Prophetischer Mentor: Ja oder Nein?

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Muss man als Christ mit der Gabe der Prophetie oder als Prophet
einen prophetischen Mentor haben?

Dazu möchte ich Dir gerne etwas erzählen…

Im Frühjahr 2011, als mich Gott in den prophetischen Dienst rief, hörte ich bald von anderen Christen, dass es gut wäre, einen prophetischen Mentor zu haben. Ich machte mir Vorwürfe und war sehr traurig, da ich nämlich keinen fand… Ob ich einen Menschen als Mentor benötige, hatte ich wirklich lange überlegt.

Einmal machte mir eine andere Christin das Angebot, dass sie gerne meine Mentorin wäre. Sie fragte mich und ich sagte, dass ich es mir überlegen werde. Sie wusste nichts davon, dass ich genau über diese Thematik nachdachte. Innerlich dachte ich: „HERR, ich will Deinen Willen tun.“ Also betete ich darüber, aber hatte keinen Frieden. Ich bekam als Antwort, dass es für mich nicht sein sollte. Nur kurz darauf sprach ich wieder mit dieser Christin. Sie reagierte äußerst wütend auf mich, weil ich ihr Angebot nicht annahm. Mir wurde klar: Ich muss Gott gehorsam sein.

Und dann merkte ich sehr bald, dass JESUS mein Mentor ist.

Und Er forderte mich heraus, Ihm mehr zu gehorchen als den vielen widersprüchlichen Meinungen von Menschen. Er forderte mich heraus, Wege zu gehen, die noch niemand oder nur wenige gingen.

Dazu gehörte, dass Er mir bald den Auftrag gab, die Online Traumdeutung zu starten. Und Er lehrte mich sehr viel über den prophetischen Dienst und auch über den Umgang mit Träumen.
Dann gab Er mir wieder einen Auftrag: Ich sollte mit meinem Mann einen prophetischen Online Dienst (Online-Prophetie.de) starten. Eine Internetseite, worüber Anfragen für prophetisches Gebet geschickt werden können.

Beides: Die Online Traumdeutung und einen prophetischen Internetdienst wie Online-Prophetie.de und Prophetenschule.org gibt es nur sehr selten. Und in Deutschland fand ich zu dem Zeitpunkt noch rein gar nichts…
Wenn ich auf manche Menschen, selbst manche davon im Prophetischen, mehr gehört hätte, als auf Gott… dann wären diese Pläne von Gott nie ins Leben gekommen.

Nun „trat ich also aufs Wasser“ – selbst erst frisch in den prophetischen Dienst berufen.
Aber während ich diese Schritte ging, trainierte mich Gott auch selbst. Er trainierte mich, während ich diesen Weg ging und gehe. Und nicht, indem ich darauf wartete, dass ich irgendwann dienen würde. Nein, während ich in Bewegung war, schleifte Er mich.
Ich hatte also keinen Mentor. Ich war nur vom Heiligen Geist abhängig. Und dazu gehörte, dass ich eine enge Verbindung mit Ihm brauchte.
Ja, ich las auch Bücher über Prophetie und studierte in der Bibel. Aber das Entscheidende war die direkte Führung durch JESUS.

Verstehe mich nicht falsch:

Es ist absolut richtig und auch notwendig, dass sich prophetisch Dienende mit anderen austauschen. Aber in erster Linie sollte es darum gehen, mehr auf Gott zu hören. Auf das, was Er Dir persönlich sagt und wie Er Dich ganz persönlich „trainiert“.
Dazu gehört natürlich, dass Gottes Reden nie der Bibel, Seinem Charakter und Wesen widerspricht. Und, dass Du inneren Frieden hast.

Denn in erster Linie ist JESUS Deine Autoritätsperson und Dein Mentor. Menschen können sich mal irren… Auch Propheten sind nicht unfehlbar. Aber JESUS ist die Wahrheit in Person und was Er sagt, ist wahr.

Braucht man nun einen „prophetischen Mentor“ neben JESUS oder nicht?

Die Frage beantworte ich mal so:

  • Frage Gott, ob Du einen brauchst.
  • Rat von anderen Christen ist nicht schlecht. Aber nimm Rat von anderen nur dann an, wenn auch Gott „Ja“ dazu sagt.
    (Das heißt: Höre in erster Linie auf das, was Er Dir persönlich sagt. – Dazu gehört natürlich, dass es Seinem Wort und Seinem Wesen entsprechen soll.)

Dann bist Du auf der sicheren Seite! 

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Nachtrag:

Zu diesem Thema bekam ich im Gebet noch diesen Bibelvers, in dem JESUS sagt:

„Auch sollt ihr euch nicht Meister nennen lassen;
denn einer ist euer Meister, der Christus.“

(Matthäus 23, 10)

Es geht dabei vor allem um die „Positionen“, die manche Menschen gerne einnehmen. Das sieht man auch, wenn man den Kontext aus Matthäus 23 liest.

Denn JESUS sagt auch weiter:

„Der Größte aber unter euch soll euer Diener sein. Wer sich aber selbst erhöht, der wird erniedrigt werden; und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhöht werden.“ 

Es geht JESUS um die Herzenshaltung!
Mentoren brauchen Demut, Liebe und Verständnis für denjenigen, dem sie dienen. Siehe hierzu auch der Artikel „Das Herz eines Propheten“.

Ich hoffe, dass diese Ergänzung ein Stück dabei hilft bei der ganz persönlichen Frage, ob Du einen Mentor benötigst oder nicht. Gott kann Dir diese Frage persönlich im Gebet beantworten!

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Mehr zu diesem Thema auch im Artikel „Ermutigung für Neue im Prophetischen“.

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Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | 10 Kommentare

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10 Gedanken zu „Prophetischer Mentor: Ja oder Nein?

  1. Michaela Greger

    Hallo Julia,

    in Deinem Bericht erkenne ich vieles, dass ich ähnlich erlebt habe.
    Als mir Gott vor acht Jahren nochmal ganz neu begegnet ist, habe ich viele ungewöhnliche Dinge erlebt. Träume, Visionen, Hören im Geist, Erlebnisse bis hin zu nächtlichen „Geburtswehen“ (habe selbst zwei Kinder geboren, darum weiß ich, dass es Wehen waren). Mein gesamtes Empfinden war ziemlich durcheinander, von unbeschreiblicher Freude bis hin zu vernichtender Selbstanklage. Allerdings gab es keinen Menschen, der mir helfen konnte (auch in meinem engsten christlichen Umfeld nicht). Niemand wusste so recht, was er mit mir anfangen sollte. Ich wünschte mir einen Menschen, der mich verstand und mir auch raten konnte. Jedoch – so weiß ich heute – ließ Gott das nicht zu. Immer, wenn Menschen etwas äußerten, war ich verwirrter als zuvor. Es schien, als ob der Hl. Geist es niemandem erlaubte, hier einzuwirken und ich ausschließlich von ihm „geschult“ werden sollte.
    Inzwischen kann ich die Geschehnisse anders beurteilen und auch besser damit umgehen. Mit einer langjährigen Freundin und Vertrauten, die Gott als „Hirtin“ berufen bzw. eingesetzt hat, tausche ich mich jetzt immer häufiger aus und wir sind dabei, unsere Begabungen besser kennenzulernen, aufeinander zu hören und zu achten und uns in der Ergänzung gebrauchen zu lassen.
    Ich habe rückblickend den Eindruck, dass ich erst ganz fest in Gott verankert werden sollte, damit ich frei bin von menschlicher Beeinflussung (so gut sie auch gemeint war).
    Dir und Deinem Mann möchte ich auch nochmal von ganzem Herzen danken, dass ihr euch so mutig von Gott habt gebrauchen lassen, auf ihn gehört und diese Seite gestartet habt. Sie war mir in vielen wackeligen Momenten eine echte Hilfe.
    Es ist sehr spannend, was Gott derzeit weltweit plant und ich staune, dass er uns in sein Vorhaben Einblick gewährt und es mit und durch uns umsetzen möchte.

    Im Herrn verbunden, liebe Grüße, Michaela.

  2. Danke für Deine Zeilen. Ja, es ist ein wichtiges Thema zu lernen, in erster Linie auf Gott zu hören. Die widersprüchlichen Meinungen von Menschen können sehr verwirren.

    Das ist gut, dass Du Dich jetzt mit einer Freundin darüber austauschen kannst, die das auch kennt. Somit könnt ihr euch ja gegenseitig helfen und voneinander lernen.

  3. Hey Julia,
    ich will Dich auch ermutigen. Du gehst den richtigen Weg. Schlussendlich sind wir dafür verantwortlich, das zu tun, was unser Eindruck von Gott war und nicht das, was ein anderer gesagt hat. Wenn ich auf andere gehört hätte, hätte ich niemals meinen Mann geheiratet. Ja wir sind zwar durch Höhen und Tiefen gegangen, sind aber jetzt immerhin 15 Jahre zusammen! Wir kennen andere Paare, welche hoch gefeiert wurden, aber nicht mehr zusammen sind.

    Viele Christen, die uns heute sehen und kennen, staunen nur noch, dass wir noch zusammen sind.

    Ja und was die Berufung betrifft: Niemand wollte mich im Strasseneinsatz haben, aber ich habe trotzdem einige Jahre dort gedient und genau da habe ich meinen Mann kennengelernt. Ich wusste nach wenigen Wochen Bekanntschaft, dass er es ist. Gott hat mir gezeigt, dass er es ist, als ich ihn gerade mal 1x gesehen hatte und ich habe zuerst gedacht, das kann nicht sein. Aber so ist es.

    Wir haben beide ein Herz für „Randständige“ haben schon öfters Leute bei uns zuhause aufgenommen gegen Kost und Logis und ihnen gedient. Verdient haben wir daran nicht viel, aber wir können Leben und fühlen uns von Gott gesegnet und bestätigt.

    Mein Mann ist mittlerweile ausgebildeter Sozialtherapeut- und Sozialpädagoge. Wir wollten immer mit christlichen Institutionen zusammenarbeiten, aber irgendwie wollten die uns nicht recht. So dass wir mit unserer Arbeit ganz alleine dastehen.

    Neulich habe ich gehört, dass wir in unserer Gegend die einzigen sind, die Time-Out für Erwachsene Selbstzahler anbieten. Und ich merke, dass das immer mehr gebraucht wird.

    Liebe Grüsse

    Sandra

  4. Hallo Sandra, euch wünsche ich auch Gottes Segen auf eurem Weg! Besser ein schmaler und steiniger Weg, der von Gott ist, als ein breiter und gemütlicher Weg, der nicht von Ihm ist.

  5. Angelika

    Hallo Julia,

    ja ich kann deinen Beitrag nachvollziehen.
    Mir ging es zum Teil auch so nur sehe ich Heute auch Gefahren.
    Als ich mit der Gabe der Prophetie in Berührung kam war das vor über 36 Jahren und kaum Jemand wusste so genau was da so geschah.
    An ein Mentor dachte da keiner weder hier noch wo anders.
    Einige Dinge habe ich im Lauf der Zeit gelernt auch auf die „harte“ Art.
    Deine Erfahrung mit dieser „Dame“ sind auch nicht selten. Prophetische Menschen erkennen oft das sie da eine Person vor sich haben die sie in der Gabe überholen kann und möchten dann kontrollieren. (meine Erfahrung).
    Nur hat dein Ansatz auch eine Gefahr.
    Da es auch Propheten gibt die der Meinung sind das sie unantastbar sind und sich keiner Prüfung unterziehen müssen.
    Ich für mich ziehe es vor in einer Gruppe von Propheten zuagieren da wir alle nur ein Teil des Ganzen sehen

    @ Sandra
    Als ich deinen Beitrag musste ich sehr Schmunzeln, unsere Ehe wurde genauso bewertet und sie hält jetzt schon 33 Jahre.

    LG Angelika

  6. Gaby Dully

    Hallo liebe Julia ,
    Es fasziniert mich immer wieder ,wie Gott dich gebraucht ,mir Antworten zu geben . Es geschehen Heilungen und Wunder in meinem Leben ,Jesus fing 2005 mit mir an über einen Heilungsraum zu reden ,bei mir im Haus . Dieses Jahr wurde er in einer übernatürlichen Zeit fertig ( also zu seinem perfekten Zeitpunkt ) Ich hatte vorher eine sehr starke Begegnung mit Jesus . Ich habe die letzte Zeit immer wieder zu Jesus gerufen ,ich brauche Mentoren ,jedesmal, wenn ich meinte ich könnte mich an eine Schulter legen ,wurde sie weg gezogen . Immer wenn ich einen geistlichen Vater sah bekam ich ein Nein , ich wollte einfach nur geführt werden . Durch dein Zeugnis wurde alles bestädigt ,was ich spürte und ich bekomme einen starken Frieden . Ja Jesus ist unser Mentor und ich danke ihm von ganzen Herzen ,das er mich dadurch vor vielen Irritationen und Verletzungen geschützt hat .
    Danke Jesus für deine Liebe ! Danke heiliger Geist für deine wunderbare Führung ! Danke himmlischer Vater ,das ich immer zu dir rennen kann in deine liebevollen Arme und das deine Liebe sich niemals ändert ! Danke Julia für deinen wunderbaren ,segenbringenden Gehorsam !
    In seiner Liebe verbunden ,Gabi ! <3 <3 <3

  7. Uwe Fiebig

    Hallo Michaela, danke für deinen Beitrag. Du schreibst von Geburtswehen und ich denke es geht um Stöhnen im Geist. Das finde ich so sehr wichtig und ist fast von der Bildfläche verschwunden. Ich hab von Erweckungszeiten gelesen, wo dies gang und gebe war und dadurch passierte viel im geistlichen Raum und Menschen kamen in Scharen zu Jesus. Da las ich auch von einer großen Gemeinde die dies Praktizierte und ältere Frauen kamen regelmäßig im Gottesdienst nach vorn und stöhnten in Geburtswehen. Die Folge waren echte Heilungen und Wunder und die Gegenwart Gottes war so spürbar da. Dann starb der Pastor und es kam ein junger Nachfolger. Dieser sagte, dies wolle er hier nicht mehr haben. Und binnen weniger Jahre schrumpfte die Gemeinde so sehr, das sie schließlich ganz aufgegeben wurde. Also bleib dran Michaela, das ist vom Herrn.

  8. Hallo Angelika,

    Du hast geschrieben:

    „Nur hat dein Ansatz auch eine Gefahr.
    Da es auch Propheten gibt die der Meinung sind das sie unantastbar sind und sich keiner Prüfung unterziehen müssen.“

    Das ist dann eine genauso falsche Ansicht wie die, immer mehr auf Meinungen von Menschen, als auf Gott zu hören. Beide Seiten sind Extreme.
    Propheten brauchen auch Korrektur, wie andere Christen auch. Sie sind nicht unfehlbar.

    Aber es geht darum: Wenn man von Gott etwas selbst klar gehört hat, dann muss man in erster Linie auf Ihn hören. Dann kann man in dem Fall keine „Korrektur“ von jemand anderes annehmen, da es sich ja dem widerspricht, was Gott einem selbst gesagt hat. Es geht, wie gesagt, um ein „gesundes Hören“ Seiner Stimme.

    Viele Christen leiden darunter, wenn sie von widersprüchlichen Meinungen von Menschen verwirrt werden – anstatt selbst Gottes Stimme kennenzulernen.
    Das Thema ist so wichtig, dass ich schon lange vorhabe, dazu auch einen Artikel zu schreiben.

    LG Julia

  9. Michaela Greger

    Hallo Uwe,
    leider entdecke ich erst heute Deinen Kommentar als Reaktion auf meine Kommentar vom 24.11.13. Ich denke bei diesen Wehen handelt es sich um die Bibelstelle aus Römer 8,22. Das Offenbarwerden der Söhne Gottes rückt immer näher.
    Danke Dir für die Ermutigung zum „Dranbleiben“, doch das ist sehr umkämpft. Vielen macht dieses Wirken Angst und ich habe bereits in mehreren Kreisen „Unruhe“ verursacht, wenn ich Dinge, von denen ich denke, dass sie Gott derzeit durch viele Menschen weltweit mitteilt, weitergebe.
    Niemand will dieses „neue Baby“ haben. Habe mich immer mehr zurückgezogen, doch bin ich überzeugt, dass Gott zu seinem Ziel kommt.
    Vielleicht ist es auch noch nicht an der Zeit. Hoffe jedoch sehnlichst, mehr Klarheit zu bekommen, denn vieles ist für mich ebenfalls neu, sehr verwirrend und man wandert – abgesehen von Gott – sehr, sehr einsam.
    Allen, denen es genauso ergeht, möchte ich Mut und Zuversicht zusprechen und sie daran erinnern, dass ER stets „ungewöhnliche“ Wege wählt und nach Menschen Ausschau hält, die sich auf ihn, den wilden und abenteuerlichen Gott einlassen.
    Tobias und Julia, euch beiden ein großes DANKE für „eure Seite“, sie hilft einem sehr oft heraus aus Isolation und Stagnation. Ich staune, wie umfangreich sie bereits geworden ist.
    Segensreiche Grüße von Michaela.

  10. Kathrin

    gutes statement von dir!! Ich habe das genau so erlebt – ich habe mir eigentlich auch immer einen Mentor gewünscht – aber Jesus hat mir immer wieder gezeigt und gesagt, dass er mein Mentor ist und ER ist der beste ;-) ! hat mir nicht geschadet, keinen menschlichen Mentor zu haben, wobei die ein oder andere geistlich reife Person mit schon mal einen Schubs gegeben hat, den ich dann auch brauchte.

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