Archiv des Autors: Julia Berndt

Avatar von Unbekannt

Über Julia Berndt

Languages: German, English / Sprachen: Deutsch, Englisch. ---------------------------------- Beschreibung: Diese Seite (www.prophetenschule.org) ist für Christen, die im Prophetischen wachsen möchten. Seine Schafe hören die Stimme ihres guten Hirten! (vgl. Joh. 10) Wenn Du Jesus noch nicht persönlich kennst, dann schau Dich gerne mal auf unserer Seite um. Sieh Dir dazu doch mal die Kategorie "JESUS erleben" an. Liebe Grüße, Julia --------------------------------- Description in English: This site ( www.prophetenschule.org) is for every Christian who wants to grow in the prophetic. The sheep can hear the voice of their good shepherd (see John 10). If you don't know Jesus yet, then take a look at our other website with the best message of the world (in many languages): http://www.message-for-you.net yours, Julia --------------------------------- Imprint/Impressum: https://prophetenschule.org/impressum

Entfliehe der Kirchlichkeit! (Chip Brogden)

Entfliehe der Kirchlichkeit 

von Chip Brogden

Es ist wichtig, dass wir klar zwischen der wahren Kirche (der Ekklesia) und der institutionalisierten Kirche, der organisierten Religion oder Religion im Allgemeinen unterscheiden. Am einfachsten finden wir einen Anfang, wenn wir darüber sprechen, was organisierte Religion nicht tun kann.

Organisierte Religion kann kein Leben gewähren.

„Und darin besteht das Zeugnis, dass uns Gott ewiges Leben gegeben hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne. Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“ (1. Johannes 5:11,12)

Im Gegensatz zur allgemeinen Ansicht lebt der Herr Jesus Christus nicht innerhalb der Matrix organisierter Religion. Die Ekklesia, wie auch unser Herr, ist vollkommen anders. Ich kann es euch ohne jeglichen Zweifel beweisen. Können wir einer „Kirche“ beitreten? Ja, wenn wir den Satzungen und Anforderungen entsprechen. Können wir der Ekklesia beitreten? Nein, in sie müssen wir hineingeboren werden. Oder um es genauer zu sagen, wir müssen in sie hinein wiedergeboren werden. Es ist keine Frage des Beitretens oder des Nichtbeitretens, sondern die Frage: Leben haben contra kein Leben haben. „Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht hat, der hat das Leben nicht.“

Manche glauben irrigerweise, Jesus habe eine Bewegung gegründet oder eine neue Religion geformt. Nein, die Welt hatte bereits Bewegungen und Religionen und sollte sie auch im weiteren Verlauf der Geschichte haben. Es lag nicht in seiner Absicht, eine neue Religion zu gründen. Was brachte er uns? Was gab er der Welt? Er gab uns sich selbst als unser Leben.

Mohammed, Buddha, Konfuzius oder Sokrates mögen uns gute Lehrsätze bringen und uns etwas zu moralischer Vortrefflichkeit und religiöser Philosophie zu sagen haben. Dazu mag das eine oder andere im weiteren Sinne als Unterstützung in Bezug auf die Humanität dienen. Doch Jesus ist anders: Er bringt uns sich selbst als unser Leben. Es ist nicht so, dass er uns lediglich einige Lehren übertragen und gewisse Tugenden in die menschliche Rasse eingebracht hat, bevor er wieder in den Himmel hinauf genommen wurde. Es geht weit darüber hinaus, als dass er nur ein Beispiel für uns ist, dem wir folgen sollen, der Standard, nach dem unsere Moral gemessen wird, da wir ängstlich flüstern: Was würde Jesus tun? Nein, ER SELBST kam, um unser Leben zu sein. Er ist Retter und Rettung. Er ist Erlöser und Erlösung. Er ist Heiler und Heilung. Er ist Spender des Lebens und er ist das Leben.

In IHM ist Leben, denn er IST Leben. Alle, die in ihm sind, besitzen Leben, und das Leben besitzt sie. Das Leben ist in dem Sohn, der Sohn ist in mir und ich bin in dem Sohn. Wir teilen uns ein gemeinsames Leben. „Wer aber dem Herrn anhängt, ist ein Geist mit ihm.“ (1. Korinther 6:17)

Alle, die Leben besitzen, werden in ihrer Gesamtheit die Ekklesia genannt, die Gemeinde, der Leib Christi. Die einzelnen Glieder der Ekklesia werden Christen genannt. Sie sind die, welche in Christus sind. Sie bleiben in ihm, und er bleibt in ihnen.

Du fragst vielleicht, ist ein Christ nicht jemand, der dies oder jenes glaubt oder sich so oder so verhält? Unsere Antwort ist, dass sie wohl dies oder jenes glauben bzw. sich so oder so verhalten, doch der Glaube oder das Verhalten, wenn sie auch bei der Identifizierung helfen, sind es nicht, was sie zu Christen macht. Es ist das Leben. Sicherlich, Christen haben ein Kernsystem von Glaubensgrundsätzen und Praktiken. Doch das charakteristische Merkmal eines Christen ist Leben. Es ist noch nicht einmal „der Herr meines Lebens“, was auf etwas außerhalb von Ihm hinweist, über das ich noch die Kontrolle habe; es ist „der Herr ALS mein Leben“.

Organisierte Religion bringt intellektuelles Christentum. Es kann nicht Leben geben. Was meine ich mit intellektuellem Christentum? Es ist das ABC-Evangelium. Vielleicht habt ihr schon davon gehört. Erlösung wird in drei einfachen Schritten erlangt: „A“ steht für „anerkenne, dass du ein Sünder bist“, „B“ steht für „bereit sein zu glauben, dass der Herr Jesus dich retten kann“ und „C“ steht für „Christus als deinen persönlichen Retter bekennen“. Was stimmt daran nicht? Ganz einfach: Es ist kein Leben darin enthalten. „ABC“ wird uns nicht retten. Durch „ABC“ findet keine Begegnung mit Jesus statt, der allein Leben ist. Es ist nur eine intellektuelle Akzeptanz und Bestätigung dessen, was als „Drei einfache Schritte“ präsentiert wird – ich glaube das, ich sage es und das macht mich zum Christen, richtig? Nein, es macht dich nur religiös. Es gibt viele Menschen, die „Religion“ bekommen, doch sie bekommen nicht Jesus.

Organisierte Religion hat das Christentum dazu gebracht, sich zum Kirchenwesen zu wandeln, mit einem Evangelium, das einfach zu glauben, dessen Ausleben aber ungleich schwieriger ist.

Organisierte Religion kann Doktrinen, Lehre und einen Glauben bringen. Einiges davon mag moralisch vorzüglich und gut sein. Manches mag sogar biblisch klingen, wie „Drei leichte Schritte“. Nichtsdestotrotz kann organisierte Religion kein Leben gewähren. Warum? Weil sie kein Leben hat, welches sie geben könnte. Jesus Christus ist das Leben. Und Jesus lebt nicht in dieser Matrix der organisierten Religion. Er gibt sich SELBST. Wie kann irgendein Mensch, eine Organisation oder eine Bewegung von sich selbst behaupten, einen anderen Menschen herzuschenken, und noch viel weniger, das Leben von Jesus Christus selbst zu gewähren? Nur Jesus selbst kann sich als unser Leben geben.

Ihr seht also, das Äußerste, was irgendjemand von uns tun kann, ist, Menschen zu Jesus als alleinige Quelle des Lebens weisen. Sie mögen durch uns mit diesem Leben in Kontakt kommen, doch wir können ihnen kein Leben geben. Zu denen, die der organisierten Religion verpflichtet sind, ruft Jesus aus: „Ihr erforscht die Schriften, weil ihr meint, darin das ewige Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen. Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.“ (Johannes 5:39,40) Kommt zu mir! – nicht: „Prägt euch diese drei leichten Schritte ein und besucht am Sonntag die Kirche eurer Wahl.“ Kommt zu MIR! Er ist Leben.

Die Kirche oder auch Gemeinde, die Ekklesia des Herrn, ist die Synthese von Individuen, die die Offenbarung Jesu haben und die zu ihm gekommen sind, um ihn als ihr Leben zu empfangen. An dieser Stelle beginnt die Konfusion. Fix verwenden wir den Begriff „Kirche“ oder „Gemeinde“ um Dinge zu beschreiben, die nicht die Ekklesia des Herrn sind. Ein Gebäude, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist, wird „Kirche“ genannt. An religiösen Veranstaltungen teilzunehmen, nennt man „zur Kirche gehen“. Eine gute Botschaft oder gute Musik hören während einer religiösen Zusammenkunft, wird „Gemeinschaft haben“ genannt (ein bekannter Liedtext sagt „lasst die Musik ertönen, lasst uns Gemeinschaft haben!“) Ein Mitglied einer gemeinnützigen Organisation zu werden, der ein Gebäude gehört, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist, wird „Kirchenbeitritt“ genannt. Verantwortung als Gründer oder gewählter Leiter einer solchen Organisation zu tragen, heißt „einer Kirche vorstehen“. Erweiterungen an dem Gebäude vorzunehmen, das religiösen Zusammenkünften dient oder die Mitgliederzahl einer gemeinnützigen Organisation zu erhöhen, wird als „Kirchenzuwachs“ oder „Gemeindewachstum“ bezeichnet.

Warum sind wir so geist- und wortreich? Warum wählen wir unsere Ausdrucksweise so sorgfältig? Aus Gründen der Bequemlichkeit oder auch Gleichgültigkeit ist es den Menschen zur Gewohnheit geworden „Kirche“ zu sagen anstatt „eine gemeinnützige Organisation, der ein Gebäude gehört, das religiösen Zusammenkünften gewidmet ist“. Für welche Nomenklatur sich der Einzelne auch entscheiden mag, wir ziehen eine Linie und machen eine klare Unterscheidung zwischen „Die Kirche (Gemeinde)“ und „Kirche“, in der Hoffnung, den Unterschied zwischen dem, was Menschen für gewöhnlich „Kirche“ nennen und dem, was der Herr als „die Gemeinde“ bezeichnet, deutlich zu machen. Wie vorstehend aufgezeigt, ist vieles von dem, was wir als Kirche oder Gemeinde bezeichnen, lediglich organisierte Religion. Es ist nicht die Ekklesia des Herrn.

Wir sehen die Dinge so, wie man uns gelehrt hat sie zu sehen; wir sehen die Dinge nicht, wie Gott sie sieht. Es ist sehr einfach, Dinge in den Begriffen organisierter Religion zu bestimmen und zu beschreiben, weil es irdisch, weltlich und natürlich ist. Fragt die Leute auf der Strasse. Was ist Kirche? – Na ja, es ist das Gebäude dort, mit dem Kirchturm. Was ist ein Pastor? – Der, der auf der Kanzel steht und predigt. Was ist ein Christ? – Das sind die Leute, die oft ihre Bibel lesen, viel beten und ständig in die Kirche gehen … na, eben gute Werke tun und so. – Ihr seht, wie einfach definierbar es ist. Es ist greifbar, konkret. Darauf können wir unsere Hände legen.

Doch die Realität ist, das alles, was die Ekklesia, den Leib Christi ausmacht, geistlich ist und somit unsichtbar für das nackte Auge. Es ist nicht körperlich. Es kann nicht in Geld und Statistiken gemessen werden.

Nun stellt jemandem, der es besser weiß, die gleichen Fragen. Was ist Kirche? – Die Kirche, die Ekklesia, ist eine Verbindung von Individuen, die die Offenbarung Jesu haben und zu ihm gekommen sind, um ihn als ihr Leben in Empfang zu nehmen. Wo finde ich das? Wonach muss ich Ausschau halten? – Das kannst du nicht, das wäre, als würdest du versuchen, den Wind in der Hauptstrasse Nr. 101 zu finden. Es ist außerhalb geografischer Beschreibung; es ist überall und nirgendwo. Was ist ein Pastor? – Jemand, der dazu berufen ist, die Schafe des Herrn zu weiden als Hirte unter dem einen großen Hirten. Hm, meinst du Predigen? – Nein, nicht unbedingt oder ausschließlich. Du meinst einen Theologieprofessor? – Nein, nicht wirklich. Na ja, egal … aber was ist ein Christ? – Oh, das ist einfach: jemand, der in Christus ist. Was meinst du damit … „in Christus“? Meinst du nicht eher „an Christus glauben“? – Nein, ich meine „in Christus SEIN“, in Einheit, eins sein mit ihm. Aha, und wie sieht DAS aus? Wie viele Kapitel der Bibel lesen sie am Tag? Wie lange beten sie? Wie oft gehen sie in den Gottesdienst? – Es widersetzt sich einer Beschreibung, denn die Wahrheit ist, dass es nichts mit dem Äußerlichen, sondern nur mit dem Inneren zu tun hat. Wie der Wind: Man kann seine Auswirkungen sehen, doch kann man nicht erklären, woher er kommt und wohin er geht; so sind jene, die aus dem Geist geboren sind (Johannes 3). Dieses unsichtbare Leben ist die Besonderheit der Ekklesia. Wenn es dir gelingen sollte, den Wind in einem Beutel zu fangen, dann kannst du auch die Christen in ein Gebäude stopfen und es „Kirche“ nennen. „Man wird nicht sagen: Siehe, hier! oder: Siehe, dort ist es! Denn siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch.“ (Lukas 17:21)

Aus unserem Blickwinkel hier auf Erden kann organisierte Religion leicht gesehen, gefühlt, angefasst, erfahren, bemessen, benannt, charakterisiert, kategorisiert, analysiert und erklärt werden. Wir können ihren Fortschritt aufzeichnen und die Daten an die Wand hängen, auf sie zeigen und sagen, jawohl, wir haben so viele Millionen Bekehrte hier und so viele Millionen Mitglieder dort. Das Kirchenwachstum steigt (oder nimmt ab), wir haben letztes Jahr so und so viele Millionen Euro, Dollar etc. eingenommen und im Vergleich zu anderen Weltreligionen nehmen wir den soundsovielten Platz ein. Wir haben in diesem Teil der Welt soundsoviel tausend Kirchen, soundsoviele Pastoren und christliche Mitarbeiter und wir haben die Bibel in die und die verschiedenen Sprachen übersetzt.

Währenddessen ist das, was die echte Kirche, die Ekklesia, antreibt, unsichtbar, geistlich, ätherisch, in dieser Welt, doch nicht von dieser Welt, verborgen, verschleiert, schwer zu beschreiben in verständlichen Begriffen. Wir können kein Datenmaterial erstellen und es an die Wand hängen. Selbst diejenigen, die wissen, was die Ekklesia ist, haben manchmal Schwierigkeiten, sich auszudrücken. Fragt sie, wo diese Kirche, diese Gemeinde zu finden ist, von der sie so sehnsüchtig sprechen und sie werden geneigt sein zu antworten: „Ich bin nicht sicher, ob ich weiß, wo diese Kirche ist, Bruder/Schwester, doch weiß ich gewiss, wo sie nicht ist!“

 

Stellt euch nun vor, der Herr weckt euch eines Nachts auf und sagt: „Komm hier herauf und ich werde dir die Kirche zeigen.“

Du erwartest, dass er dich jetzt die Strasse hinunter bringt, zum Familien-Lobpreis-Zentrum etc. oder quer durchs Land, dorthin, wo die Massen sagen, dass sie Erweckung erleben; doch anstatt dessen merkst du, die Erde hinter dir lassend, wie du hoch in die Luft getragen wirst, und in einem Augenblick reist du über die Grenzen des zeitlichen Universums hinaus und in das geistliche Reich hinein, mit Christus an himmlische Orte gesetzt, dort im Thronraum Gottes.

Dort mit dem Herrn sitzend und hinunter auf die Welt blickend, finden wir heraus, dass aus dieser Perspektive alle Kathedralen, Kirchengebäude, Lobpreiszentren, Heiligtümer, Organisationsgebäude der Konfessionen, Seminare, die Zehnten und die Opfer, Mitgliedsdatenbanken, Bewegungen … sie alle verschwinden aus der Sicht. Alles schmilzt weg. Er sieht nicht die evangelikale Kirche, die Baptisten, die Methodisten, die Lutheraner, die Presbyterianer oder die Römisch-Katholische Kirche. Er sieht nicht die Pfingstler, die Charismatiker, die Fundamentalisten, die Christlich-Konservativen oder die Religiöse Rechte. Er sieht die Gebäude, die religiösen Zusammenkünften gewidmet sind, nicht als bedeutender oder besonderer an als andere Gebäude. Er sieht Pastoren, ja – doch seltsamerweise sieht er nicht jeden Vorstand einer gemeinnützigen Organisation, die ein Gebäude besitzt, das für religiöse Zusammenkünfte bestimmt ist, als einen Pastor. Und nicht nur die Pastoren sehen anders aus von unserem himmlischen Beobachtungsposten. Alles sieht eigenartig aus. Irgendwie rückwärts. Apostel sind nicht dort, wo du sie erwarten würdest und sie tun nicht, was sie unserer Meinung nach tun sollten – genauso wenig wie Propheten, Evangelisten oder Lehrer. Und doch sind sie genau dort, wo ER sie haben will und tun genau das, was ER ihnen zu tun befohlen hat. Interessanterweise sorgt Er sich nicht um einen Zuwachs oder Rückgang von Kirchenbesuchern, weil er die Kirche nicht als etwas sieht, was besucht werden kann. Hmmm …

Wenn wir nah bei ihm stehen, sehen wir, wie ER sieht.

Wir erkennen, wenn wir auf das Christentum schauen, dass Gott einzig seine Kirche, die Ekklesia, dort sieht. Er erachtet die, die in ihm bleiben, die den Sohn haben, als jene, die Leben haben. Seine Kirche hat keinen Rückgang, sie wächst, denn Leben kann nicht eingedämmt oder begrenzt werden. Seine Ekklesia ist außerhalb der Matrix. Seine Kirche ist geistlich und als solche ewig, Zeit und Raum überschreitend. Gerade so, wie Er und Sein Handeln es sind.

Du schaust auf in sein Gesicht und siehst sein Lächeln, also folgst du seinem Blick – und dort ist es – die lebenden Steine und kostbaren Edelsteine, aus denen seine Kirche, seine Gemeinde besteht.

Zuvor konntest du sie nicht sehen, weil du auf Erden mitten drin warst. Doch nun, weit entfernt von allem und aus der Sicht des Herrn hinunterschauend, erkennst du, dass die lebenden Steine zusammengefügt werden zu einem großartig glänzenden, schimmernden und schillernden Gebäude, das die ganze Erde bedeckt! Ein Engel steht neben diesem Gebäude und ruft: „100 % rein, nie von menschlicher Hand berührt!“ Du schaust näher hin und entdeckst, dass die Steine und Edelsteine nicht wirkliche Steine und Edelsteine sind, sondern Menschen! Wundervolle, wunderschöne, freudenerfüllte Leute, miteinander verbunden zu einem Mosaik kraftvoller Farben, ein Wandteppich von verwobener Schönheit, ein Potpourri einzelner Leben in perfekter zwölfstimmiger Harmonie, alles pulsierend von Seinem Herzschlag, Seinem Leben, Seinem Wesen. Du fängst an zu weinen angesichts der unverfälschten Reinheit und Einheit des Ganzen. Es ist kein Fleck, keine Falte oder Makel zu finden.

Gott allein ist in der Lage, etwas so hinreißend Großartiges zu machen. Nur Gott. Nur Gott. Und dort, inmitten dieses wundervollen Ortes, siehst du, was ihn so glanzvoll und prächtig macht …

Dort ist ER, inmitten seines Tempels wandelnd, baut er lebenden Stein auf lebenden Stein, kostbaren Edelstein auf kostbaren Edelstein, und was hörst du? Gesang? Ja. Die lebenden Steine rufen aus in Lobpreis. Und Er lächelt und – pfeift! – während er arbeitet.

Jesus baut seine Kirche.

Dann, so rasch, wie es begann, ist es wieder vorbei.

Du öffnest deine Augen und findest dich wieder zurück auf Erden, zurückgekehrt zu deiner dreidimensionalen Welt.

Es ist ein sonniger Tag, die Vögel singen, die Kirchenglocken läuten und du siehst Männer, Frauen und Kinder die Strasse entlang gehen, ihre Bibeln unter dem Arm tragend. Du eilst hinaus auf die Strasse und greifst nach einem älteren Herrn.

„Wo gehen Sie hin? Was geht vor sich? Warum haben Sie sich so herausgeputzt?“

„Nehmen Sie ihre Hände von mir, Sie Verrückter! Es ist Sonntagmorgen und ich gehe zur Kirche!“

„Sie haben die Kirche gesehen??“

„Sie gesehen? Natürlich habe ich sie gesehen. Mein Urgroßvater hat mitgeholfen, diese Kirche zu bauen!“

„Nein, ich meine, haben Sie die KIRCHE GESEHEN“, wiederholst du mit Nachdruck. „Die Kirche, die JESUS baut!“

„Ich weiß beim besten Willen nicht, wovon Sie sprechen, junger Mann. Nun lassen Sie mich los, oder ich komme zu spät!“

Du lässt ihn los, und bevor du weißt, wie dir geschieht, wirst du in der Menge vorwärts geschoben und findest dich innerhalb der vier Wände eines Gebäude sitzend, das sich selbst als „Erste internationale scheinheilige Kirche“ bezeichnet.

Der Gottesdienst beginnt gerade. Der Pastor tritt an das Pult heran und ruft aus: „Lasst uns alle aufstehen und singen!“

Unsicher, was du tun sollst, stimmst du im Gesang des Chorus mit ein:

Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid?

Wisst ihr nicht, wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid? Ihr seid der Tempel des Heiligen Geistes!

Am Ende des Liedes erscheint der Pastor wieder am Rednerpult und verkündet sachlich: „Ist es nicht gut, im Hause Gottes zu sein an diesem Morgen!“ Es ist mehr eine Feststellung als eine Frage. Und alle Leute sagen: „Amen!“

Hoffnung steigt in dir auf! Das Haus Gottes! Vielleicht hat er es auch gesehen! Du vergisst, wo du bist, springst auf und rufst aufgeregt: „Hast DU das Haus Gottes gesehen, Bruder?“

„Amen!“, antwortet er. „Es ist gut, heute Morgen hier in der Kirche zu sein!“

„Amen!“, stimmen die Leute zu.

„Nein, Moment mal“, unterbrichst du, dann, so langsam und deutlich artikuliert, als ob du zu einem Taubstummen sprechen würdest, fragst du: „Hast du die KIRCHE GESEHEN, Bruder? Die Kirche, die JESUS baut?

Alle Köpfe sind dir nun zugewandt. Der ältere Herr, einer der Diakone, flüstert: „Das ist der Verrückte, dem ich heute Morgen auf dem Weg zur Kirche begegnet bin!“

Der Pastor wird zunehmend ungeduldig. „Dies IST die Kirche, Bruder. Halleluja!“

„Aber Pastor“, drängst du, „WISST IHR NICHT, DASS IHR DER TEMPEL SEID???“

Die Stille ist ohrenbetäubend.

„Sie sind der Tempel. WIR sind der Tempel! Jesus baut seine Kirche! Ich hab’s gesehen! Es ist ein wundervolles Gebäude aus lebenden Steinen, erfüllt mit seinem Leben! Wir sind die Kirche, die er baut! Wir sind die lebenden Steine, die kostbaren Edelsteine! Ich habe Jesus gesehen, und er hat gelächelt und die Steine zueinander gestellt, und …“

Einige Teenager in den hinteren Reihen fangen an zu kichern.

„Ich hab’s gesehen! Es ist wahr! Die Steine … die Juwelen … es ist großartig!“

Die Leute schauen den Pastor an, um zu sehen, wie er wohl reagieren wird.

Langsam dämmert es dir. Du erkennst, dass du ihnen wie ein Außerirdischer von einem fremden Planeten erscheinst, der versucht, etwas zu vermitteln, das für dich so real ist, aber für den Rest der Welt vollkommen fremd.

Verzweifelt packst du den Mann, der neben dir steht, bei den Schultern, weil du denkst, du könntest es in ihn hineinschütteln. „Ihr glaubt mir nicht … Doch es ist wahr! Ihr singt darüber … aber ihr glaubt es nicht! IHR SEID DER TEMPEL! Ihr müsst mir glauben! Ich hab’s gesehen! Jesus baut seine Kirche!“

Die Ordner bahnen sich einen Weg zu deinem Platz in der Kirchenbank.

Schwitzend und zitternd schaust du dich mit wildem Blick in dem Heiligtum um. „Nein, hier ist was falsch. Alles ist ganz anders … dies ist nicht die Kirche! Ich meine, ihr nennt es Kirche, aber das hier ist kein bisschen wie das, was ich gesehen habe. Die Kirche ist … sie ist … Eine Herde mit Einem Hirten, nicht aufgeteilt in Denominationen und Sekten! Sie ist ein Mosaik von Menschen! Sie ist ein Wandteppich voll kraftvoller Farben! Sie ist ein Potpourri …“

Du fängst an zu schluchzen. „Hört mich an! Wisst ihr nicht, dass ihr der Tempel seid?!?“

Die Gemeinde fühlt sich unbehaglich und ist aufgeregt. Der alte Diakon ist aschfahl im Gesicht und seine Augen blitzen den Pastor an, damit der dem Ganzen ein Ende machen möge.

„Lieber Freund“, bringt der Pastor endlich hervor, „wenn Sie bitte mit den Ordnern gehen würden, ich glaube, wir können Ihnen besser in einer privaten Atmosphäre dienen. Mit gebeugten Häuptern und geschlossenen Augen sollten wir anderen hier gleich jetzt vor dem Herrn ins Gebet gehen.“

Während alle Köpfe gebeugt und alle Augen geschlossen sind, mit Ausnahme von Kopf und Augen des Pastors, drängen die Ordner dich schnell und zielstrebig zur Hintertür hinaus und schmeißen dich die Stufen hinunter.

Der Pastor lächelt: „Und die Gemeinde sagt … AMEN. Amen. Ihr dürft euch nun setzen. Ja, preist den Herrn. Meine heutige Predigt trägt den Titel: `Was es heißt, Christ zu sein´. Schlagt nun eure Bibeln auf …“

* * *

Wenn Gott dir einen Moment an seiner Seite bewilligen würde und dir einen flüchtigen Blick auf seine Kirche gewährte, würdest du sofort verstehen, welch einen bedauernswerten Ersatz wir mit der organisierten Religion haben.

Keine Eitelkeit ist so tief wie religiöse Eitelkeit, nichts ist widerlicher und im krassen Gegensatz zum Herzen und zur ultimativen Absicht Gottes.

„… und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen Regionen in Christus Jesus.“ (Epheser 2:6)

Wenn es Gott gefällt, dir dieses Bild seiner Kirche zu bewilligen, wirst du es bald als einen Segen und gleichzeitig als einen Fluch anerkennen. Ein Segen, weil die Dinge zu sehen, wie Er sie sieht, wahre Weisheit und Einheit mit ihm und seinem Volk bedeuten. Und ein Fluch, weil die Dinge zu sehen, wie Er sie sieht, dich für dein Leben verdirbt, denn du wirst nie mehr fähig sein, den Ersatz zu akzeptieren, das Nachgemachte, selbst nicht das Gute, auf Kosten des Heiligen.  Seine Kirche, Sein Schatz, wie heilig und rein und wundervoll und unaussprechlich ist sie! Vorher konntest du beiläufig diese oder jene Sache „Kirche“ nennen, wie alle anderen auch und es gesellschaftlich akzeptabel finden, doch nun wirst du eine Gänsehaut bekommen und dein Magen wird sich zusammenkrampfen, wenn du hörst, wie andere irgendein Gebäude das „Haus Gottes“ nennen, in dem vollen Bewusstsein, dass SEIN HAUS nicht ein totes, von menschlichen Händen geschaffenes Ding ist!

Dann wird es dir nicht genügen zu sagen: „Herr, die Kirche gehört dir, nicht mir und auch niemandem sonst. Ich sehe nun meinen Fehler. Ich nehme meine Hände davon weg, denn es untersteht nicht meiner Kontrolle oder Führung. Ich tue Buße dafür, dass ich versuche, aufzubauen, was du niederreißen möchtest und niederzureißen, was du aufbauen willst. Was bin ich, Herr, als ein kleiner Stein, ein kleines Schaf, ein kleines Glied an dem wundervollen Leib der Gläubigen? Du baust deine Kirche und ich werde es dir überlassen. Endlich sehe ich. Lass mich nur einen stillen Platz finden, wo ich dir und deinem Volk dienen kann im Verborgenen, denn ich möchte nichts für mich, sondern alles für dich.“

Nein, sobald du dies erkannt hast, sobald du deine Hände von seiner Braut genommen hast, sobald du aufhörst deine Brüder und Schwestern im Namen Gottes zu schlagen, dann wirst du eifern für seine Kirche mit Seinem Eifer und du wirst so viel Empfindsamkeit und Bewusstsein bekommen für falsche Pastoren und falsche Lehrer und falsche Evangelisten, falsche Propheten und falsche Apostel – ja, für alles, was sein Volk missbrauchen, verwirren, vergewaltigen und plündern würde!

Es ist alles eine Frage des Sehens! Und sehen wirst du! Du wirst sehen, wie er sieht, hören, wie er hört, fühlen, wie er fühlt. „Er war erzürnt über die Härte ihrer Herzen.“ Ohne Anstrengung, ohne Bemühungen wirst du mitten durch das Falsche sehen, den Quasi-Glauben, die Pseudospiritualität, die weißgewaschenen Gräber voller Totenknochen. Sobald du vom echten Leben geschmeckt hast, wirst du Tod auf tausend Kilometer Entfernung riechen und dein Geist wird dagegen rebellieren und deine Emotionen im Protest aufschreien und dir wird übel werden vor Trauer, Zorn und Mitgefühl, alles zur gleichen Zeit. „Nein! Dies ist nicht die Ekklesia. Dies ist nicht die Kirche des Herrn. Dies ist Fälschung. Es ist Schwindel. Es ist nichts weiter als organisierte Religion!“

Möge Gott uns Gnade schenken und uns solch eine Offenbarung Seiner selbst und Seiner Kirche geben, damit wir der Kirchlichkeit entkommen und Leben finden können.

Wir wollen euch damit nicht auffordern, dass ihr am nächsten Sonntag das System herausfordert, indem ihr eine öffentliche Konfrontation mit irgendeinem arglosen Pastor provoziert.

Alle Argumente der Welt werden Menschen nicht überzeugen, auch sollten wir nicht versuchen, Menschen zum Sehen zu zwingen. Erlaubt ihnen einfach, zu betrachten. Schau in das Gesicht dessen, der alle Dinge sieht, wie sie sind, sodass andere in deine Augen schauen mögen und Ihn erkennen, wie er ist. Eine Minute des Erkennens ist mehr wert als ein Leben voller Argumente.

Gott wird uns ein wahrnehmendes Herz und sehende Augen geben, wenn wir ihn darum bitten und wenn wir willens sind, beides anzunehmen, die Freude und die Last, die solch eine Offenbarung begleiten.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: Escape From Churchianity
©2007 Chip Brogden, All Rights Reserved.
Website: www.theschoolofchrist.org
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2007 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

Hinweis zum Copyright: Vorstehender Artikel darf in seiner Gesamtheit zu nicht-kommerziellen Zwecken per Email oder in schriftlicher Form weitergegeben und auf der eigenen Website veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass keine Inhalte verändert werden und Copyright-Hinweise und Quellen-Angaben, einschließlich dieser Fußnote, vollständig erhalten bleiben. Wichtig: Die Erlaubnis für eine Veröffentlichung auf der eigenen Website ist zwingend an den Erhalt der Verlinkungen sowohl zu den Originalquellen als auch zu www.soulfood4u.de gebunden. Die Entfernung von aktiven Links ist nicht erlaubt!

Kategorien: Neue Artikel | Schlagwörter: , , , , , , , , | Hinterlasse einen Kommentar

Der Heilige Geist ist wunderschön… (Über Seine Person)

 05:06 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

Noch eine Anmerkung zu diesem Artikel: Der Heilige Geist kann sich sehr unterschiedlich offenbaren: Als Wind (sanft oder mächtig), als Taube, als Feuerflammen… Wie Seine Gestalt nun aussieht, weiß ich selbst nicht. Nur, dass Sein Charakter unveränderlich ist! Er ist GOTT!

22.07.2011

Hörte mir Musik von Alberto & Kimberly Rivera an… (siehe unten). Und während ich JESUS anbetete und Seine Gegenwart im Raum war, sah ich den Heiligen Geist sehr deutlich. Er ähnelte der Gestalt eines Engels. Jedoch glänzte Er mehr und Sein Leuchten war wie ein helles Gelb. Ich sah, dass Er unter (oder hinter) Seinen Armen etwas wie große Flügel hatte, die auch dieses leuchtende Gelb hatten. Er war mir sehr nah und legte Seine Flügel um mich… Ich spürte Seine Gegenwart in mir und um mich herum…

Mir lag eine Frage auf dem Herzen. Ich fragte Ihn, was beim Beten im Geist passiert. Da hatte ich dieses Bild: Es ist, als ob Er in unseren Geist hineinhaucht. Der Heilige Geist haucht mit Seinem Mund in unseren Mund (im Geist) und Seine Worte fließen aus uns heraus… Daher ist das Sprachengebet eine sehr tiefe Gemeinschaft mit Gott! In Johannes 4, 24 sagt JESUS:

„Gott ist Geist, und die ihn anbeten, müssen ihn im Geist und in der Wahrheit anbeten.“

Wir sind dem Heiligen Geist mit unserem menschlichen Geist daher so nahe, dass Er uns „umarmt“ (so sah ich es…).

Daher glaube ich, dass es den Heiligen Geist betrübt, wenn wir uns der Gemeinschaft mit Ihm nicht bewusst sind und/oder gar Ihn als Person ablehnen. Doch Er ist eine Person: Gott ist Geist! Es ist wichtig, dass wir mit dem Heiligen Geist vertraut sind und gemeinsam mit Ihm JESUS anbeten.

So sah ich Ihn. Ich glaube aber, dass Er sich sehr unterschiedlich offenbaren kann. Etwa als Feuer, Wind, Wasser oder in der Gestalt einer Taube (=als JESUS getauft wurde). Doch es kann schon sein, dass Er wirklich Flügel hat… Denn bezüglich der „Flügel“ fand ich einige interessante Bibelstellen:

David sagte zu Gott: „Behüte mich wie den Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem Schatten deiner Flügel“ (Psalm 17, 8)

Und in Psalm 36, 8-10: „Wie köstlich ist deine Gnade, o Gott, daß Menschenkinder Zuflucht finden unter dem Schatten deiner Flügel! Sie laben sich an den reichen Gütern deines Hauses, mit dem Strom deiner Wonne tränkst du sie. Denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Licht schauen wir das Licht.“ 

 

Psalm 57, 2: „Sei mir gnädig, o Gott, sei mir gnädig! Denn bei dir birgt sich meine Seele, und ich nehme Zuflucht unter dem Schatten deiner Flügel, bis das Verderben vorübergezogen ist.“ 

 

Psalm 61, 5: „Laß mich ewiglich wohnen in deinem Zelt, mich bergen im Schatten deiner Flügel! (Sela.)“ 

 

Weitere Beispielen (zum Selber-Nachschlagen) hierzu findest Du in Psalm 63, 8; Psalm 91, 4; Maleachi 3, 20; Matthäus 23, 37 und Lukas 13, 34.

Zuletzt wünsch ich jedem, der dies liest:

„Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.“ (2. Korinther 13, 13) 

 

———-

Julia Berndt

Anmerkung: Prüfe alles und das Gute behalte ( vgl. 1. Thess 5, 20-21). Die Bibel ist die einzige Grundlage. Prophetie muss anhand der Bibel und dem Wesen Gottes geprüft werden. Mehr dazu siehe folgende Artikel: Sind Prophetien unfehlbar? , Was „Prüfen bedeutet und  Umgang mit Eindrücken.

 

Lobpreis von Alberto & Kimberly Rivera: 

Gottes Segen!

E-Mail-Abo:

Trag Dich in das kostenlose E-Mail-Abo ein (für neue Artikel der Website):
Tippe links unten Deine E-Mail-Adresse ein und klicke dann rechts auf den Button „Abonnieren“.
WICHTIG: Danach erhältst Du einen Bestätigungslink per Mail, den Du anklicken musst, um das Abo zu aktivieren.

Das E-Mail-Abo ist für Dich kostenlos.
Eine Spende ist freiwillig, benötigen wir aber, um unseren gesamten Dienst langfristig zu machen.
Du unterstützt damit auch unsere andere (evangelistische) Website https://message-for-you.net/, mit der wir täglich tausende Menschen, auch in unerreichten Ländern, mit dem Evangelium erreichen! (Siehe auch Artikel: Wie Du dabei helfen kannst, tausende Menschen für Jesus zu erreichen )
Damit unterstützt Du somit auch die evangelistische Ernte!

Deine Spende an uns:

Aber ist Dir unser Dienst z.B. 5€ monatlich oder einmalig wert?
Damit wir den Dienst und auch andere Dienstbereiche auch weiterhin zeitlich verwalten können und nicht beenden müssen, unterstütze uns bitte mit einer (gerne regelmäßigen) Spende (z.B. 5€ monatlich oder einmalig oder mehr): Schnell und einfach online spenden
Danke für Deine Unterstützung!
Julia und Tobias

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | Schlagwörter: , , , , , | 4 Kommentare

Mit JESUS tanzen :-)

 01:31 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

22.07.2011

Sah heute morgen im Raum JESUS tanzen, während wir anbeteten und Musik hörten… Er strahlte richtig und freute sich sooo sehr, voller Freude tanzte Er. Und dann forderte Er uns auf, mit Ihm mit zu tanzen… oh HERR!

„um den Trauernden von Zion zu verleihen, daß ihnen Kopfschmuck statt Asche gegeben werde, Freudenöl statt Trauer und Feierkleider statt eines betrübten Geistes, daß sie genannt werden »Bäume der Gerechtigkeit«, eine »Pflanzung des Herrn« zu seinem Ruhm.“ (Jesaja 61, 3)

JESUS liebt es, mit Seinen Kindern zu tanzen! Tanze doch mal mit Ihm..!

———-

Julia Berndt

Anmerkung: Prüfe alles und das Gute behalte ( vgl. 1. Thess 5, 20-21). Die Bibel ist die einzige Grundlage. Prophetie muss anhand der Bibel und dem Wesen Gottes geprüft werden. Mehr dazu siehe folgende Artikel: Sind Prophetien unfehlbar? , Was „Prüfen bedeutet und  Umgang mit Eindrücken.

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | 3 Kommentare

Die Hochzeitsfeier des Lammes (Und Offenbarung zur „Braut JESU“)

 03:47 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

17.07.2011

Während einer prophetischen Übung (Jeder bat Gott, etwas zu sehen).

Ich schloss meine Augen.

Dann sah ich eine Tür und aus der Tür leuchtete ein goldglänzendes orangefarbenes Licht – es glitzerte und sah ein bisschen wie orange-goldener Nebel aus. Ich sah zuerst nur diese Tür und rings herum war es dunkel.

Dann sah ich in der Tür JESUS stehen und ging hinein.

Ich stand in einem großen Saal.

Überall waren Engel. Doch ich selbst sah mich mit JESUS tanzen… Und ich hatte ein Brautkleid an… Die vielen Engel tanzten um uns herum, im Kreis… Ein paar von ihnen sah ich im Reigen tanzen, worüber ich erstaunt war. Die Engel waren alle weiß, leuchtend und fast durchsichtig. Sie waren sehr flink und ich sah, wie sie durcheinander durch fliegen konnten.

Doch sofort ging mein Blick wieder zurück zu JESUS, denn ER war der Mittelpunkt. Und ER tanzte mit mir… Überall sah ich dieses goldene Licht im Raum.

Während ich uns so tanzen sah und um uns herum die Engel, wunderte ich mich, wo denn all die anderen waren.

Da merkte ich, dass JEDER der Eingeladenen gleichzeitig mit JESUS tanzt! – Denn wir sind ja alle Seine Braut! Daher sah ich nur mich…

Dann fragte ich, ob Er mir noch etwas zeigen möchte.

Und ich sah, dass im Raum eine Treppe nach oben führte. JESUS ging mit mir diese Treppe hoch und dann standen wir auf einer Art Terasse. Er blickte mit mir gemeinsam in die Ferne. Ich sah ein weites Land vor uns, doch wollte nicht weiter hinsehen.

JESUS sah mich dann an und sagte: „Ich komme bald.“

In diesem Moment wurde mir bewusst: Ich hatte die Hochzeitsfeier des Lammes gesehen! Das hat mich sehr berührt und ich spürte große Sehnsucht.

Nach der Übung sagte jemand, sie habe auch die Hochzeit gesehen…

Und am nächsten Tag telefonierte ich mit einer anderen Christin und sie sagte, sie habe am Tag zuvor, evtl. fast zur gleichen Zeit, auch eine ähnliche Vision gehabt: Sie sah sich auch mit JESUS tanzen und fragte sich auch, warum sie nur sich sehen würde

und JESUS erklärte ihr ebenso, dass wir alle mit Ihm gleichzeitig als Seine Braut tanzen werden…

DANKE JESUS, GELIEBTER!!!!!

Dies scheint Ihm wirklich WICHTIG zu sein!!! Der HEILIGE GEIST bereitet uns, Seine Braut, auf die kommende Hochzeit vor.

————-

Nachtrag

Über die „Braut Jesu“:

Über die „Braut Jesu“, die jeder Gläubige ist, jeder, der Jesus angenommen hat.
Wir wollen diese Lehreinheit hier empfehlen, die wir im Jahr 2017 dazu im Rahmen der Jahresprophetie geschrieben hatten. Die Botschaft ist sehr ausführlich und praktisch zum Thema „Braut Jesu“ und daher noch immer hilfreich.
Darin haben wir auch die Vision von der Hochzeitsfeier des Lammes nochmal erwähnt:

 

————-

Berührende Videos zum Thema:

———-

Anmerkung: Prüfe alles und das Gute behalte ( vgl. 1. Thess 5, 20-21). Die Bibel ist die einzige Grundlage. Prophetie muss anhand der Bibel und dem Wesen Gottes geprüft werden. Mehr dazu siehe folgende Artikel: Sind Prophetien unfehlbar? , Was „Prüfen bedeutet und  Umgang mit Eindrücken.

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | Ein Kommentar

Der Schlüssel ist VERTRAUEN

 01:58 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

13.07.2011

Ich hatte die Augen geschlossen und sah innerlich JESUS, doch davor sah ich etwas wie schwarze oder dunkle Kästen: Sorgen und Angst… Ich bat JESUS, diese wegzunehmen. Dann sah ich, wie Er einen goldenen Schlüssel in meine rechte Hand legte und sagte, ich solle damit mein Herz aufschließen/öffnen. Ich fragte Ihn, was der Schlüssel bedeuten soll. Und Er sagte: „Vertrauen.“

Mit Vertrauen (Glauben) öffnen wir die „Augen unseres Herzens“, so dass wir klarer sehen..! Angst und Sorgen wollen uns nur davon abhalten.

Glaube ist Vertrauen… Und dies ist der Schlüssel in Sein Reich.

„Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist“

(Epheser 1, 18)

 

———-

Julia Berndt

Anmerkung: Prüfe alles und das Gute behalte ( vgl. 1. Thess 5, 20-21). Die Bibel ist die einzige Grundlage. Prophetie muss anhand der Bibel und dem Wesen Gottes geprüft werden. Mehr dazu siehe folgende Artikel: Sind Prophetien unfehlbar? , Was „Prüfen bedeutet und  Umgang mit Eindrücken.

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | Hinterlasse einen Kommentar

Er trug die Dornen

 01:35 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

09.07.2011

Während ich telefonierte, sah ich (im Geist) JESUS vor mir stehen. Er lächelte, ging auf mich zu und schenkte mir eine Blume. Als ich hin sah, sah ich, dass es eine Rose war. Ich fragte mich, als ich die Hand ausstreckte, um sie zu nehmen, ob ich mich nicht an den Dornen verletzen werde… Doch ich bemerkte, dass Er die Dornen entfernt hatte. Und als ich zu JESUS aufsah, sah ich, dass ER die Dornen auf dem Kopf trug…

Die Bedeutung:

JESUS hat für uns die Schmerzen, die Sünde und die Krankheiten am Kreuz getragen. Er hat all das auf sich genommen, damit wir das Leben haben!

———-

Julia Berndt

Anmerkung: Prüfe alles und das Gute behalte ( vgl. 1. Thess 5, 20-21). Die Bibel ist die einzige Grundlage. Prophetie muss anhand der Bibel und dem Wesen Gottes geprüft werden. Mehr dazu siehe folgende Artikel: Sind Prophetien unfehlbar? , Was „Prüfen bedeutet und  Umgang mit Eindrücken.

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | 3 Kommentare

Mit JESUS fliegen…

 02:04 min. [Download mp3] [YouTube-Video] [Podcast-Feed] [Podcast.de]

08.07.2011

Ich lag auf dem Bett mit geschlossenen Augen, aber war wach. Während ich betete und JESUS fragte, ob es möglich wäre, im Geist zu fliegen, sah ich folgendes:

JESUS hielt mich an beiden Händen und wir schwebten frei in der Luft. Als ich nach unten sah, sah ich eine Landschaft, aber sie schien weit entfernt zu sein. Wir schwebten also sehr weit oben… Und ich empfand, dass Er mir damit die Angst nehmen wollte.

 

09.07.2011

Ich bat JESUS, dieses Bild/die Vision weiter sehen zu  dürfen.

Da sah ich Ihn wieder, wie Er mich an beiden Händen hielt und wir schwebten frei in der Luft. Nun bemerkte ich, dass Seine HERRLICHKEIT da war und sie durch uns floss. Als ich nach unten sah und mich fragte, was wäre, wenn ich jetzt fallen würde, sagte JESUS, ich solle auf IHN sehen. Er sagte mir: „Es ist wie auf dem Wasser gehen…“..! Nun erkannte ich auch, dass die Landschaft unter uns meine Umstände darstellen sollten.

Wenn wir auf JESUS sehen, machen uns auch schwierige Umstände weniger aus. – Denn wir sind über ihnen.

———-

Julia Berndt

Anmerkung: Prüfe alles und das Gute behalte ( vgl. 1. Thess 5, 20-21). Die Bibel ist die einzige Grundlage. Prophetie muss anhand der Bibel und dem Wesen Gottes geprüft werden. Mehr dazu siehe folgende Artikel: Sind Prophetien unfehlbar? , Was „Prüfen bedeutet und  Umgang mit Eindrücken.

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | Hinterlasse einen Kommentar

Freiheit in Christus (Victoria Boyson)

Freiheit in Christus

  von Victoria Boyson

Vor vielen Jahren, als ich noch sehr jung im Glauben an den Herrn war, befand ich mich in einer Gemeinde, die nicht an Jesus Christus glaubte.

Nun, sie glaubten an Sein Leben und Seine Wiederauferstehung, doch nicht an die befreiende Wirkung, die Seine Gute Nachricht für uns bereithält. Sie verkündeten ihre Errettung durch Christus, doch ohne dass sie es wahrgenommen hätten, war diese Freiheit durch eine von Menschen aufgestellte Satzung religiöser Regeln ersetzt worden.

Eines Tages, während des Gottesdienstes, erkannte ich plötzlich, dass die meisten dieser Leute keinen wahrhaftigen Erlöser hatten. Sie hatten keinen Erlöser, weil sie dessen Notwendigkeit für ihr Leben nicht erkennen konnten. Sie verließen sich in Bezug auf ihre Erlösung auf ihre eigene Gerechtigkeit, die sie in der Einhaltung der „Gesetze“ fanden, welche sie errichtet hatten und lehrten. Manchmal waren ihre Lehren so kompliziert und aufwändig, dass ich fühlte, ich würde in ihren Augen niemals „richtig“ sein.

Als ich diese Menschen kennenlernte, dachte ich anfänglich, ich hätte Riesen des Glaubens gefunden. Sie schienen so viel mehr als ich zu wissen. Als ich sie mit der Zeit besser kennenlernte, erkannte ich, dass es mir nie möglich sein würde, sie zufrieden zu stellen. Ihre Regeln und Verordnungen in Bezug auf das Christentum konnten niemals erfüllt oder ausgelebt werden; auch stellten sie fortwährend neue Regeln auf.

Überdies wurde mir die Freiheit und Freude, dich ich gefunden hatte als ich anfing Christus kennenzulernen, langsam und methodisch gestohlen. Zweifellos wäre ich ihren Glaubensgrundsätzen vollständig erlegen, wenn da nicht die Lehren meiner wundervollen Mutter gewesen wären.

Der Glaube meiner Mutter

Sie hatte ein einfaches und liebevolles Vertrauen in Jesus, das dem religiösen Auge möglicherweise kindisch und unbedeutsam erschien. Doch in Wahrheit ging ihre Liebe zu Christus viel tiefer als die jener Menschen. Sie lebte tagtäglich in der Freude ihres Erlösers. Sie liebte Ihn und Er liebte sie – sie hatte dies als Wahrheit erkannt und lebte diese Wahrheit mit großer Zuversicht und in Frieden.

Wenn andere kamen und versuchten, ihren Glauben zu komplizieren, wischte sie deren komplexe Lehren mit der Anmut und dem Vertrauen eines Kindes zur Seite. Mit wenigen einfachen Worten konnte sie den Redefluss dieser „unsinnigen Lehrer“, die so viel mehr als sie zu wissen schienen, zum Halten bringen. Oh ja, sie wollten ihr gewiss „helfen“ und sie zur Ordnung rufen, doch sie lächelte dann nur und liebte sie einfach, weil sie etwas hatte, das diese noch erkennen mussten: Freiheit in Christus!

Sie kannte Jesus!

Und ausschließlich aus diesem wahrhaftigen Erkennen von Jesus Christus selbst kam ihre Freiheit. Sie kannte ihn nicht aus dem aufgedunsenen Kopfwissen „gelernter Christen“, sie kannte Jesus persönlich und sprach mit Ihm und verbrachte Zeit in Seiner Gegenwart.

In den Augen der Menschen war meine Mutter nie jemand Bedeutsames. Sie war nie ein Lehrer, Prediger oder Dozent – sie war einfach nur ein Kind Gottes. Sie kannte ihren Himmlischen Vater und hatte deshalb die Weisheit des Himmels in ihrem Herzen.

Meine Mutter starb, als ich sechzehn war, doch bevor sie starb, teilte sie ihren Jesus mit mir. Aber im Laufe der Jahre, auf meiner Suche nach größerer Erkenntnis des Wesens Gottes, hätte ich beinahe diesen einfachen kindlichen Glauben, den sie mich gelehrt hatte, verloren. Nur weil ich an sie dachte und mich ihrer Liebe und der Echtheit ihres Glaubens erinnerte, fand ich meinen Weg zurück in Seine Arme.

Freiheit muss erkämpft werden

Paulus sagte in Galater 2:4-5: „…Was aber die eingeschlichenen falschen Brüder betrifft, die sich eingedrängt hatten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in Christus Jesus haben, damit sie uns unterjochen könnten, denen gaben wir auch nicht eine Stunde nach, dass wir uns ihnen unterworfen hätten, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen bliebe.“

Paulus und die anderen Apostel waren unablässig damit beschäftigt, die einfache Botschaft des Evangeliums für die Christen wiederherzustellen und sie vor den komplizierenden Täuschungen des Feindes zu schützen. Er sagte schlicht zu ihnen: „Mich wundert, dass ihr so schnell übergehet von dem, der euch durch Christi Gnade berufen hat, zu einem anderen Evangelium, so es doch kein anderes gibt; nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium Christi verdrehen wollen.“ (Galater 1:6-7)

Zur damaligen Zeit waren die Apostel das Licht, das die verdrehte Finsternis der Ausnahmen und Regeln in Schach hielt. Sie kämpften, um andere frei zu erhalten von der Religiosität, von der Christus sie befreit hatte.

Aus der Kirchengeschichte wissen wir jedoch, dass nur kurze Zeit danach die Kirche dem Legalismus erlag und sie die Freiheit der Evangeliumsbotschaft verlor. Indem sie das taten, trat die Welt in die dunkelste Zeit der Geschichte ein, bekannt als das Finstere Mittelalter.

Es blieb bedrückend, bis die Gute Botschaft von Jesus Christus von vielen tapferen Seelen, die für die Wahrheit kämpften, wiedergefunden wurde; und manchen von ihnen kostete es sogar das Leben.

Wir müssen dafür kämpfen, die Einfachheit unseres Glaubens am Leben zu erhalten, indem wir die Botschaft der Liebe und Gnade verteidigen. Wenn wir für diese Dinge nicht kämpfen, werden wir die Freiheit verlieren, die wir in unserer Ersten Liebe gefunden haben und erliegen in der Folge einem verdrehten Evangelium, das selbst die kleinsten Wahrheiten kompliziert und uns mit der fälschlichen Einbildung zurücklässt, wir könnten uns bei unserer Erlösung auf unsere eigene Gerechtigkeit verlassen.

Unsere Erste Liebe

Allein Jesus kann uns von Sünde erretten und nur Er kann uns vom Bösen befreien. Und nur wenn wir zu unserer Ersten Liebe zurückkehren, wird unser Licht in die Dunkelheit scheinen. Denn wenn wir den religiösen Legalismus abschütteln und auch die Verdammung, die unserer Liebe zu Christus entgegenwirkt, werden wir in Sein Bild verwandelt und uns wird die Befähigung gegeben, die Welt zu verändern.

Es gibt keine „neue Evangeliumsbotschaft“. Alles, was wir haben, ist die Wahrheit, dass Christus gestorben ist, um uns zu erlösen; Er allein trägt die Kraft des Lebens in sich. Jesus ist der Schlüssel zu unserer Freiheit. Wir müssen Ihm erlauben, durch Seine Liebe und Wahrheit die Zellentür unserer Religion aufzuschließen und uns zu helfen, in der Freiheit zu leben, die Seine Liebe mit sich bringt.

Kehre zu deiner Ersten Liebe zurück.

Leben in Ihm und lass das Licht Christi alle Finsternis vertreiben. Streife die verdrehten Lehren des selbstgemachten Evangeliums ab, und wende dich der Schlichtheit der Liebe Jesus‘ zu.

Er liebt dich; liebe Ihn einfach zurück. Lebe jeden Tag in dieser Liebe und schau zu, wie er die Welt durch dich verwandelt.

Bitte bete dies mit mir:

Lieber Herr Jesus, hilf mir, dich wahrhaftig kennenzulernen und dich zu lieben – in Deiner Liebe zu bleiben und Deine Liebe zu mir zu spüren. Zeige mir die Wahrheit, die mich frei machen wird, und mache mich zum Botschafter Deiner Guten Nachricht!

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: Freedom in Christ
©2007 Victoria Boyson, www.boyson.org, All Rights Reserved.
Quelle: www.elijahlist.com
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2007 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

Hinweis zum Copyright: Vorstehender Artikel darf in seiner Gesamtheit zu nicht-kommerziellen Zwecken per Email oder in schriftlicher Form weitergegeben und auf der eigenen Website veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass keine Inhalte verändert werden und Copyright-Hinweise und Quellen-Angaben, einschließlich dieser Fußnote, vollständig erhalten bleiben. Wichtig: Die Erlaubnis für eine Veröffentlichung auf der eigenen Website ist zwingend an den Erhalt der Verlinkungen sowohl zu den Originalquellen als auch zu www.soulfood4u.de gebunden. Die Entfernung von aktiven Links ist nicht erlaubt!

Kategorien: Neue Artikel | Ein Kommentar

Ich weiß, WEM ich geglaubt habe! (Chip Brogden)

Ich weiß, wem ich geglaubt habe
von Chip Brogden

Die Heilige Schrift ermahnt uns, „in der Gnade und in der Kenntnis unseres Herrn Jesus Christus zu wachsen“. Unser geistliches Wachstum kann generell in drei Stadien der Entwicklung unterteilt werden. Bitte verwende diesen Lehrartikel nicht, um herauszufinden, wo andere stehen, sondern benutze ihn, um dich selbst zu begutachten und zu sehen, ob du tatsächlich in der Kenntnis Christi wächst und reifst.

Ich werde die Begriffe „unreif“ und „kindlich“ verwenden, aber nicht mit der Absicht, die Jugend mit Herablassung zu behandeln. Ich stelle lediglich Reife der Unreife gegenüber und vergleiche das Erwachsensein mit dem Kindsein. Meine Kinder sind unreif, doch ich kann auch nichts anderes als Unreife von ihnen erwarten, solange sie Kinder sind. Ich investiere mich aber liebevoll in ihr langfristiges Wachstum. In gleicher Weise dürfen wir die geistlich Unreifen oder im Glauben Schwachen nicht verachten. Stattdessen sagt uns das Wort, diese anzunehmen und über sie zu wachen. Jene von euch, die schon ein Stück weiter sind, sollten niemals vergessen, wie viele Jahre Gott daran arbeiten musste, euch auf die Ebene der Erfahrung zu bringen, die ihr heute für selbstverständlich erachtet.

Mit diesen einleitenden Worten lasst uns über das Anfangsstadium des Christenlebens sprechen.

Das Kind sagt: „Ich weiß, WAS ich glaube.“

Am Anfang unseres Christenlebens beschäftigen wir uns vornehmlich mit dem, WAS wir glauben. Wir sind weitestgehend abhängig von anderen Christen, dem Pastor, oder der Gemeinde, die uns alle sagen, was wir glauben sollen. Unsere Glaubenssysteme werden auf dem gegründet, was wir hören, sehen oder was uns gelehrt wird während dieser formenden Jahre geistlicher Entwicklung. Da wir in den Wegen des Herrn nicht erfahren sind, ist es selbstverständlich, dass wir unsere Aufmerksamkeit den Christen schenken, die den Herrn schon länger kennen, um so die grundlegende Doktrin unseres Glaubens zu erlernen. Wer oder was auch immer uns als geistliches Kind beeinflusst, wird uns für gewöhnlich zu dem prägen und formen, was wir zwanzig, dreißig oder fünfzig Jahre später sein werden.

Die Teilnahme an Sonntagsschulklassen, Bibelstudien, Gottesdiensten, Klausuren, Konferenzen und Seminaren, werden als ein wünschenswerter und notwendiger Schritt gesehen, um ein starker und fester Christ werden zu können. Sich einen Katechismus, ein Glaubensbekenntnis oder eine Lehrmeinung einzuprägen, ist oftmals Voraussetzung für eine Gemeindezugehörigkeit. Wenn ein bestimmtes Glaubenssystem erst einmal klar umrissen und untermauert ist, wird der junge Christ sich in der Regel mit einer gesellschaftlichen Kennung identifizieren, wie z. B. Fundamentalist, Evangelikaler, Charismatiker oder Konservativer. Solche Kennungen sind für die geistlich Unreifen wichtig, weil es ihnen gestattet, eine komplette Ideologie in einem prägnanten Titel zusammenzufassen, was wiederum umgehende Bestätigung und Kameradschaft mit Gleichgesinnten ermöglicht. Baptisten glauben bestimmte Dinge, ebenso Methodisten, Presbyterianer, Lutheraner, die Katholiken, die Pfingstler, und sogar die sogenannten Überkonfessionellen oder Unabhängigen. Dich als den einen oder anderen zu erkennen zu geben, bringt dich unmittelbar in die gute Gesellschaft, Gemeinschaft und Beziehung mit anderen, deren eigenes Glaubenssystem deinem am meisten gleicht.

Neue Christen (oder auch alte Christen, die kindlich bleiben) sind hochgradig daran interessiert, WAS sie glauben und bemühen sich, alle Punkte und Striche auf den I’s und T’s ihrer persönlichen Theologie richtig zu setzen. Im Verlauf dieser Bemühungen verlaufen sie sich für gewöhnlich vom Hundertsten ins Tausendste und machen aus jeder Mücke einen Elefanten. Diskussionen über Lehrmeinungen und religiöses Hin und Her sind zu einem großen Teil die Brutstätte für unnützes Reden, Streitereien, verletzte Gefühle, Bissigkeiten und Situationen, in denen jemand verbal niedergemacht wird.

Sobald sie sich erst einmal dahingehend festgelegt haben, WAS sie glauben, ist es fast unmöglich, sie von etwas anderem zu überzeugen, und jeder wahrgenommenen Bedrohung ihres Glaubenssystems begegnen sie mit Feindseligkeit, Verärgerung, Verwirrung und sogar Depression. Ich hörte mal einer Bibelstudie zu, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigte. Ein Außenstehender stellte die Frage: „WARUM glauben Sie das?“ Die ungehaltene Antwort lautete: „Weil die Bibel es so sagt.“ Dabei wurden ein Kapitel und ein Vers als Referenz genannt. „Doch wie wissen Sie, dass die Bibel wahr ist?“ – „Weil die Bibel Gottes Wort ist.“ – „Und wie wissen Sie, dass die Bibel Gottes Wort ist?“ – „Weil die Bibel es sagt.“ – Und so weiter.

Christen können in diesem Stadium ihres Wachstums keine Antwort geben, außer der, dass du einfach glauben musst (obwohl Gott nie von uns verlangt hat, etwas zu glauben, ohne uns reichlich, wenngleich auch unsichtbare, Beweise zu liefern – doch das ist ein Thema für sich). Die Leiterin dieser Bibelstudie konnte auf die Frage antworten, WAS sie glaubte, doch sie konnte nichts auf die Frage erwidern, WARUM sie glaubte, weil ihr persönliches Glaubenssystem keine freie und offene Diskussion über die Inspiration der Schriftstelle zuließ, die sie soeben erst zitiert hatte. Gott sagte es (oder der Pastor hat gesagt, dass Gott gesagt hat), ich glaube es, und das war’s. Ende der Unterhaltung.

Kindern wird oft gesagt, etwas soundso zu tun, und wenn sie dann ausnahmslos fragen, warum, lautet die Antwort in der Regel: „Weil ich das so sage.“ Solch eine Antwort reicht aus, solange sie auf DIESER Entwicklungsstufe stehen, doch wenn ein Kind zu einem Teenager wird, ist ein einfaches „Weil ich es gesagt habe“ kränkend. Für einen Erwachsenen ist es schlichtweg beleidigend. Warum ist das so? Weil es keinen Einlass, keine Erwiderung, und keine Fragen zulässt. Was geht dabei verloren? Die Erfahrung des LERNENS und des Erwachsenwerdens.

Ist die Bibel das inspirierte Wort Gottes? Selbstverständlich ist sie das. Doch nicht, weil sie es sagt, auch nicht, weil der Pastor oder die Gemeinde es so sagt, und auch nicht, weil ich es sage. Weißt du, WARUM sie das inspirierte Wort Gottes ist? Hast du dir diese Frage jemals gestellt? „Weil es die Bibel so sagt“, ist für einen neuen Christen ausreichend, doch du musst dich über Elementares hinaus bewegen, wenn du hoffst, jemals die volle Kenntnis Christi zu erleben oder andere dorthin zu führen.

Der junge Erwachsene sagt: „Ich weiß, WARUM ich glaube.“

Derjenige, der weiß, WAS er glaubt, fühlt sich immer bedroht von dem, der weiß, WARUM. Unglücklicherweise kommen manche nie an den Punkt, an dem sie jemals nach dem Warum fragen würden. Sie sehen keinen Bedarf für ein Warum, und darin liegt der Grund für ihr anhaltendes Kindheitsstadium, für ihr unablässiges fleischliches Kämpfen und unnötiges Geplapper. Nach dem Warum zu fragen, ist gleichbedeutend mit der einen Sünde, die zu begehen nicht vergeben wird! Die Gemeinde in Frage zu stellen, ihre Leiter oder ihre Lehren, heißt, deine Seele für die Ewigkeit zu gefährden! Menschen, die Glauben haben, dürfen nicht nach dem Warum fragen. Menschen, die in richtiger Weise einer Autorität untergeordnet sind, steht es nicht zu, nach dem Warum zu fragen. Falls du nicht weißt, warum, sagen sie dir: Konzentriere dich auf das Was, und mach dir keine Gedanken über das Warum.

Lass es mich so einfach wie möglich sagen: Die Frage nach dem WARUM zu unterbinden bedeutet, dein geistliches Wachstum und das geistliche Wachstum anderer zu verkrüppeln. Ein unreifer Christ ist einer, der sich selbst oder anderen nicht erlaubt, irgendetwas, das in sein Glaubenssystem eingebunden ist, in Frage zu stellen.

Ja, es ist wahr, dass viele, die in einer Gemeinde aufwachsen und anfangen, nach dem WARUM zu fragen, plötzlich abtrünnig zu werden scheinen, oder am Ende sogar komplett die Gemeinde verlassen. Dieses gesunde Fragenstellen, Suchen und Forschen nach Wahrheit nannte Jesus „hungern und dürsten nach Gerechtigkeit“. Das Versprechen ist, „sie sollen gefüllt werden“. Dies sind die Gesegneten, nicht die Abtrünnigen. Jesus leitet sie lediglich woanders hin, weil er sie dort, wo sie sind, nicht füllen kann. Die Suche nach der Wahrheit, und die allmähliche Erfüllung mit ihr, findet fast nie dort statt, WO DU BIST, sondern dort, WOHIN GOTT DICH BRINGEN WILL. Wenn du nach dem, was richtig und wahr ist, hungerst und dürstest, dann wirst du auch gefüllt werden. Es wird nicht gesagt, wo oder wie, nur DASS es so ist. Ich kann keine Vermutung darüber anstellen, wohin oder wie ER dich führen mag, nur, dass ER es tun wird.

Sieh mal, zu wissen, WAS du glaubst, gibt dir eine gewisse Aura der Zufriedenheit und Sicherheit, ähnlich wie früher dein genährt werden an der Mutterbrust. Es ist ein wichtiger erster Schritt im Leben eines Christen, aber mehr als ein erster Schritt ist es nicht, ein Mittel zum Zweck, aber nicht der Zweck selbst. Das bedeutet nicht, dass du nicht wissen musst, WAS du glaubst. Vielmehr soll damit gesagt sein, dass der wahre Fortschritt dann beginnt, wenn du anfängst, eine Ahnung davon zu bekommen, WARUM du es glaubst. Dies ist das mittlere Stadium des geistlichen Wachstums. Wie zu wissen, was, ist auch zu wissen, warum, ein wichtiger Schritt. Aber auch dieser Schritt ist noch nicht das Ziel. Es ist lediglich der Schritt ins Erwachsenenleben, der Übergang von der Kindheit zur Reife. Es ist die buchstäbliche Erweiterung des eigenen Fassungsvermögens der Wahrheit, und natürlich Christus, der die Wahrheit ist. Es ist das geistliche Gegenstück zur Pubertät, eine Zeit großer Veränderungen, schnellen Wachstums und kolossalen Aufruhrs, sowohl emotional als auch geistlich.

Etwas Aufregendes fängt an zu geschehen im geistlichen Leben eines Christen, der sich danach sehnt, zu wachsen und zu reifen. Es ist zu hoffen, dass er, nach einem gewissen Fortschritt in geistlichen Dingen, und nachdem der neue Christ die eine oder andere Niederlage oder Enttäuschung erlebt hat, fragt: „Steckt noch mehr im christlichen Leben als das, was ich erlebe?“ Welch eine gesegnete Frage! Wie lange und hart Gott doch gearbeitet hat, um den Christen an diesen Punkt zu bringen! Und die Antwort, die uns Gott so sehr zu geben wünscht, lautet: „Ja! Es steckt noch viel mehr in diesem Leben! Du hast gerade erst die Oberfläche angekratzt!“ Die Frage kommt oft mitten in einem Gottesdienst auf, wenn alle anderen damit beschäftigt scheinen, Gott zu loben und zu preisen, und aussehen, als hätten sie eine gute Zeit dabei. Wir versuchen, mit einzustimmen, doch die Frage hört nicht auf, uns zu beschäftigen, Woche für Woche, bis wir beschließen, etwas zu unternehmen.

Doch was geschieht für gewöhnlich? Die Gemeinde wird diesen Kindlein zumeist versichern, dass alles gut ist, solange sie ihre Gefühle ignorieren, weiterhin den Gottesdienst besuchen, ihre Bibeln lesen, ihre Gebete sprechen usw. Nichtsdestotrotz, der Eine, der die Frage stellt, wird nicht weggehen, und tatsächlich ist es das Drängen des Heiligen Geistes höchstpersönlich, der das heilige Verlangen entzündet und anfacht, ins Tiefe eintauchen zu wollen, in die tiefsten Tiefen Christi. WAS sie glauben, ist nicht länger ausreichend, und sie wollen wissen, WARUM. Anstatt diese Fragen zu unterbinden, sollten wir sie begrüßen und annehmen. Wir sollten sogar die Initiative ergreifen und damit anfangen, sie von anderen zu erfragen.

Was nach dieser Phase der Seelenerforschung, des Fragens, Suchens und Anklopfens entsteht, ist eine Reihe von Werten und Überzeugungen, die der feurige Ofen der Erfahrungen des realen Lebens geläutert hat, und die nicht aus einem Geschichtenbuch der Sonntagsschulklasse gelehrt oder gelernt wurden. Darin liegt der Unterschied, ob wir „Groß ist deine Treue“ singen, weil wir den Liedtext kennen, oder weil wir die große Treue Jesu Christi selbst erfahren haben. Wir wissen, WAS wir singen, doch noch viel wichtiger – wir wissen, WARUM wir singen. Und, WARUM wir die Gemeinschaft anderer Glaubender suchen. Und auch, WARUM die Bibel das inspirierte Wort Gottes ist. Und so weiter.

Doch das Wichtigste ist, Christen werden in diesem Stadium ihres Wachstums von den begrenzenden Überzeugungen befreit, die andere Menschen ihnen auferlegt haben, mögen es auch gute Menschen gewesen sein. Jüngere Kinder sind voller Argumente, Meinungen, Verteidigungen und Entweder/Oder-Ansichten. Für sie gilt, je weniger sie meinen zu wissen, desto bekümmerter werden sie. Wirf eine Frage auf, die nicht in ihrem (buchstäblichen oder bildlichen) Katechismus enthalten ist, und sie werden sich aufmachen und die Antwort nachschlagen, damit sie dich das nächste Mal, wenn sie dich treffen, mit der Lösung beeindrucken können. Sie haben noch nicht gelernt, dass es immer jemanden auf dieser Erde geben wird, der schlauer ist und mit einem brillanteren Argument aufwarten kann, mag es falsch oder richtig sein. Es scheint als wäre ihr einziges Ziel, die ganze Welt mit dem, WAS sie glauben, in Erstaunen zu versetzen.

Anders der Christ, der eine gewisse Reife besitzt. Christen in diesem Stadium erkennen, dass sie bei Weitem nicht so viel wissen, wie sie dachten, aber sie wissen, was wirklich zählt. Sie machen nicht länger eine Mücke aus einem Elefanten. Sie haben nicht mehr so viele Antworten, aber sie haben auch nicht mehr so viele Fragen. Ihr geistliches Leben folgt einem stabilen, gleichmäßigen Kurs.

Der reife Erwachsene sagt: „Ich weiß, WEM ich glaube.“

Es gibt jedoch einen gewissen negativen Aspekt an diesem Zwischenstadium im Wachstumsprozess, und das ist die Gefahr, sich auf das eigene Verständnis zu verlassen. Nun, da wir wissen, WARUM wir glauben, denken wir, wir seien bereits so weit, dass wir beginnen könnten, Jüngere zu lehren. Menschen werden bei uns nach Antworten suchen. Und wir neigen dazu, ihnen alles zu sagen, was wir wissen, sogar mehr als wir wissen. Wir sind in Gefahr, einem intellektuellen Glauben zum Opfer zu fallen, anstatt im Geist zu gehen. Im Natürlichen gesprochen, Gymnasiasten oder Studenten haben eine Menge Wissen. Tatsächlich halten sie sich selbst für schlauer und besser aufgeklärt als alle, die über dreißig sind. Haben sie schließlich selbst die Dreißig erreicht, wird ihnen klar werden, wie wenig sie tatsächlich über das Leben wussten. Akademisches Lernen ist kein Ersatz für Erfahrung, und Erfahrung kostet Zeit. In geistlichen Dingen werden wir immer im Wachstum stehen. Selbst die geistlich Reifen werden fortfahren, zu wachsen und zu lernen.

Wir müssen den Prozess der Reifung bis zu seiner Vollendung erkennen. Um es bildlich zu machen, stellen wir uns vor, dass wir hier auf der Erde den Wunsch haben, den Mond zu erreichen. Das ist ein definiertes Ziel, das wir sehen können. Wir können die Entfernung berechnen und Pläne entwerfen, wie wir zum Mond kommen. Für uns hier auf der Erde ist es das Äußerste der Weltraumerforschung. Stellen wir uns weiter vor, eines Tages erreichten wir dann den Mond. Und während wir uns gerade erst an den enormen Triumph gewöhnen, geht unser Blick noch ein Stück weiter und wir sehen die riesigen Weiten des Weltraums mit seinen zahllosen Sternen, Planeten und Galaxien, die sich vor uns mehr als 15 Milliarden Lichtjahre weit ausdehnen. Und die Grenzen dehnen sich schneller aus, als wir je hoffen könnten, mitzuhalten. Wir werden niemals bis ans Ende dieser Weite gelangen.

Plötzlich wird uns klar, dass das, was wir erreicht haben, nicht mehr als ein Tropfen im Ozean ist. In dem großartigen Entwurf des Universums ist er so klein, dass er einfach verschwindet. Natürlich hattest du keine Vorstellung davon, wie ausgedehnt dieses Universum ist, während du noch in der Atmosphäre der Erde warst. Doch nachdem du nur ein klein wenig darüber hinaus gereist bist, siehst du, wie groß es tatsächlich ist.

So ist es, um es auf den Punkt zu bringen, wenn wir uns in den Tiefen Christi verlieren. Der Rand des Universums ist außerhalb unserer Reichweite, und doch ist es in seinen Ausmaßen endlich. Dieses riesige Universum ist in Christus zusammengefasst. Der Schöpfer ist größer als seine Schöpfung. Also folgt daraus, je mehr wir von Ihm erkennen, desto deutlicher wird uns, wie wenig wir wissen. Alles Lernen und jede geistliche Erfahrung aller Heiligen seit Grundlegung dieser Erde hinterlässt kaum eine Kerbe in der Fülle Christi.

Hiob war sprachlos nach seiner Begegnung mit Gott. Er trat mit seinem Schöpfer in einen Dialog und dachte, er wüsste, wovon er redete. Völlig über den Haufen geworfen und auf ein Nichts reduziert, bedauerte Hiob, dass er über Dinge gesprochen hatte, von denen er nichts wusste. Sein Bild von Gott wurde völlig erschüttert. Zuvor hatte er von Gott gehört, doch nun, da er Gott gesehen hatte, erkannte er, dass er nichts wusste. Die Ironie ist, dass seine zugegebene Ignoranz mehr Größe und Noblesse hatte als die Weisheit seiner Berater, die behaupteten, Gott zu kennen, ihn jedoch noch nie zuvor gesehen hatten.

Dies ist der Unterschied zwischen Offenbarung und Kopfwissen, zwischen selbst sehen und lediglich darüber hören. Der Mensch, der sagt: „Ich weiß nicht“, fängt endlich an, zu wissen. Wenn er dann sehend wird, kann er sagen: „Ich weiß, wem ich geglaubt habe“ und damit absolut richtig liegen, obwohl er nichts in und aus sich selbst weiß. Es ist ein Fall von nichts sein Eigen nennen und doch alles besitzen. Der Christ ist arm im Geiste, doch mit jeglichem geistlichen Segen gesegnet.

Christentum ist ein geistlicher Widerspruch und darauf angelegt, des Menschen Weisheit durcheinanderzubringen und ihn auf Christus zu reduzieren. Wäre es nur eine Lehre oder Philosophie, wäre sie einfach zu befolgen. Doch Christentum ist keine Lehre und keine Philosophie, sie ist eine Person. Nimm die Person weg und es gibt kein Christentum. Es dreht sich alles darum, dein Leben aufzugeben, um das Leben eines Anderen zu empfangen.

Je mehr ich schreibe, desto mehr erkenne ich, dass ich nichts weiß. Eine Million Worte können IHN nicht vermitteln. Alles, was von mir kommt, ist wie schmutzige Lumpen; wer bin ich! Wer bin ich wirklich? Was weiß ich? Nichts, nicht eine Sache. Oh, ich habe ein kleines Bruchstück gesehen, und ich kann kaum DAS ausdrücken, viel weniger irgendetwas darüber hinaus. Ich bin ein Mensch mit unreinen Lippen, in einer Generation von Menschen mit unreinen Lippen. Und wie Hiob, gibt es für mich nicht viel mehr zu tun, als in der Asche zu sitzen und mich selbst zu verabscheuen. Es gab Zeiten, in denen ich meinen Stift niedergelegt oder meine Computer ausgeschaltet habe und sagte, dass ich nie wieder schreiben würde. Ich musste erkennen, dass ich alles, von dem ich dachte, ich wüsste es, nicht wusste. Und für das, was ich wusste, fand ich keine Worte, um es zu beschreiben.

Wir kennen diesen Jesus nicht, von dem wir denken, dass wir ihn kennen. Er ist gänzlich anders, absoluter, aufs Äußerste prächtiger GOTT. Nur Gott kann schweigen, während wir Gotteslästerungen und Ketzereien in Seinem Namen äußern. Er erlaubt der Menschheit, ihn zu verzerren und zu verdrehen und andere Menschen in die Verzweiflung zu treiben, nur damit Er einschreiten und sich so, wie er wirklich ist, offenbaren kann. Und er ist niemals, nie und nimmer, was du dachtest. Nichts ist so, wie es dir gesagt wurde. Und dann, wenn du ihm begegnet bist, kannst du ihn nicht beschreiben; du kannst nur sagen, dass er nicht im Entferntesten so ist, wie man dir gesagt hat. Jenseits jeglicher Beschreibung.

Wenn wir erkennen, dass wir nicht wissen, dann wird Christus unsere Weisheit, damit wir wissen KÖNNEN. Wenn wir Kinder sind, neigen wir dazu zu sagen, ich weiß, WAS ich glaube. Wenn wir über das Säuglingsstadium hinauswachsen und beginnen, mit den tieferen Fragen und Angelegenheiten des christlichen Glaubens zu ringen, werden wir lernen zu sagen, ich weiß, WARUM ich glaube. Die ultimative Erfahrung jedoch ist, an einen Punkt gebracht zu werden, an dem wir mit Zuversicht sagen können, ich weiß, WEM ich glaube.
Zu wissen, WAS, ist ein Anfang. Zu wissen, WARUM, ist Fortschritt. Zu wissen, WER, ist Reife.

Es gibt eine Zeit in unserem Leben, in der wir den Vorhang durchdringen, und von da an WISSEN wir, wem wir geglaubt haben. Es ist nicht länger eine Frage von Überzeugungen, Vernunft, Argumenten oder Ansichten. Wir wissen einfach.

Moment mal, wird jemand sagen. Erst sagst du, wir können ihn nicht kennen, dann sagst du, dass wir ihn kennen können. Was nun? Alles, was ich sagen kann, ist, es ist beides.

Das Kind ist völlig mit dem WAS beschäftigt, der junge Erwachsene wird vom WARUM verzehrt, und der reife Glaubende ist völlig vom WER vereinnahmt.

Ein Bruder wollte wissen, was Heiligkeit ist. Also trug er über 200 Schriftstellen zu diesem Thema zusammen, brachte sie in die richtige Reihenfolge und lernte sie auswendig. Trotzdem wusste er noch immer nicht, was Heiligkeit ist. Er fühlte sich innerlich leer. Schließlich traf er eine ältere Schwester, die heilig war. Endlich sah er Heiligkeit, und diese warf ihn zu Boden. Dann wusste er, weil er sah. Was er sah, war kein Konzept oder eine Lehre, sondern Heiligkeit, die durch diese ältere Geheiligte lebt. Es war keine Fertigkeit oder eine Verhaltensweise, sondern eine Person, deren Heiligkeit durch ein hingegebenes Gefäß zum Ausdruck kam.

Ein anderer Bruder war in einer ähnlichen Situation. Er war sehr entschieden in dem, was er glaubte, bevor er von jemandem mit gleichwertigen oder gewichtigeren Argumenten konfrontiert werden sollte. Dies geschah eines Tages, jemand wies auf einige vermeintliche „Irrtümer“ in der Bibel hin. Das beunruhigte diesen Bruder sehr. Er suchte dieselbe ältere Dame auf, informierte sie über diese angeblichen Fehler und wollte ihre Meinung hören. Sie sagte einfach, dass die Erkenntnis Gottes nicht von der Beantwortung dieser Fragen abhinge. Er dachte, vielleicht nicht für dich, aber für mich ist es wichtig! Also verbrachte er das folgende Jahr damit, zu untersuchen, was diese andere Person ihm gesagt hatte und befand es letztendlich für unwahr. Doch hätte er einfach Gott gekannt, hätte er es nicht als notwendig betrachtet, die ganze Sache zu studieren und gründlich darüber nachzudenken. Die ältere Schwester hatte recht, die Erkenntnis Gottes hing nicht von der Beantwortung dieser Fragen ab. Wenn du weißt, WER, verlieren das Was und das Warum an Bedeutung.

Niemand beschreibt das besser als Paulus, der Apostel. Was war sein Zeugnis, als seine letzten Stunden nahten? Er sagte nicht, „ich weiß, was ich glaube.“ Als ein Mann mit außergewöhnlichem Intellekt und großer Bildung hatte er mehr über Judaismus und Christentum vergessen, als die meisten Menschen je wissen werden.

Er sagte nicht, „ich weiß, warum ich glaube.“ Natürlich wusste er, warum er glaubte. Er musste es nicht erwähnen. Die Jahre der Verfolgung und des Gefängnisses hatten ihn besser, nicht bitter gemacht. Zum ersten Mal in seinem Leben wusste er, was echte Freude ist. Doch selbst das Was und das Warum zu kennen, hätte nicht ausgereicht, um ihn durch so viel Leiden hindurchzutragen.

Was war sein Geheimnis? „Ich weiß, WEM ich geglaubt habe, und ich bin zuversichtlich, dass er fähig ist, zu erhalten, was ich ihm übergeben habe.“

Du kannst mit dem WAS beginnen, es mit dem WARUM durchsehen, doch letztendlich führt es zum WER.

Wer sonst? Christus ist alles in allem. Alles führt zu Ihm. Alle Fragen, alle Antworten. Alles ist auf ihn zurückzuführen, denn ER ist die Summe aller geistlichen Dinge. Wenn wir auf ihn reduziert werden, dann werden wir zufrieden gestellt sein. Lasst uns unser Leben verlieren, damit wir unser LEBEN gewinnen und wissen mögen, wem wir geglaubt haben. Amen.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: I Know Whom I Have Believed
©2008 Chip Brogden, All Rights Reserved.
Website: http://www.theschoolofchrist.org
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2008 Gabriele Kohlmann, http://www.soulfood4u.de

Hinweis zum Copyright: Vorstehender Artikel darf in seiner Gesamtheit zu nicht-kommerziellen Zwecken per Email oder in schriftlicher Form weitergegeben und auf der eigenen Website veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass keine Inhalte verändert werden und Copyright-Hinweise und Quellen-Angaben, einschließlich dieser Fußnote, vollständig erhalten bleiben. Wichtig: Die Erlaubnis für eine Veröffentlichung auf der eigenen Website ist zwingend an den Erhalt der Verlinkungen sowohl zu den Originalquellen als auch zu http://www.soulfood4u.de gebunden. Die Entfernung von aktiven Links ist nicht erlaubt!

Kategorien: Neue Artikel | 2 Kommentare

Bringe das Herz deines Feindes zum Schmelzen (Jim Wehrheim)

Bringe das Herz deines Feindes zum Schmelzen

von Jim Wehrheim

Als neu bekehrter Christ war ich enttäuscht, als ich das erste Mal hörte, was Jesus sagte: „Die Sanftmütigen werden das Erdenreich besitzen“. Ich dachte immer, das Wort „sanftmütig“ bedeutete, ein kleiner stiller Feigling zu sein, der Angst vor seinem eigenen Schatten hat und nur flüsternd spricht. Als Mann hörte ich nicht gerne von Sanftmütigkeit, bis mir erklärt wurde, was das Wort „sanftmütig“ tatsächlich bedeutet: „Kraft haben durch Zurückhaltung“. Es bedeutet, du hast die Fähigkeit jemand anderem ernsthaft wehzutun, doch du triffst die Entscheidung, es zu lassen.

Als ich zwanzig Jahre alt war, wurde ich der Hochschule wegen eines Faustkampfes verwiesen. Sechs Jahre später wurde ich als Christ wiedergeboren, doch mit einigen meiner alten Gewohnheiten, wie meine Neigung zur Jähzornigkeit, musste ich mich noch befassen.

Die Bibel sagt in Philipper 1:6, dass, wenn du erst einmal Jesus Christus gebeten hast in dein Herz zu kommen, Gott niemals aufhören wird, dich zu vervollkommnen bis zum Tag der Wiederkunft Christi. Das bedeutet, du bist ein unfertiges Werk und stets im Bau befindlich. Gott wird nie aufhören dich besser zu machen, bis er dich heimruft, um bei IHM zu sein, oder bis zu dem Tag, an dem Jesus zur Erde zurückkehrt.

Eines Tages, im Alter von achtundzwanzig Jahren, arbeitete ich als Handelsvertreter und fuhr mit meinem Auto durch ein Industriegebiet außerhalb von Chicago, Illinois. Plötzlich fuhr mir bei seinem Versuch, in eine Ladezone zu rangieren, ein größerer Kleinlaster vor den Kühler, was mich zu einer Vollbremsung zwang, um einen Zusammenstoss zu vermeiden.

Anstatt sich zu entschuldigen, blitzte mich der Fahrer des Lasters aus der Fahrerkabine an, warf mir Schimpfworte an den Kopf und zeigte mir den Mittelfinger! Er starrte mir genau in die Augen, als fordere er mich heraus, auf sein Verhalten zu reagieren. Seine kampflustige Einladung war deutlich: „Willst du dich mit mir anlegen?“

Augenblicklich wurde ich ob seiner Beleidigung wütend! Auch Jahre nach meiner Hochschulzeit, in der ich Teil des Footballteams gewesen war, trainierte ich noch jeden Tag zwei Stunden voller Hingabe mit Gewichten, bis ich 150 kg auf der Bank drücken und 119 Liegestützen in der Minute machen konnte. Es gab absolut keine Möglichkeit, dass ich diese Art der Behandlung stillsitzend hinnehmen würde! Ich fuhr meinen Wagen zur Seite, stieg aus, knallte die Tür zu und fragte ihn, ob „er ein Problem habe, das ich für ihn lösen solle“?

Angesichts dessen reagierte der Fahrer, indem er heftig seine Handbremse hochriss und, mir körperlichen Schaden androhend, schreiend aus dem Führerhaus sprang. Ich stellte schnell fest, dass dieser Kerl offensichtlich kein Schwächling war. Er trug einen Bürstenhaarschnitt wie ein junger Mike Ditka (berühmter Footballspieler, Anm. d. Übers.), und seine Hemdsärmel waren bis über seine Deltamuskeln hochgerollt und gaben den Blick auf Tätowierungen frei, die beide Arme großzügig verzierten. Er war nur etwa 1,70 m groß, aber auch genauso breit, und sein Körperbau glich einem Getränkeautomaten. Die Schließe seines Cowboygürtels war größer als mein Kopf und seine aggressiven, hektisch ruckartigen Bewegungen erinnerten mich an den Tasmanischen Teufel aus den Bugs Bunny Trickfilmen. Seine verrohte Erscheinung ließ ahnen, dass er mit Sicherheit einige Zeit im Gefängnis verbracht hatte.

In Erwartung eines Kampfes riss ich mir mein Jackett vom Leib und warf es zu Boden. Ich pflanzte mich breitbeinig auf, wandte die linke Seite meines Oberkörpers diesem Fahrer zu und brachte meine beiden Hämmer in Position.

Während er auf mich zukam, schrie er mich wieder an, „was mein Problem sei“? Mit der rechten Faust unterm Kinn, zeigte ich mit der linken auf den Fahrer und listete kategorisch die Anzahl seiner Beleidigungen auf, die er, wie ich fühlte, gegen mich verbrochen hatte. Als ich fertig war mit meinen Argumenten, tat er etwas, das ich nie vergessen werde.

Er stemmte seine Hände in die Hüften, ließ sein Kinn auf die Brust sinken und starrte zu Boden als dächte er über etwas nach. Nach einer langen Pause schüttelte er verneinend seinen Kopf, schaute auf, streckte seine rechte Hand zu mir aus, als wolle er mir die Hand schütteln. „Sie haben recht“, sagte er, „ich habe Ihnen diese Dinge zugefügt, werden Sie mir vergeben?“ „Was?“, fragte ich ungläubig. Er wiederholte sich und sagte: „Sie haben recht, Mann, ich habe all das, was Sie sagen, getan. Werden Sie mir verzeihen?“

Ich war wie betäubt, als ich da stand, mit erhobenen Fäusten auf seine ausgestreckte Hand blickend. „Meinen Sie das ernst?“, fragte ich zweifelnd. „Ja, Mann“, sagte er, „es tut mir leid, bitte verzeihen Sie mir“ und bot mir immer noch seine ausgestreckte Hand an. „Kauf es ihm nicht ab“, dachte ich, „es ist ein Trick. Sobald ich zustimme seine Hand zu schütteln, wir er mir mit der anderen einen Fausthieb verpassen.“

Nach einem langgezogenen peinlichen Moment streckte ich zögerlich und vorsichtig meine linke Hand aus und schüttelte seine Fingerspitzen, während meine rechte Faust unter meinem Kinn verblieb. Als ich die Fingerspitzen seiner rechten Hand schüttelte, sagte er: „Was ich getan habe, tut mir leid.“

Ich war schockiert und begann mich beschämt und von meinem eigenen Verhalten verurteilt zu fühlen. „Mir tut es auch leid“, murmelte ich, „manchmal werde ich einfach zu wütend.“ Er wünschte mir einen schönen Tag, kletterte wieder in sein Führerhaus und fuhr weg, wobei er mich alleine auf der Strasse stehen ließ, immer noch nicht verstehend, was da eben geschehen war. Wir hätten uns an jenem Tag gegenseitig ernsthaft verletzen können, doch der Fahrer des Lasters hatte nicht zugelassen, dass das geschieht.

Ich hob mein Jackett vom Boden auf und ging langsam zu meinem Wagen zurück. Als ich mich hineingesetzt hatte, beugte ich meinen Kopf im Gebet und bat den Herrn, mir mein Verhalten zu vergeben. Ich war so gedemütigt durch diese Erfahrung; ich sagte dem Herrn, ich würde niemals wieder beim Autofahren so die Fassung verlieren. In den siebenundzwanzig Jahren, die seit der Begebenheit mit diesem LKW-Fahrer vergangen sind, habe ich mein Versprechen gehalten. Wenn nun Leute unfreundlich zu mir aus ihren Autos blicken, lächle ich nur und winke, gehe aus ihrem Weg und bete für ihr Glück und ihre Errettung.

Rückblickend kann ich nicht anders als zu glauben, dass dieser Lasterfahrer wahrscheinlich wie ich war, eben auch ein Christ in Kinderschuhen. Die meisten LKW-Fahrer, die so raubeinig wie er aussehen, halten nicht inmitten einer hitzigen Konfrontation inne und benutzen Worte wie „vergeben“, es sei denn, sie sind selbst Christen und in seinem Fall, ein besserer, als ich es an jenem Tag war.

Die Bibel sagt in Sprüche 25:22, „wenn du barmherzig zu deinem Feind bist, sammelst du feurige Kohlen auf seinem Kopf“. Ich dachte immer, dieser Vers bedeutete, man würde so seinen Feind auf irgendeine Weise strafen oder verletzen, bis mir erklärt wurde, dass, wenn du freundlich bist zu deinem Feind, die Kohlen, die du auf sein Haupt ausschüttest, nicht dazu gedacht sind ihn zu verletzen, sondern das Herz deines Feindes zu schmelzen.

Dieser Lasterfahrer veränderte für immer mein Leben, als er mich an jenem Tag um Vergebung bat. Als Ergebnis daraus brachte er dort draußen mein Herz zum Schmelzen, mitten auf der Strasse, und ließ mich dadurch zu einem besseren Menschen werden.

Wie viele Menschenleben haben wir in letzter Zeit durch das Praktizieren von „Sanftmütigkeit“ berührt oder verbessert? Oft wird uns als Christen Gelegenheit gegeben, das Herz von Ungläubigen zum Schmelzen zu bringen, indem wir ihnen Freundlichkeit anbieten, wenn sie es eigentlich nicht verdienen. Wenn wir Seelen für Christus gewinnen wollen, müssen wir bereit sein „Sanftmütigkeit“ zu demonstrieren und uns enthalten, auf Beleidigung und falsche Behandlung mit Verletzung dieser Menschen zu reagieren.

Als Abraham Lincoln endlich zum Präsidenten der Vereinigten Staaten gewählt wurde, nachdem er wiederholt angegriffen und von seinen Kontrahenten persönlich lächerlich gemacht worden war mit Bemerkungen, er wäre ein hässliches Monster und sähe wie ein Affe aus, drängten ihn seine Wähler, er solle seine neugewonnene Macht als Präsident zur Vergeltung nutzen und seine „Gegner zerstören“. Lincoln, als Christ, weigerte sich und erwiderte: „Er zerstörte seine Feinde, als Er sie zu seinen Freunden machte“. Er häufte heiße Kohlen auf ihre Köpfe und schmolz ihre Herzen!

Wenn unser kostbarer Herr und Erlöser Jesus Christus sagen konnte: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun“, während er geschlagen und für ihre Sünden gekreuzigt wurde, müssen auch wir Seinem Beispiel folgen, indem wir denen, die uns verfolgen, unser Liebe, Vergebung und Fürbitte schenken. Wir müssen die Herzen unserer Feinde zum Schmelzen bringen.

 

Über den Autor:

Jim Wehrheim lebt in Carefree, Arizona und ist Gründer und Vorstand von Halftime Talks International, ein Dienst der Ermahnung und Ermutigung. Halftime Talks Int. wurde ins Leben gerufen nach einer Reihe persönlicher tragischer Ereignisse in Jims Leben, die ihn sowohl erschütterten als auch in tiefste Verzweiflung stürzten. Um mehr über seine Geschichte zu erfahren oder falls Sie einen Sprecher suchen, der Ihre Zuhörer ermahnt, niemals aufzugeben und ihnen hilft zu erkennen, dass sie „alle Dinge tun können durch Christus, der ihnen Stärke gibt“, kontaktieren Sie Jim für ein inspirierendes „Halbzeit-Gespräch“ auf seiner Webseite: www.halftimetalks.com oder senden Sie eine E-Mail an: jim@halftimetalks.com.

Dieses Dokument ist urheberrechtlich geschützt.
Originaltitel: Melting Your Enemy’s Heart
©2006 Jim Wehrheim, All Rights Reserved.
Quelle: www.hearttouchers.com
Die Rechte an dieser Übersetzung liegen bei der Übersetzerin:
©2007 Gabriele Kohlmann, www.soulfood4u.de

Hinweis zum Copyright: Vorstehender Artikel darf in seiner Gesamtheit zu nicht-kommerziellen Zwecken per Email oder in schriftlicher Form weitergegeben und auf der eigenen Website veröffentlicht werden. Voraussetzung hierfür ist, dass keine Inhalte verändert werden und Copyright-Hinweise und Quellen-Angaben, einschließlich dieser Fußnote, vollständig erhalten bleiben. Wichtig: Die Erlaubnis für eine Veröffentlichung auf der eigenen Website ist zwingend an den Erhalt der Verlinkungen sowohl zu den Originalquellen als auch zu www.soulfood4u.de gebunden. Die Entfernung von aktiven Links ist nicht erlaubt!

Kategorien: Neue Artikel | Hinterlasse einen Kommentar

Bloggen auf WordPress.com.