschen.
Mehr über den Heiligen Geist findest Du auf unserem Blog in der Kategorie:
Das Wirken des Heiligen Geistes (Geistesgaben etc.)

Mache ein Bibelstudium zum Thema Reich Gottes.
Du kannst dazu www.bibleserver.com nutzen. Dort kannst Du die Suchbegriffe Reich Gottes in das Suchfeld eingeben. Bitte den Heiligen Geist, Dir die Wahrheit aufzuzeigen und Dir das richtige Bild vom Reich Gottes aufzuzeigen.

Beschäftige Dich auch mit dem Thema Heilung. Eine Videoreihe dazu findest Du hier:
engl/dt. Heilung, Zeichen, Wunder – Chris Gore 1 of 6 – Healing, Signs, Wonders, Miracles
mit Chris Gore, Bethel Church, Redding

Frage Gott, wie ER Sein Reich durch Dich bauen möchte. Schreib Dir das auf. Und dann folge Ihm nach und setze das mit Ihm zusammen in Seiner Kraft um. Du bist Gottes Mitarbeiter, also arbeitest Du mit Ihm im Team (siehe 1. Korinther 3,9).

Wem sollst Du auf welche Art und Weise dienen? Frag Gott dazu!

Proklamationen

Du bist genau DAS, was das Wort Gottes sagt, dass Du bist.

Weiter unten findest Du verschiedene Aussagen dazu. Hinter den Aussagen findest Du in Klammern die Bibelverse, wo Du sie finden kannst. Die Aussagen hier sind keine direkten Bibel-Zitate sondern personalisierte Proklamationen, die sich aus den Versen ableiten lassen. Gerne kannst Du diese Verse selber nachschlagen und auch mal verschiedene Übersetzungen vergleichen.

Du kannst diese Proklamationen LAUT aussprechen, dadurch nimmst Du es über das Gehör noch mal zusätzlich auf. Und zusätzlich hat das gesprochene Wort eine besondere Wirksamkeit in der unsichtbaren Welt.
Du kannst es Dir selber auch laut vor dem Spiegel zusprechen. Z.B. „Du bist gesegnet mit allem geistlichen Segen!“. Predige Dir selber. Du kannst da auch Deinen Namen einsetzen. Lass Dich bei allen „geistlichen Übungen“ von Gott leiten und schaue, was für Dich passt und funktioniert.
Sprich diese Proklamationen mit Gefühl. Mit Herz. Mit Inbrunst. Sei nicht mechanisch und gleichgültig dabei. Gib Dich Gottes Wahrheit hin und gib Dein Herz da rein.
Vielleicht passt es für Dich besser, wenn Du Dich dabei hinstellst.
Vielleicht fällt Dir das laute Aussprechen leichter, wenn Du Dir dazu Musik anmachst.
Sinne auch über diese Wahrheiten nach, kaue auf dem Wort rum, verdaue es. Lass die Wahrheiten tief in Dir wirken. Rede mit Gott drüber.
Schlage auch die Bibelstellen nach, ggf. in verschiedenen Übersetzungen.
Danke Gott für diese Wahrheiten. Z.B. „Danke, Abba, dass Du mich mit allen geistlichen Segnungen gesegnet hast!“
Feiere diese kostbaren Verheißungen und Zusagen! Freue Dich, dass sie auch FÜR DICH gelten.


Konkrete Aussagen über Deine Neue Identität in Christus (als Proklamationen für Dich)

Deine neue Natur:

Ich bin eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen (2. Korinther 5,17)

Ich bin die Gerechtigkeit Gottes in Christus (2. Korinther 5,21)

Ich bin rein gewaschen, geheiligt und gerechtfertigt durch Jesus (1. Korinther 6,11)

Ich bin in Jesus und Er lebt in mir (1. Korinther 1,30 und Kolosser 1,27)

Ich habe den Christus angezogen (Galater 3,27)

Ich habe den Geist des Christus (Römer 8,9)

Ich habe Christi Sinn/Denken (1. Korinther 2,16)

Ich bin ein Teilhaber der göttlichen Natur (2. Petrus 1,4)

Ich bin frei von Verdammnis (Römer 8,1)

Ich bin losgekauft vom Fluch des Gesetzes (Galater 3,13)

Ich bin ein Tempel des Heiligen Geistes (1. Korinther 6,19)

Ich bin ein vollwertiges Kind Gottes (Johannes 1,12f.)

Ich habe den Geist der Sohnschaft empfangen, und darf rufen: „Abba, lieber Vater!“ (Römer 8,15)

Ich bin ein Kind Gottes, ich bin unendlich geliebt (1. Johannes 3,1)

Ich bin gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt (Epheser 1,3)


Deine neue Beziehung zu Gott:

Ich bin verborgen mit Jesus in Gott (Kolosser 3,3)

Ich bin ein Kind Gottes, ich bin unendlich geliebt (1. Johannes 3,1)

Ich bin vollkommen vom Vater akzeptiert und angenommen (Römer 8,15)

Ich bin vollkommen geliebt (Johannes 15,9)

Ich habe Zutritt zum Vater (Epheser 2,18)

Ich kann freimütig hinzutreten zum Thron der Gnade, wann immer ich Hilfe brauche (Hebräer 4,16)

Ich empfange Barmherzigkeit und finde Gnade und Hilfe in Gottes Gegenwart (Hebräer 4,16)

Ich bin ein Freund Jesu (Johannes 15,15)

Ich empfange Gnade um Gnade aus Jesu Fülle (Johannes 1,16)

Ich bin ein Geist mit Gott (1. Korinther 6,17)


Deine Identität und das Himmelsreich:

Ich bin oben, auferweckt mit Jesus, ich bin nicht unten (Kolosser 3,1)

Ich bin gesetzt an Himmlische Örter (Epheser 2,6)

Ich bin ein Geist mit Gott (1. Korinther 6,17)

Ich bin verborgen in Gott mit Christus (Kolosser 3,3)

Ich bin rausgerettet aus dem Reich der Finsternis und hinein versetzt in das Reich des Sohnes der Liebe (Kolosser 1,13)

Ich bin ein Himmelsbürger (Philipper 3,20)

Ich bin gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt (Epheser 1,3)

Ich trage das Reich Gottes inwendig in mir (Lukas 17,21)


Praktisches Leben mit Jesus. Nachfolge, Dienst und Berufung:

 Ich bin berufen zu verkündigen: „Tut Buße, denn das Reich der Himmel ist nahe herbeigekommen!“ (aus Matthäus 4,17 SLT)

Jesus ist mein Vorbild, ich ahme Ihn nach, ich tue das, was Er tat (1. Korinther 11,1 und Johannes 14, 12)

Jesus Auftrag ist auch mein Auftrag (Lukas 4,16-21; Johannes 20,21)

Der Geist des Herrn ist auf mir, Er hat mich gesalbt (Jesaja 61,1)

Ich bin berufen, den Armen die frohe Botschaft des Evangeliums zu verkünden (Jesaja 61,1)

Ich bin gesandt, die zerbrochenen Herzen zu heilen (Jesaja 61,1)

Ich bin berufen, Gefangenen Befreiung zu verkünden (Jesaja 61,1)

Ich bin berufen den Blinden zu verkünden, dass sie wieder sehend werden (Lukas 4,18)

Ich bin berufen, Zerschlagene in Freiheit zu setzen (Lukas 4,18)

Ich bin berufen, das angenehme Jahr des Herrn zu verkünden, den Segen und die Wiederherstellung Gottes, Seine Versorgung und Gunst (Jesaja 61,2)

Ich bin berufen, die verwüsteten Städte zu erneuern (Jesaja 61,4)

Ich bin ein Sohn Gottes und werde vom Geist Gottes geleitet (Römer 8,14)

Ich höre Jesus Stimme und ich folge Ihm nach (Johannes 10,27)

Ich habe Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des feindes, und NICHTS soll mir schaden (Lukas 10,19)

Ich bin aus Gott geboren und der böse satan tastet mich nicht an (1. Johannes 5,18)

Ich bin Kopf und nicht Schwanz (5. Mose 28,13)

Ich werde die gleichen Werke tun wie Jesus, weil Er zum Vater gegangen ist (Johannes 14,12)

Ich werde noch größere Werke tun als Jesus, weil Er zum Vater gegangen ist (Johannes 14,12)

Ich habe Christi Sinn/Denken, auch im Praktischen (1. Korinther 2,16)

Ich habe den Dienst der Versöhnung (2. Korinther 5,18)

Ich bin Botschafter an Christi statt und rufe: „Laßt euch versöhnen mit Gott! Denn Er hat Eure Sünden vergeben!“ (2. Korinther 5,19 und 20)

Ich bin ein wandelnder Tempel des Heiligen Geistes, Leute erfahren deshalb Gottes Gegenwart, wenn sie in meine Nähe kommen (1. Korinther 6,19)

Ich bin ein königliche/r Priester/in in dieser Welt (Offenbarung 1,6)

Ich bin Gottes Leib. Ich bin eins Seiner Organe auf Erden. Ich bin eins von Gottes Gliedern auf Erden (Kolosser 3,15 und 1. Korinther Kapitel 12)

Ich bin ein offener Himmel, denn Jesus lebt in mir. Ich trage die Gegenwart Gottes in die Welt (Kolosser 1,27)

Das Königreich Gottes ist in mir, denn der König der Könige lebt in mir (Kolosser 1,27)

Ich trage das Reich Gottes inwendig in mir und in die Welt hinein (Lukas 17,21)

Ich bin gerecht gemacht worden, und deshalb werden meine Gebete auch VIEL bewirken (Jakobus 5,16)

Ich bin ein neu geschaffenes Kind des Lebendigen Gottes und Gott hat gute Werke für mich vorbereitet (Epheser 2,10)

Ich bin gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt und ich kann damit den Menschen helfen (Epheser 1,3)

Ich bin in Christus, Christus ist in mir, ich trage Jesus zu den Menschen (1. Korinther 1, 30 und Kolosser 1,27)

Ich bin das Salz der Erde und das Licht der Welt (Matthäus 5,13f.)

Der Vater hat Seine Worte in meinen Mund gelegt (Jesaja 51,16)

Ich bin geborgen in der Hand des Vaters und Seine Gegenwart überschattet mich (Jesaja 51,16)

Ich bin berufen, den Himmel auf der Erde auszubreiten (Jesaja 51,16; verschiedene Übersetzungen)

Der Vater hat mich fest gegründet, wie einen Zeltpflock um an mir den Himmel (das Reich Gottes) über der Erde auszubreiten wie ein Zelt (Jesaja 51,16; verschiedene Übersetzungen, insbesondere die Fußnote in der ELB)

Ich bin dazu berufen, die Menschen in Gottes Gegenwart zu rufen, wo der Himmel sie berühren kann (Jesaja 51,16)

Aus meinem Leibe fließen Ströme lebendigen Wassers. Dieses lebendige Wasser bringt den Menschen Leben, Heilung, Reinigung, Versorgung und Wiederherstellung (Johannes 7,38 und Hesekiel 47)


Segen:

Der Vater hat Seinen Engeln befohlen, mich zu behüten auf allen meinen Wegen (Psalm 91,11)

Nur Güte und Gnade werden Mir folgen alle Tage Meines Lebens (Psalm 23,6)

 


Hier nochmal die im Artikel erwähnten Links:

 


Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:



Alle weiteren Beiträge der Themenreihe Berufung:

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9# Identität, Dein Tun folgt aus Deinem Sein (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

Gott sieht das Herz an 1 Samuel 16 7Deine Leistung folgt aus dem, was Du bist. In der Welt ist das meistens genau umgekehrt… Aber Du bist das, was Du schon BIST – nicht das, was Du tust.
Darum wird es in diesem Input gehen.

Dieser Teil ist sehr umfangreich geworden, weil es darin gleich um mehrere Themen geht, die mit Deiner (wahren) Identität zu tun haben.
Unten findest Du einen Überblick mit den Themen.

Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:
14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesen fünf Videos:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Video Teil 1:

(Direktlink zum 1. Video: http://youtu.be/ZFSYwZtiqzY )

Video Teil 2:

(Direktlink zum 2. Video: https://www.youtube.com/watch?v=knsaD-sdAvQ )

Video Teil 3:

(Direktlink zum 3. Video: https://www.youtube.com/watch?v=bBi_vGhnxk8 )

Video Teil 4:

(Direktlink zum 4. Video: https://www.youtube.com/watch?v=eFs_C88eBOU )

Video Teil 5:

(Direktlink zum 5. Video: https://www.youtube.com/watch?v=vwOJwPqnCRc )

Und hier gibt es alle 5 Teile in 1 Video:

(Externer Link zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=0jHoaduoHFc )

Und hier als Audiodateien zum Anhören oder Herunterladen:

19:22 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

23:08 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

24:18 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

21:34 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

12:16 min. [Download mp3] [YouTube-Video]


Überblick über dieses Thema:

  • Einleitung, allgemeine Hinweise
  • Das Kreuz, die Gnade und Deine neue Schöpfung
  • Die Folgen aus Deiner neuen Identität
    • Identität und Berufung
    • Säulen für Deine Berufung
    • Deine geistliche Beziehung zu Gott/ Leben im Geist
    • Das „normale Christen-Leben“ im Reich Gottes
  • Das Leben im Neuen/ umdenken/ lernen im Neuen Menschen zu leben
    • Praktische Hinweise
  • Konkrete Aussagen darüber, wer Du bist (als Zuspruch für Dich)

 

Einleitung, allgemeine Hinweise

Unsere neue Identität ist ein sehr komplexes Thema, das hier nur angerissen wird.

Es geht um Dein neues Ich (Identität), also darum, WER Du in Christus bist. Es geht darum, zu WEM Jesus Dich gemacht hat durch die geistliche Geburt von Neuem. Wenn Du Dich für Jesus entschieden hast, dann hast Du ein NEUES Leben von Gott, eine NEUE Natur, eine NEUE Persönlichkeit, Du bist ein NEUER Mensch.

Wie entsteht unsere Identität?

Prägung(en) durch Einflüsse → unsere Identität wird geformt

Beim natürlichen Menschen sieht das so aus:

Weltlicher Vater (überwiegend) + Umfeld → Ich/Identität/Persönlichkeit/Charakter → Fähigkeiten/ Ressourcen → Verhalten → Wirkung nach außen in unser Umfeld hinein

Wenn Du Jesus als Deinen Erlöser angenommen hast, dann macht Er Dich neu. Dann gibt Jesus Dir ein neues Leben und eine neue Identität. Man wird neu erschaffen, neu geboren durch den Heiligen Geist (siehe dazu auch das Gespräch von Jesus mit Nikodemus in Johannes 3).

Wenn Du Jesus noch nicht als Deinen Erlöser angenommen hast, dann findest Du hier Hilfen, wie Du das tun kannst: https://prophetenschule.org/jesus-persoenlich-erleben

Wenn Du Jesus Opfer am Kreuz für Dich angenommen hast und Du Ihm Dein Leben gegeben hast, dann wirst Du dadurch von Neuem geboren. Das heißt, dass Gott Dir eine neue Identität gibt und Deine alte Identität wegnimmt (siehe dazu 2.Korinther 5,17).

Dann sieht das so aus:

Gott ist Dein Vater → neue Identität, neues LEBEN → Fähigkeiten/ Ressourcen/ Geistwirkungen → Verhalten + Ströme Lebendigen Wassers, die aus uns herausfließen → Wirkung nach außen in unser Umfeld hinein, Transformation unserer Umgebung

Das drückt kurz aus, worum es beim Thema Identität geht. Unsere Aufgabe ist es nun, uns unserer neuen Identität bewusst zu werden und dadrin zu leben. Das hat sehr viel damit zu tun, dass wir anfangen auch NEU zu denken, also dass wir Gedanken haben, die zu unserer neuen Natur passen. Gedanken, die dem Geist entspringen.
Es geht darum, dass Du so über Dich selbst denkst, wie Gott über Dich denkt. Und es geht darum dass Du Dich selbst so siehst, wie Gott Dich sieht.

(Falsches) Denken, das unsere Identität prägen kann

Unser Denken ist eine Gewohnheit.

Wie wir uns selbst sehen ist eine Gewohnheit.

Wie wir Gott sehen ist eine Gewohnheit.

Was wir glauben, was wir im Reich Gottes tun können ist eine Gewohnheit.

Was wir glauben, was wir im Reich Gottes NICHT tun können ist eine Gewohnheit.

Wie wir unsere Fähigkeiten einschätzen ist eine Gewohnheit.

Wie wertvoll wir uns selber einschätzen ist eine Gewohnheit.

Was wir denken und glauben WER WIR IN CHRISTUS SIND ist eine Gewohnheit.

Wir haben meistens zig Jahre Erfahrung darin, in den alten Gewohnheiten zu leben. Denn wir sind es GEWOHNT, im Alten zu leben. Wir sind es GEWOHNT, im Alten zu denken. Das kommt von Prägungen und Einflüssen unserer Umwelt auf uns.

Die Welt prägt uns seit Zeugung. Schon im Mutterleib nehmen wir Informationen aus der Welt auf. Die Psychologie bezeichnet diese prägenden Informationen als „Introjekte“. Wörtlich bedeutet das etwas, das in einen hineingeworfen wurde wie ein Speer, Pfeil oder Wurfmesser. In Sprüche 12,18 lesen wir, dass unbedachte Worte wie Messerstiche wirken. Und satan will seine Lügen ins uns reinschießen wie Pfeile (siehe Epheser 6,16).

Manche dieser Introjekte tragen wir ein Leben lang mit uns herum, ohne dass wir uns dessen bewusst sind. Wir sehen uns unbewusst aus Gewohnheit auf eine bestimmte Art und Weise, die entweder positiv und hilfreich ist oder eben negativ und behindernd auf unserem Weg mit Gott. Und diese Introjekte prägen unsere Persönlichkeit, unsere Identität. Sie beeinflussen, wie wir uns selbst sehen und damit wer wir sind. Diese Pfeile und Messer werden quasi zu einem Teil von uns.

Da diese Welt gefallen ist, sind viele der Informationen, Botschaften und Worte eben negativ. Und damit sind auch die Prägungen eben oft negativ.

(Falsche) Aussagen, die unsere Identität prägen können

Manchmal trägt man deshalb Sachen in sich, die Leute (oft Eltern oder Lehrer) einem eingetrichtert haben. Beispielsweise Aussagen wie: Du bist nichts wert. Aus Dir wird nie was. Du bist dumm, dick, hässlich und sonstnochwas. Du kannst XYZ nicht. Du bist zu klein. Du bist zu jung. Du bist zu alt. Du bist nicht liebenswert.

Solche Aussagen prägen das Selbstbild, die Persönlichkeit, den Charakter. Sie prägen also unsere Identität. Aber solche negativen Aussagen sind Lügen. Denn Gott sagt sowas nicht über Dich, Er hat gute Gedanken, Pläne und Worte für Dich.

 „Denn ich weiß, was für Gedanken ich über euch habe, spricht der Herr, Gedanken des Friedens und nicht des Unheils, um euch eine Zukunft und eine Hoffnung zu geben.“
(Jeremia 29,11 SLT)

In Sprüche 12,18 heißt es aber auch, dass die Worte des Weisen Heilung bringen. Gottes Wort bringt Heilung und befreit uns von dem Schrott, den Menschen ins uns reingeworfen haben. Gottes Wahrheit macht uns frei von den falschen Aussagen der Welt. Gottes Worte über uns sagen uns, wer wir wirklich sind.

Später folgen noch einige konkrete Aussagen darüber, wer Du bist und wie Gott Dich sieht. Die Bibel ist voll mit guten Aussagen, die Gott über Dich macht.

Bei Identität und Berufung steht folgende Frage im Mittelpunkt:

WER (welche/r Mann/Frau Gottes) muss ich WERDEN, damit ich in der Berufung leben kann, die Gott für mich hat? WELCHE/R Mann/Frau Gottes muss ich WERDEN, damit ich in der Berufung leben kann, die Gott für mich hat?

Die Gute Botschaft ist:
Jesus hat Dich schon dazu gemacht, es muss nur noch mehr offenbar werden. Du musst Dich von Deinem alten Selbstbild lösen und anfangen, Dich selbst SO zu sehen, wie Jesus Dich sieht. Du musst Deine alten Meinungen und Ansichten über Dich selbst loslassen. Deine Denk-Gewohnheiten müssen sich durch den Heiligen Geist und das Wort erneuern lassen. Du bist schon neu gemacht, also fang auch damit an, im Neuen zu LEBEN, zu DENKEN und zu WANDELN.

Das Glaubensleben lässt sich auf folgendes reduzieren:

Neue Schöpfung → neuer Mensch vs. alter Mensch

Der alte Mensch ist aber mit Jesus mitgekreuzigt (siehe Römer 6,6). Du bist „eine neue Schöpfung; das Alte ist vergangen; siehe, es ist alles neu geworden!“ (aus 2.Korintherbrief 5,17 SLT).

Der alte Mensch hat deshalb eigentlich keine Macht mehr über unser Leben. Aber aus Gewohnheit und falschen Glaubens-Dogmen (z.B. „ich bin ein armer, alter Sünder, ich MUSS deshalb immer sündigen.“) geben wir dem alten Menschen Macht und ignorieren den neuen Menschen.
Unser Kampf im Glaubens-Leben ist es, immer mehr aus dem neuen Menschen zu leben und immer weniger aus dem alten Menschen heraus zu leben.

Du bist eine neue Schöpfung durch das, was Jesus für Dich getan hat. Nun geht es darum, dass Du im neuen Menschen lebst und nicht mehr im alten. Tun wir das beständig, dann folgen wir dadurch automatisch Jesus nach. Und durch die Nachfolge leben und wirken wir dann auch automatisch in unserer Berufung, weil Jesus Christus uns leitet.

Wir lassen uns von Gott von den Prägungen der Welt ent-prägen (befreien) und uns von Gott NEU prägen (in Sein Ebenbild verwandeln, siehe auch 2.Korintherbrief 3,17-18).


Das Kreuz, die Gnade und Deine neue Schöpfung

Deine neue Identität kommt aus dem, was Jesus Christus für Dich am Kreuz getan hat:

Jesus erlitt den Tod für uns → wir haben das Auferstehungs-Leben

Das alte Leben ist gestorben → wir haben das neue, himmlische Zoe-Leben (Das Wort Zoe findet sich im griechischen Urtext und meint das neue, ewige, himmlische, geistliche Auferstehungs-Leben).

Du bist durch die geistliche Wiedergeburt eine neue Schöpfung, Du bist ein neuer Mensch. Du bist neu erschaffen worden durch das was Jesus Christus für Dich am Kreuz getan hat.

Nach der Wiedergeburt sieht es so aus:

Wir haben noch den irdischen Körper und die alte Seele aber gleichzeitig sind wir eine neue Schöpfung, wir haben einen neuen Geist, wir sind in den Himmel versetzt und wir haben das himmlische Zoe-Leben → jetzt geht es um die Erneuerung des Denkens

Du bist schon neu gemacht worden, aber das Neue muss offenbar und wirksam werden. Das geschieht durch die Veränderung unseres Sinnes. Wir hören auf, den alten Schrott über uns selber zu glauben und wir glauben STATTDESSEN was GOTT über uns sagt. Wir kommen in Übereinstimmung mit dem, was das Wort sagt, WER wir sind.

 „Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist.“
(Römer 12,2 SLT)

Die Veränderung des Sinnes lässt uns den Willen Gottes immer besser erkennen. Dadurch können wir leichter in der Berufung leben, die Er für uns hat.

In Epheser 4,23 (SLT) heißt es: „dagegen erneuert werdet im Geist eurer Gesinnung“

Die Verse 22 und 24 zeigen uns Folgendes: wir haben den alten Menschen abgelegt und den neuen Menschen angezogen. Das sind zwei vollendete und abgeschlossene Prozesse. Der neue Mensch ist Gott entsprechend geschaffen in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit und den HABEN WIR SCHON ANGEZOGEN … aber: wir sind noch nicht ganz so erneuert worden im Geist unser Gesinnung. Das heißt, unser DENKEN muss sich verändern lassen, damit wir auch manifestiert-sichtbar-offenbar-wirksam im Neuen leben und das Alte auch endgültig hinter uns lassen. Diese Erneuerung geschieht durch das Zusammenspiel der Wahrheit des Wortes und der Kraft des Heiligen Geistes.

Das Leben in unserer neuen Identität geschieht nur durchs Kreuz, wo unser altes Leben mit Jesus gestorben ist und wo wir Sein Auferstehungsleben von Ihm empfangen haben (siehe Römer 6,3ff. und Galater 2,20). Durch Jesus und Seine Gnade sind wir von Neuem geboren bzw. von oben her gezeugt (siehe Johannes 3,3). Aus Gnade sind wir, was wir sind (siehe 1.Korintherbrief 15,10).

Gottes Gnade hat uns neu gemacht, nicht unsere eigene Leistung. Es ist Gottes Geschenk durch Jesus Werk am Kreuz, es ist nicht unser Verdienst.

Und Gottes Gnade führt uns auch darein, dass diese neue Identität auch sichtbar und praktisch wirksam wird. Seine Gnade, Seine Berührung, Seine Kraft leiten Dich in Dein Leben in Deiner neuen Identität.

Seele und Körper sind nicht schlecht an sich. Gott hat sie gemacht. Aber sie sind durch den Sündenfall beeinflusst und oft recht empfänglich für die Einflüsse satans. Körper und Seele sollen unsere Diener sein in unserem Leben, sie dürfen aber nicht unsere Herrscher sein. Körper und Seele sollen dem Geist folgen. Körper und Seele dürfen nicht die Richtung unseres Lebens bestimmen.

Die Seele trägt meist noch viel alten Ballast aus der Zeit vor der Bekehrung zu Jesus mit sich rum. Das sind beispielsweise: Verletzungen, Denk-Gewohnheiten, Meinungen, Ansichten, wirre Philosophien, Verurteilungen, Seelen-Bindungen zu Menschen, Abhängigkeiten etc., also auch Introjekte aller Art, die wir oft noch mit uns rumschleppen. Oft sind wir uns dessen garnicht bewusst.
Der Körper hat zeitweise Triebe, die einen zu Sachen hinziehen wollen, die Jesus nicht gutfindet.

Aber der Geist muss herrschen, nicht die Seele, nicht der Körper. Wenn Du Dich auf den Heiligen Geist einlässt, wird Er Deinen Körper und Deine Seele heilen, transformieren, befreien, erfüllen etc.

Seele und Körper wollen Dich zum Irdischen und auch mal zur Sünde hinziehen. Dein Geist zieht Dich immer zum Himmlischen, zu Gott. Gott wirkt in Körper und Seele und ist dort auch erfahrbar und Gott will auch Deinen Körper und Deine Seele miteinbeziehen (siehe dazu auch Markus 12,30). Du sollst Deinen Nächsten lieben, wie Dich selbst (siehe Markus 12,31), d.h. liebe auch Deinen Körper und Deine Seele. Gott möchte, dass wir in allen Dingen Wohlergehen und Gesundheit haben, gleichwie es unserer Seele wohl ergeht (siehe 3.Johannes 2).
Der Heilige Geist bringt Dinge ans Licht, wo wir sie erkennen können und sie im Blut Jesus auflösen können. Er hat keine Verdammnis und Anklage für uns, sondern Er nimmt uns in Barmherzigkeit und Liebe an, mit all unserem Schrott, Müll und Ballast. Und Stück für Stück macht Er uns frei und gibt uns Seine Geschenke stattdessen.

Was Jesus am Kreuz für uns getan hat:

Er trug die Scham → wir sind in Gottes Liebe

Seine Wunden → unsere Heilung

Er trug die Sünde für uns → wir haben volle Vergebung durch Ihn

Er wurde zur Sünde gemacht → wir wurden zur Gerechtigkeit Gottes gemacht

Er trank den Essig am Kreuz → wir können allezeit den neuen Wein trinken

Jesus trug die Dornenkrone → wir wurden zum königlichen Priestertum

Jesus erlitt die Trennung/Ablehnung von Gott → wir haben die vollkommene Annahme
Er erlitt die Trennung vom Vater → wir haben durch Sein Blut IMMER Zugang zum Vater

Er hat den Fluch getragen → wir können in Freiheit und Segen leben

Er vergoss Sein Blut → unsere Sünden sind bezahlt, wir sind reingewaschen und geheiligt
Er ging ins Totenreich → wir gehen ins Himmelreich
Er nagelte das Gesetz der Sünde und des Todes ans Kreuz → wir leben im Gesetz des Geistes des Leben und der Freiheit in Christus

Er besiegte den Tod und die Finsternis → wir haben ein NEUES LEBEN in der Auferstehung und im Licht

Er trug Gottes Zorn → wir haben Frieden mit Gott

Er trug Trauer und Schmerz → wir haben Freude in Ihm (siehe Jesaja 61,3)

Er bezahlte freiwillig den Preis → wir sind Erben, wir sind Braut, wir sind Kinder Gottes, wir sind gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt (siehe Epheserbrief 1,3), Gott wird uns mit Ihm alles schenken

Er ertrug das Kreuz → und erkaufte uns als Braut zu Seiner Freude

Er gab Sein Gewand auf und wurde entblößt und gedemütigt → wir haben neue Gewänder der Gerechtigkeit

Deine neue Identität kommt aus dem, was Jesus für Dich am Kreuz getan hat.

Deine neue Identität ist Dein Startpunkt, kein fernes Ziel, wo Du erst hinkommen musst. Du musst nicht erst arbeiten und aus eigener Kraft, versuchen da reinzukommen. Du bist schon drin, ab dem Moment, wo Du Jesus Dein Leben übergeben hast. Das ist Dein Ausgangspunkt. Nun lebe dadrin.

Du musst es Dir nicht verdienen und durch eigene Leistung erarbeiten. Es ist es ein Geschenk aus Gnade. Jesus hat am Kreuz bezahlt, Du hast das Geschenk angenommen, wenn Du Jesus zu Deinem Herrn gemacht hast. Packe diese Geschenke aus. Beschäftige Dich mit Deinen Geschenken. Freue Dich dran. Finde raus, was Du mit den Geschenken anfangen kannst. Und mache was damit.

Aus Gnade bist Du, was Du bist (siehe 1.Korinther 15,10). Gott hat es Dir geschenkt. Es gehört Dir. Jesus hat am Kreuz dafür bezahlt. Nimm dieses Geschenk an, indem Du auch drin lebst. Lass Deine neue Identität des neuen Menschen nicht ungenutzt in der Ecke liegen. Hol das Neue hervor und fang was damit an! Lebe im NEUEN und lass das Alte einfach hinter Dir.

Jesus hat am Kreuz den Preis bezahlt und „Dinge“ für uns erkauft.
Und diese will Er Dir nun auch kostenlos schenken. Nimm sie an.

Das sind z.B:

– Dein neues, himmlisches Zoe-Leben

– Seine Gnade, Seine Berührung, die Kraft des Heiligen Geistes, Gaben, Talente und Fähigkeiten. Er versetzt Dich in die Lage, aus Seiner Gnade heraus auch im Neuen zu leben. Diese Gnade ist der Treibstoff für Dein neues Leben

– Die Frucht des Geistes (siehe Galaterbrief 5,22) und gute Dinge, die einfach daher kommen, dass Du in Christus bist und Er in Dir lebt

– Segnungen und Geschenke von Ihm. Das sind auch materielle Dinge. Er will Dich so überfließend beschenken, dass Du immer genug hast zum Weitergeben an andere

– Deine Beziehung zum Dreieinigen Gott. In voller Annahme als vollwertiges Kind Gottes. In unendlicher Liebe

Hier noch ein kurzer Einblick in Deine Neue Schöpfung, in Deine Neue Natur, in Deine Neue Identität.

Es folgen ein paar Aussagen über das, was die neue, geistliche Geburt von oben her mit Dir gemacht hat:

Du bist gesetzt an Himmlische Örter
(siehe Epheser 2,6)

Du bist ein Geist mit Gott
(siehe 1.Korinther 6,17)

Du bist verborgen in Gott mit Christus
(siehe Kolosser 3,3)

Du bist eine neue Schöpfung
(siehe 2.Korinther 5,17)

Du bist die Gerechtigkeit Gottes in Christus
(siehe 2.Korinther 5,21)

Du hast Christi Sinn/Denken
(siehe 1.Korinther 2,16)

Du bist ein Tempel des Heiligen Geistes
(siehe 1.Korinther 6,19)

Du bist ein vollwertiges Kind Gottes
(siehe Johannes 1,12f.)

Du bist unendlich geliebt
(siehe 1.Johannes 3,1)

Du bist gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt
(siehe Epheser 1,3)


Die Folgen aus Deiner neuen Identität

    • Identität und Berufung
    • Säulen für Deine Berufung
    • Deine geistliche Beziehung zu Gott/ Leben im Geist
    • das „normale Christen-Leben“ im Reich Gottes

Damit sind Bereiche gemeint, wo die Auswirkungen Deiner neuen Identität deutlich sichtbar werden.
Das sind nur ein paar Bereiche. Die neue Identität beeinflusst ALLE Bereiche im Christen-Leben.


Identität und Berufung

Berufung und das Leben dadrin folgt aus geistlicher Reife und aus Nachfolge. Das bedeutet, dass wir auf Jesus sehen und Ihm nachfolgen, denn Er ist der Gute Hirte, der Dich leitet und Du hörst Seine Stimme (siehe Johannes 10,27).

Es geht hierbei auch um das Thema „Sohnschaft“ (das gilt für Männer und Frauen gleichermaßen. Frauen sind auch Söhne Gottes, so wie Männer auch Braut Christi sind im Reich Gottes). Hierbei geht es um eine geistliche Reife vor Gott. Gott will ab dem Tag Deiner Bekehrung durch Dich wirken. Durch geistliche Reife und Wachstum wird das zunehmen. Das Maß, in dem Gott Dich gebrauchen kann, wird wachsen. Und dennoch kann Er schon von Anfang an Großes durch Dich tun.

Als Kind und Sohn Gottes hast Du selber Zugang zum Vater durch Jesus. Du brauchst da keine menschlichen Mittler, Priester oder geistlichen Dienstleister. Sohnschaft kommt aus Deiner Position vor dem Vater. Daraus, dass Du in der Gegenwart Gottes stehst, Ihm nahe bist, Ihm zuhörst, von Ihm empfängst und das umsetzt, was Er Dir zeigt.
Menschen können wie ein Wegweiser sein, sie können Dir helfen die Richtung zu finden. Aber Du gehst weiter auf´s Ziel hin. Du bleibst nicht am Wegweiser stehen.
Und so bist auch Du ein Wegweiser, der anderen hilft, auf ihrem Weg zu und mit Gott weiterzukommen. Andere können mehr und mehr den Vater in Dir erkennen.

Daraus folgt auch ein Dienen aus der neuen Identität heraus.

Es geht darum, von oben her zu dienen

… aus der geistlichen Nähe zu Gott heraus den Menschen zu dienen

… in der Fülle Gottes zu empfangen und an die Menschen weiter zu geben

… den Menschen aus dem Überfluss Deines geistlichen Lebens mit dem Vater heraus zu dienen

… Jesus ähnlicher zu werden

… und das zu tun, was Er tat

… zu dienen wie Jesus, Der nur tat, was Er den Vater im Himmel tun sah

Und so baut unser Dienst SEIN Reich (vom Himmel auf die Erde), nicht unser eigenes, menschliches Reich.

Es geht darum, in Gott zu sein, dort zu empfangen und damit über zu fließen und es weiter zu geben. Daraus entsteht Dein Dienst und daraus folgt Deine Berufung. Du bist in Gott, Er wirkt durch Dich. Sein Reich fließt durch Dich, denn Jesus lebt in Dir. Er will Menschen durch Dich dienen. Gottes Geist wirkt durch Dich. Ganz natürlich, als Folge von Deinem Leben mit und in Gott.


Fundament und Säulen für Deine Berufung

Jesus ist das Fundament, auf dem unser Leben, Dienst und Berufung gebaut werden (siehe dazu 1.Korinther 3,11-15). Er ist der Fels auf dem wir bauen. Aber noch mehr: Christus lebt in Dir, Du bist in Ihm. Deine neue Identität ist aufs Engste mit Jesus verschmolzen. Dadurch ist auch Deine neue Identität das Fundament.

Wenn Jesus der Fels ist, auf den Du baust, dann baust Du auf diesen festen Grund Dein Haus auf. Das Haus steht für Dein Leben, für Deinen Dienst und für Deine Berufung. Deine Identität ist das Fundament. Hier baut der Heilige Geist zusammen mit Dir alles drauf auf. Wackelt das Fundament, dann wackelt das ganze Gebäude. Das Fundament bildet einen Übergang zum Felsen. Es ist wie eine Anschluss-Stelle. Es ist eine Verbindung. Deine neue Identität ist verschmolzen mit Jesus Christus, also bist Du untrennbar mit dem Felsen verwachsen.

Andere Sachen (Liebe, Demut, Weisheit, Frucht des Geistes etc.) können tragende Säulen dieses Gebäudes sein. Aber … wenn das Fundament nicht sicher ist, dann wackeln auch die tragenden Säulen. Alles in Deinem neuen Leben kommt aus Jesus, aus dem Felsen. Aber Du musst Deine neue Identität kennen, damit es zu einer festen Struktur wachsen kann.
Wenn Jesus der Grund ist, dann musst Du auch wissen, zu WEM Er Dich gemacht hat. Du musst wissen, zu WELCHER neuen Schöpfung, zu WELCHEM neuen, himmlischen Menschen Er Dich bereits gemacht hat. Du musst wissen, WER Du bist. Und dadurch fügst Du Dich eng mit Jesus zusammen. Das Fundament liegt eng am Felsen an, die Verbindung ist fest. Nichts kann diese Verbindung erschüttern. Weil der tiefste Kern Deines Wesens eng verbunden ist mit Jesus Christus. Du klebst an Ihm wie der Beton am Felsen. Nichts kann diese Verbindung jemals trennen.

Identität in Christus → Charakter/ Persönlichkeit/ Säulen = eine feste Struktur in Dir, die so tragfähig ist, dass Gott etwas darauf bauen kann. Etwas, dass auch unter dem Druck von äußeren Umständen, den Herausforderungen des Dienstes und dem Ziehen von Menschen nicht wackelt.


Deine geistliche Beziehung zu Gott/ Leben im Geist

Das Leben in Deiner Berufung und Deine Nachfolge kommen aus Deiner geistlichen Beziehung zu Gott und dadurch, dass Du „im Geist lebst“. Wie sieht Deine Beziehung zu Gott aus, was sagt die Bibel darüber?
Du bist vollkommen angenommen von Gott. Du bist vollkommen geliebt vom Vater. Du bist Sein geliebtes Kind geworden, Du bist Jesu geliebte Braut. Nichts kann Dich von Gottes Liebe trennen. Auch eigene Sünde, Fehler oder Versagen können Dich NICHT von Gottes Liebe trennen.

Es gibt keine Verdammnis mehr für Dich. Deine Gerechtigkeit ist genauso wie die Gerechtigkeit von Jesus. Denn Sein Opfer am Kreuz hat Dich gerecht und heilig gemacht.

Du kannst deshalb IMMER direkt zu Gott kommen, Du brauchst keine Mittler. Du kannst genauso zum Vater kommen wie Jesus, denn Deine Gerechtigkeit ist die selbe. Jesus schenkte Dir SEINE Gerechtigkeit. Du kannst IMMER kommen, egal wie Du Dich fühlst, oder was Du gemacht hast. Selbst wenn Du Dinge so richtig verbockt hast, kannst Du immer noch zum Vater kommen, so als wäre nichts gewesen. Dort empfängst Du Vergebung, Reinigung und die Hilfe, um es in Zukunft besser zu machen.

Du kannst hinzutreten zum Thron der Gnade (siehe Hebräer 4,16) und dort Hilfe finden. Du hast Zutritt zum Vater. Du bist schon in die himmlische Welt hineinversetzt. Du bist Himmelsbürger. Du kannst Gott also „bei Ihm zuhause“ besuchen.

Du bist Sohn und Erbe Gottes und hast dadurch auch geistliche Vollmacht.

Du bist mit Jesus gekreuzigt und kannst jetzt im Geist leben. Du bist aus Geist neu geboren und Du bist EIN Geist mit Gott. Du kannst Gott von Geist zu Geist begegnen und Ihn wirklich in Geist und in Wahrheit anbeten. Von Herz zu Herz, in inniger Begegnung.

Du kannst Gott zurück lieben mit der Agape-Liebe, die Er durch den Heiligen Geist in Dein Herz hineingibt. Und dadurch kannst Du dann auch die Menschen lieben.


Das „normale Christen-Leben“ im Reich Gottes

Zuerst: lass Dich von dieser Passage NICHT unter Leistungsdruck setzen.

Ich beschreibe hier einen Zustand der noch ein Ideal-Zustand ist. Wir alle sind auf dem Weg mit Jesus, wir alle wachsen da mehr und mehr rein.

Du bist ein normaler Christ, das heißt: Jesus ist Dein Vorbild. Was Jesus tat (siehe die vier Evangelien) und was in der Apostelgeschichte so passierte, das ist Dein Standard. Was Jesus und die Apostel etc. taten, das ist das, was auch Du tun kannst und sollst. Und Du kannst und sollst noch Größeres tun, weil Jesus gesagt hat, dass Du das kannst (siehe Johannes 14,12). Wir müssen das in unseren Kopf reinkriegen. Wir müssen anfangen, das zu glauben. Wir müssen anfangen, so zu denken. Wir müssen anfangen, so zu reden. Und wir müssen anfangen, so zu handeln. Und dann passieren auch die Dinge wie in der Apostelgeschichte … und noch viel mehr.

Das „normale Christen-Leben“ im Reich Gottes folgt aus der Identität eines „ganz normalen Christen“.

Jesus ist das Vorbild. Du bist in Ihm, Er lebt in Dir. Du hast den Christus angezogen. Du bist erschaffen in Christus Jesus. Du hast den Geist des Christus. Du kannst größere Werke tun als Er.

Als normale Christen leben wir immer mehr und mehr in unserer neuen Natur. Das heißt, wir sollten unsere Gedanken beobachten: entsprechen unsere Gedanken der neuen Natur (Identität) oder entsprechen sie eher dem alten Menschen?

Wir können uns selbst beobachten und schauen, wo wir noch im Alten leben. Dafür gibt es keine Verdammnis. Gib das Jesus einfach hin und schaue auf Deine neue Natur. Entscheide Dich, im Neuen zu leben und bitte Jesus um Hilfe. Dadurch entwickelst Du die Gewohnheit, im Neuen zu leben.

Daraus folgt ein Leben in der Heiligung und Nachfolge. Deine neue Natur WILL Gott lieben und WILL bewusst Zeit mit Ihm verbringen. Deine Natur WILL Jesus nachfolgen. Deine neue Natur WILL das Reich Gottes auf Erden bauen.

Als normale Christen leben wir in der Frucht des Geistes, weil der Heilige Geist in uns lebt und durch uns fließt. Das bedeutet auch ein geistliches Wachstum und eine Entwicklung von Charakter und Persönlichkeit. Und das auf eine entspannte und unverkrampfte Art und Weise. Denn Christi Leben fließt durch uns und bringt Frucht. Jesus ist der Weinstock, wir hängen an Ihm, trinken Seinen Lebens-Saft und bringen daraus Frucht (siehe Johannes 15,1-8).

Ein großer Teil unserer Glaubens-Probleme und Charakter-Schwächen wird sich auflösen, wenn wir unsere wirkliche Identität erkennen. Das ist meistens ein Prozess, das kann etwas Zeit brauchen.

Als normale Christen haben wir unseren Wert und unsere Identität in Jesus.

Das heißt, wir finden unseren Wert und unsere Identität nicht mehr in der Anerkennung bzw. Bestätigung von anderen Menschen. Wir finden das nicht mehr in den Aussagen anderer Menschen über uns. Wir machen unseren Wert nicht mehr von unserer eigenen Leistung abhängig, sondern von Gott und Seiner Liebe und Gnade.

Wir lassen uns den Wert, den Gott uns gegeben hat, nicht mehr von anderen Menschen rauben. Denn wir wissen, WER WIR SIND. Denn wir wissen, ZU WEM Gott uns gemacht hat. Wir finden unseren Wert und unsere Identität in unserem Himmlischen Vater.

Und dadurch können wir Jesus auch dann nachfolgen, wenn das anderen Menschen nicht passt. Wir können dadurch mit Ablehnung umgehen, weil wir nicht von der Bestätigung der Menschen abhängig sind. Wir können Sein Wort predigen, ohne aus Menschengefälligkeit faule Kompromisse einzugehen.

Wir sind zwar IN dieser Welt, wir sind aber nicht VON dieser Welt.

Als normale Christen bringen wir den Himmel auf die Erde. Denn wir sind Himmelsbürger und Gesandte des Himmels.

Wir bringen das Reich Gottes und Jesus Königsherrschaft in die Welt. Wir tun die gleichen Werke wie Er und größere (siehe Johannes 14,12). Wir haben den Dienst der Versöhnung und bringen die Menschen in der Welt mit dem liebenden Vater im Himmel in Berührung. Wir haben die Schlüssel zum Reich Gottes, ohne unsere neue Identität können wir die nicht richtig einsetzen.

Egal, was Deine Berufung von Gott sein mag, es geht IMMER darum, Sein Reich auf der Erde auszubreiten.

Aus Deinem Leibe fließen Ströme Lebendigen Wassers. Das ist der Fluss des Heiligen Geistes vom Thron Gottes her. Wo dieses Wasser hinfließt, da gibt es Reinigung, Heilung und Wiederherstellung (siehe Hesekiel 47). Wer mit Dir in Berührung kommt, der kommt mit der Salbung des Heiligen Geistes in Kontakt. Deine Missionsbeschreibung ist die selbe wie die von Jesus: „»Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat, den Armen frohe Botschaft zu verkünden; er hat mich gesandt, zu heilen, die zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu verkünden und den Blinden, daß sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen, um zu verkündigen das angenehme Jahr des Herrn.«“ (Lukas 4,18-19 SLT)

Unsere neue Identität führt zu einem neuen Leben, durch das ganz natürlich das Reich Gottes auf Erden gebaut wird.

Uns folgen die gleichen Zeichen, wie sie Jesus folgten und wie sie in der Apostelgeschichte geschahen.


Das Leben im Neuen/ umdenken/ lernen im Neuen Menschen zu leben

Praktische Hinweise:

Nach diesem Abschnitt folgen noch konkrete Aussagen, darüber, wer Du in Christus bist. Es folgen praktische Übungen bzw. Hinweise.

Bekenne laut, WER Du bist. Dazu gibt es eine ganze Menge von Sätzen wie z.B. „Ich bin eine neue Schöpfung. Ich bin mehr als ein Überwinder in Christus. Ich bin ein Tempel des Heiligen Geistes.“ Einen Link dazu findest Du hier:
http://www.heilungsgebet-wetzlar.de/index.php?page=wer-bin-ich
Hierbei geht es um das laute Aussprechen. Das geht auch sehr gut in einer Gruppe.
Wenn Du gerade mit einem bestimmten Problem (auch im Geistlichen) kämpfst, dann kannst Du Dir auch dazu passende Sätze heraussuchen und diese mehrfach laut als Bekenntnis aussprechen.

Sinne über diese einzelnen Aussagen nach. Sprich sie über Dich selbst aus. Sprich sie Dir selber zu. Kaue auf dem Wort herum. Rede darüber im Gebet mit Gott. Denke tiefe Gedanken mit Gott. Lass diese Aussagen auf Dich wirken. Lass sie in Dein Herz sinken. Lass das Wort in Dir wirken. Lass das Wort Gestalt annehmen in Dir. Lass die geistliche Substanz des Wortes in Dir zu Fleisch werden.

Bitte Gott, dass Er Dir Deine neue Identität zeigt. Bitte den Heiligen Geist, Dir zu zeigen WER DU BIST. Bitte Ihn, Dir Deine spezielle himmlische Identität zu offenbaren. Bitte Ihn, Dir zu zeigen, wie Er Dich sieht.

Danke Gott für das, was Du bereits bist. Freue Dich dran. Feiere es. Rufe es LAUT aus. Jubele drüber.

Du kannst z.B. folgende Sätze laut aussprechen und Gott danken und preisen. Du kannst auch das aussprechen, was Gott Dir ins Herz gibt.

Danke Jesus, dass ich durch Dich gerechtfertigt bin
(siehe Römer 5,1)

Danke Jesus, dass Du mich von aller Verdammnis befreit hast
(siehe Römer 8,1)

Danke Jesus, dass ich durch Dein Opfer zur Gerechtigkeit Gottes geworden bin
(siehe 2.Korinther 5,21)

Danke Jesus, dass Du mich mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt gesegnet hast
(siehe Epheser 1,3)

Danke Jesus, dass Du mich zu einem Bürger des Himmels gemacht hast
(siehe Philipper 3,20)

Danke Jesus, dass ich durch Dich ein Kind des Lichts geworden bin
(siehe 1.Thess. 5,5)

Tausche Introjekte gegen Gottes Geschenke.

Gib die Introjekte Jesus hin. Er nimmt Dir das ab, was Dich gebunden hält. Er heilt Deine Verletzungen (siehe Jesaja 61,1-3), Er heilt Deine Seele und stellt sie vollkommen wieder her. Jesus nimmt Dir die falschen Aussagen und Lügen über Dich weg und gibt Dir STATTDESSEN Seine Wahrheit. Er nimmt Schrott und Lasten weg. Er gibt Dir STATTDESSEN etwas Wundervolles vom Himmel dafür.
Das kannst Du ganz einfach machen, wie es für Dich passt. Du kannst Dir z.B. vorstellen, wie Du Jesus diese Introjekte/ Aussagen in Seine Hände legst oder sie ans Kreuz wirfst. Frag Jesus, was Er STATTDESSEN für Dich hat. Frag Jesus, wie Er Dich sieht und was Deine neue und wahre Identität in diesem Bereich ist.

Feiere Deine Identität, feiere WER Du in Christus bist. Danke Jesus. Preise Gott. Habe Freude an Deiner neuen Identität. Staune über das Neue. Gib Ihm die Ehre. Freue Dich über Seine Geschenke. Sei dankbar dafür.

Richte Deinen Blick auf Deine neue Identität, auf Deine neue Natur. Richte Dein Herz darauf aus, das Neue immer mehr und immer tiefer zu erkennen. Habe ein echtes Verlangen, tief in die Dinge Gottes reinzukommen. Habe Verlangen nach einem Leben in Deiner neuen Identität.

Epheser 4,22 und 24 zeigt uns Folgendes: wir haben den alten Menschen abgelegt und den neuen Menschen angezogen. Der neue Mensch ist Gott entsprechend geschaffen in wahrhafter Gerechtigkeit und Heiligkeit. Hier finden wir ZWEI abgeschlossene und vollendete Prozesse:

a) Du hast den alten Menschen abgelegt

und

b) Du hast den neuen Menschen angezogen
Beides ist erledigt, abgeschlossen und abgehakt.

Nun heißt es aber in Vers 23, dass wir erneuert werden sollen im Geist unserer Gesinnung (also in unserem Denken und Bewusstsein).

Du bist im neuen Menschen, Du hast den alten Menschen abgelegt. Also denke auch so, dass es auch zum neuen Leben im neuen Menschen passt. Und höre auf, im alten Menschen zu leben und den alten Dingen wieder Raum zu geben. Lass das Alte los, lebe im Neuen. Lass die alten Denkgewohnheiten los. Lass die alten Denkweisen los. Sinne in Deinem Denken auf das Neue. Mache Dir Deine neue Natur und Identität bewusst.

Dieses beständig erneuert werden im Bewusstsein und Denken ist ein laufender Prozess. Es geschieht immer, unentwegt, rund um die Uhr. Deswegen sollen wir mehr und mehr erkennen, dass wir im Neuen sind. Dann werden wir auch mehr und mehr das Neue erleben. Dadurch werden wir als Folge automatisch das Alte hinter uns lassen und es wird einfach zur Seite weg fallen. Wo wir im Neuen denken, da hat das Alte keinen Platz mehr. Wo wir im Neuen leben, da hat das Alte keinen Platz mehr.

Das Alte ist tot, der alte Mensch ist tot, Du bist eine NEUE Schöpfung. Also lebe auch im Neuen.

„Ich bin mit Christus gekreuzigt; und nun lebe ich, aber nicht mehr ich [selbst], sondern Christus lebt in mir […]“
(Galaterbrief 2,20 SLT)

Lass Dir vom Heiligen Geist Deinen Sinn erneuern. Lass Dein Denken erneuern. Denke so, dass es zu Deiner NEUEN Identität passt. Denke nicht mehr aus dem alten Menschen, sondern aus dem NEUEN Menschen.

„Und paßt euch nicht diesem Weltlauf an, sondern laßt euch [in eurem Wesen] verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der gute und wohlgefällige und vollkommene Wille Gottes ist“
(Römer 12,2 SLT)

Lass den alten, toten Menschen liegen. Lass ihn im Grab. Und schaue auf Jesus, der in Dir lebt (siehe auch Kolosser 1,27). Beobachte Deine Gedanken und Gefühle. Wenn was dem Alten entspringt, gib es Jesus hin und schau auf das Neue. Hilfreich ist es in solchen Momenten Jesus zu danken, für das Neue, was Du durch Ihn schon geworden bist (Übung siehe oben)


Konkrete Aussagen darüber, wer Du bist (als Zuspruch für Dich)

Was ist die Identität eines „ganz normalen Christen“?

Hinter den Aussagen findest Du in Klammern die Bibelverse, wo Du sie finden kannst. Die Aussagen hier sind keine direkten Bibel-Zitate sondern personalisierte Zusprüche, die sich aus den Versen ableiten lassen. Gerne kannst Du diese Verse selber nachschlagen und auch mal verschiedene Übersetzungen vergleichen.

Deine neue Natur:

Du bist eine neue Schöpfung, das Alte ist vergangen
(siehe 2.Korinther 5,17)

Du bist die Gerechtigkeit Gottes in Christus
(siehe 2.Korinther 5,21)

Du bist rein gewaschen, geheiligt und gerechtfertigt durch Jesus
(siehe 1.Korinther 6,11)

Du bist in Jesus und Er lebt in Dir
(siehe 1.Korinther 1,30 und Kolosser 1,27)

Du hast den Christus angezogen
(siehe Galater 3,27)

Du hast den Geist des Christus
(siehe Römer 8,9)

Du hast Christi Sinn/Denken
(siehe 1.Korinther 2,16)

Du bist ein Teilhaber der göttlichen Natur
(siehe 2.Petrus 1,4)

Du bist frei von Verdammnis
(siehe Römer 8,1)

Du bist losgekauft vom Fluch des Gesetzes
(siehe Galater 3,13)

Du bist ein Tempel des Heiligen Geistes
(siehe 1.Korinther 6,19)

Du bist ein vollwertiges Kind Gottes
(siehe Johannes 1,12f.)

Du hast den Geist der Sohnschaft empfangen, und darfst rufen: „Abba, lieber Vater!“
(siehe Römer 8,15)

Du bist ein Kind Gottes, Du bist unendlich geliebt
(siehe 1.Johannes 3,1)

Du bist gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt
(siehe Epheser 1,3)


Deine neue Beziehung zu Gott:

Du bist verborgen mit Jesus in Gott
(siehe Kolosser 3,3)

Du bist ein Kind Gottes, Du bist unendlich geliebt
(siehe 1.Johannes 3,1)

Du bist vollkommen vom Vater akzeptiert und angenommen
(siehe Römer 8,15)

Du bist vollkommen geliebt
(siehe Johannes 15,9)

Du hast Zutritt zum Vater
(siehe Epheser 2,18)

Du kannst freimütig hinzutreten zum Thron der Gnade, wann immer Du Hilfe brauchst
(siehe Hebräer 4,16)

Du empfängst Barmherzigkeit und findest Gnade und Hilfe in Gottes Gegenwart
(siehe Hebräer 4,16)

Du bist ein Freund Jesu
(siehe Johannes 15,15)

Du empfängst Gnade um Gnade aus Jesu Fülle
(siehe Johannes 1,16)

Du bist ein Geist mit Gott
(siehe 1.Korinther 6,17)


Deine Identität und das Himmelsreich:

Du bist oben, auferweckt mit Jesus, Du bist nicht unten
(siehe Kolosser 3,1)

Du bist gesetzt an Himmlische Örter
(siehe Epheser 2,6)

Du bist ein Geist mit Gott
(siehe 1.Korinther 6,17)

Du bist verborgen in Gott mit Christus
(siehe Kolosser 3,3)

Du bist herausgerettet aus dem Reich der Finsternis und hinein versetzt in das Reich des Sohnes der Liebe (siehe Kolosser 1,13)

Du bist ein Himmelsbürger
(siehe Philipper 3,20)

Du bist gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt
(siehe Epheser 1,3)

Du trägst das Reich Gottes inwendig in Dir
(siehe Lukas 17,21)


Praktisches Leben mit Jesus. Nachfolge, Dienst und Berufung:

Jesus ist Dein Vorbild, Du ahmst Ihn nach, Du tust das, was Er tat
(siehe 1.Korinther 11,1 und Johannes 14,12)

Du bist ein Sohn Gottes und wirst vom Geist Gottes geleitet
(siehe Römer 8,14)

Du hörst Jesus Stimme und Du folgst Ihm nach
(siehe Johannes 10,27)

Du hast Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten und über die ganze Macht des feindes, und NICHTS soll Dir schaden
(siehe Lukas 10,19)

Du bist aus Gott geboren und der böse satan tastet Dich nicht an
(siehe 1.Johannes 5,18)

Du bist Kopf und nicht Schwanz
(siehe 5.Mose 28,13)

Du wirst die gleichen Werke tun wie Jesus, weil Er zum Vater gegangen ist
(siehe Johannes 14,12)

Du wirst noch größere Werke tun als Jesus, weil Er zum Vater gegangen ist
(siehe Johannes 14,12)

Du hast Christi Sinn/Denken, auch im Praktischen
(siehe 1.Korinther 2,16)

Du hast den Dienst der Versöhnung
(siehe 2.Korinther 5,18)

Du bist Botschafter an Christi statt und rufst: „Laßt euch versöhnen mit Gott! Denn Er hat Eure Sünden vergeben!“
(siehe 2.Korinther 5,19 und 20)

Du bist ein wandelnder Tempel des Heiligen Geistes, Leute erfahren deshalb Gottes Gegenwart, wenn sie in Deine Nähe kommen
(siehe 1.Korinther 6,19)

Du bist ein königliche/r Priester/in in dieser Welt
(siehe Offenbarung 1,6)

Du bist Gottes Leib. Du bist eins Seiner Organe auf Erden. Du bist eins von Gottes Gliedern auf Erden (siehe Kolosser 3,15 und 1.Korinther Kapitel 12)

Du bist ein offener Himmel, denn Jesus lebt in Dir. Du trägst die Gegenwart Gottes in die Welt
(siehe Kolosser 1,27)

Das Königreich Gottes ist in Dir, denn der König der Könige lebt in Dir
(siehe Kolosser 1,27)

Du trägst das Reich Gottes inwendig in Dir und in die Welt hinein
(siehe Lukas 17,21)

Du bist gerecht gemacht worden, und deshalb werden Deine Gebete auch VIEL bewirken
(siehe Jakobus 5,16)

Du bist ein neu geschaffenes Kind des Lebendigen Gottes und Gott hat gute Werke für Dich vorbereitet (siehe Epheser 2,10)

Du bist gesegnet mit jeder geistlichen Segnung der Himmelswelt und Du kannst damit den Menschen helfen
(siehe Epheser 1,3)

Du bist in Christus, Christus ist in Dir, Du trägst Jesus zu den Menschen
(siehe 1.Korinther 1,30 und Koloser 1,27)

Du bist das Salz der Erde und das Licht der Welt
(siehe Matthäus 5,13f.)

Nur Güte und Gnade werden Dir folgen alle Tage Deines Lebens
(siehe Psalm 23,6)

Hier findest Du weitere Artikel zum Thema:

 

Nachtrag

Über die „Braut Jesu“:

Passend auch zum Thema „Wert in Jesus“: Über die „Braut Jesu“, die jeder Gläubige ist, jeder, der Jesus angenommen hat.
Wir wollen diese Lehreinheit hier empfehlen, die wir im Jahr 2017 dazu im Rahmen der Jahresprophetie geschrieben hatten. Die Botschaft ist sehr ausführlich und praktisch zum Thema „Braut Jesu“ und daher noch immer hilfreich:

 


Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:



Alle weiteren Beiträge der Themenreihe Berufung:

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12# (Geistliche) Kämpfe (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

Licht und Dunkelheit 2
In Deiner Berufung zu leben und mit Jesus unterwegs zu sein wird nicht ohne Angriffe, Anfeindungen, Probleme und Herausforderungen ablaufen.

In diesem Mini-Input erfährst Du, wie Du damit umgehen kannst.

Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:
14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesem Video:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Video:

(Direktlink zum Video: http://youtu.be/XThx5TGbjkQ )

Und hier als Audiodateien zum Anhören oder Herunterladen:

 53:03 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

 Mini-Input in Textform zum Lesen:

In Deiner Berufung zu leben und mit Jesus unterwegs zu sein wird nicht ohne Angriffe, Anfeindungen, Probleme und Herausforderungen ablaufen. Woher kommen diese Kämpfe?
Wenn Du ein Pionier bist, dann bewegst Du Dich in Bereichen von denen andere Christen oft noch nichtmal wissen, dass diese Orte überhaupt existieren. Nicht jeder kann und wird Dich verstehen, wenn Du in Dinge Gottes reingehst, die das gewohnte Maß der Leute übersteigen.

Gott trainiert Dich im Leben als Überwinder. Logischerweise brauchst Du dazu auch Dinge, die Du mit Ihm zusammen überwinden kannst. Also lässt Gott in Seiner Weisheit die (für Dein Training) richtigen Dinge zu, von denen Er weiß, dass Du diese Herausforderungen auch meistern kannst und wirst.

Auch wenn Du gerade Glauben, Geduld und Ausharren lernst ist das nicht immer einfach. Das braucht eben Zeit. Und oft braucht das eben auch Umstände, die nicht so einfach und nicht so angenehm sind.

Weiterhin dient das läuternde Feuer der Umstände der eigenen Entwicklung und Veränderung. Unter dem Druck der Probleme und Kämpfe kommen oft Dinge aus dem eigenen Herzen hoch, die da nicht reingehören. Manchmal braucht man das Feuer der Umstände um darin geläutert zu werden wie Gold oder Silber. Durch die Hitze des Feuers werden diese Dinge gelöst und steigen an die Oberfläche. Erst dadurch werden sie auch sichtbar. Dann kann man sie zusammen mit dem Heiligen Geist bearbeiten.

Und manche (unnötigen) Kämpfe verursacht man selber durch Sünde oder eigene Dummheit. Das sollte man lassen.

Wenn Du beginnst, mehr und mehr in Deiner Berufung zu leben und mehr und mehr wirksam wirst für das Reich Gottes, dann wirst Du auch mehr und mehr zu einer echten Bedrohung für satan und seine Untertanen. Das ist wie die Einnahme des Verheißenen Landes im Buch Josua. Als Bild gesprochen: Das Land Deiner Verheißung, wohin Gott Dich berufen hat, ist sehr wahrscheinlich noch von Feinden besetzt. Und die müssen raus, damit Du dort siedeln und bauen kannst. Die Feinde werden sich wehren und versuchen, Dich zu bekämpfen und aus dem Land draußen zu halten. Wenn Du in das Land reingehst, das Gott Dir verheißen hat, dann wird das Reich Gottes in Dir auf das Reich der Finsternis prallen. Es wird einen Zusammenstoß geben. Das ist eine gute Sache, weil Du in Jesus den Sieg hast. Denn der Feind ist schon besiegt (siehe Kol. 2, 15).

Der geistliche Kampf in der unsichtbaren Welt:

Es gibt einen Kampf in der unsichtbaren Welt. Wir kämpfen nicht gegen Menschen. Denn die Menschen werden selber von den geistlichen Mächten benutzt. Die Menschen, die uns angreifen sind damit selber Opfer. Unser Kampf richtet sich

„gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]“
(aus Epheser 6, 12; Schlachter).

Jesus sagt:

„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluß haben. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe.“
(Johannes 10, 10 – 11; Schlachter)

satan kommt um den Menschen Leid, Tod, Krankheit, Streit, Armut, Flüche etc. zu bringen. Das alles kommt von satan, nicht von Gott. Gott kann es aber gebrauchen, um uns daraus etwas Gutes erwachsen zu lassen. Denn Jesus starb am Kreuz für uns und Er bezahlte den höchsten Preis um alles wiederherzustellen, was satan und die von ihm benutzten Menschen kaputtgemacht, beschädigt, verdreckt, pervertiert etc. haben.

Alle Dinge müssen Dir zum besten dienen (siehe Römer 8, 28). Wenn satan und die von ihm benutzten Menschen Dreck auf Dich werfen, dann kann Gott das in Dünger für Dich verwandeln, aus dem viel Frucht entsteht. Gott kann aus Mist Gold machen.

„Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.“
(Lukas 10, 19; Schlachter)

Du kämpfst nicht, um den Sieg zu erringen. Du kämpfst von der Position des Sieges aus.

Jesus hat den Feind schon besiegt, Sein Tod am Kreuz brachte uns schon den Sieg (siehe Kol. 2, 15). Jesus hat uns die Vollmacht gegeben, Seinen Sieg anzuwenden und hier auf Erden umzusetzen. Deswegen haben wir Vollmacht über alle Gewalt satans.
Mehr zu diesem Thema geistlicher Kampf findest Du im Epheserbrief, Kapitel 6, Verse 10 bis 20.

Hinweise zum Umgang mit Kämpfen

Wenn Du in Kämpfen, Anfechtungen, Prüfungen, Herausforderungen etc. drinsteckst, dann sei Dir bewusst: Gott ist mit Dir dadrin und Er gibt Dir allezeit Sieg in Christus (siehe 2. Korinther 2, 14). Schau auf Jesus. Bleibe nah an IHM. Lasse Dich nicht dazu herab, dass Du die ganze Zeit auf den Feind schaust. Schaue auf Jesus.

Alles MUSS Dir zum Besten dienen (siehe Römer 8, 28). Denn Gott ist mit Dir da drin. Jeder Kampf, jedes Problem und jede Herausforderung hat auch Beziehungsaspekte. Was bedeutet „Beziehungsaspekte“? Das heißt, dass Gott Dir in genau diesen Umständen auf eine Art und Weise begegnen möchte, wie Er es nicht könnte, wenn die Umstände besser, einfacher, problemloser wären.

Siehe Psalm 23. Jesus ist der Gute Hirte. Er ist der, der Dich auf grünen Auen lagert. Er ist der, der Dich zu stillen Wasser führt. Er ist der, der Dein Haupt mit Öl salbt. Aber wenn man Gott als Tröster und Beschützer erleben und kennenlernen will, dann braucht man dazu das finstere Tal. Wenn man den Tisch im Angesicht der Feinde sehen will, dann braucht das logischerweise auch ein paar Feinde als Zuschauer.

Es ist nicht möglich, Gott als den Heiler kennenzulernen wenn keine Krankheit gegenwärtig ist.
Es ist nicht möglich, Gott als den Tröster kennenzulernen wenn keine Umstände, die Dich überfordern, gegenwärtig sind.

Es ist nicht möglich, Gott als den Versorger kennenzulernen wenn kein Mangel gegenwärtig ist.

Es ist nicht möglich, Gott als den Beschützer kennenzulernen wenn keine Gefahren bzw. Feinde gegenwärtig sind.

Und so trägt jedes Problem und jede unangenehme Situation in sich etwas Gutes für Dich. Denn Jesus steht inmitten dieser Umstände, Er wartet auf Dich mit einem Geschenk in der Hand. Er hat etwas Gutes für Dich in jeder Situation und Er hat einen Plan für Dich, der viel größer ist als die aktuellen Umstände. Der Weg, den Jesus für Dich hat, ist so viel größer als die vorübergehende Phase der Umstände. Jede Phase auf dem Weg mit Jesus muss Dir zum Besten dienen, auch die unangenehmen (siehe Römer 8, 28).

Jesus Christus ist die Lösung. Egal wie die Probleme, Kämpfe, Umstände etc. sein mögen, es sind IMMER bestimmte Aspekte Seines Wesens, welche die Lösung bringen. Denn Er trägt ALLES in Sich, in Jesus ist ALLES vorhanden.

Lerne Ihn kennen in den Umständen. Lerne Gott inmitten der Kämpfe und Probleme kennen. Es geht nicht vordergründig darum, was Er jetzt sofort für Dich tun kann, um Dich aus den Kämpfen, Problemen und Umständen zu retten. Es geht nicht zuerst darum, dass Du Gottes rettende, helfende, versorgende und befreiende Hand suchst. Es geht zuerst darum, dass Du Sein Angesicht und Sein Herz suchst. Es geht zuallererst darum, WER ER IST und WER ER FÜR DICH SEIN MÖCHTE. Gott ist der Mittelpunkt, deswegen geht es IMMER um Eure Beziehung und darum, dass Du Sein Wesen und Seine Natur tiefer kennenlernst. Lerne Ihn in den Kämpfen, Problemen und Umständen besser kennen. Bete Ihn an. Schaue auf Jesus. Vertiefe eure Beziehung. Daraus wird folgen, dass sich Deine äußeren Umstände verändern. Und auch Du selbst veränderst Dich dabei.

Manchmal ziehen sich Umstände in die Länge, weil wir Geduld und Ausharren lernen müssen. Manchmal geht es dann in Dienst und Berufung nicht vorwärts. Es gibt Phasen, da ist der Herr mehr daran interessiert etwas IN UNS zu tun, als etwas DURCH UNS zu tun.
Manchmal kann man sagen: Wenn es auf dem Weg nicht vorwärts geht, dann führt Dich der Weg in die Tiefe. Bitte Gott um Weisheit. Bitte Ihn um die Frucht des Geistes. Und bitte Ihn um Sein klares Reden zu Dir, darüber was gerade los ist und wie Du Dich in der Situation verhalten sollst.

Praktisch:

Gehe in die Anbetung. Bete Gott an IN genau diesen Umständen. Dadurch schaust Du auf Ihn und richtest Dein Herz auf Ihn aus. Du schaust in der Anbetung auf Jesus und nicht auf die Umstände. Du öffnest Dich für Sein Reden. Du gibst Dich Ihm hin. Du empfängst von Ihm.

(Bete in Sprachen… Hier im Artikel auch mehr dazu: Die heilende Wirkung des Sprachengebets (geistliche, seelische und körperliche Heilung) )

 

Schaue auf Jesus. In der Stelle, wo Jesus auf dem Wasser wandelte, wird das sehr gut deutlich (siehe Matthäus 14, 22ff.). Solange Petrus auf Jesus sah, konnte er auf dem Wasser (den Umständen) gehen. Er stand also über den Dingen, solange er auf Jesus sah. Als Petrus aber auf den Sturm (die Probleme) sah, fürchtete er sich (reagierte seelisch und nicht aus Glauben) und begann zu sinken (von den Umständen überwältigt zu werden).

(In diesem Artikel auch Hilfen dazu: Wenn Du Gottes Stimme momentan nicht wahrnehmen kannst (Tipps) oder: Wenn Gott schweigt… )

 

Frage Gott: WER willst Du für mich sein? WER willst Du für mich Sein, der Du ohne diese Kämpfe, Umstände bzw. Probleme nicht sein könntest?

Wie wirken sich die Kämpfe, Umstände bzw. Probleme auf Deine Beziehung zu Gott aus?
Birg Dich bei Gott. Geh in das Versteck des Höchsten (siehe Psalm 91, 1 und 2). Geh in den Secret Place, in den geheimen, geistlichen Ort, den Gott für Dich hat. In Seiner Nähe. Gott ist Deine Zuflucht. Bei Ihm bist Du sicher. Schaue auf Ihn, auf Seine Größe und Majestät. Der Vater ist erhaben über alle Probleme, Umstände und Feinde. Bete Gott an in einer Position der Nähe zu Ihm. Sei IN Ihm. Erfahre den Frieden Gottes in Ihm.

Wenn Du magst, kannst Du auch den Psalm 91 laut vorlesen.

Verinnerliche, was in Römer 8, 28 steht:

„Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
(Schlachter)

D.h. alle Umstände müssen Dir zum Besten dienen. D.h. sie formen Dich und bringen Dich weiter auf dem Weg, den Gott für Dich hat. Gott benutzt alles was uns passiert, um daraus etwas Gutes für uns hervorzubringen.

Der Vers beinhaltet aber auch zwei Hinweise, wie Du Dich in den Umständen positionieren (bzw. innerlich halten) sollst:

„denen, die Gott lieben“ …

d.h. liebe Gott, bete Ihn an in den Umständen. Vertraue Ihm, dass Er einen vollkommenen Plan mit Dir hat.

„denen, die nach dem Vorsatz berufen sind“ …

d.h. Gott hat Dich auf einen Weg berufen. Die Umstände sind gerade Teil dieses Weges. Gott hat in Seiner Weisheit diese Dinge zugelassen, obwohl Er sie in Seiner Allmacht hätte verhindern können. D.h. das Positive was Er aus diesen Umständen machen will ist größer als das Negative dieser Umstände. Du solltest Dich innerlich so stellen, dass Du gemäß Gottes Vorsatz und Berufung in diesen Umständen wandeln kannst. Hierzu finden wir zwei Fragen in Apostelgeschichte 2, 12 und 37: „Was soll das wohl sein?“ und „Was sollen wir tun?“ (Schlachter) Diese beiden Fragen können Dir in allen Umständen und in allen Problemen helfen.

Frage Gott also:

„ Was bedeuten diese Umstände?“ und „Wie soll ich mich verhalten und positionieren?“

….

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11# Leistungsdruck, Burnout etc. (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

  Leistungsdruck Burnout

Wenn man in seiner Berufung von Gott leben will und Menschen dienen will, besteht die Gefahr, dass man sich überarbeitet und durch den Druck und Stress Schaden nimmt. Es kann sich eine Form von Gesetzlichkeit einschleichen, bei der die eigene Leistung überbetont wird.
Darum wird es in diesem Mini-Input gehen.

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14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesem Video:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Zum Video:

(Direktlink zum Video: http://youtu.be/FgKpPblxhME )

Und hier als Audiodateien zum Anhören oder Herunterladen:

29:39 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

Mini-Input in Textform zum Lesen:

Wenn man in seiner Berufung von Gott leben will und Menschen dienen will, besteht die Gefahr, dass man sich überarbeitet und durch den Druck und Stress Schaden nimmt. Es kann sich eine Form von Gesetzlichkeit einschleichen, bei der die eigene Leistung überbetont wird. Es kann passieren, dass man denkt, man müsse anderen (oder sich selbst) etwas beweisen durch die eigene Leistung und durch den eigenen Erfolg.

Es besteht die Gefahr, in der Beziehung zu Jesus abzustumpfen und sich durch den ganzen Druck von Jesus zu entfernen. Das kann passieren durch Umstände, Arbeitsbelastung, die Anforderungen der Menschen an einen und durch Ablenkungen. Die Gefahr ist dann, dass man durch den Druck, den Stress und die Ablenkungen mehr und mehr aus eigener Kraft weiterarbeitet.

„Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden?“
(Galater 3, 3; Schlachter-Übersetzung).

Stress:

Stress und Überarbeitung sind Waffen satans, die er benutzt, um uns davon abzuhalten wirksam im Reich Gottes zu werden und in unserer Berufung zu leben.
Durch Stress kann man sich innerlich von Jesus entfernen. Das hängt damit zusammen, dass der Körper und die Seele durch Stress in einem anderen Modus funktionieren. Körper und Seele sind dann im Modus „Kampf-oder-Flucht“. Das hängt auch mit Hormonen und dem vegetativen Nervensystem zusammen. Grob gesagt bedeutet das, dass sich Körper und Seele in den Vordergrund drängen und dass es einem dadurch schwerer fällt im Geist zu leben.

Dadurch lebt man dann mehr in der eigenen fleischlichen Kraft und nicht mehr in der Kraft des Heiligen Geistes. Dadurch dient man dann auch mehr und mehr in der eigenen Kraft und nicht mehr in der Kraft des Heiligen Geistes. Und oft merkt man selber es kaum, weil man ja für Gott arbeitet und rein äußerlich betrachtet ja eigentlich die richtigen Dinge tut. Nur eben aus der Kraft der Seele und des Fleisches. Wenn sich Körper und Seele durch den Stress in den Vordergrund drängen, dann fällt es einem meist auch schwerer, Jesu Stimme zu hören und Seine Nähe zu er-leben.

Eifer aus Gottes Kraft:

Eifer für das Reich Gottes ist richtig, nur eben mit himmlischer Vernunft, mit bzw. durch Gottes Gnade und in der Kraft des Heiligen Geistes. Wir sollten uns vor fleischlichem Aktionismus hüten.
Es ist Gottes Kraft, die durch Dich wirkt. Es ist Gottes Gnade, die durch Dich wirkt.
Dein Wert liegt nicht im Erfolg und im Tun. Dein Wert liegt nicht in Deiner Arbeitsleistung im Dienst. Du arbeitest nicht um wertvoll zu werden. Jesus hat Dir unbeschreiblichen Wert geschenkt, Du bist wertvoll, Du bist mit Ihm ganz oben angekommen (siehe Eph. 2, 6). Du arbeitest ausgehend vom Wert, nicht um einen Wert durch eigene Leistung zu erarbeiten. Du bist ein wertvolles, geliebtes Kind Gottes, daraus folgt, was Du als Dienst tust. Der Wert und die Liebe sind Gottes GESCHENK an Dich, Du musst es Dir nicht erst verdienen.

Du bist geliebt. Du bist wertvoll. Du bist gut genug in Gottes Augen. Du bist vollkommen angenommen.
Jesus hat ALLES am Kreuz getragen, was jemals zwischen Dir und Gott stehen könnte.

Was heißt das praktisch für Dich?

Nimm Dir Deine Zeit mit Gott. Setze Ihn an die erste Stelle, das heißt noch VOR Dienst und Berufung. Vernachlässige die Anbetung nicht. Finde Ruhe in Gottes Gegenwart, genieße Soaking, sei einfach in der Stille mit Gott. Lass Seinen Frieden in Deinem Herzen regieren. Lass den Heiligen Geist Deine Seele erquicken. … hierdurch empfängst Du vom Himmel das, was Du anderen Menschen im Dienen weitergeben sollst und kannst aus dem Überfluss dienen, ohne dass es an Deiner Substanz zehrt.
Kurz gefasst: entspannen, abschalten/loslassen, auftanken in Gottes Gegenwart.

Bevor Du neue Aufgaben und Projekte startest, frage Gott ob das auch in Seinem Willen für Dich liegt. Oftmals bürden sich Christen gut gemeint viel zu viel auf, d.h sie suchen sich Aufgaben, die von Gott garnicht für sie bestimmt sind. Bitte den Heiligen Geist Dir zu helfen, damit Du nur in DEN guten Werken wandelst und dienst, welche Gott zuvor für Dich bereitet hat (siehe Epheser 2, 10).
Überprüfe auch die Dinge, die Du bereits tust, also Deine aktuellen Aufgaben und Projekte. Sind sie von Gott für Dich vorgesehen? Sind sie noch in Gottes Plan für Dich? Breite Deine Aufgaben und Projekte vor Gott aus und lass Ihn sortieren, was noch für Dich dran ist.

Dein Wert ist in Jesus. Du bist geliebt. Sinne darüber nach. Verinnerliche es. Dein Wert hängt nicht von Deiner Leistung im Dienst ab. Gottes Liebe zu Dir ist unveränderlich, Gottes Liebe hängt nicht davon ab, wie gut Du in Deiner Berufung lebst.
Setze Dich Gottes Liebe aus. Werde still, kehre innerlich ein. Und lass Dich von Gott mit Seiner Vater-Liebe überschütten. Genieße es. Immer wieder.

Mehr zu Deinem Wert in Jesus findest Du auf unserem Blog. Hier findest Du auch zwei Soaking-Videos, die Dich beim Nachsinnen über dieses Thema unterstützen:

Das Loslassen ist sehr wichtig. Lass Deinen Dienst und die Menschen, denen Du dienst immer wieder los. Gebe sie bewusst in Jesu Hände und lass sie da. Gib sie Ihm ab, Er ist der Gute Hirte. Er trägt die Menschen, nicht Du.
Lege alles was Du trägst in Jesu Hände. Lege jede Belastung am Kreuz ab.

Nimm Dir bewusst Zeiten für Soaking. Mehr dazu findest Du auf unserer Website:

Prüfe Dich selber: Ist da Perfektionismus in mir?
Muss ich jemandem etwas beweisen? Z.B. anderen Menschen, meinen Eltern, geistlichen Leitern oder mir selbst?
Prüfe Dein Herz: Ist mein Eifern von Gott und gesund? Lebe ich noch aus der Kraft des Heiligen Geistes?
Höre ich noch die Stimme des Guten Hirten Jesus Christus und folge ich Ihm noch nach in allen Dingen?

Lass Dich nicht unter Druck setzen. Es gibt immer tausende Sachen, für die man noch beten KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Konferenzen, zu denen man noch gehen KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Predigten, die man sich noch anhören KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende christliche Bücher, die man noch lesen KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Dienste in Gemeinden, wo man noch mitarbeiten KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Projekte, die man noch finanziell unterstützen KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Menschen, denen man auch noch dienen KÖNNTE.
Und man KÖNNTE immer noch mehr fasten. Und man KÖNNTE immer noch mehr beten. Und man KÖNNTE immer noch mehr Bibel lesen und und und …
… man KÖNNTE … aber MUSST DU auch? Diese Dinge sind richtig und haben zu ihren Zeiten und in ihrem Maß auch ihren Platz. Aber MUSST DU das ALLES noch MEHR tun?
Viele Christen wollen andere unter Druck setzen, immer MEHR zu tun. Insbesondere gesetzliche Christen machen sowas.

Du kannst den Heiligen Geist fragen, ob das alles wirklich für Dich dran ist im Moment. Er wird Dir zeigen, WAS und WIEVIEL gerade jetzt für Dich richtig ist. Lasse Dich von Ihm leiten. Dann kannst Du den Menschen auch Grenzen setzen und auch mal „Nein.“ sagen. Oder Du kannst sagen: „Da muss ich erst Jesus zu fragen.“ Lasse Dich nicht stressen. Lass die Menschengefälligkeit los und schaue auf Jesus. Denn Jesus hat das Joch und den Stecken des Antreibers zerbrochen (siehe Jesaja 9, 3).

Bibelverse als Abschluss:

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“ (Matthäus 11, 28; Schlachter)

„Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“
(Philipper 4, 7; Schlachter)

„Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen“
(aus Kolosser 3, 15; Schlachter)

„Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offenbarung 22, 17; Schlachter)

„aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.“
(Jesaja 40, 31; Schlachter)

„Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!“
(Johannes 14, 27; Schlachter)

„Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“
(Johannes 16, 33; Schlachter)

Jesus Christus ist der Friedefürst (siehe Jesaja 9, 5).

Hier ein ein ähnlicher Mini-Input, der mit diesem Thema oft zusammenhängt:


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10# Herz des Dieners (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

Herz Dienen

Bei diesem Mini-Input geht es darum, Jesus ähnlicher zu werden. Es geht nicht nur darum, Jesus in Vollmacht, Heilungen, Zeichen und Wundern ähnlicher zu werden, sondern eben auch im Charakter, in Demut und in dienender Liebe.
Darum wird es in diesem Mini-Input gehen.

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14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesen drei Videos:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Video Teil 1:

(Direktlink zum 1. Video: http://youtu.be/q116dfH_5NE )

Video Teil 2:

(Direktlink zum 2. Video: http://youtu.be/yJYgNR2-Kyw )

Video Teil 3:

(Direktlink zum 3. Video: https://www.youtube.com/watch?v=_JiJAgM0pO8 )

Und hier gibt es alle 3 Teile in 1 Video:

(Externer Link zum Video: http://youtu.be/7pkGIfMDYsU )

Und hier als Audiodateien zum Anhören oder Herunterladen:

10:29 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

 05:36 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

10:10 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

Mini-Input in Textform zum Lesen:

Bei diesem Thema geht es darum, Jesus ähnlicher zu werden. Er ist Dein großer Bruder, Er ist Dein Vorbild. Es geht nicht nur darum, Jesus in Vollmacht, Heilungen, Zeichen und Wundern ähnlicher zu werden, sondern eben auch im Charakter, in Demut und in dienender Liebe.

„[…] Denn [der Herr] sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht;
denn der Mensch sieht auf das, was vor Augen ist,
der Herr aber sieht das Herz an!“

( 1. Samuel 16, 7 – Auszug davon; Schlachter)

Fundament und Säulen

Gott will Dir etwas Großes anvertrauen, davon bin ich fest überzeugt. Je größer etwas ist, desto stärker, fester und tiefer muss auch das Fundament sein. Das Fundament in Dir muss das tragen können, was Gott durch Dein Leben bauen möchte.
Deine Berufung braucht ein Fundament und tragende Säulen, auf die Gott etwas bauen kann, ohne dass es wackelig wird und zusammenkracht. Das Fundament ist Deine Beziehung zu Jesus Christus und damit auch zum Wort, zum Vater und zum Heiligen Geist. Die Säulen sind Dein Charakter und Deine Persönlichkeit. Deine Identität in Christus. Deine Motivationen und Herzenshaltungen. Die Frucht, des Heiligen Geistes in Deinem Leben. Demut ist auch eine Säule. Und die Agape-Liebe Gottes, die durch Dich fließt.
Vielleicht fallen Dir noch weitere Säulen ein.

Viele Berufungen bringen mit sich, dass man Ansehen, Geld, Einfluss, Macht, Ruhm etc. bekommt. Das bringt Versuchungen mit sich. Darüber müssen wir uns im Klaren sein. Ansehen, Geld, Einfluss, Macht, Ruhm etc. wirken wie ein Vergrößerungsglas. Sie vergrößern das was in uns ist. Sie zeigen die Tiefen unseres Charakters auf. Ist Dein Herz rein und auf Gott ausgerichtet, dann wirst Du Dein Ansehen, Geld, Einfluss, Macht, Ruhm etc. dafür einsetzen um das Reich Gottes zu bauen und Menschen zu helfen. Wenn jemandes Herz nicht sauber ist, wird er/sie diese Dinge nutzen um sein eigenes Reich zu bauen, sein eigenes Ego zu befriedigen und dafür Menschen missbrauchen und ausnutzen.

„Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein.
Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden;
und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“

(Matthäus 23, 11 – 12; Schlachter)

„Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind,
der ist der Größte im Reich der Himmel.“

(Matthäus 18, 4; Schlachter)

Jesus zeigt uns das deutlich bei der Fußwaschung (siehe Johannes 13): Jesus, der König der Könige, verrichtet hier eine der niedrigsten Arbeiten der damaligen Zeit. Der Höchste macht sich klein um Seinen Jüngern zu dienen.
Heidi Baker drückt das so aus, dass sie sich hinkniet, damit andere ihren Rücken als Trittleiter benutzen können um dadurch höher zu kommen.
Das ist ein Geheimnis im Reich Gottes.

Gott vertraut uns Dinge und Menschen an. Er will, dass wir verantwortungsvoll in Seinem Sinne mit den Dingen und mit den Menschen umgehen. Das heißt, unser Herz muss vor Gott in Ordnung sein. Unsere Herzenshaltungen bzw. Motive müssen sauber sein. Gott hilft uns dabei. Er gebraucht uns auch, wenn wir noch nicht ganz sauber sind. Er gebraucht uns auch mit unseren Verletzungen und Unvollkommenheiten. Aber Er lässt uns nicht so. Gott verändert uns unterwegs.

Gott hat schon an Deinem Herzen gewirkt:

„denn die Liebe Gottes ist ausgegossen in unsere Herzen
durch den Heiligen Geist, der uns gegeben worden ist.“
(Aus Römer 5, 5; Schlachter)

Aber Gott tut noch mehr dazu:

„Die Frucht des Geistes aber ist
Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut, Selbstbeherrschung.“

(Galater 5, 22; Schlachter)

Das heißt, der Heilige Geist bringt neben der Liebe auch die anderen Bestandteile der Frucht mit. Sie ist schon vorhanden in Dir. Lass Dich darauf ein, lass die Liebe hervorkommen in Deinem Leben. Lass die Frucht des Geistes hervorkommen in Deinem Leben.

Praktisch:

Bitte Jesus um Hilfe dabei ein dienendes Herz zu entwickeln. Gib Dich Ihm hin. Vielleicht will Er Stolz oder so etwas wegnehmen. Bitte den Heiligen Geist, Dir aufzuzeigen, was in Deinem Herzen ist und was da vielleicht nicht reingehört.

„Laß […] das Sinnen meines Herzens wohlgefällig sein vor dir,
Herr, mein Fels und mein Erlöser!“
(Aus Psalm 19, 15 ; Schlachter)

Bitte den Heiligen Geist Dich von Stolz, Unvergebenheit, Neid, Missgunst, Eitelkeit, Geltungsbedürfnis etc. zu reinigen.

Bitte den Heiligen Geist, Dir echte Demut und Liebe zu geben.

Bitte den Heiligen Geist, dass Er in Dir die ganze Frucht des Geistes (siehe Gal. 5, 22) beständig zum Vorschein bringt.

„Mehr als alles andere behüte dein Herz; denn von ihm geht das Leben aus.“
(Sprüche 4, 23 ; Schlachter)

Wir können immer mal wieder prüfen: Ist mein Herz noch aufrichtig und richtig vor Gott?
Wir können achtsam auf unser Herz schauen und sehen, was in unserem Herzen los ist. Wir können dort die Liebe Gottes bewusst erfahren. Wenn wir dabei anderes finden, wie z.B. die Frucht des Fleisches, Bitterkeit, Unvergebenheit, Härte, Neid, Missgunst etc., dann können wir das Jesus einfach hingeben und Ihn daran wirken lassen. Er wirkt an unserem Herzen und wir können in Seiner Liebe ruhen. Jesus bringt Beschneidung und Veränderung.
In Seiner Liebe.

„Mehr als alles andere behüte dein Herz;
denn von ihm geht das Leben aus.“

(Sprüche 4, 23; Schlachter)

Andere übersetzen hier, dass das Leben aus unserem Herzen herausfließt wie aus einer Quelle. Gott wirkt oft von innen nach außen. Er arbeitet in uns und das wird in unserem Leben auch von außen sichtbar. Seine Frucht wächst von innen nach außen durch uns.
Wenn Gott an deinem Herzen arbeitet, dann wirkt sich das auf Dein gesamtes Leben, auf Deinen gesamten Dienst aus. Was Gott in Deinem Herzen tut, das beeinflusst Dein Leben in Deiner Berufung. Es bringt Gottes Himmlische Qualitäten in alles, was Du tust. Wenn Gottes Himmlisches Leben durch Dein Herz fließt und Seine Liebe durch Dein Herz fließt, dann hat jeder Mensch, dem Du begegnest und dienst, durch Dich eine Begegnung mit dem Himmel.

Nimm Dir Zettel und Stift. Und spüre in Dich hinein, wem Du in nächster Zeit auf welche Art und Weise dienen sollst. Frage den Heiligen Geist, ob Er Dich gerade zu jemandem bestimmtes senden möchte.

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Hast Du ein ermutigendes Zeugnis zum Thema Berufung?

Lieber Leser,

 Ermutigung Zeugnisseit einer Weile gibt es auf dieser Internetseite eine Themenreihe über Berufung.

Vielleicht hast Du Dir manche Beiträge schon angesehen und auch schon das Textdokument ausgedruckt und ausgefüllt.

Vielleicht lebst Du schon Deine Berufung und Dir ist beim Lesen eingefallen, wie es war, als Gott Dich berufen hat. Vielleicht warst Du sofort begeistert oder Du hast Gott erstmal gefragt: „Warum ich??“ Und Er hat Dich dann ermutigt, Deine Berufung zu ergreifen…

Oder Du hast gerade erst erfahren, was Deine Berufung ist. Und jetzt bist Du entmutigt, weil es vielleicht langsam vorangeht oder die Umstände wie das Gegenteil aussehen.

Die Kommentare unter diesem Artikel sollen dazu dienen, dass wir einander ermutigen!

„Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie
und macht sichere Schritte mit euren Füßen,
damit nicht jemand strauchle wie ein Lahmer,
sondern vielmehr gesund werde.
(Hebräer 12, 12-13)

Schreibe doch in einem Kommentar unter diesem Artikel, wie Gott Dich ermutigt hat, Deinen Weg zu gehen.

Vielleicht fällt Dir etwas ein, das Du auch öffentlich Weitergeben kannst, damit auch andere ermutigt werden. Nimm Dir hierzu doch mal Zeit und frage Gott, ob Du ein paar Zeilen unter diesem Artikel schreiben sollst.

(Beachte dazu bitte die „Hinweise zur Kommentarfunktion“)

Du kannst auch Deine E-Mail-Adresse im Kommentar angeben, wenn ein Leser Dich per E-Mail kontaktieren möchte.

Auch wenn nicht immer eine Rückmeldung zu einem Kommentar kommt: Wer weiß, vielleicht ist jemand hier, der Deine Zeilen still liest, nicht darauf antwortet, aber mit (neuer) Freude seinen Weg weitergeht..?

 Freude

Wir wünschen Dir viel Segen mit der Themenreihe und auf Deinem Lebensweg mit Jesus.

Julia und Tobias


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#8 Liebe zum geschriebenen Wort (Mini-Input zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“)

Bibel Brief

Egal, was Deine Berufung sein mag und egal, welche Dienste daraus entstehen mögen, Du brauchst eine Liebe zum geschriebenen Wort Gottes.
Darum wird es in diesem Mini-Input gehen.

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14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören –  in diesem Video:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

(Direktlink zum Video: https://www.youtube.com/watch?v=WiN4pWA7yzY )

Und hier als Audiodatei zum Anhören oder Herunterladen:

28:48 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

Mini-Input in Textform zum Lesen:

Egal, was Deine Berufung sein mag und egal, welche Dienste daraus entstehen mögen, Du brauchst eine Liebe zum geschriebenen Wort Gottes. Du brauchst ein Bibelwissen, das durch den Heiligen Geist mit Leben gefüllt und erfüllt wurde.
Die Buchstaben werden durch Geist-geführte Erkenntnis und Offenbarung lebendig. Und so nährt das Wort Dich. Es leitet Dich. Es verändert Dich. Es wird zur greifbaren Substanz in Deinem Leben.

Jesus ist das Wort

Das „Wort Gottes“ ist kein Buch. Es ist eine Person. Jesus Christus.

Offenbarung 19, 13:
„Und er ist bekleidet mit einem Gewand, das in Blut getaucht ist, und sein Name heißt: »Das Wort Gottes«.“ (Schlachter)

Johannes 1:
„1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott.
2 Dieses war im Anfang bei Gott.
3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch nicht eines entstanden, was entstanden ist.
4 In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.

14 Und das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, voller Gnade und Wahrheit.“ (Schlachter)

Das Buch folgt aus der Person. Die Bibel kommt aus den Lebendigen Worten von Jesus Christus, vom Vater und vom Heiligen Geist. Die Schriften entstanden aus dem Lebendigen Wort Gottes, das durch den Heiligen Geist durch die Propheten und Apostel floss. Das Buch ist nicht zu verstehen ohne die Beziehung zur Person. Die Pharisäer wollten das Leben in den Schriften finden, lehnten aber Jesus Christus ab, der vor ihnen stand. Der Buchstabe tötet, der Geist macht lebendig.
Es geht nicht um Deine innige Beziehung zum Buch, zu den Schriften. Es geht um Deine innige und lebendige Beziehung zum Vater, zum Sohn und zum Heiligen Geist.
Es geht um eine Beziehung. Es geht um eine Begegnung. Es geht um ein Kennenlernen. Wie ist es, wenn Du Informationen über eine Person weißt, weil Du sie in einer Akte gelesen und auswendig gelernt hast? Informationen wie: Geburtstag, Schulbildung, Lebenslauf, Hobbies, Schulnoten, Lieblingsbücher etc. … Kennst Du diese Person dann so, wie man seinen Freund kennt? Jetzt wo Du diese Informationen über die Person gelesen hast, kennst Du diese Person dann so, wie man seinen großen, lieben Bruder kennt? Jetzt wo Du all das Wissen über diese Person in Deinem Kopf hast, kennst Du diese Person dann so, wie man seinen Geliebten kennt? Und bist Du dadurch dann in einer Beziehung MIT der Person, wenn Du etwas ÜBER die Person gelesen hast?

Kein bloßes auswendiggelerntes Kopf-Wissen

Es geht nicht darum, bloß Informationen aus der Bibel in Deinem Kopf zu speichern. Es geht nicht um Informationsverarbeitung. Das kann ein Computer auch. Es geht um ein „geistliches Verarbeiten“ des Wortes.
Der Kopf ist Seele, der Kopf ist Fleisch. Es geht aber um ein geistliches Verarbeiten und Verdauen.

Manche benutzen die Bibel um etwas über Gott zu lernen (Kopfwissen) und um zu wissen, wie sie sich als Christ verhalten sollen (Regeln). Das darf nicht die Beziehung ersetzen.
Jesus sagt in Joh. 10, 27: Meine Schafe hören Meine Stimme.

Das geschriebene Wort führt uns ins praktische und greifbare Er-Leben im Geist.

Das geschriebene Wort und der Heilige Geist wirken zusammen

Es ist immer ein Zusammenspiel der Schrift/ Bibel und des Heiligen Geistes.

Schaut mal, was Jesus hier zu den Pharisäern sagt:

Johannes 5, 39:
„Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, in ihnen das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir Zeugnis geben.“ (Schlachter)

Wir sollten aufpassen, dass es uns nicht genauso ergeht, denn „der Buchstabe tötet, aber der Geist macht lebendig“ (aus 2. Kor. 3, 6; Schlachter).

Das Wort muss Dich in eine Begegnung mit Gott führen. In Johannes 6, 63 sagt Jesus: „Die Worte, die ich zu euch rede, sind Geist und sind Leben.“ (Schlachter)
Es geht hier um eine geistige Realität. Eine Erfahrung mit Jesus Christus, mit dem Vater, mit dem Heiligen Geist. In dem Moment, wo Du die Worte Gottes liest oder aussprichst, genau in dem Moment wirkt der Heilige Geist in Dir. Er wirkt an Dir. Er bringt Gottes himmlisches Leben durch das himmlische Wort in Dir hervor.
Du hast keine Beziehung zu einer Ansammlung von Buchstaben, Du hast eine Beziehung zum Lebendigen Gott!
Die Schriften helfen Dir dabei.

Das geschriebene Wort soll Dich immer in eine Begegnung mit Gott führen. Wie ein Wegweiser in Gottes Gegenwart. Du bleibst nicht am Wegweiser stehen, Du gehst dahin weiter, wohin er zeigt. Du folgst dem Wegweiser und kommst ans Ziel, Du kommst in die Gegenwart Gottes. Die Bibel leitet Dich in eine reale Begegnung mit dem Drei-einigen Gott. Dadurch wird die Bibel erfahrbar und dadurch praktisch anwendbar. Das Bibelwissen zusammen mit der Begegnung mit Gott verändert Dich und beschneidet Dich.

Da Jesu Worte Geist und Leben sind (siehe Joh. 6, 63) kannst Du einfach erkennen, ob Du Dich dem geschriebenen Wort auf die richtige Art näherst: Wenn Du innerlich wahrnimmst, dass Gottes Heiliger Geist dabei in Dir und an Dir wirkt. Und daran, dass Er das himmlische Leben in Dir wachsen lässt. Z. B. die Frucht des Geistes (siehe Galaterbrief 5, 22). Du weißt es innerlich einfach, weil Du Deinen Vater im Himmel kennst.

Hebräer 4, 12:
„Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schärfer als jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet sowohl Seele als auch Geist, sowohl Mark als auch Bein, und es ist ein Richter der Gedanken und Gesinnungen des Herzens.“ (Schlachter)

Das Geist-erfüllte Wort ist unser Schwert. Es zeigt uns, was geistlich ist und was seelisch. Man könnte es auch als Bedienungsanleitung für das Leben im Geist bezeichnen. Als Handbuch für die geistliche Beziehung zwischen einem geistlichen Wesen (was wir durch die Wiedergeburt und durch die Neue Schöpfung sind) zu einem Gott, der von sich sagt „Gott ist Geist“ (siehe Johannes 4, 24). Gleichzeitig ist das Wort ein Geschichtsbuch, Aufzeichnungen, wo Gott mit Seinen Leuten Geschichte schrieb. Und das alles hat auch mit Dir zu tun. Gleichzeitig ist es eine Love-Story. Die Liebe Gottes zu den Menschen. Und gleichzeitig ist es ein Liebesbrief Gottes an die Welt. Und gleichzeitig ist es ein Selbstporträt Gottes, in welchem Er sich selbst offenbart. Wo Gott zeigt, wie Er wirklich ist.

Schäfchen sind Wiederkäuer. Das heißt, sie müssen nach dem Essen das ganze nochmal hochholen und in Ruhe drauf rumkauen. Würden die Schäfchen das nicht tun, würden sie verhungern obwohl sie Unmengen Gras gefressen haben.
Das Verdauen des Wortes ist mindestens so wichtig wie das Essen des Wortes. Du brauchst beides. Du brauchst das Essen und das Wiederkäuen bzw. das Verdauen. Nimm Dir also Zeit zum Bibellesen, aber auch Zeit zum Nachsinnen, drüber beten. Nimm Dir Zeit für Stille und denke tiefe Gedanken mit Gott.

„Manche Menschen lesen ihre Bibel in Hebräisch, manche lesen sie in Alt-Griechisch.
Ich lese meine Bibel im Heiligen Geist.“
(Zitat von Smith Wigglesworth)

Das Wort und der Heilige Geist wirken zusammen und bewegen etwas in Dir. Sie verändern etwas in Dir. Sie bringen eine greifbare, geistliche Substanz in Dir hervor. Sie bringen etwas Reales in Dir hervor, nicht bloß Kopf-Wissen und Informationen. Der Geist baut Substanz in Dir auf, aus dem Wort. Und so gründen sich Dein Glauben und Dein Leben auf dem Fundament des Wortes. Du wurzelst Dich fest in der geistlichen Substanz des Wortes.

Gott spricht nicht nur durch die Bibel, Er will auch direkt zu Dir sprechen, z.B. durch Eindrücke, Bilder, Prophetien und Träume.
Eindrücke und Prophetien dürfen dem geschriebenen Wort Gottes nicht widersprechen. Wir prüfen die Botschaften an der Bibel, nicht nach unseren Ansichten, Meinungen, Vorlieben, Wünschen oder Traditionen.

1. Thess. 5, 19 – 21:
„Den Geist dämpft nicht!

Die Weissagung verachtet nicht!
Prüft alles, das Gute behaltet!“ (Schlachter)

Wenn Gott Dir im Geist eine Offenbarung zeigt, eine Erkenntnis gibt, Dir eine Bibel-Stelle auslegt/beleuchtet, dann geh tiefer rein. Sauge all das raus, was Gott für Dich da drin bereithält. Er hat Schätze für Dich verborgen. Gott hat Ressourcen für Deinen Weg (Berufung) speziell für Dich in Seinem Wort verborgen. Durch Jesus wird das zur Substanz in Deinem Leben. In Christus sind alle Schätze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen (siehe Kol. 2, 1-3).

Praktisch: Ein paar praktische Tipps im Folgenden:

Bibel-Übersetzung

Wir persönlich empfehlen die Schlachter-Übersetzung, weil sie nahe am Urtext ist und dennoch leicht zu lesen.

Hier kannst Du verschiedene Bibeln online lesen und nach bestimmten Begriffen durchsuchen: http://www.bibleserver.com/start/SLT

Verdauen

Lies Deine Bibel, lies das geschriebene Wort Gottes. Kaue drauf rum. Lies es wenn möglich laut, denn dadurch wird es über mehrere Sinne gleichzeitig aufgenommen und kann auch in der unsichtbaren Welt wirken. Nimm Dir dann Zeit zum Nachsinnen. Und dann kaue drauf rum. Sinne drüber nach. Kontempliere es. Rede mit Gott drüber. Lass es tief auf Dich wirken. Denke tiefe Gedanken mit Gott. Lass das Wort in Deinem Herzen wirken.
Evtl. magst Du spazieren gehen. Oder Du machst Soaking. Oder Du sitzt still und sinnst nach. Du brauchst tiefe Gespräche mit Gott über die Bibelverse. Er zeigt Dir die geistlichen Realitäten, die in den Bibelversen verborgen sind. Er lässt das Wort zur realen Substanz in Dir werden.

Aussprechen

Sprich das Wort Gottes aus. Laut. Sprich Gottes Verheißungen laut aus.
Du kannst die Bibelverse auch auf Dich persönlich beziehen. Z. B.:

  • Ich bin frei von Verdammnis, weil ich in Christus Jesus bin (siehe Römer 8, 1)
  • Ich bin die Gerechtigkeit Gottes durch Jesus (siehe 2. Korinther 5, 21)
  • Ich bin gesegnet mit jeder geistlichen Segnung in der Himmelswelt (Epheser 1, 3)

Mehr dazu findest Du im Mini-Input zum Thema Identität —> 9# Identität, Dein Tun folgt aus Deinem Sein

Geist-Leitung / Bibel-Stellen zu Deiner Berufung

Schau, zu welchen Bibel-Stellen der Heilige Geist Dich hinleitet. Er weiß, welches Futter Du brauchst, um in Deiner Berufung zu leben. Der Heilige Geist bildet Dich speziell dafür aus. Er leitet Dich. Er zeigt Dir Bibelstellen, die für Dich persönlich in genau dieser Zeit besonders wichtig sind. Schreib sie Dir auf. Lies sie in verschiedenen Übersetzungen. Ziehe jede Erkenntnis und Offenbarung aus diesen Stellen raus. Gehe tief rein und baue drauf auf, wie auf festen Säulen.

Bitte Ihn um Bibel-Stellen, die für Deine Berufung besonders wichtig sind. Vielleicht erklärt Er Dir etwas anhand einer biblischen Geschichte, die dann auf Dich und auf Deinen Lebensweg mit Gott bezogen wird. D.h. die Geschichte zeigt Dir etwas auf, was Dir im Leben in Deiner Berufung helfen wird.


Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:



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Hast Du Fragen zum Thema Berufung?

Lieber Leser,

  Frage Problemseit einer Weile gibt es auf dieser Internetseite eine Themenreihe über Berufung.

Vielleicht hast Du Dir manche Beiträge schon angesehen und auch schon das Textdokument ausgedruckt und ausgefüllt.

Vielleicht ist für Dich schon alles klar – super! :-)

Vielleicht hast Du aber eine bestimmte Frage und kommst nicht weiter? Vielleicht hast Du sogar jede Menge Fragen zu diesem Thema?

Dann darfst Du Deine Fragen natürlich gerne stellen!

Falls Du Fragen zum Textdokument hast,
dann kannst Du sie uns gerne stellen – bitte als Kommentar unter den Artikel zum Textdokument:

 

Falls Du Fragen zu einem einzelnen Beitrag der Themenreihe hast,
dann kannst Du sie uns gerne stellen – bitte als Kommentar unter den jeweiligen Artikel der Themenreihe:

 

Vielleicht hast Du eine Frage zum Thema Berufung, die mit den einzelnen Beiträgen nichts zu tun hat?

Dann kannst Du Deine Frage gerne unter diesen Artikel als Kommentar schreiben!

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Du kannst auch Deine E-Mail-Adresse im Kommentar angeben, wenn ein Leser Dich per E-Mail kontaktieren möchte.

 

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Das ist kein Problem. Wenn Du magst, dann kannst Du uns auch per E-Mail schreiben. Schreibe dazu eine kurze E-Mail an: julia.berndt(at)prophetenschule.eu

 

Wir haben natürlich nicht auf jede Frage eine Antwort.

Niemand weiß alles (außer Gott). Deshalb möchten wir Dir wirklich raten, im Dialog mit Gott zu sein! Besonders, wenn es um persönliche Entscheidungen geht.

Bei persönlichen Entscheidungen dürfen und möchten wir KEINEN „prophetischen Rat“ geben. (Beachte bitte diesen Artikel dazu: Teil 1: Darf man Propheten “befragen”? und Teil 2: Darf man Propheten befragen?)

Antwort Lösung

Wir wünschen Dir viel Segen mit der Themenreihe und auf Deinem Lebensweg mit Jesus.

Julia und Tobias


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(Bilder: © Microsoft, Used with Permission.)

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