Gierig nach Eindrücken oder: Eine falsche Abhängigkeit

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11.12.2011

Als ich betete, bekam ich dieses Bild: Ich sah ein paar Vögel auf dem Boden sitzen, denen ich Brotkrümel zuwarf. Sie ließen sich gerne füttern.

Nehmen wir an, diese Vögel waren Möwen. Möwen sind ja recht aggressiv, wenn es ums Fressen geht – da pickt die eine Möwe die andere und alle kreischen wild herum: Jeder möchte ein Stück Brot erhaschen!

Ähnlich verhält es sich leider mit prophetischen Eindrücken… Viele Menschen sind geradezu gierig nach einem Eindruck. Und wie die Möwen im Bild kreisen sie um die Köpfe der prophetisch Dienenden, um darauf zu warten, dass diese ein Stück Brot fallen lassen. Sobald ein Stück Brot fällt, stürzen sie sich darauf, um es für sich in Anspruch zu nehmen (selbst dann, wenn der Eindruck gar nicht für sie selbst bestimmt ist).

Das Bild mit den Vögeln, die mit Brotkrümeln gefüttert werden, bekam ich selbst als eine Warnung bzw. als Ermahnung.

Es richtet sich an jeden, der prophetisch aktiv ist.

Als prophetisch Dienender muss ich erkennen, welche Person wirklich ein Reden GOTTES benötigt.

Natürlich ist es GOTT, der durch die prophetisch dienenden Christen redet. Doch Er entscheidet, für wen Menschen Er eine Botschaft hat. Manche Menschen „drängen“ und „betteln“ so sehr um einen Eindruck, dass dies uns (prophetisch Dienende) unter einen Druck setzen kann. Einen Druck, doch noch für diese Person „zu hören“ – und dieser Druck kann gefährlich werden. Er kann im schlimmsten Fall dazu führen, dass wir nicht auf GOTT hören, sondern die Seele des anderen Menschen „lesen“ (wenn auch unbeabsichtigt). Das können die Wünsche oder Fragen des anderen sein. Oder eigene gut gemeinte Wünsche für die Person – jedoch nicht GOTTES Reden.

Daher müssen wir darauf achten, dass es GOTT überlassen ist, ob Er spricht oder nicht.

Und: Wir dienen nicht (!) als ein „Orakel“. Wir dürfen als prophetisch Dienende nicht wie ein Automat sein, der auf „Knopfdruck“ die Fragen des anderen beantwortet.

Es ist wichtig, dass jeder Christ GOTT selbst zu persönlichen Fragen „befragt“. Jeder Christ ist in der Lage, GOTTES Stimme selbst zu hören (vgl. Joh. 10). Wenn dies nicht der Fall ist, dann liegt das daran, dass es etwas gibt, das das Hören blockiert (siehe Artikel: KLICK).

Ist das „Füttern der Möwen“ schlecht?

Nein – doch es gehört Weisheit dazu. Das Brot ist sättigend, gut und gesund – das Brot steht für das lebendige Wort GOTTES, für Sein Reden. Jede „Möwe“, sprich jeder Mensch, benötigt dieses Brot:

»Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes geht.« (vgl. Matthäus 4, 4)

Schlecht ist es, wenn manche aggressiven Möwen nur noch gefüttert werden wollen. Wenn sie andere Möwen wegstoßen, um selbst an die Brotkrümel zu gelangen. Wenn sie nach den Brotkrümeln gierig und davon abhängig werden!

Und genau das ist es, was mich so bewegt hat… Ich hatte den Eindruck, als würde JESUS mich fragen (und mich damit warnen, es nicht zu tun):

„Was würde passieren, wenn Du diese (selben) Möwen immer und immer wieder fütterst?“

Mir wurde bewusst: Die Vögel, die Möwen, würden zahm werden. Sie würden mir „aus der Hand fressen“. Sie würden mir hinterherfliegen, womöglich ständig über mir kreisen oder mir an der Hose zupfen, um nach Brot zu betteln… Sie würden kaum oder gar nicht mehr selbst nach Futter suchen, sondern sich füttern lassen..!

Und genau das passiert, wenn wir uns auf Menschen einlassen, welche selbst GOTTES Stimme nicht hören, aber um Eindrücke bitten. Ich rede hier von Christen. GOTT wird vielleicht ein oder zweimal zu ihnen reden – doch Er wird betonen, dass Er auch persönlich zu ihnen sprechen möchte! Sonst ist es doch nur ein Monolog, aber kein Dialog in der Beziehung zu Ihm…

Wir sollen Menschen in die Beziehung zu JESUS führen, tiefer und tiefer… (vgl. Epheser 4, 11-16) Und wir müssen in der Abhängigkeit zu JESUS sein: Sowohl als prophetisch dienende Person, als auch als die Person, der prophetisch gedient wird.

Es ist eine falsche Abhängigkeit, wenn wir Menschen nur mit Eindrücken füttern, diese aber nicht selbst ihr eigenes „Futter suchen“!

Wenn dies geschieht – und davor warnt uns JESUS – dann handelt es sich um eine falsche Abhängigkeit: Die Menschen sind dann abhängig von uns, aber nicht von JESUS, der das lebendige Wort ist!

Das darf nicht sein… Und daher bitte ich Dich:

  • Wenn Du prophetisch dienst, dann achte darauf, dass die Person (wenn sie Christ ist!) auch selbst GOTTES Stimme hört. Dies ist sehr wichtig! Ansonsten wird sie vermutlich versuchen, Dich und nicht GOTT zu befragen. Mach den Menschen, denen Du prophetisch dienst, klar, dass Du nur ein „Fingerzeig“ auf JESUS bist. Und sag ihnen, wenn sie Christen sind, dass sie auch selbst GOTTES Stimme wahrnehmen sollten – um mündig und allein von GOTT abhängig zu sein. Wenn Dir auffällt, dass ein Christ Dich zu „befragen“ versucht und GOTT Dir für ihn keinen Eindruck gibt, sag ihm zum Beispiel: „Es tut mir leid, aber ich habe keinen Eindruck für Dich. GOTT möchte, dass Du lernst, in erster Linie Ihn persönlich zu hören. Bitte lerne, Seine Stimme zu hören.“ Wenn sie nicht wissen, woran es liegen könnte, dass sie Ihn (noch) nicht hören – dann könne die Artikel dieser Internetseite auch hilfreich sein. Das kann helfen, mögliche Blockaden zu entdecken und das Hören freizusetzen.
  • Wenn Du GOTTES Stimme noch nicht hörst, dann sieh Dir bitte diesen Artikel an: KLICK Und rede evtl. mit anderen Christen darüber, welche GOTTES Stimme hören und/ oder prophetisch begabt sind.

Sei gesegnet!

Kategorien: Neue Artikel, Podcast-Feed | 3 Kommentare

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3 Gedanken zu „Gierig nach Eindrücken oder: Eine falsche Abhängigkeit

  1. Irene Wiens

    Sehr gut! Danke, das ist die Wahrheit! Viele sind nur zu faul selber zu Gott gehen und hören was er ihnen sagen will! Wie zu Moses Zeiten, sagen sie: rede du mit Gott… Wie traurig!!! Gott ist wirklich ein redender Gott und möchte mit uns kommunizieren….

  2. Reiner Möller

    Hallo Ihr Lieben,
    mir erging es lange ähnlich mit der Stimme Gottes, ich hatte Träume aber da habe ich mir nicht all zuviele Gedanken darüber gemacht.Bis ich diese Träume im Alltag real erlebt habe und ich zu meiner Frau gesagt habe, genau diese Situation habe ich schon einmal erlebt aber ich wuße nicht mehr genau wann und wo, weil es schon so lange her war. Diese Zeitspanne zwischen den Träumen und den ralen Erlebnissen wurden dann kürzer und ich konnte mich daran erinnern, das war schon sehr mystisch,weil ich auch diese verschiedenen Erlebnisse nicht richtig deuten und ordnen konnte. Darüber kamen wir mit ein paar guten Freunden in´s Gespräch und da sagte eine Frau, die mich sehr Ernst nahm ( sie war bei unseren Freunden zu Besuch und ich kannte sie nicht) “ Möchtest du dich denn gern mal mit Jesus treffen, vieleicht hast du einen Lieblingsort, dort seid ihr ungestöhrt, nur Jesus und du.
    Bitte ihn einfach darum, lade Ihn ein. Ja sagte ich, können wir das gleich tun. Wenn du es von ganzen Herzen möchtest.Diese Frau hat dann mein erstes Date mit Jesus arangiert, ich habe mit ihm gesprochen ich habe gefragt,und er har mir geantwortet, es war ein unbeschreiblich schönes Gefühl. Ich wurde von einer Energie duchflutet es hat gekribbelt und ich wollte nicht wieder zurück. Auf die Frage dieser Frau, wie es mir denn geht in seiner Nähe, sagte ich, es ist wunderschön ich möchte hier bleiben und Jesus sagt aber deine Freunde warten auf dich, wir können uns immer treffen ich bin bei dir. Diese Stimme zu meinem Herzen, die Tränen sind geflossen und ich war wie neu gebohren. Meine Frau und unsere Freunde haben diese Situation mit erlebt und sie konnten es nicht begreifen, sie haben nur gestaunt.Es ist für mich jeden Tag eine neue Erfahrung die ich mit Jesus mache, manchmal überlege ich in meinen Gedanken wie ich Jesus darüber frage und noch bevor ich die Frage richtig ausspreche oder im Gebet zu ihm bringe bekomme ich eine Antwort,

  3. Gibt da ein sehr passendes Zitat:

    “Gib einem Hungernden einen Fisch, und er wird einmal satt,
    lehre ihn Fischen, und er wird nie wieder hungern.”
    (Sprichwort aus China)

    Menschen sollen von Gott abhängig werden, nicht von anderen Christen. Auch nicht von einem Propheten.

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