„Bist Du das, GOTT?“

„Bist du das, Gott?“

Was uns daran hindern kann, Gottes Stimme zu hören.

Quelle: NEUES LEBEN. Das Christliche Ratgeber-Magazin

Gartenarbeit kann Spass machen. Aber jetzt reichte es langsam. Meine Frau und ich harkten mit unserer vierjährigen Tochter den Rasen meiner Schwiegermutter. Eine enorm grosse Fläche. Plötzlich rief meine Frau aufgeregt: „Mein Verlobungsring! Ich habe ihn irgendwo verloren!“ Wir warfen einen Blick auf die zwölf Laubsäcke, die wir bereits mit Kiefernadeln und Laub gefüllt hatten. Auch das noch! Jetzt würden wir einen nach dem anderen leeren müssen, um den Ring wieder zu finden. Na dann . . . – Nur meine kleine Tochter schien kein grosses Problem in der Sache zu sehen: „Wir sollten Gott fragen, wo der Ring ist!“ Ich war gereizt und wollte ihren Vorschlag gerade als unpraktisch abtun, da dachte ich: „Was, wenn der Heilige Geist sie tatsächlich führt?“ – „In Ordnung“, sagte ich also, „lasst uns den Herrn bitten, uns zu zeigen, wo der Ring ist.“ Wir setzten uns aufs Gras, beteten um Hilfe, blieben still und horchten. Auf einmal platzte meine Tochter heraus: „Gott hat es mir gesagt!“ und zeigte auf einen der Säcke. „Öffne diesen da, Papa!“ Ich drehte den Beutel auf die Seite und machte ihn auf. Der Ring fiel hinaus und mein Kinnlade hinunter.So „ganz nebenbei“ hat mir meine Tochter an diesem Tag gezeigt, dass sie „Ohren hat, die gut zuhören“ (vgl. Matthäus 11,15). Und wir Eltern lernten eine wertvolle Lektion über das unerwartete Reden Gottes – wenn wir bereit sind hinzuhören. Gleichzeitig wissen wir natürlich auch aus vielen anderen Situationen, dass es nicht immer einfach ist, Gottes Stimme so klar zu hören, wie meine Tochter es an diesem Tag erlebt hat – selbst wenn man gut hinhört. Nicht immer redet Gott in dieser Weise. Oft müssen wir einfach die Säcke öffnen und anfangen zu suchen. Und manchmal ist er vielleicht auch gar nicht zu hören. Aber selbst wenn Gott so offensichtlich wie zu meiner kleinen Tochter spricht, kann es sein, dass wir ihn nicht hören, weil unser „Gehör“ nicht richtig funktioniert. Für eine solche „geistige Taubheit“ gibt es drei Gründe: ein verschlossenes Denken, ein verschlossenes Herz und einen verschlossenen Lebensstil.


Ein verschlossenes Denken

Ein verschlossener Verstand gegenüber Gottes Stimme kann sich auf verschiedene Art zeigen:
Nehmen wir zum Beispiel den alttestamentlichen Mann Gideon. Als er von Gott beauftragt wurde, die Führung des Heeres zu übernehmen, reagierte er mit Ungläubigkeit: „Aber mein Herr, wie soll ich Israel befreien? Meine Sippe ist die kleinste im ganzen Stamm und ich bin der Jüngste in meiner Familie. Wenn ich vor dir Gnade gefunden habe, dann gib mir ein Zeichen dafür, dass wirklich der Herr selbst mit mir spricht!“ (Richter 6,15+17). Gideon bezweifelte also nicht, dass Gott reden kann, aber er dachte: Warum würde der Herr des Universums ausgerechnet mit einem Niemand wie ihm sprechen wollen? Auch wir nehmen vielleicht manchmal an, dass Gott unser Leben als unwürdig ansieht und uns deswegen nicht konkret ansprechen würde. Wir können es zwar akzeptieren, dass Gott mit Propheten, Aposteln, Königen und anderen wichtigen Leuten so gesprochen hat. Aber warum sollte er mir, Otto Normalchrist, etwas Persönliches und Besonderes zu sagen haben?


Gott redet mit uns nicht nach dem alles-oder-nichts-Prinzip.In solchen Gedanken kann uns Jesu Einladung neu ermutigen: „Bittet und ihr werdet bekommen! So schlecht ihr auch seid, ihr wisst doch, was euren Kindern gut tut, und gebt es ihnen. Wie viel mehr wird der Vater im Himmel denen den Heiligen Geist geben, die ihn darum bitten“ (Lukas 11,9+13). Dieser Vater kennt jedes Haar auf unserem Kopf (vgl. Lukas 12,7). Dieser Vater interessiert sich für jedes Detail unseres Lebens; was uns beschäftigt, beschäftigt auch ihn – deshalb möchte er auch mit uns darüber sprechen. Egal wie klein wir in unseren eigenen Augen sein mögen, es lohnt sich Gott zu vertrauen und sein Reden zu erwarten: „Wer zu Gott kommen will, muss ja fest damit rechnen, dass es ihn gibt und dass er die Menschen belohnt, die ihn suchen“ (Hebräer 11,6).Es kann auch sein, dass wir Gottes Stimme nicht wahrnehmen, weil wir etwas sehr Spektakuläres erwarten. Aber Gott kann auch sehr leise und subtil sprechen. Das scheint mir sogar die Regel zu sein. Zum Propheten Elija sprach Gott weder durch einen Sturm, ein Erdbeben, noch durch ein Feuer, sondern durch einen ganz leisen Hauch (vgl. 1.Könige 19,11-13). Was, wenn Elija die Stimme Gottes in den grossen Naturgewalten erwartet und deswegen das leise Wispern ignoriert hätte? Wir sollten unseren Verstand dafür öffnen, dass Gott auf viele überraschende Arten spricht.Vielleicht denken Sie auch folgendes: Sich einzubilden, dass Gott direkt zu einem spricht, hat schon Menschen in die Psychiatrie gebracht oder Sekten entstehen lassen. Und wie oft benehmen sich Personen seltsam, weil sie denken, dass Gott bestimmte Dinge von ihnen will? Wie oft haben aber auch ansonsten völlig normale Leute schlechte Entscheidungen für ihr Leben getroffen, weil sie dachten, dass Gott ihnen speziell dazu geraten habe? Manchmal schieben sie dann auch noch Gott diese Fehler in die Schuhe, indem sie behaupten, er hätte uns zu etwas geraten, das sich hinterher als falsch herausstellte. Verständlicherweise wollen wir nicht absonderlich werden und Fehler machen. Und natürlich sollen wir uns nicht einbilden, Gottes Stimme zu hören, wo es unsere eigenen Gedanken sind.Vorsicht ist also grundsätzlich wichtig und gut. Aber sie darf nicht zur Blockade führen. Gott handelt nicht nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Es ist durchaus möglich, dass wir seine Stimme das eine Mal genau hören und ihn ein anderes Mal aus Versehen falsch verstehen, beziehungsweise seine Stimme mit unseren eigenen Gedanken verwechseln. So unschön Fehler sind, wer geistlich wachsen will, kann sie nicht wirklich vermeiden. Gott korrigiert oder bestätigt uns. Er lässt uns bei diesem lebenslangen „Reifeprozess“ nicht allein. Immer wieder können und müssen wir das, was wir glauben von Gott gehört zu haben, mit dem Inhalt der Bibel vergleichen. Wir können Rat bei erfahrenen christlichen Freunden suchen. Und wenn wir glauben, dass Gott uns beispielsweise zu einer bestimmten Tätigkeit berufen hat, können wir uns manchmal auch dadurch sicher sein, dass bestimmte Dinge in der Praxis dann auch tatsächlich möglich werden.

Ein verschlossenes Herz


Welche Anzeichen gibt es dafür, dass unsere Herzenshaltung uns hindert, Gott zu hören?

1. Angst:

Im Gegensatz zu Gideon, der bezweifelte, dass Gott ausgerechnet mit ihm sprechen wollte, waren die Israeliten am Berg Sinai überzeugt, dass der Herr ihnen etwas zu sagen hatte. Sie waren jedoch alles andere als begeistert: „Als das ganze Volk erlebte, wie es blitzte und donnerte, Posaunenschall ertönte und der Berg rauchte, bekam es grosse Angst und blieb zitternd in weiter Ferne stehen. Die Leute sagten zu Mose: Wir haben Angst, wenn Gott so mit uns redet. Wir werden noch alle umkommen!“ (2.Mose 20,18-19). Wir haben heute vielleicht keine Angst mehr davor, dass Gott uns töten will. Aber manchmal verschliessen wir unser Herz vor Gottes Stimme, weil wir befürchten, dass seine Worte unangenehme Konsequenzen nach sich ziehen könnten: Was, wenn Gott möchte, dass wir unser Verhalten ändern? Genau das tut er häufig. In der Bibel lesen wir, dass Gott die Gemeinde in Ephesus anfangs immer wieder motiviert oder für ihre guten Absichten lobt – aber er tadelt sie auch und ermahnt sie am Ende immer wieder: „Wer Ohren hat, soll hören, was der Geist den Gemeinden sagt!“ (Offenbarung 2,7+11+17+29; 3,6+13+22). Davor lesen wir wiederum hoffnungsvolle Worte, die uns Rettung versprechen – allen, „die durchhalten und den Sieg erringen“ (Offenbarung 3,21).Wenn also Furcht unsere Herzen verschliesst, sollten wir bedenken, dass die Belohnungen, die auf uns warten, wenn wir Gottes Stimme beachten, unbezahlbar und unvergänglich sind. Egal, wozu Gott mich beruft, „die Leiden, die ich jetzt ertragen muss, wiegen nicht schwer und gehen vorüber. Sie werden mir eine Herrlichkeit bringen, die alle Vorstellungen übersteigt und kein Ende hat“ (2.Korinther 4,17).

2. Überheblichkeit:

Häufig haben wir Schwierigkeiten, Gottes Stimme zu hören, weil wir vermessen sind. Ein solcher Stolz verleitet uns zu der Annahme, wir hätten alles unter Kontrolle und bräuchten keinen Austausch mit Gott. Die Propheten warnten davor, dass Gott Unheil hereinbrechen lassen würde, wenn die Menschen nicht nach seinen Weisungen fragen und nichts von ihm wissen wollten. Gott heilt uns quasi von unserem mangelnden Vertrauen in ihn, indem er zulässt, dass uns schwierige Umstände überwältigen. In unserer Hoffnungslosigkeit finden wir dann unter Umständen wieder zu ihm zurück. Zur Zeit des Propheten Jesaja wurde das Volk Juda von den Assyrern bedroht. Die Anführer Judas hätten Gott um Weisung und Schutz bitten können, stattdessen bildeten sie ein Bündnis mit dem heidnischen Ägypten. Was dachte Gott darüber? Er sagte: “Weh euch, meine eigensinnigen Kinder! Ihr führt Pläne aus, mit denen ich nichts zu tun habe. Ihr schliesst Bündnisse gegen meinen erklärten Willen” (Jesaja 30,1). Durch Jesaja forderte Gott sein Volk auf, gelassen zu warten und auf ihn zu vertrauen, aber die Menschen antworteten ihm: “Nein, auf Pferden wollen wir dahinfliegen!”. Der Herr entgegnete: “Aber ihr werdet nicht fliegen, sondern fliehen. Eure Verfolger werden schneller rennen als ihr. Von eurem stolzen Heer wird nichts übrig bleiben als eine leere Fahnenstange auf einem kahlen Hügel” (Jesaja 30,16-17).Gleichzeitig ist Gottes Gnade gross: “Wie glücklich sind alle, die ihre Hoffnung auf ihn setzen!” erinnerte Jesaja die stolzen Menschen. “Sobald er euer Schreien vernimmt, gibt er euch Antwort” (Jesaja 30,19). Wodurch zeigt Gott also sein Mitleid für uns, wenn wir unsere Überheblichkeit aufgegeben haben? Indem er mit uns spricht und uns wieder zur Seite steht: “Wenn ihr nach rechts oder links abbiegen wollt, werdet ihr hinter euch eine Stimme hören, die zu euch sagt: Dies hier ist der Weg, dem ihr folgen sollt!“ (Jesaja 30,21).

Wir sollten unsere Taubheit nicht mit Gottes Schweigen verwechseln.

„Ich höre doch nicht auf einen Esel!“

Stolz kann uns auch zu der Annahme verleiten, dass wir Gottes Art zu reden genau kennen. So kann es passieren, dass wir unsere Herzen und Ohren gegenüber einem Botschafter Gottes verschliessen, den wir für ungeeignet halten, Gottes Nachrichten zu überbringen. Erinnern Sie sich an den blinden Bettler, den Jesus am Sabbat heilte? Als die Pharisäer damals die Angelegenheit überprüften, versuchte der Bettler ihnen zu erklären, dass Jesus ein von Gott gesandter Prophet sei, auf den sie hören sollten (vgl. Johannes 9,13-34). Doch für sie stand bereits fest, dass Jesus ein Aufrührer war. Sie wiesen die Aussage dieses besonderen Botschafter Gottes mit den Worten zurück: „Du bist ja schon von deiner Geburt her ein ausgemachter Sünder, und dann willst du uns belehren?“ (Johannes 9,34) und warfen den Bettler hinaus.Wer weiss, wie oft Gott schon durch Menschen zu uns gesprochen hat, von denen wir nie erwarten würden, dass Gott sie zu uns schickt? Gott sprach sogar durch einen Esel (vgl. 22,21-34) – das bedeutet, er kann durch jeden und alles sprechen! Falls wir also erkennen, dass wir die Stimme Gottes nicht wahrgenommen haben, weil wir den Überbringer für unwürdig hielten, sollten wir unseren Stolz vor Gott bekennen und uns bei der Person dafür bedanken, dass sie Gottes Sprachrohr war. Dieser Akt der Bescheidenheit kann uns eine Hilfe sein, in Zukunft nicht mehr auf unseren Stolz hereinzufallen.Wenn wir denken, wir bräuchten uns von Gott nichts sagen zu lassen, sollten wir uns ihm neu zuwenden, ihn um Vergebung bitten und seine Souveränität anerkennen. Er kann uns ein neues Herz geben und es gegen unser rebellisches Herz austauschen. Rebellion ist nämlich ein weiterer Grund dafür, dass wir Gottes Stimme nicht hören können…

3. Rebellion:

Meine Frau ist Bewegungstherapeutin und bringt unter anderem gehörlosen Kindern das Schwimmen bei. Einmal stellte sich ein Junge absichtlich mit dem Rücken zu ihr hin. Da er auf diese Weise die Stimme meiner Frau nicht „hören“ konnte, waren aus seiner Sicht auch ihre Anweisungen nicht an ihn gerichtet. Das Volk Juda reagierte genauso, als Gott ihnen sagte, wie sie sich verhalten sollten: „Aber sie wollten nicht darauf hören, sie stellten sich taub und waren unwillig wie ein störrischer Esel. Sie machten ihre Herzen so hart wie Diamant und weigerten sich, auf die Worte und Weisungen zu hören, die der Herrscher der Welt, ihnen durch seinen Geist sagen liess“ (Sacharja 7,11+12). Das Resultat? Gott war sehr verärgert und die Menschen mussten die Konsequenzen tragen (vgl. Sacharja 7,12). Ein verhärtetes Herz stellt sich gegen Gott und am Ende erleiden alle, die sich Gott entgegensetzen, grosse Not. In Jeremia 19,3 sagt Gott zu den Aufrührern: „Ich werde Unglück über diesen Ort bringen; es wird so schrecklich sein, dass jedem, der die Nachricht davon hört, die Ohren wehtun werden.“ Wenn wir umkehren, können wir dasselbe sagen wie der Prophet Jesaja: „Gott, der Herr, hat mir das Ohr geöffnet und mich bereitgemacht, auf ihn zu hören. Ich habe mich nicht gesträubt und bin vor keinem Auftrag zurückgescheut“ (Jesaja 50,5).

Ein verschlossener Lebensstil

Neben einem verschlossenen Denken und einem verschlossenen Herzen können uns auch ganz praktische Angelegenheiten daran hindern, Gottes Stimme zu hören:


Gott interessiert sich für jedes Detail unseres Lebens – deshalb möchte er auch mit uns reden.

„Ich habe keine Zeit für dich.“

Ein Lebensstil, bei dem wir quasi „rund um die Uhr“ beschäftigt sind, kann uns daran hindern, Gott zu hören. Wir verhalten uns dann wie die Menschen, die der König zur Hochzeit einlud: „Sie aber kümmerten sich nicht darum, sondern gingen ihren Geschäften nach. Einer ging auf seine Felder, ein anderer in seinen Laden“ (Matthäus 22,5). Sie kamen niemals in den Genuss, des Königs Feier zu erleben oder seine Festansprache zu hören. Ihr Interesse galt einzig ihren Angelegenheiten, die ihnen wichtiger schienen. Wenn wir in der Bibel lesen, wie Gott mit den Menschen spricht, entdecken wir ein Muster: Sie zogen sich vorher von ihren täglichen Aufgaben, vom Alltag zurück: Elija machte sich allein auf den Weg den Berg hinauf und hörte Gottes Stimme in diesem leisen Hauch (vgl. 1.Könige 19,8-18). Moses stieg auf den Berg Sinai und erhielt von Gott die Zehn Gebote (vgl. 2.Mose 19,20-20,21). Als Jesus von seinem Vater wissen wollte, wer die zwölf Apostel sein sollten, ging er allein auf einen Berg, um die Nacht im Gebet zu verbringen (vgl. Lukas 6,12). Petrus war gegen Mittag auf ein Dach geklettert, als Gott ihm eine Vision gab (vgl. Apostelgeschichte 10,9). Und als die Propheten und Lehrer der Gemeinde in Antiochia „für einige Zeit fasteten und sich ganz dem Gebet widmeten“, hörten sie die Stimme des Heiligen Geistes zu ihnen sprechen (Apostelgeschichte 13,2).Wenn wir also unsere Angelegenheiten des Alltags beiseite lassen, können wir uns durch bestimmte geistliche Disziplinen neu auf Gott ausrichten. Regelmässige Gebetszeiten, Fasten, Anbetung, Bibellese und Meditation öffnen unsere Sinne, so dass wir Gottes Stimme wieder hören können.

„Ich muss dir so viel erzählen!“

Genau die Menschen, die sich Zeit nehmen und ihren Fokus immer wieder neu auf Gott ausrichten, müssen jedoch oft auch die Kunst der Stille lernen, weil ausgerechnet ihr eigenes Reden mit Gott sie daran hindern kann, Gottes Stimme zu hören. Vielleicht war das auch in der Situation der Fall, als Jesus die drei Jünger Petrus, Johannes und Jakobus mit auf einen hohen Berg nahm, um ihnen etwas offenbaren. Petrus begann zu reden und so musste Gott, der Vater, ihn schliesslich unterbrechen: „Während er [Petrus] noch redete, erschien eine leuchtende Wolke über ihnen, und eine Stimme aus der Wolke sagte: Dies ist mein Sohn, ihm gilt meine Liebe, ihn habe ich erwählt. Auf ihn sollt ihr hören!“ (Matthäus 17,5). Dasselbe kann uns passieren, wenn wir zwar viel Zeit mit Gott verbringen, aber sie nur mit unseren Worten füllen. Das Gespräch bleibt einseitig, weil wir Gott gar keine Chance geben, zu Wort zu kommen. Deswegen sollten unsere Gespräche mit Gott auch eine Zeit der Stille enthalten. Wir benötigen Pausen während unserer Gebete, während unserer Fürbitten, ja auch in Anbetungszeiten, damit wir Gott wenigstens die Möglichkeit geben zu sprechen.

Ein Gott, der spricht

Grundsätzlich sollten wir unsere Taubheit nicht mit Gottes Schweigen verwechseln. Unser Gott ist nicht stumm, er spricht. Schwarz auf weiss und am allerdeutlichsten durch die Bibel. Aber auch auf mancherlei andere Weise. Am Ende noch einmal die Ermutigung:

Gott freut sich über ein Gespräch mit uns und lädt uns ausdrücklich dazu ein.

Und gibt es ein grösseres Privileg, als mit dem Herrscher der Welt zu reden? Lassen Sie uns diese grosszügige und liebenswürdige Einladung annehmen. 
 

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Autor: Paul Thigpen ist Theologe und Publizist. Sein Beitrag erschien in etwas längerer Form zuerst in der evangelikalen Zeitschrift „Discipleship Journal“ (Jüngerschafts-Journal).

Quelle: NEUES LEBEN. Das Christliche Ratgeber-Magazin

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