Damit Träume wahr werden (Francis Frangipane)

Francis Frangipane:

Francis Frangipane

 Damit Träume wahr werden

18. Juni 2012 www.elijahlist.de

Deutsche Übersetzung: Karin Meitz

Nur weil wir gehen und reden, heißt das noch lange nicht, dass wir wirklich wach sind. Sacharja schlief nicht, als der Engel ihn weckte „wie einen Mann, der aus seinem Schlaf geweckt wird“ (Sacharja 4, 1). Vielleicht müssen wir aus unserem Schlummer gerüttelt werden, um die Verheißungen Gottes in Besitz zu nehmen!

Jesus sagte, dass es erstaunlicherweise trotz aller Zeichen, Wunder und Warnungen, die uns zeigen, dass wir wahrlich in der Endzeit leben, auch eine unerklärliche Schläfrigkeit geben wird, die wir erkennen und überwinden müssen. Er verglich sogar unmittelbar nach dem Herausstreichen der verschiedenen Anzeichen für das Ende (Matthäus 24) die Gemeinde mit Jungfrauen, die „alle schläfrig wurden und einschliefen“ (Matthäus 25, 5).

Jungfrauen die am Ende des Zeitalters schlafen? Das scheint unverständlich angesichts der kommenden „Wunder am Himmel und den Zeichen unten auf der Erde“ (Apostelgeschichte 2, 19), ganz zu schweigen von dem mächtigen weltweit sichtbaren Boten der Frohen Botschaft des Reiches Gottes. Und doch sind dieses Phänomen der geistlichen Verschlafenheit und der Verlust unseres Hungers, Gott zu suchen, etwas, wovor wir uns hüten müssen.

Wenn dieser schlummernde Geist sich nähert, trübt er zuerst unsere Wahrnehmung. Bald legt sich unser Eifer für die Angelegenheiten Gottes. Wir lieben den Herrn natürlich nach wie vor, aber unsere Vision sitzt nur mehr auf der Rückbank, während andere weniger wichtige Aspekte unseres Lebens die Richtung für unser Leben vorgeben.

In der Tat hatte Satans Stimme von Anfang an eine verführende, einlullende Wirkung auf die Menschheit. Evas Ausrede für ihren Ungehorsam? „Die Schlange hat mich getäuscht [betrogen, verführt, brachte mich dazu, zu vergessen]“ (1. Mose 3, 13).

Dieses Gefühl geistlichen Vergessens, diese Schläfrigkeit, ist eine Wolke der Blindheit, die wir erkennen und überwinden müssen. Der Heilige Geist sprach diesbezüglich durch folgenden Traum zu meinem Herzen:

Auf einem freien Feld stand ein Tempel. Ich sah von der Seite auf diesen Tempel. Er war ungefähr 200m entfernt. Ich konnte seine Vorderseite nicht sehen, doch muss er vollständig offen gewesen sein, denn es ging ein großes helles Licht von seinem Inneren aus; es pulsierte wie Blitze und doch war es beständig wie Sonnenlicht. Der Lichtblock strahlte gerade heraus und ich wusste, dass dieses Licht die Herrlichkeit Gottes war.

Der Tempel war so nahe, gleich drüben auf dem Feld, und ich wusste, dass ich mit geringem Aufwand in die Herrlichkeit Gottes gelangen konnte. Seine heilige Gegenwart war ganz klar in meiner Reichweite. Es kamen auch andere in meinem Traum vor. Sie standen direkt vor mir und ich erkannte Menschen aus der Gemeinde. Jeder schien so beschäftigt. Und obwohl der Tempel und sein Licht sichtbar und für alle leicht erreichbar war, hatten alle die Köpfe gesenkt und vom Tempel abgewandt; jeder war mit anderen Dingen beschäftigt.

Ich hörte eine Person sagen: „Ich muss die Wäsche waschen“. Eine andere sagte: „Ich muss arbeiten gehen.“ Ich sah Menschen Zeitung lesen, fernsehen und essen. Ich war sicher, dass jeder das Licht sehen konnte, wenn er es wollte, umso mehr, da wir ja alle wussten, dass Seine Herrlichkeit nahe war.

Es gab sogar ein paar Menschen, die in der Bibel lasen und beteten, doch jeder hielt seinen Blick nach unten gesenkt; sie alle hatten irgendeine mentale Barriere zwischen sich und dem Ort der Gegenwart Gottes. Es war tatsächlich niemand in der Lage, aufzustehen, sich umzudrehen und festen Schrittes in die so nahe Herrlichkeit Gottes hineinzugehen.

Als ich das alles so beobachtete, hob plötzlich meine Frau ihren Kopf und sah den Tempel im Feld. Sie stand auf und ging ohne Unterbrechung auf die offene Vorderseite zu. Als sie sich dem Licht näherte, formte sich ein Gewand aus Herrlichkeit und nahm um sie herum Gestalt an. Je näher sie kam, desto dichter wurde das Licht, das sie umgab. Schlussendlich trat sie vor den Tempel, drehte sich um und stand direkt vor der strahlenden Herrlichkeit Gottes. Dann betrat sie den Tempel.

Oh wie eifersüchtig ich mich fühlte! Meine Frau hatte die Herrlichkeit Gottes vor mir betreten! Gleichzeitig erkannte ich, dass mich nichts daran hinderte, mich Gottes Gegenwart zu nahen – nichts außer die Vielzahl an Dingen, die zu tun waren, für die ich mich verantwortlich fühlte und die in Wahrheit mein Leben mehr beherrschten als die Stimme Gottes.

Ich schob die Last dieses Druckes beiseite, entschlossen aufzustehen und selbst den Tempel zu betreten. Doch zu meinem großen Bedauern in meinem Traum, wachte ich, gerade als ich aufstand, plötzlich auf! Die Sehnsucht und die Enttäuschung in mir schienen untragbar. Ich war so nahe daran gewesen, in die Gegenwart Gottes einzutreten. Wie sehr wünschte ich mir, den Tempel zu betreten und von Seiner Herrlichkeit verschlungen zu werden!

Ich rief: „Herr, warum hast du mich aufwachen lassen?“

Sofort antwortete das Wort des Herrn. Er sagte: „Ich lasse das Leben Meines Dieners nicht durch einen Traum Erfüllung finden. Wenn du möchtest, dass dein Traum wahr wird, wirst du aufwachen müssen.“

Passivität durchbrechen – Prioritäten setzen

Ihr Lieben, Gott erweckt uns heute zur Realität Seiner Gegenwart. Die Verheißungen, die der Herr uns in Seinem Wort gegeben hat, müssen für uns mehr werden als nur traumähnliche Wahrheiten, die für das Jenseits vorbehalten sind. Moses begab sich häufig in die Herrlichkeit Gottes. Die siebzig Ältesten Israels aßen und tranken in Gottes strahlender Herrlichkeit (2. Mose 24, 9-11). Jesus enthüllte Seinen engsten Vertrauten Gottes Herrlichkeit am Berg der Verklärung! Paulus sagte, dass das Schauen der Herrlichkeit Gottes der Schlüssel zur Verwandlung ist (2. Korinther 3, 18).

Deshalb heißt es in der Schrift: „Wach auf, der du schläfst, und steh auf von den Toten, so wird dich Christus erleuchten“ (Epheser 5, 14).Wenn wir uns wahrlich danach ausstrecken, dass Jesus uns „erleuchtet“, müssen wir aufstehen und uns von den Ablenkungen losreißen, die uns in Lethargie und geistlicher Schläfrigkeit gefangen halten.

Im Moment ist die Gegenwart des lebendigen Gottes nah genug, um das Flüstern unseres Herzens zu hören. Doch wenn wir wollen, dass unser Traum, in der Gegenwart Gottes zu stehen, wahr wird, müssen wir aufwachen.

Herr, erwecke mein Herz.

Öffne meine Augen all dem gegenüber, wer Du bist und was wir gemeinsam sein können. Führe mich in Deine Gegenwart und zeige mir, wie ich ein Leben führen kann, das Dich an erste Stelle setzt.

Zeige mir, was bleibende Bedeutung haben wird. Ich möchte alles von Dir und ich sehne mich danach, Deine Herrlichkeit zu erleben!

Diese Botschaft ist ein adaptiertes Kapitel aus Francis Frangipanes Buch „And I Will Be Found By You“ (Und ich werde von dir gefunden werden)

Francis Frangipane
Ministries of Francis Frangipane

Email: francis1@frangipane.org

 Francis Frangipane ist der Gründer der River of Life Ministries (Fluss des Lebens Dienst) in Cedar Rapids in Iowa und hat die ganze Welt bereist, um Tausenden von Pastoren und Fürbittern verschiedenster Herkunft zu dienen. Es ist sein Herzenswunsch und sein inniges Gebet, dass in jeder Stadt Christus-ähnliche Pastoren und Fürbitter, die vor Gott vereint sind, ihren Gemeinden die Liebe Gottes offenbaren. Seit 1985 hat er 14 Bücher geschrieben und eine ganze Anzahl von kleineren Lehrbüchlein. In den letzten Jahrzehnten hat Francis noch in einigen weiteren Dienstbereichen gedient, sich in den letzten Jahren aber von diesen mehr und mehr zurückgezogen. Seit Juni 2009 hat er auch seine Position als Gemeindeleiter der River of Life Ministries aufgegeben. In diesem eher einfachen Leben widmet sich Frangipane nun dem Gebet und dem Dienst an Gottes Wort.

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