11# Leistungsdruck, Burnout etc. (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

  Leistungsdruck Burnout

Wenn man in seiner Berufung von Gott leben will und Menschen dienen will, besteht die Gefahr, dass man sich überarbeitet und durch den Druck und Stress Schaden nimmt. Es kann sich eine Form von Gesetzlichkeit einschleichen, bei der die eigene Leistung überbetont wird.
Darum wird es in diesem Mini-Input gehen.

Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:
14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“

Den Artikel kannst Du auch in Audio-Form anhören – in diesem Video:

Ich (Tobias) habe darin Weiteres erklärt und bete an manchen Stellen für die Zuhörer.

Zum Video:

(Direktlink zum Video: http://youtu.be/FgKpPblxhME )

Und hier als Audiodateien zum Anhören oder Herunterladen:

29:39 min. [Download mp3] [YouTube-Video]

Mini-Input in Textform zum Lesen:

Wenn man in seiner Berufung von Gott leben will und Menschen dienen will, besteht die Gefahr, dass man sich überarbeitet und durch den Druck und Stress Schaden nimmt. Es kann sich eine Form von Gesetzlichkeit einschleichen, bei der die eigene Leistung überbetont wird. Es kann passieren, dass man denkt, man müsse anderen (oder sich selbst) etwas beweisen durch die eigene Leistung und durch den eigenen Erfolg.

Es besteht die Gefahr, in der Beziehung zu Jesus abzustumpfen und sich durch den ganzen Druck von Jesus zu entfernen. Das kann passieren durch Umstände, Arbeitsbelastung, die Anforderungen der Menschen an einen und durch Ablenkungen. Die Gefahr ist dann, dass man durch den Druck, den Stress und die Ablenkungen mehr und mehr aus eigener Kraft weiterarbeitet.

„Im Geist habt ihr angefangen und wollt es nun im Fleisch vollenden?“
(Galater 3, 3; Schlachter-Übersetzung).

Stress:

Stress und Überarbeitung sind Waffen satans, die er benutzt, um uns davon abzuhalten wirksam im Reich Gottes zu werden und in unserer Berufung zu leben.
Durch Stress kann man sich innerlich von Jesus entfernen. Das hängt damit zusammen, dass der Körper und die Seele durch Stress in einem anderen Modus funktionieren. Körper und Seele sind dann im Modus „Kampf-oder-Flucht“. Das hängt auch mit Hormonen und dem vegetativen Nervensystem zusammen. Grob gesagt bedeutet das, dass sich Körper und Seele in den Vordergrund drängen und dass es einem dadurch schwerer fällt im Geist zu leben.

Dadurch lebt man dann mehr in der eigenen fleischlichen Kraft und nicht mehr in der Kraft des Heiligen Geistes. Dadurch dient man dann auch mehr und mehr in der eigenen Kraft und nicht mehr in der Kraft des Heiligen Geistes. Und oft merkt man selber es kaum, weil man ja für Gott arbeitet und rein äußerlich betrachtet ja eigentlich die richtigen Dinge tut. Nur eben aus der Kraft der Seele und des Fleisches. Wenn sich Körper und Seele durch den Stress in den Vordergrund drängen, dann fällt es einem meist auch schwerer, Jesu Stimme zu hören und Seine Nähe zu er-leben.

Eifer aus Gottes Kraft:

Eifer für das Reich Gottes ist richtig, nur eben mit himmlischer Vernunft, mit bzw. durch Gottes Gnade und in der Kraft des Heiligen Geistes. Wir sollten uns vor fleischlichem Aktionismus hüten.
Es ist Gottes Kraft, die durch Dich wirkt. Es ist Gottes Gnade, die durch Dich wirkt.
Dein Wert liegt nicht im Erfolg und im Tun. Dein Wert liegt nicht in Deiner Arbeitsleistung im Dienst. Du arbeitest nicht um wertvoll zu werden. Jesus hat Dir unbeschreiblichen Wert geschenkt, Du bist wertvoll, Du bist mit Ihm ganz oben angekommen (siehe Eph. 2, 6). Du arbeitest ausgehend vom Wert, nicht um einen Wert durch eigene Leistung zu erarbeiten. Du bist ein wertvolles, geliebtes Kind Gottes, daraus folgt, was Du als Dienst tust. Der Wert und die Liebe sind Gottes GESCHENK an Dich, Du musst es Dir nicht erst verdienen.

Du bist geliebt. Du bist wertvoll. Du bist gut genug in Gottes Augen. Du bist vollkommen angenommen.
Jesus hat ALLES am Kreuz getragen, was jemals zwischen Dir und Gott stehen könnte.

Was heißt das praktisch für Dich?

Nimm Dir Deine Zeit mit Gott. Setze Ihn an die erste Stelle, das heißt noch VOR Dienst und Berufung. Vernachlässige die Anbetung nicht. Finde Ruhe in Gottes Gegenwart, genieße Soaking, sei einfach in der Stille mit Gott. Lass Seinen Frieden in Deinem Herzen regieren. Lass den Heiligen Geist Deine Seele erquicken. … hierdurch empfängst Du vom Himmel das, was Du anderen Menschen im Dienen weitergeben sollst und kannst aus dem Überfluss dienen, ohne dass es an Deiner Substanz zehrt.
Kurz gefasst: entspannen, abschalten/loslassen, auftanken in Gottes Gegenwart.

Bevor Du neue Aufgaben und Projekte startest, frage Gott ob das auch in Seinem Willen für Dich liegt. Oftmals bürden sich Christen gut gemeint viel zu viel auf, d.h sie suchen sich Aufgaben, die von Gott garnicht für sie bestimmt sind. Bitte den Heiligen Geist Dir zu helfen, damit Du nur in DEN guten Werken wandelst und dienst, welche Gott zuvor für Dich bereitet hat (siehe Epheser 2, 10).
Überprüfe auch die Dinge, die Du bereits tust, also Deine aktuellen Aufgaben und Projekte. Sind sie von Gott für Dich vorgesehen? Sind sie noch in Gottes Plan für Dich? Breite Deine Aufgaben und Projekte vor Gott aus und lass Ihn sortieren, was noch für Dich dran ist.

Dein Wert ist in Jesus. Du bist geliebt. Sinne darüber nach. Verinnerliche es. Dein Wert hängt nicht von Deiner Leistung im Dienst ab. Gottes Liebe zu Dir ist unveränderlich, Gottes Liebe hängt nicht davon ab, wie gut Du in Deiner Berufung lebst.
Setze Dich Gottes Liebe aus. Werde still, kehre innerlich ein. Und lass Dich von Gott mit Seiner Vater-Liebe überschütten. Genieße es. Immer wieder.

Mehr zu Deinem Wert in Jesus findest Du auf unserem Blog. Hier findest Du auch zwei Soaking-Videos, die Dich beim Nachsinnen über dieses Thema unterstützen:

Das Loslassen ist sehr wichtig. Lass Deinen Dienst und die Menschen, denen Du dienst immer wieder los. Gebe sie bewusst in Jesu Hände und lass sie da. Gib sie Ihm ab, Er ist der Gute Hirte. Er trägt die Menschen, nicht Du.
Lege alles was Du trägst in Jesu Hände. Lege jede Belastung am Kreuz ab.

Nimm Dir bewusst Zeiten für Soaking. Mehr dazu findest Du auf unserer Website:

Prüfe Dich selber: Ist da Perfektionismus in mir?
Muss ich jemandem etwas beweisen? Z.B. anderen Menschen, meinen Eltern, geistlichen Leitern oder mir selbst?
Prüfe Dein Herz: Ist mein Eifern von Gott und gesund? Lebe ich noch aus der Kraft des Heiligen Geistes?
Höre ich noch die Stimme des Guten Hirten Jesus Christus und folge ich Ihm noch nach in allen Dingen?

Lass Dich nicht unter Druck setzen. Es gibt immer tausende Sachen, für die man noch beten KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Konferenzen, zu denen man noch gehen KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Predigten, die man sich noch anhören KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende christliche Bücher, die man noch lesen KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Dienste in Gemeinden, wo man noch mitarbeiten KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Projekte, die man noch finanziell unterstützen KÖNNTE. Es gibt immer noch tausende Menschen, denen man auch noch dienen KÖNNTE.
Und man KÖNNTE immer noch mehr fasten. Und man KÖNNTE immer noch mehr beten. Und man KÖNNTE immer noch mehr Bibel lesen und und und …
… man KÖNNTE … aber MUSST DU auch? Diese Dinge sind richtig und haben zu ihren Zeiten und in ihrem Maß auch ihren Platz. Aber MUSST DU das ALLES noch MEHR tun?
Viele Christen wollen andere unter Druck setzen, immer MEHR zu tun. Insbesondere gesetzliche Christen machen sowas.

Du kannst den Heiligen Geist fragen, ob das alles wirklich für Dich dran ist im Moment. Er wird Dir zeigen, WAS und WIEVIEL gerade jetzt für Dich richtig ist. Lasse Dich von Ihm leiten. Dann kannst Du den Menschen auch Grenzen setzen und auch mal „Nein.“ sagen. Oder Du kannst sagen: „Da muss ich erst Jesus zu fragen.“ Lasse Dich nicht stressen. Lass die Menschengefälligkeit los und schaue auf Jesus. Denn Jesus hat das Joch und den Stecken des Antreibers zerbrochen (siehe Jesaja 9, 3).

Bibelverse als Abschluss:

„Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid, so will ich euch erquicken!“ (Matthäus 11, 28; Schlachter)

„Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus!“
(Philipper 4, 7; Schlachter)

„Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen“
(aus Kolosser 3, 15; Schlachter)

„Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hört, der spreche: Komm! Und wen da dürstet, der komme; und wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ (Offenbarung 22, 17; Schlachter)

„aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, daß sie auffahren mit Flügeln wie Adler, daß sie laufen und nicht matt werden, daß sie wandeln und nicht müde werden.“
(Jesaja 40, 31; Schlachter)

„Frieden hinterlasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht!“
(Johannes 14, 27; Schlachter)

„Dies habe ich zu euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt. In der Welt habt ihr Bedrängnis; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden!“
(Johannes 16, 33; Schlachter)

Jesus Christus ist der Friedefürst (siehe Jesaja 9, 5).

Hier ein ein ähnlicher Mini-Input, der mit diesem Thema oft zusammenhängt:


Dieser Artikel ist ein Teil der 14 Mini-Inputs zur Lehreinheit „Lebe in Deiner Berufung“:



Alle weiteren Beiträge der Themenreihe Berufung:

Bild oben: © Microsoft, Used with Permission.

Kategorien: Neue Artikel | 4 Kommentare

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4 Gedanken zu „11# Leistungsdruck, Burnout etc. (Mini-Input zur Lehreinheit “Lebe in Deiner Berufung”)

  1. Kirsten

    Leistungsdruck und Burnout,sehr wichtiger Beitrag.Danke dafür!Der Leistungsdruck kann auch von Geschwistern und /oder Leitung kommen,mit Anklage ,Vorwürfen nicht genug zu tun etc. wie ich selbst erfahren musste.

  2. Christiane Müller

    Danke, dieser Beitrag war/ist sehr wichtig für mich. In letzter Zeit hab ich mich selbst oft unter Druck gesetzt: so dachte ich, dass ich alle Andachten, Beiträge auf z.B. Facebook lesen muss. Vorgestern habe ich mit Jesus geredet, was wirklich förderlich ist und was mich vom Wesentlichen ablenkt. Ich möchte jetzt insbesondere Facebook viel sparsamer gebrauchen und auch nicht unbedingt alle Andachten lesen, die via E-Mail kommen. Für mich ist jetzt wichtig, die Prioritäten richtig zu setzen. Dieser Beitrag hat mich nochmal darin bestärkt.

  3. mark

    danke ich bin auch an diesen druck zerbrochen

  4. Uwe

    Ich mag nur das bestätigen, was Christiane hier sagte. Das reden mit dem Vater, mit Jesus, dem Heiligen Geist ist Überlebensnotwendig und sehr entspannend. Oft, als ich in schwierigen Situationen war und ich einfach nur Jesus fragte, kam so Einfache und Druckbefreiende antworten, das es mir den Tag rettete und ich mein Blick nicht mehr auf die Probleme richten musste. Wie es ja auch in seinem Wort heißt … werft alle eure Lasten auf mich, ich will es tragen. Und wenn euch an Weisheit mangelt, so bittet mich und ich will euch gerne geben … (Sinngemäß). LG Uwe

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