12# (Geistliche) Kämpfe (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

Licht und Dunkelheit 2
In Deiner Berufung zu leben und mit Jesus unterwegs zu sein wird nicht ohne Angriffe, Anfeindungen, Probleme und Herausforderungen ablaufen.

In diesem Mini-Input erfährst Du, wie Du damit umgehen kannst.

Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:
14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesem Video:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Video:

(Direktlink zum Video: http://youtu.be/XThx5TGbjkQ )

Und hier als Audiodateien zum Anhören oder Herunterladen:

 53:03 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

 Mini-Input in Textform zum Lesen:

In Deiner Berufung zu leben und mit Jesus unterwegs zu sein wird nicht ohne Angriffe, Anfeindungen, Probleme und Herausforderungen ablaufen. Woher kommen diese Kämpfe?
Wenn Du ein Pionier bist, dann bewegst Du Dich in Bereichen von denen andere Christen oft noch nichtmal wissen, dass diese Orte überhaupt existieren. Nicht jeder kann und wird Dich verstehen, wenn Du in Dinge Gottes reingehst, die das gewohnte Maß der Leute übersteigen.

Gott trainiert Dich im Leben als Überwinder. Logischerweise brauchst Du dazu auch Dinge, die Du mit Ihm zusammen überwinden kannst. Also lässt Gott in Seiner Weisheit die (für Dein Training) richtigen Dinge zu, von denen Er weiß, dass Du diese Herausforderungen auch meistern kannst und wirst.

Auch wenn Du gerade Glauben, Geduld und Ausharren lernst ist das nicht immer einfach. Das braucht eben Zeit. Und oft braucht das eben auch Umstände, die nicht so einfach und nicht so angenehm sind.

Weiterhin dient das läuternde Feuer der Umstände der eigenen Entwicklung und Veränderung. Unter dem Druck der Probleme und Kämpfe kommen oft Dinge aus dem eigenen Herzen hoch, die da nicht reingehören. Manchmal braucht man das Feuer der Umstände um darin geläutert zu werden wie Gold oder Silber. Durch die Hitze des Feuers werden diese Dinge gelöst und steigen an die Oberfläche. Erst dadurch werden sie auch sichtbar. Dann kann man sie zusammen mit dem Heiligen Geist bearbeiten.

Und manche (unnötigen) Kämpfe verursacht man selber durch Sünde oder eigene Dummheit. Das sollte man lassen.

Wenn Du beginnst, mehr und mehr in Deiner Berufung zu leben und mehr und mehr wirksam wirst für das Reich Gottes, dann wirst Du auch mehr und mehr zu einer echten Bedrohung für satan und seine Untertanen. Das ist wie die Einnahme des Verheißenen Landes im Buch Josua. Als Bild gesprochen: Das Land Deiner Verheißung, wohin Gott Dich berufen hat, ist sehr wahrscheinlich noch von Feinden besetzt. Und die müssen raus, damit Du dort siedeln und bauen kannst. Die Feinde werden sich wehren und versuchen, Dich zu bekämpfen und aus dem Land draußen zu halten. Wenn Du in das Land reingehst, das Gott Dir verheißen hat, dann wird das Reich Gottes in Dir auf das Reich der Finsternis prallen. Es wird einen Zusammenstoß geben. Das ist eine gute Sache, weil Du in Jesus den Sieg hast. Denn der Feind ist schon besiegt (siehe Kol. 2, 15).

Der geistliche Kampf in der unsichtbaren Welt:

Es gibt einen Kampf in der unsichtbaren Welt. Wir kämpfen nicht gegen Menschen. Denn die Menschen werden selber von den geistlichen Mächten benutzt. Die Menschen, die uns angreifen sind damit selber Opfer. Unser Kampf richtet sich

„gegen die Herrschaften, gegen die Gewalten, gegen die Weltbeherrscher der Finsternis dieser Weltzeit, gegen die geistlichen [Mächte] der Bosheit in den himmlischen [Regionen]“
(aus Epheser 6, 12; Schlachter).

Jesus sagt:

„Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu töten und zu verderben; ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es im Überfluß haben. Ich bin der gute Hirte; der gute Hirte läßt sein Leben für die Schafe.“
(Johannes 10, 10 – 11; Schlachter)

satan kommt um den Menschen Leid, Tod, Krankheit, Streit, Armut, Flüche etc. zu bringen. Das alles kommt von satan, nicht von Gott. Gott kann es aber gebrauchen, um uns daraus etwas Gutes erwachsen zu lassen. Denn Jesus starb am Kreuz für uns und Er bezahlte den höchsten Preis um alles wiederherzustellen, was satan und die von ihm benutzten Menschen kaputtgemacht, beschädigt, verdreckt, pervertiert etc. haben.

Alle Dinge müssen Dir zum besten dienen (siehe Römer 8, 28). Wenn satan und die von ihm benutzten Menschen Dreck auf Dich werfen, dann kann Gott das in Dünger für Dich verwandeln, aus dem viel Frucht entsteht. Gott kann aus Mist Gold machen.

„Siehe, ich gebe euch die Vollmacht, auf Schlangen und Skorpione zu treten, und über alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch in irgendeiner Weise schaden.“
(Lukas 10, 19; Schlachter)

Du kämpfst nicht, um den Sieg zu erringen. Du kämpfst von der Position des Sieges aus.

Jesus hat den Feind schon besiegt, Sein Tod am Kreuz brachte uns schon den Sieg (siehe Kol. 2, 15). Jesus hat uns die Vollmacht gegeben, Seinen Sieg anzuwenden und hier auf Erden umzusetzen. Deswegen haben wir Vollmacht über alle Gewalt satans.
Mehr zu diesem Thema geistlicher Kampf findest Du im Epheserbrief, Kapitel 6, Verse 10 bis 20.

Hinweise zum Umgang mit Kämpfen

Wenn Du in Kämpfen, Anfechtungen, Prüfungen, Herausforderungen etc. drinsteckst, dann sei Dir bewusst: Gott ist mit Dir dadrin und Er gibt Dir allezeit Sieg in Christus (siehe 2. Korinther 2, 14). Schau auf Jesus. Bleibe nah an IHM. Lasse Dich nicht dazu herab, dass Du die ganze Zeit auf den Feind schaust. Schaue auf Jesus.

Alles MUSS Dir zum Besten dienen (siehe Römer 8, 28). Denn Gott ist mit Dir da drin. Jeder Kampf, jedes Problem und jede Herausforderung hat auch Beziehungsaspekte. Was bedeutet „Beziehungsaspekte“? Das heißt, dass Gott Dir in genau diesen Umständen auf eine Art und Weise begegnen möchte, wie Er es nicht könnte, wenn die Umstände besser, einfacher, problemloser wären.

Siehe Psalm 23. Jesus ist der Gute Hirte. Er ist der, der Dich auf grünen Auen lagert. Er ist der, der Dich zu stillen Wasser führt. Er ist der, der Dein Haupt mit Öl salbt. Aber wenn man Gott als Tröster und Beschützer erleben und kennenlernen will, dann braucht man dazu das finstere Tal. Wenn man den Tisch im Angesicht der Feinde sehen will, dann braucht das logischerweise auch ein paar Feinde als Zuschauer.

Es ist nicht möglich, Gott als den Heiler kennenzulernen wenn keine Krankheit gegenwärtig ist.
Es ist nicht möglich, Gott als den Tröster kennenzulernen wenn keine Umstände, die Dich überfordern, gegenwärtig sind.

Es ist nicht möglich, Gott als den Versorger kennenzulernen wenn kein Mangel gegenwärtig ist.

Es ist nicht möglich, Gott als den Beschützer kennenzulernen wenn keine Gefahren bzw. Feinde gegenwärtig sind.

Und so trägt jedes Problem und jede unangenehme Situation in sich etwas Gutes für Dich. Denn Jesus steht inmitten dieser Umstände, Er wartet auf Dich mit einem Geschenk in der Hand. Er hat etwas Gutes für Dich in jeder Situation und Er hat einen Plan für Dich, der viel größer ist als die aktuellen Umstände. Der Weg, den Jesus für Dich hat, ist so viel größer als die vorübergehende Phase der Umstände. Jede Phase auf dem Weg mit Jesus muss Dir zum Besten dienen, auch die unangenehmen (siehe Römer 8, 28).

Jesus Christus ist die Lösung. Egal wie die Probleme, Kämpfe, Umstände etc. sein mögen, es sind IMMER bestimmte Aspekte Seines Wesens, welche die Lösung bringen. Denn Er trägt ALLES in Sich, in Jesus ist ALLES vorhanden.

Lerne Ihn kennen in den Umständen. Lerne Gott inmitten der Kämpfe und Probleme kennen. Es geht nicht vordergründig darum, was Er jetzt sofort für Dich tun kann, um Dich aus den Kämpfen, Problemen und Umständen zu retten. Es geht nicht zuerst darum, dass Du Gottes rettende, helfende, versorgende und befreiende Hand suchst. Es geht zuerst darum, dass Du Sein Angesicht und Sein Herz suchst. Es geht zuallererst darum, WER ER IST und WER ER FÜR DICH SEIN MÖCHTE. Gott ist der Mittelpunkt, deswegen geht es IMMER um Eure Beziehung und darum, dass Du Sein Wesen und Seine Natur tiefer kennenlernst. Lerne Ihn in den Kämpfen, Problemen und Umständen besser kennen. Bete Ihn an. Schaue auf Jesus. Vertiefe eure Beziehung. Daraus wird folgen, dass sich Deine äußeren Umstände verändern. Und auch Du selbst veränderst Dich dabei.

Manchmal ziehen sich Umstände in die Länge, weil wir Geduld und Ausharren lernen müssen. Manchmal geht es dann in Dienst und Berufung nicht vorwärts. Es gibt Phasen, da ist der Herr mehr daran interessiert etwas IN UNS zu tun, als etwas DURCH UNS zu tun.
Manchmal kann man sagen: Wenn es auf dem Weg nicht vorwärts geht, dann führt Dich der Weg in die Tiefe. Bitte Gott um Weisheit. Bitte Ihn um die Frucht des Geistes. Und bitte Ihn um Sein klares Reden zu Dir, darüber was gerade los ist und wie Du Dich in der Situation verhalten sollst.

Praktisch:

Gehe in die Anbetung. Bete Gott an IN genau diesen Umständen. Dadurch schaust Du auf Ihn und richtest Dein Herz auf Ihn aus. Du schaust in der Anbetung auf Jesus und nicht auf die Umstände. Du öffnest Dich für Sein Reden. Du gibst Dich Ihm hin. Du empfängst von Ihm.

(Bete in Sprachen… Hier im Artikel auch mehr dazu: Die heilende Wirkung des Sprachengebets (geistliche, seelische und körperliche Heilung) )

 

Schaue auf Jesus. In der Stelle, wo Jesus auf dem Wasser wandelte, wird das sehr gut deutlich (siehe Matthäus 14, 22ff.). Solange Petrus auf Jesus sah, konnte er auf dem Wasser (den Umständen) gehen. Er stand also über den Dingen, solange er auf Jesus sah. Als Petrus aber auf den Sturm (die Probleme) sah, fürchtete er sich (reagierte seelisch und nicht aus Glauben) und begann zu sinken (von den Umständen überwältigt zu werden).

(In diesem Artikel auch Hilfen dazu: Wenn Du Gottes Stimme momentan nicht wahrnehmen kannst (Tipps) oder: Wenn Gott schweigt… )

 

Frage Gott: WER willst Du für mich sein? WER willst Du für mich Sein, der Du ohne diese Kämpfe, Umstände bzw. Probleme nicht sein könntest?

Wie wirken sich die Kämpfe, Umstände bzw. Probleme auf Deine Beziehung zu Gott aus?
Birg Dich bei Gott. Geh in das Versteck des Höchsten (siehe Psalm 91, 1 und 2). Geh in den Secret Place, in den geheimen, geistlichen Ort, den Gott für Dich hat. In Seiner Nähe. Gott ist Deine Zuflucht. Bei Ihm bist Du sicher. Schaue auf Ihn, auf Seine Größe und Majestät. Der Vater ist erhaben über alle Probleme, Umstände und Feinde. Bete Gott an in einer Position der Nähe zu Ihm. Sei IN Ihm. Erfahre den Frieden Gottes in Ihm.

Wenn Du magst, kannst Du auch den Psalm 91 laut vorlesen.

Verinnerliche, was in Römer 8, 28 steht:

„Wir wissen aber, daß denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.“
(Schlachter)

D.h. alle Umstände müssen Dir zum Besten dienen. D.h. sie formen Dich und bringen Dich weiter auf dem Weg, den Gott für Dich hat. Gott benutzt alles was uns passiert, um daraus etwas Gutes für uns hervorzubringen.

Der Vers beinhaltet aber auch zwei Hinweise, wie Du Dich in den Umständen positionieren (bzw. innerlich halten) sollst:

„denen, die Gott lieben“ …

d.h. liebe Gott, bete Ihn an in den Umständen. Vertraue Ihm, dass Er einen vollkommenen Plan mit Dir hat.

„denen, die nach dem Vorsatz berufen sind“ …

d.h. Gott hat Dich auf einen Weg berufen. Die Umstände sind gerade Teil dieses Weges. Gott hat in Seiner Weisheit diese Dinge zugelassen, obwohl Er sie in Seiner Allmacht hätte verhindern können. D.h. das Positive was Er aus diesen Umständen machen will ist größer als das Negative dieser Umstände. Du solltest Dich innerlich so stellen, dass Du gemäß Gottes Vorsatz und Berufung in diesen Umständen wandeln kannst. Hierzu finden wir zwei Fragen in Apostelgeschichte 2, 12 und 37: „Was soll das wohl sein?“ und „Was sollen wir tun?“ (Schlachter) Diese beiden Fragen können Dir in allen Umständen und in allen Problemen helfen.

Frage Gott also:

„ Was bedeuten diese Umstände?“ und „Wie soll ich mich verhalten und positionieren?“

….

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3 Gedanken zu „12# (Geistliche) Kämpfe (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

  1. Das hier ist mir noch dazu gekommen. Es ist ein bildlicher Vergleich, aber so ein Bild kann einem oft helfen, Geistliches zu verstehen… Es ist eine Ermutigung.

    Ein Diamant wird geschliffen. Das braucht Zeit, weil es ein längerer Prozess ist (siehe z.B.: http://www.deutscher-diamant-club.de/infos_veredelung.html )
    Jeder von uns ist wie ein „Diamant“ im Innern. Das ist unser wahrer Wert. Das wie JESUS uns sieht. Vielleicht guckst Du eher auf die Umstände, auf das Äußere, und fühlst Dich wie ein „Stück Dreck“.
    Aber im Innern BIST Du schon ein Diamant! Das Äußere wird abgeschliffen und das ist normal. Es ist für Dich nicht unbedingt angenehm, aber ich glaube ganz fest: Gott arbeitet gerne an uns!!! Genauso wie ein Juwelier GERNE einen Diamanten schleift, veredelt usw. … Er hat FREUDE daran, uns in diesem Prozess zu helfen – weil er, genauso wie der Juweler, schon das ERGEBNIS sieht! Du bist für Ihn schon jetzt ein Diamant, der einfach noch mehr veredelt wird…

  2. Hier noch ein älterer Artikel, in dem es um den „Kampf um die Vertrautheit“ (mit Jesus) geht:
    Ich finde, dass sich das gut mit dem neuen Artikel von heute ergänzt – hab es deshalb auch mal oben verlinkt.

    https://prophetenschule.org/2011/04/03/der-kampf-um-die-vertrautheit-intimitat

    Ist alles mal wieder viel Text, aber kann man ja in Ruhe „verdauen“. :-)

  3. Interessant:

    Als Gott den Jeremia berufen hat, hat Er ihm schon angekündigt, dass Kämpfe kommen werden:

    „sie werden zwar gegen dich kämpfen, aber sie werden dich nicht überwältigen; denn ich bin mit dir, spricht der Herr, um dich zu erretten!“
    (Jer. 1, 19)

    Was das für jeden von uns bedeutet:

    Gott gibt uns auch mal eine negative Botschaft. Aber wenn Er das macht, dann gibt Er uns auch Seinen Trost und Ermutigung. Er lässt uns nie mit Angst dastehen, sondern zeigt uns, wie wir damit umgehen können.

    Für Jeremia war es deshalb garantiert eine ERMUTIGUNG.
    Und immer, wenn er wegen den prophetischen Botschaften verspottet, geschlagen, gefangen genommen usw wurde, konnte er sich daran erinnern:

    * Sie werden mich nicht überwältigen, egal was passiert.
    * Gott ist immer noch bei mir, auch wenn es gerade richtig hart ist.
    * Gott hat schon vorher (!) gewusst, dass diese Situation kommen würde – und deshalb wird Er mir auch helfen, da durchzukommen.

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